<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175</id><updated>2011-04-21T22:51:57.842+03:00</updated><title type='text'>Leben in Israel - Uris Tagebuch</title><subtitle type='html'>Uri Russak schreibt Persönliches. Er schreibt über Politik, angewandten Zionismus und über seine Freunde - Juden, Araber, Drusen, Christen in Israel und ausserhalb. Er selbst sieht sich als Realist, kann Exremisten jeder Art nicht ausstehen. In Israel wird er oft Linksextremist genannt, im Ausland, besonders in der Schweiz, wo er geboren wurde, wird er als Rechter beschimpft. Das gefällt ihm.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>94</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-7705530919514497793</id><published>2008-01-27T17:35:00.000+02:00</published><updated>2008-01-27T17:36:06.002+02:00</updated><title type='text'>Heute 2</title><content type='html'>&lt;strong&gt;24.1.2007 &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wer mich kennt weiss, dass ich in Sachen israelischer Politik in vielem äusserst kritisch bin und mir deswegen öfters Kritik von radikaler Seite verschiedener Varianten einhandle. Wenn das Thema nicht das Überleben des jüdischen Staates und des jüdischen Volkes wäre, hätte ich bestimmt viel Spass daran. Was bleibt ist Teilnehmer und Zeuge des grossartigsten Unternehmens der vergangenen hundert Jahre zu sein, einem Unternehmen, das mit der Rückkehr des jüdischen Volkes in sein Herkunftsland und dem Errichten eines jüdischen Staates auf den Grundlagen modernen westlichen Demokratie noch nicht beendet ist. Das ging und geht nicht reibungslos, enorme Fehler wurden gemacht, unter denen die Illusion „eines Volkes ohne Land in einem Land ohne Volk“, geprägt von Israel Zangwill, nicht der Geringste ist. Doch wir Juden hatten in den ersten fünfzig Jahren des vergangenen Jahrhunderts keine andere Wahl, die Welt wollte keine Juden – man erinnere sich an die Evian-Konferenz von 1938, an der die Staaten der Welt sich weigerten, jüdische Flüchtlinge aus Deutschland (und Österreich) aufzunehmen und so mit einen Grundstein für die Vernichtung der sechs Millionen legten. Heute lebt fast die Hälfte aller Juden in Israel, in der Region ihrer Herkunft, aber in einer Region, in der heute ein Volk lebt, das noch immer in einer mittelalterlichen Kultur existiert und die Moderne bestenfalls in der Anschaffung und mörderischen Anwendung von Waffen akzeptiert und nazistische antisemitische Theorien in ihrer vollen Perversion adoptiert hat und weiterführt. &lt;br /&gt;Deshalb sticht der Unterschied zwischen den Aussagen und der Politik Israels gegenüber jenen der Hamas und der Hisbollah vermehrt ins Auge. Mit dem Ausbruch aus dem Gazastreifen hat Hamas enormen Respekt bei den muslimischen Massen gewonnen, dem sämtliche arabische Regierungen widerwillig beistimmen müssen - sie haben gar keine andere Wahl. Täten sie es nicht, würden sie von eben diesen Massen und deren religiösen Drahtziehern weggefegt, so wie der Zaun zwischen Gaza und Ägypten. Ich wage es mir nicht vorzustellen, wie Israel reagieren würde, wenn die Zäune zwischen ihm und Gaza ebenso weggefegt würden und palästinensische Massen zu Hunderttausenden nach Israel einfallen würden. Würde die Armee auf Zivilisten, unter denen sich bestimmt bewaffnete Hamas Terroristen verstecken würden, schiessen?&lt;br /&gt;Unser Konflikt mit den Palästinensern, grundlegend ein politisch lösbarer Streit über ein kleines Stück Land, ist in den Jahren seit Oslo in einen politisch unlösbaren religiösen Streit degeneriert. Eine Lösung wird es erst möglich sein, wenn Religion, vor allem der heutige Islam, seinen aus den 1920er Jahren stammenden neu-reaktionären Antisemitismus ablegt und Anschluss an den Rest der Welt findet. Auch wenn es religiöse Gewalttätigkeiten im Judentum gibt, man denke an Herrn Dr. Goldstein, dem zum posthumen Guru gewordenen Massenmörder und die gewalttätigen Haredim in Israel, die mit brutalsten Methoden die Separierung zwischen Mann und Frau, ihre Art des Schabbateinhaltens und anderem dem Rest der Israelis aufzwingen wollen – sie haben längst nicht die völkermordende Visionen, die den Jihadismus heute antreiben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-7705530919514497793?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/7705530919514497793'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/7705530919514497793'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2008/01/heute-2.html' title='Heute 2'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-1966473590469752677</id><published>2008-01-27T17:34:00.000+02:00</published><updated>2008-01-27T17:35:01.457+02:00</updated><title type='text'>23.1.2008 – Heute</title><content type='html'>&lt;strong&gt;23.1.2008&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Seit dem Zweiten Libanonkrieg im Juni 2006 wird die Welt mit dem Hass der palästinensisch-arabisch-iranischen Propaganda gegen alles Jüdische und Israelische vermehrt konfrontiert. Realisiert haben das jene Menschen, die ihren Denkapparat nicht abgeschaltet haben. Aus Gaza wurden unsere in der Nähe des Gazastreifens wohnenden Bürger mit Raketen eingedeckt und es ist bestimmt nicht dem guten Willen der Raketenschützen zuzuschreiben, dass der Schaden bisher relativ beschränkt geblieben ist und, so weit mir bekannt, bisher „nur“ drei Israelis getötet worden sind. Der Frust der Urheber dieser Raketenangriffe muss enorm sein, denn ihre Strategie der Opfermaximierung unter Juden geht nicht auf. Deshalb ist es nicht akzeptabel, sich buchhalterisch mit der Zahl der Toten und Verwundeten auf israelischer gegenüber der palästinensischen Seite aufzuhalten. Der Unterschied ist völlig klar: Hamas und ihre lieben Freunde des islamischen Jihad versuchen so viele israelische Zivilisten wie nur möglich zu töten. Die israelische Armee versucht diese Terroristen auszuschalten, heute mit etwas mehr Erfolg als früher, doch da sich diese in bewährter Manier hinter Kindern und Frauenröcken in Orten wie Beth Lahiah verbergen, sind zivile Opfer vorprogrammiert – auch wenn deren Zahl heute relativ gering ist – aber eben nur relativ.&lt;br /&gt;Wenn in Saudiarabien die Frauen Menschenrechte erhalten, ein Christ, ein Jude oder ein Buddhist einen Gottesdienst abhalten darf, wenn in arabischen Moscheen und Schulen das Predigen und Lehren von Judenhass verschwindet, wenn die blutdürstige Anwendung der Shariah abgeschafft wird, wenn Leichenfledderei (soeben durch Nasrallah vordemonstriert) verurteilt, das Erbe nationalsozialistischer Lehren statt gefeiert abgelehnt und Saudiarabien und der Rest der totalitären arabischen Welt zu einer freien Gesellschaft wird – dann, erst dann, wird sich, so scheint es dem durchschnittlichen, weder von linkem unreflektiertem Gutmenschentum oder rechtsreligiösem Faschismus (getarnt als bibeltreuen Patriotismus) fanatisierten Israeli möglich, genügend Vertrauen in diese Welt des realen Mittelalters zu einem wirklichen Friedensschluss aufzubringen. So verstehe ich die Mehrheit meiner nicht nur jüdischen Freunde, mit denen ich rede und diskutiere und so fühle ich die Stimmung im Land. Aber trotzdem dürfen wir nicht aufgeben Partner für den Frieden zu suchen, auch wenn es Leute gibt, die finden wir hätten schon welche. Mag sein, doch die, die wir zu haben scheinen, haben weder die Kraft, noch den Einfluss, noch die Macht in ihrer Bevölkerung die herrschende Stimmung zu ändern. &lt;br /&gt;Das alles heisst bei weitem nicht, dass Israel alles richtig macht, eine jedem verständliche Friedenspolitik betreibt und sich nicht von fanatischen Siedlern die eigene Politik vorschreiben lässt, eine Politik, die weitergeführt, letztendlich nur im Abgrund endet. Auf der anderen Seite haben wir es zwei Politikern zu verdanken, etwas Klarheit in Israels aussen- und sicherheitspolitische Lage gebracht zu haben. Ehud Barak enthüllte im Herbst 2000 die wirklichen „Friedensabsichten“ Arafats und Arik Sharon klärte mit dem völligen und bedingungslosen Abzug aus Gaza in 2005 den Irrtum, das palästinensische Volk und seine religiösen und weniger religiösen Vertreter seien an einer eigenen freien Gesellschaft und dem Aufbau einer selbstständigen Wirtschaft für ihr Volk interessiert. &lt;br /&gt;Viele von uns sind ratlos, wie es weitergehen soll. Auf der einen Seite können wir uns zur Zeit nicht leisten aus der besetzten Westbank abzuziehen, obwohl wir dort eigentlich nicht hingehören – auch wenn wir einen geschichtlichen Anspruch darauf hätten. Doch über eine so grosse uns nicht akzeptierende Mehrheit kolonialistisch zu herrschen, ist ethisch nicht vertretbar, würde das Weiterführen eines demokratischen jüdischen Staates verunmöglichen, denn Apartheid wollen und dürfen wir nicht einführen, es wäre, kurz gesagt, nationaler Selbstmord. Das ist das Eine. Das Andere ist die Tatsache, dass nach einem israelischen Abzug auch aus der Westbank Raketen und nach kurzer Zeit bestimmt noch bösartigere Waffen gegen Israel eingesetzt würden. Darüber sind wir uns einig. Was bleibt ist der Status Quo und auch der macht niemanden, ausser Terroristen, glücklich. Wie soll es weiter gehen?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-1966473590469752677?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/1966473590469752677'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/1966473590469752677'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2008/01/2312008-heute.html' title='23.1.2008 – Heute'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-3805605633378118197</id><published>2008-01-27T17:32:00.002+02:00</published><updated>2008-01-27T17:34:03.755+02:00</updated><title type='text'>Der Unterschied: Carlos Chavez s.A. versus Rachel Corrie</title><content type='html'>&lt;strong&gt;16.1.2008 &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Gestern wurde Carlos Chavez aus Ecuador feige und kaltblütig durch einen Scharfschützen erschossen. Im Gegensatz zu Rachel Corrie, die ein Opfer eigener antiisraelischer Hysterie (manche würden Dummheit sagen) wurde und sich vor einen israelischen Bulldozer warf um ein Haus vor dem Abbruch zu retten, das für Terroraktivitäten und Waffenschmuggel benutzt worden war, tat Carlos Chafez etwas äusserst Normales und Positives: er arbeitete auf dem Feld und bereitete es fürs Kartoffelstecken vor. Es ist zu bezweifeln, dass sein Tod ebenso zu einer Heiligsprechung wie der Tod von Corrie führen wird. Im Gegensatz zu ihr war Chafez kein fanatischer „Anti-Zionist“. Sicherlich war er auch kein reaktionärer imperialistischer Kriegshetzer und Siedler – er wollte, so verstehe ich – nur eine interessante Zeit in einem Kibbuz und dessen egalitärer Gesellschaft verbringen. In den Augen einiger ist sein Tod vielleicht weniger bedeutend, als der einer verwirrten „Friedensaktivistin“, die genau das Gegenteil dessen erreicht hat, was unter Friedensaktivismus zu verstehen ist. &lt;br /&gt;Aus den Medien ist der Mord an Carlos Chavez schon verschwunden und abgehackt, sein Tod wird anscheinend nicht zu antiisraelischen Demonstrationen und Terror unterstützenden Massnahmen aus dem Gutmenschmilieu missbraucht werden. Er wollte Israel erleben und bei seinem Aufbau mithelfen und wurde dafür ermordet. Vergessen wir Carlos Chavez Opfer nicht vergessen, so wie wir all die anderen Terroropfer im Land nicht vergessen dürfen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-3805605633378118197?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/3805605633378118197'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/3805605633378118197'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2008/01/der-unterschied-carlos-chavez-sa-versus.html' title='Der Unterschied: Carlos Chavez s.A. versus Rachel Corrie'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-1507564105937316895</id><published>2008-01-27T17:32:00.001+02:00</published><updated>2008-01-27T17:32:52.764+02:00</updated><title type='text'>Ein arabischer Fussballsieg und eine Vernissage</title><content type='html'>&lt;strong&gt;12.1.2008&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich soll dieser Tagebucheintrag ausschliesslich der heutigen Vernissage in der Galerie in Umm El-Fahm gelten, doch kann ich mir nicht verkneifen die sportliche Sensation des Tages zu erwähnen. Bnei Sachnin, die Nationalliga A Fussballelf der arabischen Stadt Sachnin besiegte Betar Jerusalem. Betar Jerusalem führt die Liga mit grösserem Abstand, seine Spieler sind anständige Leute, aber die Betar Fans sind bekannt als üble Rassisten, die besonders mit Angriffen auf arabische und afrikanische Spieler immer wieder auffallen. Dies führte dazu, dass der Eigentümer dieses Fussballklubs, der umstrittene russische Milliardär Gaydamak, seine Mannschaft mit der Leibchenaufschrift „Genug der Gewalt!“ spielen lässt. Genützt hat das wenig, heute verlor sein Team gegen Bnei Sachnin (in dem übrigens nicht nur Araber, sondern auch Juden tschutten) in seinem eigenen und völlig leeren Stadion 1:0 – leer, weil der Klub als Strafe für das Benehmen seiner Fans zu Heimspielen ohne Publikum verurteilt worden ist. &lt;br /&gt;Nun zur Vernissage. Die heute eröffnete Ausstellung heisst „Avak VeMa’avak“, ein Wortspiel, in Deutsch etwa „Staub und Konflikt“. Die Künstler Bashir Makhoul, Oded Shimshon und Aissa Deebi präsentieren Landschafts- und Stadtphotographien, zum Teil als Hologramme. Alle drei sind im Galil geboren und leben heute im Ausland, wenn auch der Jude Oded Shimshon in Israel einen Wohnsitz hat. Eigentlich hätte es eine der bescheideneren Vernissagen in unserer Galerie sein sollen – doch es kam anders. Es waren schätzungsweise zweihundert Teilnehmer da um die Eröffnung einer Photoausstellung zu feiern. Doch das zum Teil unerwartete Erscheinen einiger VIPs veränderte den Charakter des Anlasses. Nicht nur Lea und ich mit Enkel Eran (9 Jahre alt) waren präsent, es erschien noch der Bürgermeister Scheich Aghbaria, Minister Majadele (erster arabischer Minister Israels, zuständig für Wissenschaft, Kultur und Sport), der australische Botschafter James Larsen, Nadia Hilou, christlich-arabisches Knessetmitglied der Arbeitspartei, die bekannten Journalisten Gideon Levy und Ari Shavit, beide bei der Zeitung Haaretz tätig und sich ständig in den Haaren liegend, denn Gideon Levy hat sich, ähnlich wie die Schriftstellerin Sumaya Farhat-Naser im deutschen Sprachgebiet, eine Marktnische erobert, aus der er ausschliesslich palästinensisches Leid beschreibt. Nur, im Unterschied zu Farhat-Naser, lügt er nicht, sondern übersieht bestenfalls was nicht in sein Konzept passt. Gideon hat Humor, etwas, das wer ihn nicht kennt, nicht zutrauen würde. Gefeiert wurde auch James Snyder, Chef des Israel Museum.&lt;br /&gt;Ich vernahm Interessantes. Scheich Aghbaria, schwer krank, scheint seinen Respekt und Anerkennung für Said Abu-Shakras Werk für den gesamten arabischen Sektor im Land noch stärker zu empfinden als bisher. Der Minister erklärte den Anwesenden offen seine Kulturpolitik. In der bisherigen Regierung war Kultur Teil des Erziehungsministeriums, das von Limor Livnat geleitet wurde. Livnat kürzte Kulturausgaben ganz allgemein und für das von Natur aus darbende Kulturbewusstsein der arabischen Bürger ganz besonders. Das ist nicht neu und jedem, der sich dafür interessiert vollauf bekannt. Majadele unterstützt heute vermehrt auch israelisch-arabische Kulturwerke und bezweckt damit das geknickte Selbstbewusstsein seiner arabischen Mitbürger zu fördern. Das könnte ihm aus antiarabischen Kreisen den Vorwurf der illegalen Bevorteilung seiner Volksgruppe eintragen, doch tut er es offen und ohne es verheimlichen zu wollen. Es sei sein Recht als Minister dies zu tun. Dies unterstrich er, als er als Anerkennung ein wunderschönes Mosaik aus Olivenholz erhielt und dazu sagte, er werde es in seinem Büro aufhängen, doch wenn er einmal dieses Büro verlassen werde, werde das Geschenk dort bleiben, denn er wolle sich nicht  Probleme einhandeln wie seinerzeit Bibi Netanyahu, der, als er seine Ministerpräsidentschaft verlor, solche Geschenke als Privatbesitz sah und mit nach Haus nahm. So jedenfalls wird es erzählt.&lt;br /&gt;Ich erzählte Gideon Levy mein Gespräch mit dem Finanzbeamten des Kulturministeriums (in meinem Tagebucheintrag vom 24.12.2007 beschrieben), in dem dieser (mit Recht) fand, dass das Sozialwerk der Galerie „gut für die Juden“ sei und deshalb mehr Mittel erhalten sollte. Levy lachte sich halb krank und wiederholte mehrere Male „gut für die Juden“. Diese Aussage ist aber in diesem Zusammenhang eine sehr wichtige Erkenntnis und ich wünschte mir, dass andere die Problematik des arabischen Selbstbewusstseins als israelische Bürger auch so betrachten würden wie der Beamte des Ministeriums, auch wenn es im ersten Augenblick nur amüsant wirkt. Denn dieser Beamte hat, wohl unbewusst, die Philosophie des „win-win“ für sich entdeckt, in dem beide Seiten eines Konflikts gewinnen sollen, im Gegensatz zum traditionellen „lose-lose“ unserer Breitengrade, in dem beide Seiten zum ständigen Verlieren verdammt sind. Denn nur wenn in einem grundsätzlich berechtigten Konflikt wie der unsere beide Seiten bei allen gegenseitigen Verzichten zufrieden gestellt sind, wird Ruhe einkehren. &lt;br /&gt;Beim Abschied hielt Minister Majadele Erans Händchen lange fest und hielt ihm einen Vortrag über das Glück Grosseltern zu haben. Viele Kinder hätten das nicht. Eran fragte später seine Mutter Dvorit, ob es viele Kinder in seinem Alter gäbe, die solch lange und für ihn wichtige Gespräche mit einem Minister führten. Ihre Antwort weiss ich nicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-1507564105937316895?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/1507564105937316895'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/1507564105937316895'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2008/01/ein-arabischer-fussballsieg-und-eine.html' title='Ein arabischer Fussballsieg und eine Vernissage'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-5830348559190195390</id><published>2008-01-27T17:31:00.000+02:00</published><updated>2008-01-27T17:32:00.245+02:00</updated><title type='text'>Versöhnliches vor Weihnachten</title><content type='html'>&lt;strong&gt;24.12.2007&lt;/strong&gt;  &lt;br /&gt;Heute ist Weihnachtstag und wir merken höchsten bei hören und sehen der Nachrichten etwas – etwa den Touristenrummel in Bethlehem oder die Mitternachtsmesse in dieser Stadt. Leas Physiotherapeut, ein griechisch-orthodoxer Araber mit Namen Hana, erklärte ihr, dass seine Weihnachten erst in zwei Wochen stattfinden werden. Ich wiederum erklärte meiner Frau, dass die christlich-orthodoxe Kirche ihre Feiertage zwei Wochen nach der römisch-katholischen Kirche feiert. Unterschiede müssen sein. Vor einem Jahr war unser Chanukka zur selben Zeit wie Weihnachten, womit auch uns Juden eine festliche Atmosphäre geschenkt wurde, doch dieses Jahr war Chanukka mehrere Wochen vor Weihnachten – man kann nicht alles immer haben.&lt;br /&gt;Den Schabbat vom 15. Dezember verbrachte ich in der Kunstgalerie in Umm El-Fahm. Said Abu-Shakras drittes Projekt, das arabische Museum für zeitgenössische Kunst, nimmt nun wirklich Gestalt an. Für diesen Schabbat waren Architekten eingeladen, die sich für die Ausschreibung interessiert hatten. Das Museumsprojekt, Saids Drittes nach der Galerie und der Kinderkunstschule mit ihrer Sozialarbeit, hat ungleich grössere Dimensionen. Es stehen für die Anlage 15'000 m² Land zur Verfügung, auf über 500 m Höhe mit Aussicht über das Emek Jesreel in die Berge Galiläas. Das Museum soll unter anderem Abteilungen für zeitgenössische Kunst, für Ethnographie, Lagerräume für die ständige Sammlung, ein Geschichtsarchiv der Stadt Umm El-Fahm (die gemäss Unterlagen schon seit 1265 bestehen soll) und auch Schulräume haben. Das ganze Projekt ist einmalig, bestenfalls kann sich das Museum für zeitgenössische Kunst im Golfscheichtum Shariah damit vergleichen. &lt;br /&gt;Wir erwarteten gemäss Einladungen und deren Bestätigungen etwas sechzig Teilnehmer und stellten im Auditorium der Galerie sicherheitshalber hundert Stühle bereit. Es trafen etwa dreihundert Architekten ein, viele mit Ehefrau, Sekretärin und einige wenige sogar mit Kindern. Irgendwie fanden alle einen Sitz-, Steh- oder Liegeplatz im Saal (der, nebenbei erwähnt, der Stadt als einziges Kino dient). Natürlich wurde auch der vorgesehene Bauplatz besichtigt. &lt;br /&gt;Die Ausschreibung findet anonym statt. Jede Bewerbung wird von einem pensionierten Richter Israels oberstem Gericht mit einer Nummer versehen. Die Identität des hinter dieser Nummer verborgenen Architekten oder Architekturbüros bleiben nur ihm bekannt. In der Jury sitzen unter anderem der CEO des Israelmuseums, James Snyder, Dr. Hansa’a Diab, Erziehungs- und Sozialwissenschaftlerin (eine faszinierenden Frau, mit der ich lange in Saids Haus auf dem Sofa sitzend diskutierte), dem Bürgermeister der Stadt Scheich Abd el-Rahman Zuabi und als Vorsitzenden, den Präsidenten des israelischen Architektenverbandes, Jossi Parhi. Am Treffen nahm auch teil der Verantwortliche des Kulturministeriums für Beiträge an kulturelle Institutionen, mit dem ich ein langes Gespräch führte und ihm die Tätigkeiten der Galerie im Einzelnen erklärte. Darunter war auch die Sozialarbeit die im Zusammenhang mit der Kinder- und Jugendkunstschule stattfindet. Als er davon hörte und die Erfolgsrate von weit über Tausend Jugendlichen, die von der Strasse geholt und vor Drogen, religiösem und anderem  Extremismus, vor Kriminalität und ähnlichen gerettet worden sind, war er nicht nur beeindruckt, sondern gab zu, davon nichts gewusst zu haben. „Das ist“, meinte er, „gut für uns Juden“, womit er genau meine Auffassung teilt, die diesen Aspekt von Saids Tätigkeit noch vor den Aspekt der Kunst setzt, der zwar im Mittelpunkt steht, doch nicht den gleichen sozialen und arabisch-jüdisches Zusammenleben in Israel fördernden Einfluss besitzt, den die Sozialarbeit der Galerie in sich trägt. „Dafür gebührt Saids Organisation eigentlich mehr staatliche Unterstützung, als er heute bekommt“, meinte dieser Regierungsbeamte. Das war interessant zu hören, denn in den vergangenen Jahren, besonders in den Zeiten der Erziehungsministerin Limor Livnat, wurde Kultur vom Staat möglichst sparsam unterstützt, es sei denn sie förderte zionistischen „Patriotismus“, was jede kulturelle Anstrengung arabischer Israelis von vornherein fast völlig ausschloss.&lt;br /&gt;Zwei Tage nach diesem Beispiel überwältigenden Interesses an der Galerie und ihren weiteren Plänen, fand ein zweites Treffen mit Architekten statt, für jene Architekten nämlich, die am Schabbat nicht Auto fahren. Es sollen nochmals rund zwanzig erschienen sein – das Interesse am Projekt ist gross, sogar aus dem Ausland erhielten wir Anfragen.&lt;br /&gt;Das Ganze war das Resultat eines kleinen Skandals. Zu Beginn der Projektplanung hätte die weltbekannte irakische (im englischen Asyl lebende) Architektin Zaha Hadid, die jedoch aus Angst vor muslimischen Racheakten den Auftrag zurückgeben musste. Vor allem Said Abu-Shakra war deswegen traurig, doch muss auch er gelegentlich den Realitäten ins Auge blicken. Jetzt ist der Wettbewerb allen offen, im Frühling werden wir mehr wissen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-5830348559190195390?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/5830348559190195390'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/5830348559190195390'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2008/01/vershnliches-vor-weihnachten.html' title='Versöhnliches vor Weihnachten'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-6728074599019356797</id><published>2008-01-27T17:28:00.000+02:00</published><updated>2008-01-27T17:30:41.758+02:00</updated><title type='text'>Die Seele der arabischen Welt*</title><content type='html'>&lt;strong&gt;15.12.2007&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Folgender Dialog ist ein Telefongespräch eines Radiomoderators mit einem Ägypter, der es vorzieht in Israel zu leben. Es wurde aufgezeichnet von Adel Darwish, einem bekannten britisch-arabischen Publizisten, dessen Beiträge auch in der israelischen Presse zu lesen sind, wiedergibt hier ein Gespräch, das er live miterlebt hat. Das Gespräch ist Teil einer Radioshow. P steht für Präsentator (Moderator) und E für den Ägypter in Haifa. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P: Was tust du dort?&lt;br /&gt;E: Was denkst du was ich tue? Das Gleiche, was du und andere tun, nämlich arbeiten. Deshalb wohne ich hier.&lt;br /&gt;P: Hast du keine Schuldgefühle, weil du in Israel lebst?&lt;br /&gt;E. Warum sollte ich Schuldgefühle haben? Ich hätte welche, wenn ich nicht Arbeit suchen würde und von Almosen lebte.&lt;br /&gt;P: Ich meine Schuldgefühle wegen den Palästinensern und wie Israel diese angreift und deren Häuser zerstört und sie tötet.&lt;br /&gt;E: Das ist eine Sache zwischen den Israelis und den Palästinenser, die Abkommen und Frieden haben, du solltest die Tausenden Palästinenser sehen, die in israelischen Geschäften arbeiten und gut verdienen; warum sollte ich meine Nase in ihre Angelegenheiten stecken?&lt;br /&gt;P: Viele Leute würden sagen, dass du sie verrätst.&lt;br /&gt;E. Das ist deren Problem und nicht meines. Ägyptische Offizielle und sogar der Präsident besuchen Israel und arbeiten mit den Israelis, warum belastet ihr stets den kleinen Mann, der versucht anständig über die Runden zu kommen. Ich mache niemandem Probleme, weder Ägyptern, Israelis oder Palästinensern. &lt;br /&gt;P: Hättest du keinen Job in einem arabischen Land finden können?&lt;br /&gt;E. Du meinst, ob ich als Sklave arbeiten wolle? Einen Kaffeel (ein Subunternehmer, der Fremdarbeiter vermittelt), der mich unterdrückt, meinen Pass in seinem Schreibtisch einschliesst und bei dem ich keinerlei Rechte oder Schutz hätte?&lt;br /&gt;P: (Unterbricht ihn) Araber sind unsere Brüder und Cousins, vielleicht gibt es schlechte Beispiele unter ihnen, Tausende Ägypter arbeiten doch in arabischen Ländern.&lt;br /&gt;E: Denen wünsche ich viel Glück und hoffe, sie werden anständig behandelt, aber hier (in Israel) bin ich Gewerkschaftsmitglied, es gibt Gesetze, ich habe Rechte und ich kann meinen Arbeitsgeber einklagen und mein Recht erhalten.&lt;br /&gt;P: Ist das genug um deine Prinzipien zu opfern und den Zorn der Familie und der Gesellschaft auf dich zu laden?&lt;br /&gt;E: Wer erzählt dir das? Ich telefoniere mit meinen Verwandten in Ägypten, meine Prinzipien sind für meine Familie, meine Frau und Kinder zu sorgen.&lt;br /&gt;P: Aber dein Kind wird nie ein vollständiger Araber sein.&lt;br /&gt;E. Richtig. Mein Kind ist nicht Araber, es ist Ägypter und israelischer Staatsbürger. Wir haben ihn in Ägypten registriert (damit ist das ägyptische Konsulat gemeint) und gemäss Gesetz besitzt es auch ägyptische Staatsbürgerschaft und wir sind stolz darauf. Darf ich dich daran erinnern, dass unser Herr Moses, Prophet Gottes, Ägypter war. Wenn es gut für den Propheten Moses dem Ägypter war mit Gottes Hilfe die See zu durchqueren und nach Palästina zu gehen, dann ist Israel auch gut genug für mich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Adel Darwish schrieb im Website „Middle East-World Media“ unter dem Titel „Ägyptische Journalisten sind „alarmiert“ über Mischehen mit Israelis“. Adel berichtet über ein Serienfeature in der ägyptischen Zeitung Al-Ahram. Obenstehendes Telefoninterview ist Teil dieses Artikels. Da ich ungern übersetze hier eine kurzes Zusammenfassung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Feature-Artikel in Al-Ahram bezeichnet Ägypter, die in Israel leben und arbeiten als Verräter, geächtet von ihren Familien, Freunden und der gesamten ägyptischen Nation. Der Artikel vergisst zu erwähnen, dass ägyptische Politiker und Offizielle der Polizei, Armee, Sicherheitskräften, vom Premierminister und Präsidenten an, Israel besuchen und dort verhandeln und ihren Geschäften nachgehen. Ebenso, schreibt Darwish,  wird unterschlagen, dass Tausende israelischer Touristen Ägypten besuchen – und viele ägyptische Juden in Ägypten beerdigte Familienangehörige besuchen und in alten ägyptischen Synagogen beten. Ebenso wird vergessen zu erwähnen, dass ägyptische und israelische Geschäftsleute mit direkten Flügen zwischen den zwei Ländern, ihren Geschäften im jeweiligen Nachbarsland nachgehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Israel lebende Ägypter werden als werden als sozial oder psychisch geschädigte Menschen dargestellt, ja sie werden der Apostasie beschuldigt.&lt;br /&gt;Mit keinem Wort wird der bestehende Friedensvertrag zwischen Ägypten und Israel erwähnt, als wäre dieser ausschliesslich eine Sache zwischen Regierungen und nicht Sache des Volkes. [Nüchtern betrachtet ist dieser Schluss tatsächlich mindestens teilweise richtig]. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Schreiber des von Adel Darwish beschriebenen Artikels beschreiben Gefahren, denen diese Israel-Ägypter in Israel ausgesetzt seien. Sie würden in die israelische Armee eingezogen oder gar in den Mossad, um in Ägypten zu spionieren. Diese blühende arabische Fantasie ignoriert die Frage, wie ein Ägypter mit einer israelischen Frau, tätig als Restaurant-Manager, als Buschauffeur, Buchhalter oder Bewässerungsingenieur dem Mossad die gewünschten Geheimnisse verschaffen könnte. &lt;br /&gt;Eine weitere überzeugende Gefahr für die nationale Sicherheit Ägyptens ist die, dass die Kinder eines Israelis ägyptischer Herkunft, das Land und den Familienbesitz in Ägypten erben könnten und so ägyptisches Land „stehlen“ würden. Wieder wird vergessen, dass israelische Firmen und Aktionäre in Ägypten investieren und zahlreiche ägyptische Juden ihren von Nasser konfiszierten Besitz durch Gerichtsbeschlüsse zurückerhalten haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es lohnt sich diesen nicht allzu langen Artikel zu lesen – er gibt einmal mehr, Einblick in die uns verborgene „Rationalität“ arabischen Denkens.&lt;br /&gt;Was Adel Darwish nicht weiss, dass bis vor wenigen Jahren, Israelis, die in anderen Ländern zu leben wagen, als „Jordim“ verachtet worden sind. Doch mit der dämlichen Fantasie wie hier geschildert, lässt sich das schwerlich vergleichen, auch wenn es Parallelen gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*sehr frei nach dem Buch „Die Seele Israels“ von Ernest Goldberger&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-6728074599019356797?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/6728074599019356797'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/6728074599019356797'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2008/01/die-seele-der-arabischen-welt.html' title='Die Seele der arabischen Welt*'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-7538865506453630292</id><published>2007-09-04T23:12:00.000+03:00</published><updated>2007-09-08T13:17:15.917+03:00</updated><title type='text'>Die Jungen</title><content type='html'>1.9.2007 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern Freitag Abend führte unsere Gemeinde Sulam Ya’akov den Gottesdienst im Freien durch. Zweihundert Meter vom Strand entfernt, in einem Park, der vom Kohlekraftwerk Caesarea, Israels grösstem Elektrizitätswerk, geschmackvoll angelegt worden ist. Zwischen dem Park und dem Kraftwerk fliesst der Haderafluss, in den, für alle sichtbar, das Kühlwasser fliesst. Wäre es ein Atomkraftwerk, hätte ich vielleicht Bedenken gehabt dort zu sitzen. Luftverschmutzung war keine zu sehen, was nicht heisst, dass wir mit unsichtbarem Aschestaub aus den drei Kaminen unberieselt geblieben sind. Trotzdem, wir sassen auf mitgebrachten Stühlen und Strohmatten auf einem prachtvollen Rasen und führten unseren Freitagabend-Gottesdienst durch. Nur auf das Anzünden der Schabbatkerzen mussten wir verzichten, der Wind blies und die Streichhölzer gingen aus. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es nahmen viele Kinder und Jugendliche teil. Nach Abschluss des Gottesdienstes kam unsere Präsidentin Esti auf die Idee den etwa vierzig anwesenden Gemeindemitgliedern den Nachwuchs vorzustellen. Da am kommenden Sonntag die Schule beginnt, erfuhren wir von jedem Kind und von jedem Jugendlichen in welche Klasse er kommt. Ich verglich dies mit unseren Enkeln hier in Israel und in Zürich. Einer der Jungen, Esti’s Sohn Lior, hat die Mittelschule abgeschlossen. Er müsste zum Militär, zog es aber, wie viele andere vor, erst ein Jahr Shnat Sherut (Sozialdienst, man könnte es auch Zivildienst nennen) zu absolvieren, genau wie unser Enkel Jonathan. Das heisst vor allem, dass diese Jugendlichen statt „nur“ die drei Jahre Militärdienst, vier Jahre ihres Lebens dem Land geben. Sie tun das freiwillig und meist im Rahmen ihrer Jugendorganisation. Jonathan mit der sozialistischen Noar Oved VeLomed, Lior mit Telem, die zur israelischen Bewegung für progressives Judentum gehört. Beide werden als Sozialarbeiter und Jugendleiter in Freizeitzentren arbeiten, doch gibt es auch Sozialdienstler, die in Spitälern, Schulen,  Landwirtschaft und ähnlichem tätig sind. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider haben auch nationalreligiöse Gruppierungen den Sozialdienst entdeckt, ohne ihn jedoch anschliessend mit dem Militärdienst zu verbinden. Im Gegenteil, sie benutzen diese Möglichkeit, sich davor zu drücken. Nationalreligiöse Mädchen, so war kürzlich in Haaretz zu lesen, missbrauchen diese Gelegenheit um in staatlichen Schulen in den Stunden der Staatskunde, ihre Art von Patriotismus zu verbreiten. Das beinhaltet Behauptungen wie zum Beispiel, es hätte zu Beginn des zionistischen Aufbaus in Eretz Israel (d.h. noch vor der Staatsgründung) keine Araber gegeben, denn diese seien erst später, angezogen durch von Juden ermöglichten Arbeitsplätzen, nach Palästina gekommen. Vor einigen Jahren hörte ich Nethanyahu persönlich an einem Zionistenkongress in Jerusalem, diesen Unsinn verbreiten. Diese freiwilligen Töchter haben heute fast ein Monopol, diese Art von Zionismus und Judentum in Schulen zu vermitteln. Ein Judentum, welches das Land über den Menschen heiligt, welches das Land der Urväter besiedelt und Menschen für Judäa und Samaria opfert. Sie vermitteln, so der Artikel in Haaretz, ein extremistisches und grausames Judentum, welches das Motto „alles ist mein“ vertritt. Judentum und Zionismus müssten, so derselbe Artikel, dem ich beistimme, von den besten und erfahrensten Lehrern auf neutrale Art gelehrt werden, die jede ideologische Neigung nach extrem links oder extrem rechts ausschliesst. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotz solchen Ausnahmen ist das Shnat Sherut ein Beispiel dafür, dass Israels Jugend ohne Fanatismus ein Pflichtgefühl gegenüber dem Land und der israelischen Gesellschaft besitzt. Weit nicht alle sind Drückeberger, wie es den egoistischen und wohlstandsgeschädigten Schulabgängern von Nord Tel Aviv nachgesagt wird. Oder den parasitären Ultraorthodoxen, deren Männer sich nicht nur vor nationaler Verantwortung (Militärdienst), sondern auch vor produktiver Arbeit drücken. Ebenso könnte das Shnat Sherut arabischen Jugendlichen eine Möglichkeit bieten, Solidarität mit dem Staat, in dem sie leben, zu zeigen ohne zu den Waffen gezwungen zu werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-7538865506453630292?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/7538865506453630292'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/7538865506453630292'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/09/die-jungen.html' title='Die Jungen'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-495905702074474286</id><published>2007-09-04T23:05:00.002+03:00</published><updated>2007-09-04T23:11:56.879+03:00</updated><title type='text'>Raketen, die Selbstgerechten und Jenin</title><content type='html'>31.8.2007 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder einmal hat sich der üble Trick arabischer Terroristen, sich hinter Zivilisten ihres eigenen Volkes zu verstecken und ihre Angriffe von dort aus zu führen, ausbezahlt. Drei Kinder, die neben einer Abschussrampe von Kassamraketen spielten, kamen dabei zu Tode, weil diese Abschussrampe von der israelischen Armee ausgemacht und zerstört worden war. Das geschah gestern in Gaza. Wahrscheinlich spielten diese Kinder „Judentöten“. Vor einem Jahr, im Zweiten Libanonkrieg, kamen aus ähnlichen Gründen noch weit mehr libanesische Zivilisten um und ganze Dörfer wurden zerstört, weil die Hisbullah ihre Stellungen mitten in Bevölkerungszentren aufgestellt hatte. Mit diesem System der Geiselnahme der eigenen Bevölkerung erreichen Hisbullah, Hamas und ihre Geistesverwandten in Irak und Afghanistan vor allem zwei Ziele: es werden Märtyrer produziert und Israel oder die Amerikaner und ihre Verbündeten können vor der Weltöffentlichkeit des Mordes an Zivilisten, möglichst Frauen und Kindern, angeklagt werden. Diese Ziele werden erreicht, denn die westliche Presse berichtet meist nur über das Endprodukt, d.h. über die Opfer, aber nicht über die oben geschilderten Hintergründe. Die einzige Alternative für Israel, wäre, sich nicht gegen Raketenangriffe zu verteidigen und Terroristen freie Hand für Angriffe auf  israelische Ziele wie Sderot zu lassen. Obwohl israelische Bürger über unschuldige Opfer trauern, sind die Schuldigen unter jenen zu finden, die sich oben geschilderte Taktik zu eigen gemacht haben, philosophisch abgesichert mit ihrer Verachtung für Leben und ihre Sucht andere mit in den Tod zu reissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit Freude habe ich auf der Seite „Familiennachrichten“ des Tachles eine bescheidenes Inserat entdeckt, mit dem die von mir so geschätzten Jüdinnen und Juden für einen Gerechten Frieden (warum der Buchstabe G des Wortes Gerechten gross sein soll ist mir nicht klar) unseren Theodor Herzl mit der Besetzung der Westbank in Verbindung bringen. Einmal mehr beweisen diese Jüdinnen und Juden für Selbstgerechtigkeit, ihre völlige Unkenntnis neuerer jüdischer Geschichte. Sie bereiten ein Durcheinander falsch verstandener historischer und politischer Begriffe zu, die nichts miteinander zu tun haben. All das, weil es sie stört, dass Israel sich nicht für sie opfert. Übrigens, Uri Avneri und sein Gush Shalom in Israel publizieren ähnliche Anzeigen in der israelischen Presse. Doch vor Uri und dem Gush Shalom habe ich Achtung, auch wenn ich ihre heutige politische Einstellung nicht teile. Sie übernehmen für sich Verantwortung und werden allfällige Folgen davon existenziell tragen müssen. Sie sind ein denkender Teil unserer Demokratie. Die Jüdinnen und Juden für friedliche Selbstgerechtigkeit bürden nicht nur ihre eigene Verantwortung anderen auf, sie stehlen auch Ideen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie meine Freunde und Leser wissen, bin ich der Meinung, dass Israel aus der Westbank abziehen soll. Obwohl das jüdische Volk gerade dort viele seiner geschichtlichen und religiösen Wurzeln hat, leben wir heute im Jahre 2007 und es gehört sich nicht, dass Juden über ein fremdes Volk herrschen. Die Tatsache, dass dieses fremde Volk heute unfähig erscheint, sich selbst zu regieren ist in diesem Zusammenhang unwesentlich. Inzwischen haben wir durch die Vorgänge in Gaza gelernt, dass palästinensisches Territoriums nicht einseitig und ohne Abstimmung mit den dort lebenden Palästinensern, diesen überlassen werden kann. Die Gründe dafür, in Gaza gelernt, liegen auf der Hand: es kommt zu  Bürgerkrieg und Anarchie, die Feindschaft und die Angriffe auf Israel nehmen nicht ab sondern zu, der Abzug Israels aus besetzten Gebieten wird nicht geschätzt, sondern als vermeintlicher Sieg der „befreiten“ Palästinenser gefeiert, der Wille des erstmals in seiner kurzen Geschichte wirklich freien palästinensischen Volkes einen funktionierenden Staat zu errichten, ist trotz grosszügiger fremder Hilfe ist nicht zu erkennen. Zerstörung und Gewalt treten an Stelle von Aufbau und Selbstverantwortung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotzdem besteht wieder einmal Hoffnung. In den vergangenen Tagen haben sich in Jenin Dinge zugetragen, die aufhorchen lassen. Palästinensische Polizisten retteten einen israelischen Major davor gelyncht zu werden und der Gradmesser israelischer-palästinensischer Liebe schnellte in die Höhe. Abbas und Olmert reden, wie es heisst, intensiv miteinander, es scheint etwas in Bewegung geraten zu sein – was es genau ist, werden wir sehen. Die palästinensische Polizei und die Regierung feiern sich selbst und reden von einem völlig neuen und positiven Verhältnis zu Israel, dass aber von Israel bisher nicht erwidert worden ist. Es liegt an Olmert und seinen Mannen diesen Olivenzweig aus palästinensischen Händen entgegenzunehmen und, falls dieser neue Prozess wirklich echt ist, daraus ein vernünftiges Verhältnis mit unseren Nachbarn zu entwickeln. Falls dies tatsächlich geschehen sollte, würden sich Israels und der westlichen Welt wirkliche Feinde, die islamistischen Terrororganisationen angeführt vom Iran, Hisbullah, Al Kaida, Hamas und andere, vor neue Tatsachen gestellt sehen – der israelisch-palästinensische Konflikt könnte nicht mehr als Vorwand für ihren Hass auf Nichtislamisches verwendet werden. Doch keine Bange, es gibt noch andere Ausreden und sie werden sie finden oder erfinden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-495905702074474286?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/495905702074474286'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/495905702074474286'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/09/raketen-die-selbstgerechten-und-jenin.html' title='Raketen, die Selbstgerechten und Jenin'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-5334237847131048207</id><published>2007-09-04T23:05:00.001+03:00</published><updated>2007-09-04T23:09:52.541+03:00</updated><title type='text'>Die Sache mit dem Zurückgeben</title><content type='html'>10.8.2007 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den vergangen Monaten sind etwa 400 (das ist die herumgebotene Zahl, ob sie stimmt, bezweifle ich) sudanesische Flüchtlinge aus Ägypten nach Israel geflüchtet. Viele sind auf dem Weg umgekommen. Im Sudan werden diese Flüchtlinge schwarzer Farbe und vorwiegend Christen aber auch als Muslime von den arabischen Sudanesen gehasst, verfolgt und umgebracht. Auch in Ägypten sind sie in Gefahr. In Israel wurden sie, besonders die Männer eingesperrt, sudanesische Familien in irgend einer Stadt vor dem Stadthaus deponiert, in der Hoffnung von den lokalen Behörden betreut zu werden. Doch von denen wurden sie wieder verjagt – keine Behörde will Verantwortung für diese Menschen übernehmen. Die Regierung will sie nach Ägypten ausweisen, doch seit von israelischen Soldaten beobachtet worden ist, wie sudanesische Flüchtlinge erschossen wurden, wird weniger von Ausweisung geredet, das offizielle Israel schweigt. Inzwischen haben israelische Bürger einzelne sudanesische Familien bei sich aufgenommen, bis eine anständige Regelung getroffen wird. Die Reaktion vieler Israelis gegenüber der Behandlung dieser Menschen, hat immerhin dazu geführt, dass keine von ihnen bisher deportiert worden sind. Die gegenwärtige Stimmung zu diesem Problem ist ein Abklatsch der früheren (oder vielleicht noch bestehenden) Situation in der Schweiz. Von politisch rechten Reaktionären werden diese Flüchtlinge pauschal als „Wirtschaftsflüchtlinge“ dargestellt, während anständige Menschen sich empören und zu helfen suchen. Lea und ich denken wie die meisten Israelis, dass gerade Israel, das Land Juden, die Pflicht hat Flüchtlingen Asyl zu gewähren. Denn kein Volk wurde in seiner langen Geschichte so verfolgt wie wir Juden, keinem Volk wurde so oft Asyl verweigert wie dem jüdischen. Man erinnere sich an die Evian Konferenz in 1938 in dem sämtliche 32 teilnehmenden Staaten aussagten, wie gerne sie jüdische Flüchtlinge aufnehmen würden, aber es leider nicht könnten. Das war der Auftakt zu den für Juden geschlossenen Grenzen der Schweiz (die immerhin doch rund 30'000 Flüchtlinge aufnahm) oder noch schlimmer, der USA, die obwohl territorial völlig unbedroht, weit weniger Juden aufnahmen und Schiffe gefüllt mit diesen Menschen zurück nach Deutschland in den Tod schickten. Wenn wir Juden daraus nicht die Pflicht gelernt haben, vom Tode bedrohten Flüchtlingen Schutz zu gewähren, dann, so denke ich und viele andere, hat Israel und das gesamte jüdische Volk ein Stück Glaubwürdigkeit verloren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das eigentliche Thema dieses Tagebucheintrags ist eine Redewendung, die oft in der ausländischen Presse zu sehen und zu hören ist. Es geht mir um den Satz, der in verschiedenen Variationen etwa so tönt: „wann wird Israel die besetzten Gebiete der Westbank an die Palästinenser zurückgeben?“.&lt;br /&gt;Bevor ich mich darüber auslasse, will ich feststellen, was ich schon oft geschrieben und gesagt habe, dass wir in der Westbank (wie in Gaza) nichts zu suchen hätten und Siedlungen und Militär von dort abziehen müssen. In Gaza hat das stattgefunden, das Resultat war für die Gazaner (auch genannt Palästinenser) verheerend. Vielleicht lag das an der fehlenden Absprache mit den palästinensischen Behörden, aber am Prinzip ändert sich nichts. Wir müssen diese Gebiete den Palästinensern überlassen, nicht zurückgeben.&lt;br /&gt;Überlassen ist nicht das Selbe wie zurückgeben. Das Wort „zurückgeben“ bedingt einen früheren Besitzer und beweist vom Benutzer dieses Wortes völlige Ignoranz über die Geschichte unserer Region. Ad nauseanum wird von wirklichen Fachleuten die Geschichte Palästinas erklärt – einen Staat Palästina hat es nie als arabisches Land gegeben hat. Ein Volk der Palästinenser gibt es etwa seit dem Sechstagekrieg in 1967, als diese Bezeichnung von Arafat eingeführt worden war. Bis dahin waren die heutigen Palästinenser einfach Araber oder bestenfalls Südsyrer. Heute sind sie Palästinenser und das ist eine Tatsache, die wir akzeptieren müssen. Aber einen eigenen Staat hatten sie nie, nie seit Araber im 7. Jahrhundert aus der arabischen Halbinsel ausbrachen um anderen Völkern die Wonnen des Islams aufzuzwingen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Ende des türkischen Kalifats (die osmanischen (türkischen) Sultane betrachteten ihr Reich als Fortsetzung des bis anhin arabisch beherrschten Kalifats) in 1923, wurde Palästina zum britischen Mandatsgebiet, das das heutige Jordanien, die Westbank und Israel umfasste. Jordaniens Ansprüche auf die Westbank endeten als König Hussein einige Jahre nach der israelischen Eroberung dieses Gebiet als nicht mehr jordanisch deklarierte. Er war froh sich dessen ungebärdige Einwohner vom Hals schaffen zu können – eine Einstellung die durch den Umsturzversuch der PLO gegen ihn in 1970 unterstrichen worden ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deshalb ist es keine Haarspalterei, sich die Frage zu stellen, was denn „zurückgeben“ an jemanden, der es nie besass, heissen soll. Denn das wäre Geschichtsfälschung. Nach 1967 haben sich die Araber des Gebietes Palästina zu einer eigenen Identität gemausert, sie sind heute Palästinenser. Sie sollen die Chance für einen Staat Palästina erhalten und beweisen, dass sie, entgegen allen bisherigen Erfahrungen, einen Staat auch aufbauen und friedlich und ohne Blutdurst betreiben können. Vielleicht werden die Kinder unserer Enkel dies erleben. Optimisten sind heute in Israel wenige zu finden, doch Wunder geschehen im Heiligen Land und vor allem dürfen wir die Hoffnung auf Frieden nicht aufgeben und nicht auf Hetzereien unserer eigenen Extremisten hereinfallen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-5334237847131048207?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/5334237847131048207'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/5334237847131048207'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/09/die-sache-mit-dem-zurckgeben.html' title='Die Sache mit dem Zurückgeben'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-4525722601974264059</id><published>2007-09-04T23:05:00.000+03:00</published><updated>2007-09-04T23:06:20.486+03:00</updated><title type='text'>Hamas schwitzt in Gaza</title><content type='html'>4.8.2007&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Bevor ich zum Thema komme, möchte ich auf einen Artikel in der Wochenendausgabe der Zeitung Haaretz hinweisen, den ich als Gegensatz zur in meinem Kommentar vom 12.7.2007 über die „Philosophie“ des Hasses gewisser jüdischer Siedlerkreise in Verbindung bringe. Im ersten Teil des Artikels „Olive Branch“ schreibt Daniel Ben Simon über den Drusen Amin Saliman Hassan, dessen zwei Töchter in einem Autobus durch einen palästinensischen Selbstmordattentäter zu Schaden kamen. Die eine Tochter wurde getötet, die andere schwer verletzt. Doch statt in Hass oder Selbstmitleid zu verfallen, beweist Hassan menschliche Grösse und setzt sich nun für Versöhnung zwischen Israel und Palästina ein. Im Allgemeinen mögen israelische Drusen Muslime nicht, etwas das den Vorgang in Amin Saliman Hassan umso bemerkenswerter macht. Der Gegensatz zwischen Hassan, der eine wirkliche Tragödie erlitt und ideologisch beknackten Siedlertypen der Westbank ist augenfällig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;In einer mir sonst nicht sympathischen jüdischen Website aus der rechtsextremistischen Szene Israels fand ich diese Karikatur, die sehr trefflich die Situation der Hamas in Gaza wiedergibt. Jetzt, nachdem sie es in einem Blutbad  fertig gebracht hatten die alleinige Kontrolle über Gaza und seine Bewohner zu erobern, ist sie wirklich für alles in Gaza verantwortlich. Für die Versorgung mit allem, das Bürger von ihrer Regierung und deren Ämtern erwarten, besonders in einer Gesellschaft die, wie in der arabischen Kultur üblich, wenig Sinn für Zivilgesellschaftliches hat und dazu erst noch keine objektive Möglichkeiten besitzt über die von Hamas ausgeübte Politik mitzuentscheiden. Nur eben kann oder will Hamas nicht liefern, keine Arbeit, keine Nahrungsmittel, keine Sicherheit und keine Freiheit – obwohl Gaza von der israelischen Besetzung befreit ist. Das wird zwar von Apologeten und Gutmenschen der palästinensischen Sache bestritten, denn diese erwarten grundsätzlich keine palästinensische Eigeninitiative (denn dann könnte Israel nicht mehr für alles, das in dieser palästinensischen Gesellschaft schief läuft angeklagt werden), ausser zum Abschuss von Raketen und anderem Terror, offiziell deklariert als Widerstand gegen die (seit langem beendete) israelische Besatzung, auch wenn es in diesem Fall nichts als islamische Blutdurst ist. Inzwischen liefert Israel weiter Strom, Wasser und Lebensmittel an die Gazaner.&lt;br /&gt;Wir haben uns mit einer Familie aus dem nachbarlichen Faradis ein wenig angefreundet. Fadiah pflegt Lea nach ihrer Operation und kommt wöchentlich und auf Kosten des Staates zu uns. Inzwischen war auch schon Ehemann Rhiad bei uns zum Kaffee, wie auch die zwei Söhne Shaheen und Mohammed. Ich erzählte Shaheen, dass ich einen Direktor der Caterpilar in Peoria (USA) kennen gelernt hätte, der den gleichen Namen führe, jedoch irischer Abstammung sei. Übrigens, so belehrte mich Shaheen (der Israeli), sei Shaheen das arabische Wort für eine Adlerart und er sei sehr stolz darauf. Die Familie ist religiös observant und Shaheen hält die fünf täglichen Gebete ein. Fadiah erscheint bei uns im Kopftuch und langem arabischem Kleid (genannt Abaya), legt aber beides ab, solange sie in unserem Haus ist. Ihr Mann Rhiad erklärte mir bei seinem ersten Besuch bei uns, dass sein Name „Paradies“ bedeute, ein recht alltäglicher Name, obwohl mir dessen Bedeutung eigentümlich vorkommt, Bei uns gibt es das als Namen verwendete Wort „Eden“, das zusammen mit dem Wort „Gan“ (Garten) – also „Gan Eden“- die selbe Bedeutung wie Rhiad, aber nicht als Namen verwendet wird. Rhiad ist Schlosser und besitzt eine sehr gut gehende Schlosserei und Fabrik im jüdischen Nachbarort Pardess Hanna. Unter anderem stellt er serienmässig feinmechanische Teile für einen Kunden in Deutschland her. Das neueste Produkt ist eine Pistole, die Gummikugeln abfeuert. Sie soll ein Verkaufsschlager für Frauen werden, die sich damit vor Überfällen und Vergewaltigungen schützen sollen. Statt Pfefferspray, Tränengas oder einem Tritt in die Eier. Die Idee stammt nicht von Rhiad, er wird diese „Waffe“ im Auftrag des Erfinders herstellen. Ob man dafür einen Waffenstein brauche, vergass ich zu fragen. &lt;br /&gt;Fadiah und Rhiad leben zuoberst auf dem Hügel hinter Faradis in einem wunderschönen sehr grossen und geräumigen Haus. Daneben steht auch schon fix und fertig das Haus ihres Sohnes Shaheen, der bald heiraten wird. Für uns sind dies Herrschaftshäuser, um die wir sie beneiden. Was, wie meist, fehlt, ist der Garten, etwas das bei Juden und heute auch bei Drusen, durchaus zur Norm gehört. Wir sind zur Hochzeit eingeladen. Ich schlug Lea vor, zu diesem Anlass ihre neue (und einzige) festlich aussehende Abaya anzuziehen, doch sie will nicht. Sie will als jüdische Israelin mitmachen und sich weder verkleiden noch anbiedern. Womit sie hundert Prozent recht hat und mir wieder einmal Charakterstärke beweist. &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Bei Rhiads erstem Besuch bei uns, sagte ich ihm, dass wir seine Frau äusserst schätzen und ich sie toll finde. Irgendwo hatte ich einmal gelesen, dass man Ehefrauen gegenüber ihrem muslimischen Ehemann nicht loben soll, das könne diesem in den falschen Hals geraten. Ich tat es trotzdem und schilderte ihm mein „Dilemma“. Er aber lachte sich krank und fragte ob ich denn glaube, sie (die Araber von Faradis) seien Barbaren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-4525722601974264059?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/4525722601974264059'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/4525722601974264059'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/09/hamas-schwitzt-in-gaza.html' title='Hamas schwitzt in Gaza'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-4129274889978164820</id><published>2007-07-26T09:57:00.000+03:00</published><updated>2007-07-26T09:59:57.999+03:00</updated><title type='text'>Fortsetzung</title><content type='html'>25.7.2007 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf meine Betrachtungen vom 12.7.2007 (Bibeltreuer Hass und linke Arroganz) erhielt ich, wie schon einmal festgestellt, eine beachtliche Menge von Reaktionen. Egal ob (meist) positiv oder nicht ist das sehr befriedigend, denn es zeigt, dass meine Anstösse andere zum Nachdenken bringt. Eine fundamentalistische und streng bibeltreue christliche Freundin aus einem Zürcher Vorort, findet, dass zwischen der von mir dargestellten extrem-nationalistischen Siedlerin und evangelikalen, auf den Messias wartenden Christen, eine grosse Ähnlichkeit besteht. Dass zwar die Mehrheit dieser jüdischen Siedler ein Käppchen tragen ist nicht zu bestreiten, doch gibt es auch eine Menge säkularer Siedler, die vielleicht nicht auf den Messias warten oder viel vom von Gott den Juden zugesprochenen biblischen Land halten. Die einen warten auf Armageddon, die anderen haben ihre Seele dem Recht des Stärkeren verkauft. Beide haben den Hass gemeinsam, der sich gegen alles richtet, das ihnen nicht gefällt. &lt;br /&gt;Reinhard Meier, der für Israel zuständige Auslandredaktor der Neuen Zürcher Zeitung, kommentierte wie folgt (er hat es mir erlaubt, ihn zu zitieren):&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lieber Herr Russak,&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Ihren untenstehenden Tagebuch-Eintrag habe ich mit Interesse und viel innerer Zustimmung gelesen. Es freut mich, dass Sie den Extremismus und das Hardlinertum auf allen Seiten kritisch zur Kenntnis nehmen. Ich bin mit Ihnen einverstanden, dass die Begriffe Kolonialismus und Apartheid im Zusammenhang mit Israels Existenz polemisch und ahistorisch sind.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;In  Bezug auf die Entwicklung in Cisjordanien und Ostjerusalem (wo immerzu weiter besiedelt wird, trotz aller Lippenbekenntnisse zur Schaffung eines palästinensischen Staates) aber sind diese Begriffe leider nicht abwegig. Hier wird ein zugleich sehr realer und sehr wunder Punkt getroffen, der meiner Meinung nach in grossen Teilen der israelischen Öffentlichkeit zu wenig gründlich diskutiert wird - oder zu dem ganz einfach das Problembewusstsein fehlt, auch wenn es dabei viele und gewichtige löbliche Ausnahmen gibt.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Herzlich und mit guten Wünschen, Reinhard Meier  &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Teilweise muss ich mit Reinhard Meiers Schluss in Bezug auf die Westbank einig gehen. Das Problembewusstsein fehlt eindeutig, ich denke die Mehrheit der (jüdischen) Israelis filtern das Geschehen in der Westbank aus ihrem Bewusstsein aus. Es gibt Teile der Definition des Kolonialismus, die auf den Zustand der Besetzung der Westbank zutreffen, andere nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier einige Argumente dafür und dagegen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;• Die Besetzung der Westbank ist das Resultat eines Verteidigungskrieges (Sechstagekrieg 1967) und nicht der Landname mit wirtschaftlichen Absichten – also nicht Kolonialismus&lt;br /&gt;• Die Westbank gehört, historisch gesehen, zur jüdischen Geschichte und ist nicht ein fremdes Land ohne geschichtliche Verbindung zum jüdischen Volk – Kolonialismus oder nicht, darüber könnte man streiten. Ich denke nicht.&lt;br /&gt;• Die harsche Behandlung der Westbank-Palästinenser ist vor allem das Resultat derer Terroraktivitäten. Doch der Überlegenheitswahn vieler ideologisch und religiös motivierter Siedler drückt sich in der Unterdrückung der dortigen Palästinenser aus – das ist Kolonialismus.&lt;br /&gt;• Die Westbank hat keinen wirtschaftlichen Wert für Israel, sie ist eine Behinderung – also nicht Kolonialismus.&lt;br /&gt;• Die Westbank versorgt Israel mit Wasser – das ist Kolonialismus.&lt;br /&gt;• In der Westbank lebende Juden haben ein „Heimatland“, Israel, das sie unterstützt und in das sie zurückkehren können – ein Markenzeichen des Kolonialismus.&lt;br /&gt;• Die jüdische Besiedlung der Westbank hat vor allem ideologische Gründe, auch wenn ein Teil der Siedler ausschliesslich aus wirtschaftlichen Gründen dort lebt – das Häuschenbauen ist halt weit billiger dort und wird von der israelischen Regierung subventioniert. Wirtschaftliche Gründe sind Kolonialismus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschliessend: die Zeit des Kolonialismus ist schon lange vorbei – ersetzt durch die Globalisierung. Deshalb ist die Besiedlung der Westbank gegen den Willen seiner Bewohner ein Anachronismus. Das zionistische Israel ist nicht nur das Resultat religiöser Sehnsüchte und der viertausend Jahre alten Geschichte des jüdischen Volkes, sondern und leider auch ein Resultat des Antisemitismus. Der Holocaust hat dann die kritische Masse geschaffen, dem politischen Zionismus die bisher geschaffenen sehr konkreten Vorbereitungen in einen Staat der Juden umzuwandeln. Die meisten Israelis (neue Einwanderer aus westlichen Ländern sind die Ausnahme) haben kein Land, in das sie zurückkehren können, ihre Heimat ist Israel. Eine andere Heimat haben sie nicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-4129274889978164820?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/4129274889978164820'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/4129274889978164820'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/07/fortsetzung.html' title='Fortsetzung'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-3000391347140655614</id><published>2007-07-15T22:35:00.000+03:00</published><updated>2007-07-16T21:12:13.721+03:00</updated><title type='text'>Der Gutmensch v. Shimon Peres, der träumende Realist</title><content type='html'>15.7.2007 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zahl und Qualität der Reaktionen auf meinen Tagebucheintrag vom 12.7.07 ist bemerkenswert. Bis auf einen, unterstützen sie meine Sicht der Dinge. Roger Guth sandte mir ein Zitat aus einem der von mir sonst verpönten Diskussionsforen unter dem Titel „Der gute Mensch“. Woher es ursprünglich stammt weiss ich nicht, aber es passt so schön. Das mit dem Balken im Auge stammt aus dem Neuen Testament, Matthäus 7.3. bis 7.5. Hier die gekürzte Wiedergabe des Zitats:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Der Gutmensch ist einer, der sich einbildet gut zu sein, es aber nicht ist. Es ist der Pharisäer, der Gott dankt, dass er nicht ist wie andere. Es ist derjenige, der den Splitter im Auge des anderen sieht, den Balken im eigenen Auge aber nicht. Es ist derjenige, der das Gute will und dabei alles schlechter macht. Er ist eingebildet und realitätsfern. Er ist ja so edel, selbstlos und menschfreundlich – aber nur in seiner eigenen Vorstellung. Tatsächlich verachtet er Mensche (nur eben die, die er als „menschenverachtend“ oder „rassistisch“ diffamiert – das ist sein persönlicher Rassismus), erblickt von seiner hohen Warte herunter auf den primitiven Pöbel seines eigenen Volkes und ist der Fürsprecher des Lumpenproletariats aus Herren Länder“…..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann schaute ich doch noch im Neuen Testament nach, in Matthäus 7.3. bis 7.5. Da steht folgendes:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Was siehst du ausser den Splitter in deines Bruders Auge und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge? Oder wie kannst du zu seinem Bruder sagen: Halt, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen – und siehe, der Balken ist in deinem Auge. Du Heuchler, ziehe zuerst den Balken aus deinem Auge und dann siehe zu, wie du den Splitter aus deines Bruder Auge ziehest!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man beachte wer in diesem Zitat den Splitter und wer den Balken im Auge hat. Nie hätte ich gedacht im Neuen Testament zu wühlen, aber man nimmt grosse Aussagen von dort, wo man sie findet. Rabbi Jehoshua, war einer der gescheiteren Rabbiner seiner Zeit und ist eben eminent zitierbar und das wird weidlich ausgenutzt. Man braucht nicht sehr gescheit zu sein um den Bezug zu den Gutmenschen unserer Zeit herzustellen – lest einfach nochmals, was ich vor zwei Tagen über das Thema geschrieben habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute Abend wurde Shimon Peres als neuer Staatspräsident eingeschworen. Teile davon hörten wir im Auto auf dem Weg nach und von Haifa. Es wurde von der Krönung (haktara) des neuen Präsidenten gesprochen, nicht nur vom Einschwören (hashba’a), wie man es in einer Republik erwarten sollte. Das Monarchische aus König Davids Zeiten hat unseren Staat halt doch noch fest im Griff. Teile des Radioprogramms, eine Übersicht über die früheren acht Präsidenten, in der die noch Lebenden selbst sprechen durften (es war, glaube ich, nur Itzchak Navon, über die anderen wurden von deren Kindern oder Mitarbeitern erzählt. Der Vorgänger von Peres, Mosche Katzav, wurde so erwähnt: seine Amtzeit habe mit einem Handel über teilweise Straffreiheit geendet. Punkt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind alle glücklich über Shimon Peres’ Wahl zum Präsidenten. Seine Antrittsrede habe wir verpasst, doch auf English hörten wir ihn sagen, Israel müsse aus den besetzten Gebieten heraus, denn die Besetzung sei gegen alle ethischen Auffassungen des Judentums. Jetzt schon liegt er im Beschuss der Rechtsextremen – wer mehr über diese und ihre Existenzphilosophie wissen will, lese nochmals meinen Tagebucheintrag von vorgestern. Lea und ich sind nun noch zufriedener über ihn in seinem neuen Amt, den seine Sicht der Dinge, die er nun endlich ganz offen ausspricht, ist die unsere. Teil unserer Zufriedenheit ist, das ist uns klar, die Nostalgie nach den historisch Grossen unseres Staates, von denen er nun wohl der letzte ist. Denn genau solche Menschentypen wie Ben Gurion, Sapir, Josef Burg, Eshkol, Rabin, Begin (jawoll, dazu stehe ich, denn Begin war ein ehrenwerter Mann) fehlen heute und es ist uns klar, dass unser Staat, so wie er heute geführt wird, keine Licht für die Welt sein kann.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-3000391347140655614?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/3000391347140655614'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/3000391347140655614'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/07/der-gutmensch-v-shimon-peres-der.html' title='Der Gutmensch v. Shimon Peres, der träumende Realist'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-1629055837103454727</id><published>2007-07-12T23:50:00.000+03:00</published><updated>2007-07-12T23:55:48.035+03:00</updated><title type='text'>Bibeltreuer Hass und linke Arroganz</title><content type='html'>12.7.2007 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern Abend traf ich Schweizerfreunde in einem Café am Strand von Tel Aviv. Zwei Ehepaare mit denen wir recht engen Kontakt hegen und offen miteinander sprechen. Dazu gesellte sich eine mir bisher unbekannte Israelschweizerin der sehr nationalreligiösen und orthodoxen Konfession. Während ich einer Freundin, die kürzlich die Galerie in Umm El-Fahm besucht hat, mehr über dieses Projekt und dessen Ziele, Hintergründe und Geschichte  erklärte, hörte ich mit halbem Ohr der politischen Stammtischdiskussion der andern zu und mir wurde zunehmend ungemütlicher. Die mir bisher unbekannte Dame erklärte, wir Israelis würden nie in Frieden leben, als wäre es normal, wenn nicht sogar erwünscht, müssen uns damit abfinden und darauf einstellen. Der Hass auf alles Arabische (und manchmal auch auf alles Nichtjüdische) schimmert durch und ebenso der Hass auf universalistisches Gedankengut, das doch den grossen Teil des jüdischen Beitrags zur westlichen Kultur darstellt, wie auf alles, das nicht dem engsten jüdischen Partikularismus entsprach. Ich bin entsetzt über diese in verschiedenen Kreisen verbreitete Einstellung, Kreise die sich nicht vorstellen können, dass man ein Leben in Frieden leben könnte, auch wenn es zur Zeit, so denke ich, nicht darnach aussieht. Aber es gibt die Zukunft und es gibt Hoffnung, die Energie verleihen sollte, diese zu Friedensförderung zu nutzen. Wie trostlos ist ein Leben ohne Hoffnung, ein Leben, in dem Krieg und Gewalt als selbstverständlich, ja als unersetzlich gelten, das Wort „Schalom“ zur blossen Grussformel verkommen ist und man sich nicht vorstellen kann, ein „normales“ Leben zu führen. Denn für solch bittere und ideologisch deformierte Menschen sind „normale Zeiten“ 1:1 auf heute projizierte Perioden der Bibel, in denen heute Palästinenser und Araber die Rolle der damaligen Amalekiter zugewiesen wird, dem biblischen Urfeind der Juden. Eine Bezeichnung, die mitunter von jüdischen Rechtsextremisten in öffentlichen Hassaktionen verwendet wird, an denen „Amalek, Amalek“ geschrieen wird. Auch ich bin der Meinung, dass die momentane Situation nicht zu Frieden führt – aber vielleicht stimmt das überhaupt nicht. Schon Ben Gurion sagte: „Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“. Die iranisch-schiitische Gefahr, die für die sunnitisch-arabische Welt weit grösser ist als für uns, hat dieser eine Friedensbereitschaft verliehen, deren Motivation kaum die neu entdeckte Liebe zu Israel und den Juden ist. Doch aus ideologischen Gründen grundsätzlich der Idee des Friedens abschwören? Das wäre eine jüdische Art des islamistischen Todeskults und wir wären damit auf dem Niveau der Islamisten jihadistischer Couleur angekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ideologischer Gegenpol des jüdischen Rechtsextremismus finden ich unter Bekannten und Freunden in Israel und in der Schweiz gelegentlich eine Art Scham über Israels Willen zu überleben. Diese Scham drückt sich aus in der Scheu grundsätzlich und öffentlich für Israel einzutreten. Er drückt sich aus in der Fixierung auf durchaus vorhandenes Fehlverhalten Israels, im Gebrauch eines Doppelstandards in der Beurteilung der Leistungen und Fehlleistungen unseres Staates gegenüber den Leistungen und Fehlleistungen seiner Feinde, in dümmlichen unausgegorenen Vergleichen, die auf Vorurteile, mangelndes Wissen und lädierte Bildung schliessen lasse und, als dieses Paket zusammenhaltende Schnur, eine Portion fehlender Zivilcourage, die man auch als Feigheit bezeichneten darf. Es gibt den Ausdruck des „Rosinenpickers“, der in diesem Zusammenhang heisst, dass aus einem Gesamtwerk (um ein pompöses Wort für den Staat der Juden zu verwenden) nur das herausgepickt wird, das in den ideologischen oder den im Unterbewusstsein bestehenden Kram passt und dabei das ausgesuchte Detail mit dem Ganzen verwechselt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein von mir vielfach angetroffenes Beispiel ist der Gebrauch der Worte Kolonialismus oder auch Apartheid, mit denen Unbedarfte (lassen wir die Böswilligen einmal auf der Seite) unseren Staat der Juden mundtot machen wollen. Dies ohne die geringste Ahnung über den Sinn dieser zwei Begriffe. Ohne Verstand stellen solche sich clever dünkende, sich oft vordergründig als Zionisten bezeichnende Freunde z.B. die Behauptung auf, Israel sei eine kolonialistische Kreation des Westens. Oder Israel sei ein Apartheid-Staat ohne eine gute und allgemein anerkannte und wissenschaftlich gültige Definition dieser beiden Begriffe zu haben. Dazu gehört auch die Unfähigkeit Zeit- und Kulturperioden auseinander zuhalten und die Vorliebe alles ohne Unterschied als Eintopf zu sehen. Mein Tagebuch ist nicht der Ort, Unterricht zu erteilen, doch wer es unbedingt wissen will, dem bin ich bereit diese zwei Begriffe auf Anfrage zu erklären.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine mir verschiedentlich angetragene Meinung ist die, dass nur aus dem fernen Ausland, weit weg vom Nahen Osten und seinem Geschehen, es möglich sei, den Israel-Palästina Konflikt wirklich zu beurteilen. Das ist arrogant, egoistisch und verzichtet völlig auf den emotionellen Aspekt des Konfliktes, überlässt die gesamte Information in den Händen der Medien und, was besonders aufstösst, bedingt Null Empathie für die Beteiligten und verlangt Befugnisse und Anerkennung ohne wirklich Verantwortung übernehmen zu wollen (oder zu können) oder gar Folgen des eigenen Tuns zu tragen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-1629055837103454727?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/1629055837103454727'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/1629055837103454727'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/07/bibeltreuer-hass-und-linke-arroganz.html' title='Bibeltreuer Hass und linke Arroganz'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-3413444232191527043</id><published>2007-07-01T14:52:00.000+03:00</published><updated>2007-07-01T14:53:29.633+03:00</updated><title type='text'>Avrum Burg hat nicht in allem unrecht</title><content type='html'>1.7.2007 &lt;br /&gt;Auf Avrum Burg hatte ich vor Jahren eine Wut, als er Vorfälle der Holocaustgelder in der Schweiz kommentierte und mit Schüssen aus der Hüfte zu erkennen gab, nichts davon zu wissen oder zu verstehen – ganz im Gegensatz zu seinen Vater Josef Burg, der die Schweiz kannte, liebte und dort fast jährlich kurte. &lt;br /&gt;Nun hat sich Avrum Burg verändert, er denkt und mit seinem Buch über die Ghettoisierung der israelischen Gesellschaft und des hiesigen Judentums hat er eigene Erkenntnisse unter die Leute gebracht, die wenig Beifall finden. Er will an der Welt teilhaben und dem israelischen Partikularismus ein wenig entfliehen und wenigsten einen Teil des jüdischen Universalismus, der die westliche Welt mitprägte, zurückbringen und miterleben. Warum auch nicht. Auch wenn er damit den Begriff des Weltbürgertum anspricht, der, so dachte ich, von Garry Davis 1948 begründet und mit diesem wieder gestorben sei (was nicht stimmt, er lebt noch immer und will Präsident der Welt werden. Auch kann man sich heute als Weltbürger registrieren lassen. Soweit zu dieser Trivialität). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Burg hat zusätzlich zu seiner israelischen auch die französische Bürgerschaft angenommen. Als Sohn eines Jecken (Josef Burg kam aus Dresden) hätte er auch problemlos einen deutschen Pass erhalten können, wie viele andere Israelis der zweiten Generation auch. Vor allem daraus versucht nun die durch die Medien vertretene Öffentlichkeit ihm einen Strick zu drehen, in dem suggeriert wird, er wolle sich damit einen Rettungsring für den allfälligen Untergang Israels anschaffen. Das ist unfein und ich war Zeuge bei einigen Fernsehinterviews, wie gerade sein zweiter Pass zum Mittelpunkt des Gespräch empor stilisiert wurde und wenn man Burg gerade reden liess ihm pausenlos ins Wort fiel. Die gesellschaftliche Ghettoisierung Israels, vor allem durch verstärkten Einfluss der Religion, sowie durch die feindliche Umgebung verursacht und meiner Meinung nur einen Teil der israelischen Gesellschaft betrifft, wurde zum Nebenthema. Dabei sind Zweitpässe und sogar Drittpässe in Israel verbreitet und Teil der weltweiten Globalisierung, die nicht nur die Wirtschaft betrifft. Israel ist ein Land der Immigranten, aber nicht mehr ausschliesslich staatenloser Flüchtlinge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein weiterer von ihm thematisierter Punkt, ist seine Ablehnung des „jüdischen demokratischen“ Staates, ein Oxymoron, über das ich mich schon vor Jahren ausgelassen habe. Ich gebe ihm ich natürlich recht, denn eine Demokratie bleibt Israel nur, wenn sie sich als demokratischen Staat der Juden bezeichnet, denn es liegt an den Bürgern dieses Staates mit demokratischen Mitteln dafür zu sorgen, dass er so bleibt, wie ihn seine Bürger mehrheitlich wollen. So geschieht es in den Staaten der westlichen Welt, in der die Demokratie bestimmt wie „französisch“, „schweizerisch“ oder was immer, der Staat zu sein hat. Ein jüdischer Staat wäre eine Theokratie à la Iran, ein Albtraum erster Güte.&lt;br /&gt;Ich habe Burgs Buch nicht gelesen, doch im Unterschied zu anderen Diskussion, und auf Grund der intensiven Interviews Avrum Burgs in den Medien, drängt sich dessen Lektüre weniger auf. Wichtig ist hingegen an Burgs neu entdeckter Philosophie nicht sein in Frage gestellter Nationalismus. Dieser hielt sich, wie es einem der Mitbegründer der Bewegung „Peace Now“ nicht anders zu erwarten ist, in gesunden Grenzen. Dass er mit seinem neu erworbenen französischen Pass viele Israelis beleidigt, ist deren Problem und stört mich nicht. Aber mit seinen Aussagen verunsichert und schwächt er den Überlebenswillen vieler israelischer Bürger, die sich aus wirtschaftlichen und anderen Gründen schon genügend unsicher fühlen und deren Gefühl nationaler Sicherheit durch den Zweiten Libanonkrieg erschüttert worden ist. Ähnlich wie Ernest Goldberger mit seiner gestörten Fibel „Die Seele Israels“, bringt Burg unsere Feinde und Zweifler in die Lage zu sagen: „Wenn es nun auch dieser Jude Burg bestätigt, dann ist unsere grundsätzliche „Kritik“ berechtigt, ja sogar beglaubigt“. Denn wenn der frühere Vorsitzende der zionistischsten aller Organisationen, der Jewish Agency, so denkt, muss doch mehr als nur etwas dran sein! Mit solchen Gedanken, obwohl missverstanden, fühlen sich manche legitimiert.&lt;br /&gt;Vielleicht will Avrum Burg die Nachfolge von Yeshayahu Leibowitz antreten, dem grossen Kritiker und originellen Denker, und wie es sich heute herausstellt, Propheten des heutigen Israel. Leibowitz hat nach seinem Tod keinen Nachfolger gefunden. Ob Avrum Burg die Qualitäten dazu hat, wage ich zu bezweifeln.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-3413444232191527043?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/3413444232191527043'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/3413444232191527043'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/07/avrum-burg-hat-nicht-in-allem-unrecht.html' title='Avrum Burg hat nicht in allem unrecht'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-1793272320143004624</id><published>2007-06-25T12:31:00.000+03:00</published><updated>2007-06-25T12:39:30.687+03:00</updated><title type='text'>Fragt den Psychologen</title><content type='html'>24.6.2007 &lt;br /&gt;Soeben sah ich den Film „Whatreallyhappened“ (was wirklich geschah) von David Horowitz (http://www.terrorismawareness.org/what-really-happened/), in dem er die von der arabischen Welt und ihrer Fans verfälschte Geschichte der Juden und Israel so darstellt wie sie wirklich war und ist. Zwar ist Horowitz nicht mein Favorit unter den Publizisten, er nimmt es nicht immer sehr genau und hat eine zu nationalistische Ader, doch für einmal hat er etwas, mit wenigen unwesentlichen Ausnahmen, Gutes produziert. Die vier kurzen Teile des Films sind es wert angesehen zu werden und ich möchte meine Tagebuchfreunde dazu animieren, in auch weiter zu verteilen. Per e-mail ist das keine Sache.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Anfangs vergangener Woche wurden bei einem Flugzeugangriff in Afghanistan gegen al-Quaeda Terroristen, die sich in einem religiösen Quartier versteckt hatten, sieben Kinder getötet. Ein gewaltiger Aufruhr fand in der islamischen Presse statt, es gab wundervoll organisierte spontane Demonstrationen, denn niemand dürfe das Töten von Frauen und Kindern akzeptieren, das sei gegen den Islam und gegen internationales Recht. Womit sie recht haben. So war es auch geplant, die Islamisten hatten nur auf den richtigen Augenblick gewartet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Augenzeugen erzählten, die Terroristen hätten die Kinder am Verlassen des Quartiers gehindert. Als die Kinder fliehen wollten, wurden sie geschlagen. Der Brauch, sich hinter Kindern und Frauen zu verstecken, wird vermehrt zum Trend. Vor drei Monaten in Bagdad, hätten amerikanische Soldaten ein Auto durch eine Strassensperre gelassen, nachdem sie zwei Kinder auf dem Rücksitz gesehen hatten. Dann seien die zwei Erwachsenen aus dem Auto geflohen, hätten es in die Luft gesprengt und so die zwei Kinder und noch drei in der Nähe stehende erwachsene Zivilisten getötet.&lt;br /&gt;Das scheint neu bei den Talibans in Afghanistan zu sein, in unserer Region ist das eine Jahrzehnte alte Tradition. Es wird viel von asymmetrischem Krieg gesprochen und damit die armen und schwachen Palästinenser, die von den so schrecklich starken Israelis vereinnahmt werden, gemeint. Doch es ist, so denke ich, gerade umgekehrt. Wir (und auch andere, wie die NATO-Soldaten in Afghanistan und Irak), kämpfen mit Sinn für eine gewisse Moral, die uns Grenzen auferlegt. Die anderen, Hamas, Hisbollah, Taliban oder al-Quaeda kennen solche Einschränkungen nicht. Ihr Ziel ist das Töten von Menschen, egal, ob eigene oder andere. Sie sind in einem Wahn verbunden, der auf einer verzerrten Religion beruht, die sie in einen rasenden Mordwahn versetzt, in dem alles erlaubt ist, besonders der Mord Unschuldiger und Unbeteiligter. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Machen wir uns nichts vor. Die Besetzung der Westbank muss beendet werden. Gaza ist „befreit“, das Resultat für die ganze Welt zu sehen. Ob die Palästinenser fähig sind oder nicht, ein geordnetes Staatswesen zu führen oder auch nur in Angriff zu nehmen, ist an Hand der Erfahrung mit Gaza stark zu bezweifeln. Doch darf das nicht zum Problem Israels werden. Die Besetzung ist ein Stein um den Hals Israels, der den Zionismus behindert und auf die Länge auch die heute blühende Wirtschaft bedrohen wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotzdem stelle ich fest: die grösste Bedrohung des Friedens ist nicht Israel, sind nicht die Palästinenser, sondern eine Sammlung von Ideen, die sich global breitmacht. Ihre Grundlage ist ein amoralischer Gott, der sogar Mord an Kindern rechtfertigt, um seine Lehre zu verbreiten. Religion ist das schon lange nicht mehr, sondern ein als Spiritualismus getarnter Nihilismus, kalt, ohne Mitgefühl und ohne Mitleid. Er kennt keine Grenzen und könnte bald in der Lage sein über Atomwaffen zu verfügen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inzwischen erwacht sogar das palästinensische Volk. Nur 12% behaupten heute, dass die Vorgänge in Gaza die volle Verantwortung Israels seien. Des palästinensischen Umfragengurus Kahlil Shikakis Umfrage ergab, dass die Schuld dafür die inneren Kämpfe und das Fehlen von Recht und Ordnung in Gaza gewesen seien, 56% denken so. Es gibt sogar einige Gazaner, allerdings ohne Prozentangabe, die sich über eine Rückkehr der Israelis nach Gaza glücklich schätzen würden. Das ist schlimm und kein Kompliment, denn es zeigt vor allem einen völligen Mangel von Vertrauen in die eigene politische Landschaft und die eigene Gesellschaft auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Jude sage ich unzweideutig nein zu anachronistischen Verfälschungen des Judentums, das denkt, die Zeiten Josuas wären zurückgekommen und Gott verlange von den Juden, sich im gesamten Erez Israel, also auch in besetztem palästinensischem Gebiet anzusiedeln. Wir müssen dankbar sein, dass diese Ideologie in Israel nicht dominant ist. Die grosse Mehrheit der Israelis lehnt dies ab und ist nicht bereit, seine Kinder als Märtyrer Gott zu opfern oder die gesamt Welt zu bedrohen.&lt;br /&gt;Wäre ich Muslim, wäre ich beschämt über die nihilistischen islamischen Bewegungen, die den Namen des Islam beschmutzen. Ich würde mich so schnell wie nur möglich davon distanzieren. Doch warum geschieht nichts dergleichen? Wurden alle Muslime als Geisel ihrer Extremisten mundtot gemacht? Es gibt viele gescheite und weniger gescheite (wie ich selbst) Schreiber, die die Antwort zu dieser Frage suchen – gefunden hat sie noch keiner, was zwar nicht alle zuzugeben bereit sind. Schlussendlich wird es eine Aufgabe der Psychologie sein, dem bedrohten Westen zu erklären, was zu tun sei. Sind nicht wir Juden in der Psychologie und Psychiatrie führend?&lt;br /&gt;(Teile obiger Gedanken sind einem englischen Artikel "The Real Danger: Middle East and Beyond von Carlos entnommen)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-1793272320143004624?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/1793272320143004624'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/1793272320143004624'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/06/fragt-den-psychologen.html' title='Fragt den Psychologen'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-7093551951376207050</id><published>2007-06-23T20:50:00.000+03:00</published><updated>2007-06-23T20:53:14.841+03:00</updated><title type='text'>Die beleidigten Massen, eine Vernissage und israelisch humanitäres</title><content type='html'>23.6.2007  &lt;br /&gt;Schon wieder ist es passiert. Salman Rushdie, nun Sir Salman und vor etwa zwanzig Jahren von einem der bösartigsten Menschen der neueren Geschichte, Ayatollah Khomeini, per Fatwa zum Tode verurteilt, wurde zum Ritter geschlagen und die muslimischen Massen dadurch zum kochen manipuliert. Diese Massen, von Armut, Ignoranz und Diktatur geschlagen, werden von ihren Mächtigen, egal ob sekulär oder fromm, instrumentalisiert, es finden sorgfältig organisierte spontane Massendemonstrationen mit Teilnehmerzahlen statt, von denen wir israelischen Linken für unsere Friedensdemos und ähnlichem nur träumen können. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das hat Methode und ist Ausdruck übelster Manipulation von Menschen, die mehrheitlich weder Lesen noch Schreiben können (bestenfalls kennen sie den Koran auswendig), die zu einer Obrigkeitshörigkeit erzogen worden sind, die an den Hauptmann von Köpenick erinnert, nur eben statt Witz, Hass und Gewalt ausstrahlend. Keiner dieser Demonstranten und die meisten der Manipulierten haben vom Thema auf das sie gehetzt werden nicht die geringste Ahnung – einzig wird ihnen vorgegaukelt, der Islam werde beleidigt. Nebenbei werden oft noch Menschen im Namen Allahs umgebracht, Opfer, die sich oft gerade für ihre hysterischen Mörder einsetzen. Ich denke da an die Nonnen, denen die Worte Benedikts dem XVI, das Leben gekostet haben. &lt;br /&gt;Sir Salman war meines Wissens der erste solche Fall, später gab es die Karikaturen aus Dänemark, da gab es den Papst, der byzantinische Geschichte zitierte, da gab es Oriana Fallaci sel., die etwas gegen den heutigen Islam hatte und sogar vor ein amerikanisches Gericht kam, da ist Shirin Ebadi, die iranische Menschrechtsanwältin, da ist die Feministin Taslima Nasrin aus Bangladesh, die aus ihrem Heimatland fliehen musste, nachdem ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt wurde, da ist der zweite oben beschriebene Sir Salman Rushdie Streich, wegen seiner Adelung durch die britische Königin (deren Bildnisse und Puppen inzwischen in progressiven muslimischen Ländern auch schon verbrannt werden). Das genügt, die Liste könnte fortgesetzt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute fand in unserer Galerie für zeitgenössische Kunst in Umm El-Fahm die Vernissage einer Ausstellung von Sharif Walid statt, für einmal eine Einzelausstellung. Sharif Walid malt grosse dekorative Bilder und ist, wie an der Ausstellung zu sehen, auch als Modedesigner tätig. Er stellt praktische Kleidung für Passanten von Strassensperren in der Westbank vor, die den inspizierenden Soldaten und den inspizierten Palästinensern Zeit und Arbeit spart. Durch cleveren Gebrauch von Reiss- und Klettverschlüssen und auch modisch-eleganten Öffnungen in Hemd, Jacke oder Mantel, kann sich die israelische Sicherheitsbehörde versichern, dass keine Sprengstoffgürtel durchgeschmuggelt werden. Das Thema, traurig wie es für alle ist, wird von Sharif Walid mit Humor angegangen. Es verstärkt meine Meinung, dass das Problem nur durch die Aufhebung dieser heute ziemlich nutzlosen Anlagen, gelöst werden kann (siehe Tagebucheintrag vom 24.4.2007).&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Noch etwas ganz aktuelles. Wie vorauszusehen, wird Israel nun beschuldigt, es habe eine vollständige Sperre über Gaza verhängt, mit dem Ziel es auszuhungern. Wie immer, ist das erlogen. Am Beispiel des 21. Juni 2007, also vor zwei Tagen, sei hier demonstriert, wie so eine Sperre aussieht, während die Welt noch darüber diskutiert, was zu unternehmen sei, um den Gazabewohnern zu helfen, falls das überhaupt opportun sei. Das hauptsächliche Problem ist die Tatsache, dass die Palästinenser sich weigern, israelische Inspektionen zuzulassen. Trotzdem, vor zwei Tagen fanden folgende Lieferungen und Durchgänge in beide Richtungen durch die Keren Hashalom und Erez Durchgänge nach und von Gaza statt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;• Über 400 Tonnen Nahrungsmittel: 130 Tonnen Mehr, 49 Tonnen Reis, 49 Tonnen Zucker, 5 Tonnen Tee, 8 Tonnen Milchpulver, 33 Tonnen Linsen, 19,7 Tonnen Margarine, 18,5 Tonnen Gerste, 34 Tonnen Makkaroni, 20 Tonnen Bohnen, 15 Tonnen Humus und 2 Tonnen Suppe.&lt;br /&gt;• 7 Tonnen Desinfektionsmittel&lt;br /&gt;• 160'000 Liter Dieselöl, 40'000 Liter Benzin vom Nahal Oz Treibstoffterminal&lt;br /&gt;• 8 verletzte Palästinenser wurden von Gaza Spitälern zu ärztlicher Behandlung in Israeli Spitäler überführt&lt;br /&gt;• Nachts wurde am Erez Durchgang Palästinensern geholfen, die nach Ägypten ausreisen wollten&lt;br /&gt;• Etwa 100 Palästinenser mit Doppelbürgerschaft durften durch den Erez Eingang nach Israel einreisen&lt;br /&gt;• 2 Ärzte des Roten Kreuzes kamen durch den Erez Eingang nach Gaza, um in Spitälern zu helfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das geschah am 21. Juni 2007. Ich nehme an, dass täglich ähnliches passiert. Diese Information wurde von der israelischen Armee veröffentlicht und ich habe keinen Grund, mich an irgendwelchen reflexartigen Zweifeln daran zu beteiligen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-7093551951376207050?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/7093551951376207050'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/7093551951376207050'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/06/die-beleidigten-massen-eine-vernissage.html' title='Die beleidigten Massen, eine Vernissage und israelisch humanitäres'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-8942050767620732346</id><published>2007-06-18T17:17:00.000+03:00</published><updated>2007-06-18T17:22:48.880+03:00</updated><title type='text'>Lieber ohne Kommentar</title><content type='html'>20.6.2007 &lt;br /&gt;Die beeindruckenden Vorgänge der vergangenen Tage in Gaza zeigen dem, der es zur Kenntnis nehmen will, was uns Israelis, egal ob Juden oder nicht, blühen wird, falls Israel nur einmal einen Krieg verlieren würde. Denn ein gewonnener Krieg erhält uns bis zum nächsten gewonnenen Krieg am Leben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deshalb kommentarlos eine Auswahl von in arabischen Kreisen beliebten Umgangsmethoden mit besiegten Feinden – oder wer als Feind gehalten wird. Gilt für Kinder ebenso wie für Erwachsene. Ich will betonen, dass es sich in keinem Fall um Schiess- oder andere Unfälle handelt, sondern um kühl geplante und vielleicht in einem Hass- oder Drogenrausch ausgeführte Handlungen. Ebenso gilt die Tatsache, dass die aufgeführten Handlungen nicht nur auf eine der palästinensischen Parteien beschränkt sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;• Exekution vor der Familie, mit anschliessender Exekution der Familie selbst.&lt;br /&gt;• Wurf aus dem Fenster vom 15. Stockwerk eines Hochhauses.&lt;br /&gt;• Kreuzigung, eine besonders für Christen beliebte Behandlung.&lt;br /&gt;• Enthauptung, möglichst vor laufender Kamera.&lt;br /&gt;• Erstechen mit anschliessendem Bauchaufschlitzen.&lt;br /&gt;• Lynch.&lt;br /&gt;• Zerstückelung des Opfers, dann Überreichen der Teile an die Familie.&lt;br /&gt;• Ermorden der Kinder eines „Feindes“.&lt;br /&gt;• Abschneiden geschminkter Frauenlippen vor der Steinigung.&lt;br /&gt;• Zerschiessen eines Hauses samt Bewohnern.&lt;br /&gt;• Überfall auf Spitäler, Ermordung von Ärzten und Patienten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keine der genannten Mordmethoden sind neu, die meisten wurden und werden besonders seit Beginn der zweiten Intifada an Israelis und Arabern ausgeübt, werden aber auch im Irak, Sudan, Afghanistan etc, gerne benutzt. Nur sind sie in den vergangenen Woche verstärkt zwischen den Palästinensern, besonders in Gaza, geübt worden. Sämtliche der oben erwähnten Prozeduren sind in den Medien dokumentiert und leicht zu finden. Die Liste ist nicht vollständig, aber repräsentativ.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um nicht ganz dem Trübsinn zu verfallen, hier eine Idee zur Abhilfe:&lt;br /&gt;In Amerika gibt es eine Friedensorganisation jüdischer Besserwisser mit dem Namen Brit Tzedek v'Shalom (BTvS), the Jewish Alliance for Justice and Peace, geleitet unter anderem von Diane Balser, die dem Altlinken und Neurealisten Ami Isseroff gewaltig auf den Geist geht. Gerade in den heutigen Tagen innerpalästinensischer Gewalt scheint Frau Balser ebenso gewaltig in Schwung gekommen zu sein. Ami behauptet – und da er 24 Stunden im Tag lesend und schreibend vor dem PC sitzt, wird er wohl wissen von was er redet – dass gerade dieser Tage Frau Balser von einem Dialog Israels mit Hamas spricht. Ami hat nun einen Plan entwickelt, wie Frau Balsers Drang entsprochen werden könnte, unter Mitwirkung von Frau Balser und ihren Damen des BTvS. Ami schlägt vor, dass BTvS einen Friedenspreis von $ 10 Millionen für Herrn Haniye und $ 1 Million für jedes Mitglied seiner Regierung verleihen soll. Haniye und seine Mannen werden in die USA geflogen und an einer speziellen Zeremonie mit dem Preis bedacht. Sie werden zusammen mit den Damen des BTvS auf dem Podium sitzen, die Damen mit wunderbaren Décolletés mit einem goldenen Davidstern am Hals. Sie werden alle „Hatikva“ und „Heveinu Shalom aleichem“ singen und vielleicht kann sich Präsident Bush freimachen und zum persönlich gratulieren kommen, zusammen mit Abe Foxman vom ADL. Haniye wird fotografiert beim Essen von Gefillte Fisch. Über dem Podium werden Banner hängen, beschriftet in englischer Sprache mit „Juden lieben Haniye, Haniye liebt Juden“ und all das wird vom Fernsehsender Al-Jazeera übertragen. Wenn Haniye und seine Regierungsmitglieder zu Hause ankommen, werden sie vor den Augen ihrer Familien exekutiert. Ami scherzt, dass damit das Hamasproblem gelöst wäre. Ohne Humor kommt man beim Betrachten und Erleben der Weltpolitik nicht über die Runden und Ami hat fürs phantasievolle Sinnieren meine volle Unterstützung. Ob’s was hilft, werden wir sehen. Ich denke nicht, aber immerhin ist es gut für die eigene Psyche.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-8942050767620732346?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/8942050767620732346'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/8942050767620732346'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/06/lieber-ohne-kommentar.html' title='Lieber ohne Kommentar'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-6384971156834721260</id><published>2007-06-17T21:31:00.000+03:00</published><updated>2007-06-17T21:33:20.451+03:00</updated><title type='text'>Letzte Worte eines Fatah-Aktivisten</title><content type='html'>15.6.2007 &lt;br /&gt;In Gaza hat Hamas die Fatah besiegt. Im Bericht des Daily Telegraph ist etwas zu lesen, das uns Juden eigentlich einfahren sollte: Hamas stürmte das Haus von Jamal Abu Jediyan, Generalsekretär der Fatah in Nordgaza und ermordeten ihn. Zwanzig Minuten früher hörte der Reporter des Daily Telegraph im palästinensischen Radiosender „Sawt Al Hurriya“ den Bruder Jediyans, der panisch den Sender anrief: „Die schiessen auf uns mit RPGs, Minenwerfern. Wir sind keine Juden!“, während im Hintergrund Gewehrfeuer zu hören war. Kurz darauf war er tot.&lt;br /&gt;„Wir sind keine Juden“, sagte der Fatahkämpfer und meinte „deshalb sollte er eigentlich nicht sterben“. Palästinenser, inklusive Fatah, waren so fixiert auf ihre Idee des „Widerstands“ und so fasziniert mit ihrem nationalen Genozid-Projekt, dass sie gar nicht auf den Gedanken kamen, Hamas Waffen könnten auf sie gerichtet werden. Hamas ist auf Islamisierung des palästinensischen Volkes aus, das Projekt eines palästinensischen Staates ist für sie kein Thema. Jetzt wird es das erste Opfer dieser von Iran gesteuerten Islamisierung, noch vor den Juden. Die Palästinenser verinnerlichten nie die Idee eigener Souveränität und was es eigentlich heisst einen eigenen Staat aufzubauen. Dazu hätten sie ihr Völkermordprojekt und ihren Rassismus für den Aufbau eines eigenen Staatswesens aufgeben müssen.&lt;br /&gt;Islam Shahawan, Sprecher der Hamas Miliz gab am Hamas Radio bekannt: „Wir sagen unserem Volk, die Vergangenheit ist beendet und die Zeit der Gerechtigkeit und islamischer Herrschaft hat begonnen“.&lt;br /&gt;Ebenso interessant ist mein eigenes Erlebnis vor wenigen Tagen. Ich machte Bekanntschaft mit Yael Kaynan, einer hübschen blonden Amerikanerin, etwa 30 Jahre alt und, das gab bei mir den Ausschlag, aus New Orleans. Yael (früher trug sie den typisch jüdischen Namen Katelyn Y.A. McKenna) hat Israel ihr Heim gemacht hat. Sie  promovierte an der Ohio University und arbeitet heute an der Ben Gurion Universität in Sde Boker und am Interdisciplinary Center (IDC) in Herzliya. Ihre Fachgebiete sind Kommunikation und Sozialwissenschaften. Yaeli spricht Deutsch, weil sie einige Zeit an der Universität Konstanz verbracht hat.&lt;br /&gt;Von ihr hörte ich, dass in der palästinensischen Gesellschaft, vor allem in der Westbank, das Thema eines föderativen Zusammenschlusses des dahinsiechenden Planes eines Staates Palästina an das Königreich Jordanien immer mehr diskutiert wird. Das wäre die einzig mögliche Alternative zum Kleinstaat Palästinas neben Israel. Die Einstaatenlösung ist ein feuchter Traum extremistischer Pelästinenser, der ausschliesslich das Ziel hat den jüdischen Staat Israel zu liquidieren. Die Diskussion über eine Föderation begann auf Initiative von Abdul Salam Majali, ehemaliger Premierminister Jordaniens. Er rief Anfang 2007 etwa siebzig palästinensische Professoren, Geschäftsleute und Parlamentarier nach Akaba zu einer Konferenz zusammen. Das Datum fiel ungefähr auf den vierzigsten Jahrestag von Jordaniens Verlust der bisher von ihr besetzten Westbank. Die Idee einer Föderation oder Konföderation würde, so denkt zum Beispiel Bibi Netanyahu, grosser Fan dieser Idee, würde die Friedensaussichten der Region enorm verbessern. Einige Jordanier sind besorgt um die Stabilität des Königreiches. Jetzt schon hat Jordanien über eine Million irakischer Flüchtlinge aufgenommen. Palästinenser waren und sind ein Unruhefaktor für denen Staat, der sich mit ihnen abgibt. Ein Palästinenser findet die Idee israelische Panzer gegen jordanische Panzer auszutauschen einen Unsinn und erinnert, vielleicht unbewusst, an den palästinensischen Hass gegen das Königreich Jordanien und seine Armee, die gefürchtete arabische Legion. Einige Jordanier finden, dass Jordanien zwar mit der Westbank historische Verbindungen habe, doch Gaza unregierbar sei. Zudem wäre es interessant darüber von der Hamas zu hören, sind doch seine Beziehungen zu Jordanien, einem relativ modernen arabischen Staat mit einer vernünftigen Regierung, nicht die Besten. &lt;br /&gt;Bis jetzt ist die offizielle Stellung Jordaniens, dass eine föderative Regelung mit Palästina erst nach dem Entstehen des offiziellen Staates Palästina zur Diskussion gebracht werde. Doch, wie im Mittleren Osten üblich, sagt keiner was er meint und meint keiner was er sagt.&lt;br /&gt;Warum kommt die Idee einer Föderation gerade heute zur Sprache? Die frühere Verbindung zwischen den beiden Völkern endete in Scheidung, als König Hussein 1984 die Westbank aufgab, obwohl die arabische Welt und die Palästinenser dies schon seit 1974 verlangt hatten, als sich die Letzteren als eigenes Volk entdeckten. Deswegen ist es recht interessant, dass die Idee der Wiedervereinigung mehr Zustimmung auf der palästinensischen Seite findet. Sie könnte mit wirtschaftlichen Erwägungen zusammenhängen, denn wirtschaftlich hat Israel zu Jordanien gute Beziehungen.&lt;br /&gt;Meine erste Reaktion zu dieser Idee war reflexartig: „Das wäre doch Selbstmord für das Königreich!“ Vielleicht aber auch nicht. Möglicherweise wird Jordanien sich wirklich erst für eine Partnerschaft mit den Palästinensern erwähnen, falls Israel sich wirklich aus der Westbank zurückziehen sollte und in der Folge die heutigen Zustände Gazas auch dort ausbrechen würden – was aus heutiger Sicht nicht anders zu erwarten wäre. &lt;br /&gt;Immerhin, es werden Alternativen diskutiert, über die leider in den Medien kaum etwas zu lesen oder zu hören i&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-6384971156834721260?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/6384971156834721260'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/6384971156834721260'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/06/letzte-worte-eines-fatah-aktivisten.html' title='Letzte Worte eines Fatah-Aktivisten'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-8803428754191895559</id><published>2007-06-15T11:03:00.000+03:00</published><updated>2007-06-15T11:05:32.159+03:00</updated><title type='text'>Jüdisch-arabische Suche nach Verständnis in Frankreich</title><content type='html'>14.6.2007&lt;br /&gt;Von Shomernet, dem Website des amerikanisch-kanadischen Haschomer Hazair (jüdisch-zionistischer Jugendbund, dem Lea in Kanada und ich in der Schweiz angehörten), erhielt ich folgende wunderbare Story, die ich hier in Goethes Sprache und vor allem Stil weitergebe:&lt;br /&gt;Was passiert, wenn eine Fliege in den Kaffee fällt?                                           (Eine realistische politische Charakterisierung der heutigen Welt)&lt;br /&gt;• Der Engländer: Schüttet die Kaffeetasse aus und verlässt das Kaffeehaus.&lt;br /&gt;• Der Amerikaner: Nimmt die Fliege aus der Tasse und trinkt den Kaffee.&lt;br /&gt;• Der Chinese: Isst die Fliege und schüttet den Kaffee weg.&lt;br /&gt;• Der Japaner: Trinkt den Kaffee mit der Fliege, weil diese eine Gratiszugabe war.&lt;br /&gt;• Der Israeli: Verkauft den Kaffee dem Amerikaner, die Fliege dem Chinesen und bestellt einen frischen Kaffee.&lt;br /&gt;• Der Palästinenser: Beschuldigt den Israeli für den Gewaltakt eine Fliege in seinen Kaffee getan zu haben; beantragt bei der UNO Hilfe; bekommt von der EU ein Darlehen um einen frischen Kaffee zu bestellen; kauft mit diesem Geld jedoch Sprengstoff und jagt damit das Kaffeehaus in die Luft, in dem gerade der Engländer, der Amerikaner, der Chinese und der Japaner versuchen dem Israeli zu erklären, er sei zu aggressiv gewesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt auch Ernsthaftes und wirklich Wissenswertes: &lt;br /&gt;Kürzlich habe ich Rabbiner Michel Serfaty kennen gelernt. Er hielt einen Vortrag über seine Arbeit. Nicht die des Gemeinderabbiners von Ris-Orangis, einem an der Seine gelegenen Vorort von Paris, sondern seinen Einsatz als Jude und Rabbiner, der das Gespräch mit der muslimischen Jugend Frankreichs sucht und findet. Nicht auf akademischer Ebene, denn Vorträge über Koexistenz halten oder sich auf öffentliche Diskussionen mit einem Imam einlassen – das kann jeder. Zwar ist er auch Direktor der Abteilung für jüdische Studien an der Universität Nancy und beratendes Mitglied des rabbinischen Konsistoriums von Paris – das ist schön so.  Aber mit was mich Rabbiner Serfati beeindruckte, war etwas anderes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich möchte in seinen eigenen Worten, wenn auch gekürzt, erzählen, um was es geht. Dazu muss ich etwas ausholen, doch das Thema ist es wert.&lt;br /&gt;Erst 2002 entschied sich das rabbinische Konsistorium von Paris mit den französischen Muslims Kontakte aufzunehmen. Dazu gründeten sie die „Commission de Relations avec autre Religions“ (CRAR), etwas für das religiöse Judentum Frankreichs absolut Neues. Im Mai 2002 wurde der Entscheid Kontakte zur französischen muslimischen Gemeinde zu suchen, als Anliegen mit höchster Priorität bezeichnet. Schon im Juli desselben Jahres empfing CRAR über zwanzig der führenden Muslims aus der politischen, religiösen und intellektuellen muslimischen Szene. Doch der Einfluss der zweiten Intifada machte weitere Kontakte schwierig. In den folgenden zwei Jahren wurde die jüdische Gemeinschaft von einer enormen Zahl antisemitischer Vorfälle, ausgelöst durch einzelne Nordafrikaner, heimgesucht und war frustriert keine Kontakte zur muslimischen Seite zu gewinnen. Zudem wurde die Arbeit dadurch erschwert, dass ausser dem CRIF (dem französischen SIG), von keinen jüdischen Gremien Unterstützung zu erhalten war, vor allem nicht von den verschiedenen Rabbinaten des Landes. Die Gruppe gründete einen jüdisch-muslimischen Freundschaftsverband (AJMF), in einem gemeinsamen Text verkündete dieser seine Ziele: historische Missverständnisse durch gegenseitiges Wissen und Respekt ersetzen; sich um aktive Kooperation und Dialog bemühen und damit Ungerechtigkeiten und Diskrimination, von beiden Gemeinschaften in der Vergangenheit erlitten, aus dem Weg zu räumen; gemeinsam kulturelle, künstlerische, sportliche und touristische Aktivitäten als Weg zu bessere gegenseitigen Beziehungen einzuführen und als letztes und wichtigstes, zukünftigen Generationen durch alle möglichen Medien Wissen über Judentum, Islam und deren gemeinsame Vergangenheit, das glückliche und das schmerzliche, zu vermitteln. Am 21. November 2004 fand das erste gemeinsam durchgeführte Ereignis statt, 1500 Menschen fanden sich zu verschiedenen Aktivitäten ein. Es gab eine grosse Ausstellung in der Juden und Muslime über die „Anderen“ informiert wurden, es gab intellektuelle Diskussionen und Theateraufführungen. Obwohl Teile der Presse den Anlass überschwänglich als „turning point“ in den Beziehungen zwischen Juden und Muslims in Frankreich bezeichneten, war den Organisatoren klar, dass die eigentliche Arbeit noch gar nicht begonnen hatte. Es wurde eine „Tour de France der Freundschaft“ durchgeführt, eine fünfunddreissig Tage dauernde Reise in einem Bus, dessen inneres als kleines Museum gestaltet wurde. Diese Tour von über 7000 Kilometer Länge, in der vierzig Städte, sechzig Banlieues (das sind die trostlosen französischen Vorstädte, in denen muslimische Gewalt gegen Juden und andere gebraut worden war und wird) und nahmen an dreissig Treffen mit Muslimen jeder Altergruppe teil. Nach Abschluss dieser Reise kamen die Teilnehmer zum Schluss, dass sie erst den ersten Schritt getan hätten, den Islam in Frankreich kennen zu lernen, seine Vielfältigkeit, die politische und soziale Situation und die Herausforderung der Integration in ein grundsätzlich christliches Land und den Beziehungen zu dessen Juden. Die Aufruhr Ende 2005 und der Mord an Ilan Halimi, einem jungen Juden, der von afrikanischen Muslims entführt und ermordet worden war, überzeugte diese Gruppe, dass man nicht nur beobachten, sondern sich aktiv und ehrlich mit Muslimen, vor allem jungen Muslime, das Gespräch suchen und ihnen zuzuhören müsse. Es fanden im Frühjahr zwei weitere Tours de France statt, eine davon ausschliesslich in vierzig muslimischen Gemeinschaften innerhalb der Ile de France um Paris. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Reaktionen der besuchten Muslime waren sehr gemischt. Auf der einen Seite äusserten viele ihre Freundschaft und Sympathien zu Juden, den Wunsch in Frieden zu leben, einige lehnten den Antisemitismus ab und äusserten Sympathien für Israel und sprachen über ihre Gefühle, als sie über die Shoah lernten. Auf der anderen Seite wurden wir mit klassischen Stereotypen über das jüdische Volks, seiner Religion und Geschichte konfrontiert, einer antijüdischen Einstellung, die oft und leichtfertig in verschiedenen Milieus der muslimischen Gesellschaft geäussert wird. Vielen führenden Mitglieder lokaler Regierungen, Nachbarschaften, Schulen und kulturellen und sportlichen Organisationen scheint es nichts auszumachen, mit Ausdrücken von Misstrauen, Verdächtigungen und sogar Hass und Gewalt zu leben, die sich frei in Sportstadien, Schulklassen, Märkten und gewissen Moscheen in den Banlieues breitmachen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei Gesprächen mit Juden der Pariser Region wurden ähnliche Stereotypen über Muslime geäussert. Der wichtigste Unterschied besteht jedoch darin, dass Gewalttätigkeit und Hass auf jüdischer Seite nicht zu finden sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zusammenfassend, bezeichnet Rabbi Serfaty, die Erfahrungen mit der muslimischen Gemeinschaft als sehr gemischt. Sie wurden von Funktionären verschiedener Moscheen empfangen und es wurde ihnen versichert, dass es in gerade ihrer Moschee keinerlei Antisemitismus und Gewalt gegen Juden gäbe. Am Beispiel des Repräsentanten der Grand Mosque in Paris, der mutig den israelischen Botschafter und eine jüdische Delegation aus den USA empfing und dafür von Führern der antijüdischen Opposition beschimpft und bedroht worden war ist muslimischer Mut zu erkennen. CRAR, die sich hauptsächlich auf die Beziehungen zwischen Juden und Muslims in Frankreich beschränken wollte, kam nicht darum herum, über Israel zu sprechen und entdeckte, dass man mit guten Argumenten Meinungen, sogar bei radikalen Anti-Zionisten, beeinflussen könne. Die Hilfe jüdischer Organisationen war, ausser von CRIF, dürftig, der Oberrabbiner von Paris versuchte sogar die Touren zu stoppen und zu desavouieren. Besonders der Besuch in Bagneux, der Stadt in der Ilan Halimi entführt, gequält und ermordet worden war, missfiel vielen Juden, die Gruppe jedoch fand, dass man nicht die gesamt muslimische Bevölkerung von Bagneux dafür verantwortlich machen könne. &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Rabbi Serfaty selbst ist auch Streetworker, ein Sozialarbeiter, der den Kontakt zu muslimischen Menschen sucht, sich allein auf die Suche von Gesprächen auf Märkten, Geschäften, Kaffeehäuser und sogar bei Familien macht und findet. &lt;br /&gt;Die Aktivitäten von CRAR, die sich auch gegen Widerstände in den eigenen Reihen durchsetzt, setzen einen jüdischen Mut voraus, der mir im heutigen Europa bemerkenswert erschient. In England, wo die Situation nicht viel besser ist als in Frankreich, gibt es meines Wissens nichts Vergleichbares. In anderen europäischen Ländern sind die Verhältnisse (noch) recht friedlich – vielleicht gerade deshalb sollte darüber nachgedacht werden, ob es nicht sinnvoll wäre vorbeugend ähnliches zu unternehmen.  Schweizer Juden haben heute Freunde in der Schweiz, die sich für uns einsetzen und oft genug die Arbeit tun, die den Juden vorbehalten wäre. Das ist natürlich schön, beruhigend, aber auch einschläfernd. Zudem auch unfair unseren nichtjüdischen Freunden gegenüber.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-8803428754191895559?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/8803428754191895559'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/8803428754191895559'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/06/jdisch-arabische-suche-nach-verstndnis.html' title='Jüdisch-arabische Suche nach Verständnis in Frankreich'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-2286307120643071436</id><published>2007-06-15T11:02:00.000+03:00</published><updated>2007-06-15T11:03:33.604+03:00</updated><title type='text'>Demokratie aus israelisch - Demokratie aus palästinensisch</title><content type='html'>13.6.2007 &lt;br /&gt;Lea und ich hatten heute Fernsehtag. Grund dazu war die Präsidentenwahl in der Knesset. Wir zitterten für Shimon Peres, obwohl ich mit einem Teil meines Herzens auch Colette Avital den Daumen hielt. Doch was geschah hat unseren Glauben in die israelische Demokratie gestärkt und eine Knesset präsentiert, die mich die Augen reiben liess. Bei soviel Höflichkeit, gegenseitiger Rücksichtsnahme, Altruismus und der fehlenden Demonstration politischen und persönlichen Egoismus und Autismus, machte uns glauben, wir wären auf einem anderen Stern. &lt;br /&gt;Die drei Kandidaten waren Shimon Peres, Colette Avital und Rubi Rivlin, wobei Avital als Aussenseiterin ohne Chancen galt. Während der geheimen Abstimmung, in der ein Parlamentarier nach dem anderen hinter einer Wand verschwand und seinen Wahlzettel ins Wahlcouvert legte, sass Peres ganz allein und kreidebleich am Regierungstisch, fürs schlimmste gewappnet. Für den Wahlgewinn wären 61 Stimmen der insgesamt 120 Abgeordneten nötig. Im ersten Durchgang erhielt Peres 58, Rivlin 37 und Avital 21 Stimmen. Dann geschah etwas unerwartetes. In der Pause vor dem zweiten Durchgang gaben Rivlin und Avital bekannt, dass sie ihre Kandidatur zu Gunsten Shimon Peres zurückziehen würden. Besonders Rivlin, der im zweiten Durchgang vielleicht eine Chance gehabt hätte, dieser Rivlin weinte, ich beinahe auch und die Wahl von Peres wurde zur einen Formalität. Es war die Art und Weise, mit der diese zwei Kandidaten, Avital eine Linke der Arbeitspartei, Rivlin ein Rechter des Likud, sich entschieden, dass der neue Präsident Shimon Peres heissen sollte. Sie taten es mit grosser Würde und gaben so der angeschlagenen israelischen Politik ein wenig ihrer eigenen verlorenen Ehre zurück. Wer weiss, vielleicht leitete das eine Wendung zu Besserem ein. Wenn man sich erinnert, wie vor sieben Jahren Shimon Peres entgegen allen Erwartungen, Aussagen und Versprechungen, besonders frommer Abgeordneter, von Moshe Katzav, dem Mann mit dem offenen Hosenladen (was in politischen Kreisen damals durchaus schon bekannt war), geschlagen worden war – es wurde dann als Rassismus kommentiert, denn Shimon Peres ist ein weisser Aschkenase, während Katzav orientalischer Abstammung ist. Die von ihrem Rabbiner Ovadia Josef gesteuerte und damals noch mächtigere Schas-Partei wollte das nicht dulden, sie, die Frommen und Gesetzestreuen zogen es vor, einen der „ihren“ als Präsident zu haben und so geschah es dann auch. Heute jedoch, als Peres plötzlich als alleiniger Kandidat feststand, bekam er die Unterstützung von Bibi Netanyahu und dessen Likud und den Frommen. Es scheint, dass vor allem standfeste Rechtsextremisten, die Peres das Oslo-Debakel nicht verzeihen wollen, gegen ihn stimmten. Für uns war diese Präsidentenwahl eine gelungene Demonstration guten Demokratieverständnisses und wir fühlten uns gut wie schon lange nicht.&lt;br /&gt;Genau das Gegenteil davon wird uns von den Palästinensern vor unserer Haustür, in Gaza vordemonstriert. Die Palästinenser hatten freie demokratische Wahlen und wählten ihr Parlament und eine islamistische Regierung der Hamas. Damit glauben sie (und werden von westlichen Friedensneurotikern darin bestärkt), sie seien der Demokratie verpflichtet. In der arabischen Welt wird Demokratie auf Wahlen reduziert. Es wird vergessen, dass Demokratie weit mehr ist als nur freie Wahlen, Prinzipien wie Rücksichtnahme auf Minderheiten, Freiheit für und von Religion, Gedankenfreiheit und das Recht, sich frei auszudrücken und noch einiges mehr. Weil es in Syrien, Irak und Ägypten Wahlen gibt, sind diese Länder noch lange keine Demokratien, sondern bleiben Diktaturen. Jetzt bringen sich die Anhänger der Fatah und der Hamas mit grausamer Begeisterung gegenseitig um, werfen Menschen aus Hochhäuser, erschiessen Ärzte und Patienten in Spitälern, erschiessen Kinder politischer Gegner und jeden, der sie schief oder nicht schief ansieht. Man hört und liest gelegentlich, dass sich verschiedene Gazapalästinenser nach der israelischen Besetzung zurücksehnen. Ich hoffe, unsere Regierung lässt sich davon nicht zu dummen Taten beeinflussen. Heute sah ich in den Nachrichten, wie sich palästinensische Männer und Frauen auf schwer bewaffnete „Widerstandskämpfer“ stürzten, versuchten ihnen die Waffen abzunehmen um diesen Bürgerkrieg und Massenmord zu beenden. Einer dieser tapferen Zivilisten sei erschossen und viele verwundet worden. Ähnliches findet zurzeit im Libanon, Afghanistan und Irak statt, jeder gegen jeden. UNO-Soldaten und amerikanische, englische und andere Soldaten, die dort eigentlich helfen sollten, sind Publikum, zum Zuschauen verurteilt und verlieren oft ihr Leben. In der perversen Welt der Friedensjünger unserer, der westlichen Welt und natürlich bei den Arabern selbst, wird für all das Israel und die USA in die Zange genommen. &lt;br /&gt;Wir sind heute Zeuge, wie sich die Tragödie des Zusammenbruchs der palästinensischen Gesellschaft in Gaza und vielleicht der gesamten palästinensischen und arabischen Gesellschaft in Religion und Barbarei zusammenbraut. Wir erhalten eine Lektion mittelöstlicher Demokratie. Es stimmt, die Palästinenser hatten frei Wahlen und wähnen sich Demokraten. Doch, zusätzlich zum oben erwähnten, Demokratie ist eine Unmöglichkeit, wenn sich eine der Parteien – und ihn diesem Fall die regierende Partei Hamas – sich dem Völkermord verschrieben hat. 1933 fand ähnliches in Deutschland statt. Demokratie wächst nicht aus einem Gewehrlauf, das Monopol der Gewalt und entsprechend des Waffengebrauchs, darf nur in den Händen der Regierung liegen. In Gaza hat jede Partei und jede Grossfamilie eine eigene Armee. Es finden private Abrechnungen zwischen Clans und Banden unter dem Deckmantel eines „Freiheitskampfes“ gegen Israel oder eines Kampfes für den „Shariahstaat“ statt. In diesem Zusammenhang fällt mir die Geschichte der „Altalena“ ein, in der Ben-Gurion in 1948 ein Schiff dieses Namens, voller Waffen für Menachem Begins Privatarmee „Lehi“ versenken liess, um das Prinzip des staatlichen Gewaltmonopols durchzusetzen.&lt;br /&gt;Israel soll schuld daran sein, dass in Gaza Fatah, Hamas und verschiedene Grossfamilien sich im gegenseitigen Killen zu übertreffen suchen, statt ihr Land aufzubauen. Dazu hatten sie nach dem Abzug Israels aus dem Ausland Milliardenhilfe erhalten, sich stattdessen aber Waffen angeschafft. Im Irak findet dasselbe statt, Schiiten gegen Sunniten, in Afghanistan Steinzeitislamisten gegen solche aus der Juraperiode. Minderheiten werden  ver- und gejagt und umgebracht, Frauen, rechtlos wie Vieh, ebenso.&lt;br /&gt;Der Zustand in Gaza ist das Resultat unrealistischen Denkens, das voraussetzt, dass eine sekuläre Weltsicht (Fatah) und islamistischer, jihadistischer Fundamentalismus (Hamas, Islamischer Jihad) koexistieren können. Weiter verlieren bewaffnete Gruppierungen in einem geordneten Staat ihr Existenzrecht. Die Palästinenser müssen wählen: entweder ein eigener Staat oder „Widerstandsgruppen“. Beides zusammen führt zu Zuständen wie in Gaza heute und möglicherweise in der Westbank morgen. Diese Sicht der Dinge ist auf andere Konfliktherde der arabischen Welt weitgehend übertragbar. Israel hat die Wahl: entweder zuschauen und vielleicht den Raketenhagel auf Sderot eindämmen oder durch Eingehen auf die arabische Friedensinitiative eine politische Regelung anzustreben. Einfach Publikum spielen - das geht auf die Dauer nicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-2286307120643071436?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/2286307120643071436'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/2286307120643071436'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/06/demokratie-aus-israelisch-demokratie.html' title='Demokratie aus israelisch - Demokratie aus palästinensisch'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-5263120726839520018</id><published>2007-06-13T08:44:00.000+03:00</published><updated>2007-06-13T08:45:38.119+03:00</updated><title type='text'>Dialog - die Abwertung eines Begriffes</title><content type='html'>8.6.2007 &lt;br /&gt;Wer mein Tagebuch liest weiss, dass ich mich immer für das Gespräch einsetze, nicht nur weil ich ein natürlicher Schnörri bin, sondern weil ich im politischen Kontext dachte, dass, wer redet nicht schiesst. Inzwischen hat die Wirklichkeit uns eingeholt und bewiesen, dass dieses früher Selbstverständliche heute nicht mehr selbstverständlich ist. In der Realität des Terrorismus wird geredet bis zur Erschöpfung, vorwiegend mit Repräsentanten der Gegenseite, die auf das Geschehen keinerlei Einfluss haben. Zur selben Zeit wird Israel von Staatsmänner aus aller Welt und solchen, die sich dafür halten, aufgefordert Dialoge zu führen, Abkommen zu treffen und nett zueinander zu sein, während Raketen in Israel explodieren, Leute töten, Gesunde zu Krüppeln machen und Sachschäden verursachen. Es wird sogar verlangt, einen Dialog mit jenen zu führen, die uns aus religiösen und ideologischen Gründen (was das Selbe ist) vernichten wollen. Es geht mir hier darum um den Reflexbegriff „Dialog“ zu besprechen und einen Unterschied zwischen Dialog mit Feinden oder Gegnern und dem Dialog mit jenen herauszuschälen, deren einziges Ziel es heute ist, uns zu vernichten.&lt;br /&gt;Darum sollten wir uns überlegen, was ein Aufruf zum Dialog eigentlich soll. Was verlangt man von Israel und seinen Israelis? Über was sollen wir dialöglen? Genau so wenig wie während dem Krieg vor siebzig Jahren mit den Nazis kein Dialog geführt worden ist. Damals wurde, um das bedingungslose Kriegsende durchzusetzen, Städte wie Dresden, Hamburg und Berlin flachgebombt, etwas, das heute pervers den Alliierten als Kriegsverbrechen vorgeworfen wird. Dabei waren Bombenangriffe auf diese Städte vor allem die Antwort auf die Bombardierung Londons, den Londoner Blitz. Manche versuchen sogar dies mit den Missetaten von Soldaten der Roten Armee aufzurechnen und zu relativieren. Auch hier wird bewusst vergessen, wer für diesen Krieg ausgelöst hatte. Wie in den ersten Jahrzehnten nach Kriegsende wurden die Sieger – die UdSSR, Grossbritannien, USA als Sieger gefeiert – heute wird sogar der Sieg über die Nazis relativiert, obwohl gerade dieser sie, im Gegensatz zu unseren Kriegen, zu einem sehr soliden und fruchtbaren Frieden geführt hatte. Genau so wurden israelische Siege in Kriegen bis 1967 gesehen, ohne die es heute den Staat nicht mehr geben würde. Aber heute wird auch das relativiert und der Vorrang des Überlebens Israels wird von einer wachsenden Zahl Leute als nicht mehr relevant erklärt.&lt;br /&gt;Also, mit den arabischen Staaten müssen wir unbedingt einen Dialog einleiten – unsere wundervolle Regierung ziert sich, die privaten Ängste israelischer Politiker, ihre Macht an die Konkurrenz zu verlieren, hindert sie daran. Es kann durchaus sein, dass solche Dialoge zu nichts führen und bestenfalls beweisen, dass unsere Partner im Dialog es nicht ehrlich meinen. Genau so, wie Ehud Barak es fertig brachte, den wirklichen Yasser Arafat zu entlarven, der, nachdem er fast alles erhalten hatte, die Intifada 2 auslöste, damit Tausende Israelis (hauptsächlich Zivilisten) und Palästinenser (hauptsächlich Terroristen) tötete und damit einen palästinensischen Staat in die sehr ferne Zukunft verbannte. Mit Terrororganisationen zu dialöglen ist Unsinn, denn über was soll man den mit jemandem sprechen, dessen einziger und dokumentierter Lebenszweck es ist, uns zu vernichten. Sollen wir mit Hamas, Hisbullah oder den verschiedenen islamischen Brüdern über die Art unserer Abschlachtung verhandeln?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-5263120726839520018?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/5263120726839520018'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/5263120726839520018'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/06/dialog-die-abwertung-eines-begriffes.html' title='Dialog - die Abwertung eines Begriffes'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-737021693928057918</id><published>2007-06-02T13:38:00.000+03:00</published><updated>2007-06-13T08:47:51.290+03:00</updated><title type='text'>Das virtuelle Irrenhaus</title><content type='html'>2.6.2007 &lt;br /&gt;Zwar geschieht es selten, doch wenn ich nicht mehr weiter weiss oder den Blues habe, singe ich nicht wie B.B. King: „I wanna stop living and go shopping instead“ (ich will aufhören zu leben und stattdessen einkaufen gehen), sondern tue etwas noch masochistischeres. Ich lese in den verschiedenen Foren der Internetzeitungen, wie Haaretz, YNet, Spiegel oder Weltwoche und erkenne (vielleicht in völliger Verkennung der Realität), dass ich nicht zu den Leuten gehöre, die hassen und diesen Hass in einem Medienforum aussprühen. Man sollte denken, dass so ein Forum eine psychohygienische Funktion hat, wo Giftspritzer ihren antisemitischen, antizionistischen Kropf leeren können. Das erst noch meist feige anonym, wie in Hasskreisen üblich. Doch nach wiederholtem Genuss dieses verbalen Drecks habe ich entdeckt, dass es weitgehend und immer wieder dieselben Klugscheisser sind, die zu mich interessierenden Themen ihre Meinung oder besser gesagt, ihre hasserfüllten Vorurteile abgeben. Daraus ist zu schliessen, dass diese psychohygienische Funktion der Foren illusorisch ist und dass die hasserfüllte Dummheit vieler Forumschreiber sich nicht abbauen lässt, sie ist ein Perpetuum mobile, das aus sich selbst Kraft schöpft und weiter wuchert. Natürlich gibt es Beiträge in den Foren, in den man spürt, wie der Schreibende sich überwindet und kühl versucht ideologisierten Idioten verifizierte Fakten Nahe zu bringen und damit in eine Betonwand rennt. Es wiederholt sich das bekannte Phänomen, dass Tatsachen, Wissen und Verstand bei ideologischen Eiferern abprallen, als wären sie von einer Teflonhülle umgeben. Das ist in einem politischen Internetforum nicht anders, als bei Diskussionen extremistischer Friedenseiferer, die zwar „Juden nach Palästina“ und in vollkommener Logik auch „Palästina den Palästinensern“ schreien und damit und anderem das Recht der Palästinenser und Islamisten fördert, bis zum letzten Israeli Massenmorde zu veranstalten und sich dann über Israels Selbstverteidigung zu empören. Es dauerte lange, doch ist nun sogar mir klar geworden, dass selbsternannte Friedensfreunde - wie z.B. in der Schweiz jene mit dem Spruch „Nicht in meinem Namen“, als hätte ich sie gefragt, ob sich Israel bitte verteidigen dürfe – tatsächlich den arabischen Terror fördern. Denn wer sich ihm nicht entgegenstellt, macht ihm Tür und Tor auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All das oben Geschriebene ist gerade in diesen Tage besonders krass wahrzunehmen. Der Boykott Israels durch britische Akademiker – der gerade jene strafen will, die sich wirklich für das einsetzen, das von diesen akademischen Eiferern eigentlich vordergründig gefordert wird. Sollte man meinen. Oder die Verurteilung Israels dafür, dass es sich gegen den Raketenregen aus dem Gazastreifen wehrt, während das innerpalästinensische Schlachtfest, in dem, bei Licht besehen, sich die Palästinenser gegenseitig genau das antun, was sie bisher für uns Juden reserviert hatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit es uns im Lande nicht langweilig wird, haben wir unsere hausgemachten Sorgen: eine Regierung korrupter Nichtsnutze (Ausnahmen vorbehalten), die es nicht einmal fertig bringt den saudisch-arabischen Friedensplan mit seinen Initianten zu diskutieren, die das Schulsystem weiter kaputt macht, den Staat schwächt und die Raffgier weniger auf Kosten der Allgemeinheit fördert, die der Armee Carte Blanche in den besetzten Gebieten gibt, statt den Abzug Israel aus der Westbank auch nur zu erwägen, die viel zu wenig für seine benachteiligten arabischen Bürger tut und damit die langfristige Zukunft des Staates aufs Spiel setzt, …….&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Voilà, das war mein heutiger psychohygienischer Befreiungsakt. Hier scheint die Sonne, es weht ein kühler Wind und ich werde mich nun in den Garten setzten und Walter Isaacsons soeben erschienene Einstein-Biographie lesen. Wo ist der politische Einstein, der Menschenfreund, Frauenheld, Zionist und anständige Mensch der heutigen Tage? Er fehlt mir und der Welt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-737021693928057918?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/737021693928057918'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/737021693928057918'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/06/uris-tagebuch-uris-diary-das-virtuelle.html' title='Das virtuelle Irrenhaus'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-2759854654734833535</id><published>2007-06-02T13:32:00.000+03:00</published><updated>2007-06-02T13:33:56.350+03:00</updated><title type='text'>Ueber Heuchelei</title><content type='html'>23.5.2007 &lt;br /&gt;Mit grossem Verständnis, fast schon Beifall, sehen die UNO und die internationale Staatengemeinschaft dem Töten unschuldiger Palästinenser durch die erbarmungslose und brutale Armee zu. Allerdings ist diese Armee, die des arabischen Staates Libanon. Faszinierend ist es diesen Wandel öffentlicher Wahrnehmung festzustellen. Plötzlich ist es völlig verständlich für eine Armee islamistische Extremisten der Fatah al-Islam mit Panzern anzugreifen, Terroristen, die sich, wo denn sonst, hinter unschuldigen Zivilisten verstecken und diese als Schild missbrauchen. Im vorliegenden Fall handelt es sich um Zivilisten des Dorfes Nahr al-Bard. Als Israel genau dasselbe vor einem Jahr gegen die Hisbullah tat, als diese viele südlibanesische Dörfer und ihre Bewohner zu Geisel nahmen,  ging ein Aufschrei durch die Welt. Wo sind die Gutmenschen, die palästinensischen Honig kaufen, voller Verständnis und Erbarmen palästinensischen und islamischen Terror unterstützen, wo sind sie, wenn sich für einmal nicht Israel seiner Haut wehrt, sondern sein arabischer Nachbarstaat Libanon? Vielleicht sind sie dran Argumente zu finden, um das Ganze Israel in die Schuhe zu schieben. Oder sie zieren sich. Warten wir ab. Ernsthaft – immer klarer wird, wie quer islamistische Organisationen – ausnahmslos mit Terror beschäftigt – in den Hälsen arabischer Staaten stecken. Das ist nicht neu. Vor fünfundzwanzig Jahren hatte der syrische Präsident Assad (der Papa) Ärger mit Islamisten, liess die Stadt Hamma flach bomben, erzielte zwischen zwanzig und dreissig Tausend Tote und hatte danach Ruhe. Niemand hatte sich daran – bis heute - gestört. &lt;br /&gt;Übrigens wurde heute in Sderot das elfte Opfer islamistischer Kassamraketen aus dem Gazastreifen zu Grabe getragen. Diese von allen Israelkritikern verniedlichte Waffe, tötet – genau so effizient, wie eine Rakete aus einem israelischen Helikopter. Der einzige Unterschied ist, dass Israel seine Waffen immer, aber nicht immer erfolgreich, auf militärisch definierte Ziele einsetzt, während Hamas, Islamischer Jihad und andere, diese mit nur mit einem Ziel abschiessen, möglichst viele jüdische Zivilisten zu töten. Soviel zum Märchen, palästinensische Raketen seien niedliches Feuerwerk, das bestenfalls etwas Lärm mache, islamische Knallfrösche also.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-2759854654734833535?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/2759854654734833535'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/2759854654734833535'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/06/ueber-heuchelei.html' title='Ueber Heuchelei'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-6788631075721188170</id><published>2007-05-22T18:16:00.000+03:00</published><updated>2007-05-22T18:18:19.335+03:00</updated><title type='text'>Die langsame Wendung in den arabischen Medien</title><content type='html'>17.5.2007 Als Intro (das ist ein im Jazz gebrauchter Ausdruck für „Einführung“, d.h. die ersten Takte eines Stücks) biete ich an dieser Stelle den wenigen nicht Tachles lesenden Tagebuchfreunden den Link an, in dem Vreni Müller-Hemmi den GSI-Reisebericht des Tachles (siehe auch meinen eigenen Bericht vom 14.4.2007) veröffentlicht. Man beachte bitte den Teil über den Besuch „meiner“ Galerie in Umm El-Fahm.&lt;br /&gt;Gelegentlich habe ich über Stellungsnahmen und Artikel aus arabischen Medien berichtet, die, statt Hass heute Vernunft und Verständigung predigen. Ich sah diese Artikel as seltene Ausnahmen aus der arabischen Welt, deren Autoren allerdings im Westen leben. Diese Sicht stimmt nicht mehr, vermehrt lese ich Aufrufe und bewundernde Erklärungen über die wirtschaftlichen und sozialen Erfolge des Westen und ganz besonders Israels aus arabischer Feder. Es wird empfohlen, die Eigenschaften Israels nachzuahmen und sich statt auf Krieg, Hass, Terror und Neid zu konzentrieren, endlich einmal die arabische Gesellschaft aus ihren sozialen und religiösen Zwängen zu befreien, damit sie den Anschluss an den Rest der Welt nicht noch weiter verpasse und sich der fatale Abstand nicht noch weiter wachse. Es erwächst ein faszinierendes Bild von Intellektuellen, die, selbstverständlich im Auftrag ihrer Regierungen (ohne die in der totalitären arabischen Welt solches nie geschehen würde), sachte versuchen die arabische Welt des Hasses, der Gewalt, der Erfolglosigkeit, des Neides und religiösem Terror aus dieser Situation herauszuführen. Auch das ist ein Resultat der iranischen Bedrohung der arabisch-sunnitischen Welt, die von den Regierungen angstvoll wahrgenommen wird und zu hektischen Friedensouvertüren an Israel geführt hat. Wer sich noch immer ziert, statt die Ernsthaftigkeit arabischer Friedensabsichten zu testen, ist unsere wundervolle Regierung.&lt;br /&gt;Hier drei Beispiele von zu positiveren Ansichten „mutierten“ arabischen Publizisten:&lt;br /&gt;1. Im Daily Star aus Beirut (1.5.2007) schreibt Ziad Asali unter der Überschrift „Den Anderen in Palästina akzeptieren“.  Ein Zionist ist er nicht, doch weiss er die kulturellen und politischen Unterschiede zwischen Israel und arabischen Staaten zu schätzen. Er erinnert sich an den Chirurgieprofessoren Dr. Abdel-Latif Yashruti, einem Flüchtling aus Haifa, der ihm, dem mit Schlagworten herumwerfenden arabischen Nationalisten sagte: „Schauen sie, ich verliess Haifa einmal und lebte in vielen anderen Orten, aber hier [Beirut] lebe ich gerne. Ich will nicht wieder Flüchtling werden“. Das war im Juni 1967, was aus dem Professor geworden ist, schreibt er nicht. Heute schreibt Ziad Asali, der Professor habe schon in 1967 verstanden, was er, Asali, erst heute erfasst habe.&lt;br /&gt;Asali akzeptiert den Sieg Israels über seine Angreifer in 1948 und seine Sicht der Dinge wurde nach dem Sechstagekrieg in 1967 weiter vertieft. Er anerkennt den palästinensischen Widerstand gegen die israelische Besetzung, jedoch nur in legitimer Form, nicht in seinen, wie er schreibt, zutiefst illegitimen Perversion. Darunter verstehe ich Morde und Massenmorde ziviler Personen in den besetzten Gebieten und Israel selbst. Asali schreibt, dass die Palästinenser der besetzten Gebiete nicht verschwinden werden, eine Aussage, die ich in umgekehrter Form, früher öfter als heute, hörte: Wir Araber müssen mit den Juden zusammen leben, weil sie nicht verschwinden werden. Unter dem Strich ist das dieselbe Aussage mit identischem Ziel.&lt;br /&gt;2. Unter dem Titel „Das Recht zur Rückkehr ist eine Illusion“ argumentiert der Saudi Kolumnist Yousef Nasser Al-Sweidan in der kuwaitischen Tageszeitung Al-Siyassa (5.3.2007) das Recht auf Rückkehr sei eine Idee, die nicht verwirklicht werden kann. Es sei absolut klar, dass die Entwurzelung der Nachkommen der Flüchtlinge aus ihren gegenwärtigen Heimatländern eine Utopie und ein klares Rezept zu Anarchie sei. Noch wichtiger ist seine Einsicht, dass diese Rückkehr eine grobe Verletzung von Israels Recht ist, ein eigenständiger Staat  zu sein. Für Al-Sweidan ist das Flüchtlingsproblem das klare Resultat kumulierter Fehler der Länder, in den diese Flüchtlinge heute leben.  Sie würden die Flüchtlinge isoliert in heruntergekommenen Lagern gehalten, in denen die  grundlegendsten Bedingungen für ein Leben in Würde fehlen. Statt sie zu integrieren, werden sie isoliert. Sie seien von den Regierenden dieser Länder zu zwischenarabischen Abrechnungen missbraucht worden. In seinem zweiten Beitrag in dieser Zeitung (16.3.2007) findet er, dass diese Flüchtlinge nicht weitere sechzig Jahre im Elend verbringen dürfen. Sie müssten in ihren heutigen Heimatländern naturalisiert und integriert werden.&lt;br /&gt;Al-Siyassa meint, dass die Behandlung religiöser Minderheiten in Saudi Arabien eine Schande für das Land sei. Man könne dazu nicht ohne schlechtes Gewissen schweigen. Ein Schiite, ein Ahmadi, andere Muslime, Christen oder Buddhisten erhalten unter den Gesetzen Israels weit mehr Schutz, als in Saudiarabien. Israel als Benchmark progressiver Araber!&lt;br /&gt;3. Am 1. Januar 2007, drei Jahre nach Erscheinen der neuen arabischen Ausgabe der „Die Protokolle der Weisen von Zion“, diesem Prunkstück antisemitischer Lügenkunst, meldete sich der Grossmufti von Ägypten Dr. Ali Gomaa in der Tageszeitung „Al-Ahram“. Auf der Seite „Religiöse Gedanken“ (S. 13) schrieb distanziert er sich kategorisch davon, er habe das Vorwort zu diesem Buch geschrieben. Er nennt das Machwerk eine Fiktion, dessen Inhalt kein wahres Wort enthalte. Er könne sich nicht erinnern, so etwas getan zu haben, er habe erst später erfahren, dass jemand mit demselben Namen, Ali Gomaa, dies getan haben müsse. Er könne sich erinnern mit Dr. Abd al-Wahab al-Masiri, einem Fachmann für  jüdische Studien, gesprochen zu haben, um zu beweisen, dass dieses Dokument oder Buch, keinerlei Wahrheit in sich habe – etwas, das er schon seit langem wisse. Nach Durchlesen dieses in schlechter Sprache geschriebenen Vorwortes habe er realisiert, dass er das Opfer einer kriminellen Tat geworden war, in dem in seinem Namen Lügen verbreitet worden seien. Er habe dem Verlag einen Brief geschrieben und verlangt, das Buch mit „seinem“ Vorwort zurückzuziehen und es ohne seinen Namen neu zu drucken. (!)&lt;br /&gt;Zwar glaube ich kein Wort dieser umfassenden aber nicht sehr überzeugenden Darstellung und bin überzeugt davon, dass der Grossmufti einen Befehlt von „oben“ erhalten hat, sich öffentlich zu mässigen, weil es eben momentan nicht opportun sei, seinen Judenhass an die grosse Glocke zu hängen. Auch hier denke ich, dass sich die Mächtigen der arabischen Welt grosse Mühe geben, ihr antijüdisches Image zu verbessern und Israel den Eindruck zu vermitteln, sei seien wirklich bereit, mit ihm ein nachbarliches Verhältnis zu beginnen, das man in Deutsch am besten als „Friede Freude Eierkuchen“ bezeichnet. &lt;br /&gt;Nur so nebenbei noch etwas nettes von Ali Gomaa: Scheich Ali Gomaa ist der oberste ägyptische Mufti. Als solcher hat er in einer Fatwa festgehalten, dass Frauen keine Leitungsfunktionen übernehmen dürfen. Frauen dürfen gemäß dieser Fatwa nicht Staatspräsidentin oder Ministerpräsidentin werden. Das verstösst angeblich gegen islamisches Gesetz. Immerhin: Frauen dürfen "einfache" Abgeordnete in einem Parlament werden - sofern es der Gatte gestattet und sofern sie es mit ihren Haushaltspflichten vereinbaren können. (Quelle: Daily Times 28. Januar und IOL 27. Januar 2007).&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-6788631075721188170?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/6788631075721188170'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/6788631075721188170'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/05/die-langsame-wendung-in-den-arabischen.html' title='Die langsame Wendung in den arabischen Medien'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-3706441852205445125</id><published>2007-05-05T13:46:00.000+03:00</published><updated>2007-05-05T13:52:14.063+03:00</updated><title type='text'>Was es zu einem netten Frieden braucht</title><content type='html'>&lt;strong&gt;5.5.2007 &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für den sich für Geschichte interessierenden Tagebuchleser gibt es einen deutschen Dokumentarfilm über die Hintergründe des modernen arabischen Antisemitismus(http://www.dailymotion.com/video/xga04_mufti-hitler-1), der sich auch heute als Weiterführung des Antisemitismus und als Erbe der Nazis betrachtet. Der Film ist es wert angesehen zu werden, er zeigt wie wenig es dem Jerusalemer Mufti jener Zeit (Hadj Amin al Husseini) an gutem antisemitischem Willen fehlte. Dass er die Früchte seines Einsatzes für die Sache Adolf Hitlers nicht mehr erleben durfte, wird ihn noch im Grabe ärgern. Hat er doch einen talentierten Nachfolger mit Namen Ahmedinejad in Iran, der sich heute statt ihm bemüht und sich als Adolfs Erbe betrachtet.&lt;br /&gt;Dabei stellt sich die Frage, was die Urheber der gegenwärtigen arabischen Friedensaktion, einer positiven Entwicklung, mit dem schlussendlich von ihnen bisher vertretenen blutrünstigen Antisemitismus zu tun gedenken, denn irgendwie geht in meinen Augen die Rechnung nicht auf. Wie können sie Frieden mit Israel und seinen Juden wollen, wenn sie nicht vorher ihrem in Schulen, den Medien und in der Öffentlichkeit vertretenen Judenhass abschwören und sich als glaubhafte Partner für ein wirklich normales Zusammenleben als Nachbarn, be- und erweisen? Damit will ich keineswegs dem Olmert und seinen Mannen und Frouen, eine weitere Ausrede zum Nichtstun verschaffen. Eigentlich sollte Olmert ja abtreten, nach dem äusserst nachdrücklichen Gingg in den Hintern durch die Winograd Kommission und die riesige Demonstration vor zwei Tagen in Tel Aviv, braucht er nicht einmal mehr eine Ausrede, er könnte einfach gehen. Doch er oder wer immer nach ihm kommt, sollte mein Argument in diese Verhandlungen einbringen, denn der schönste Frieden taugt nichts, wenn die eine Seite die andere aus tiefstem Herzen hasst.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-3706441852205445125?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/3706441852205445125/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=3706441852205445125&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/3706441852205445125'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/3706441852205445125'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/05/was-es-zu-einem-netten-frieden-braucht.html' title='Was es zu einem netten Frieden braucht'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-8641063118043945159</id><published>2007-05-05T13:45:00.001+03:00</published><updated>2007-05-05T13:45:57.122+03:00</updated><title type='text'>Meinungen</title><content type='html'>&lt;strong&gt;24.4.2007 &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin zurzeit in Diskussionen verwickelt. Es geht um Israels Besetzung der Westbank – den Gazastreifen sind wir ja dank Arik Scharon losgeworden – und das Verhalten dort, besonders im Zusammenhang mit Strassensperren und der „Mauer“, wie der Sicherheitszaun, zu 94% aus Draht bestehend, genannt wird. Bevor ich mich in diesem Tagebucheintrag darüber auslasse, finde ich es richtig, meine Stellung zum Thema Besetzung seit 1967 ein für alle Mal zu präsentieren, obwohl das eigentlich für meine lesenden Freunde unnötig sein sollte. Sie wissen, was ich denke.&lt;br /&gt;1. Ich bin der Meinung, dass wir in der Westbank nichts zu suchen haben. Nach dem Sechstagekrieg wurde die Westbank wie auch Gaza, als Pfand für Frieden betrachtet, bis Rabbiner Levinger im Dezember 1975 in Sebastia bei Hebron, mit Tricks und Lügen die in diese Sache schwache israelische Regierung und die Armee hinters Licht führte und den Grundstein für das Siedlerwesen (oder Unwesen) legte. Heute sollen bereit 400'000 jüdische Siedler in der Westbank leben, die offizielle Zahl ist etwa 250'000. &lt;br /&gt;2. Ich bin der Meinung, dass der Sicherheitszaun eine Notwendigkeit ist, der statistisch bewiesen eine Menge israelischer Leben gerettet hat. Seit er besteht sind Terrorattentate ganz selten geworden. So lange bis nicht ein verlässlicher Frieden mit Israels Nachbarn besteht, wird dieser Zaun bestehen bleiben. Dass er nicht auf der Grünen Linie geführt wurde, ist ein Schönheitsfehler, der korrigiert werden muss und zum Teil schon korrigiert worden ist. Der Verlauf des Zaunes ist jedoch weit weniger wichtig, wie das Retten menschlichen Lebens vor palästinensischem Terror.&lt;br /&gt;3. Ich bin der Meinung, dass die meisten, wenn nicht sogar alle Strassensperren in der Westbank heute überflüssig sind. Es gibt genügend unbewachte Strassen und Wege für Fahrzeuge und Fussgänger, die Palästinensern ermöglichen, ihr Ziel unkontrolliert zu erreichen. Alle Betroffenen wissen das, sie werden und wurden von der Presse fotografiert. Deshalb sind diese Strassensperren heute nichts anderes als ein bewusstes Schikanieren palästinensischer Zivilisten. Je nach Charakter oder ideologischer Überzeugung der einzelnen Offiziere und Soldaten, kann das gemäss Vorschrift geschehen oder Einzelne lassen ihren lädierten Charakter walten. Wir wissen, dass seit sehr langer Zeit in der Westbank keine Terroristen in Strassensperren erwischt worden sind. Die Tatsache, dass es noch immer zu langen Schlangen vor diesen Kontrollposten kommt, hat mit der politischen Lethargie der palästinensischen Bevölkerung zu tun, die auch bei vielen israelischen Arabern im politischen Leben zu beobachten ist. Israels Armee kann froh sein, dass es in der palästinensischen und arabischen Welt keinen Gandhi gibt, der die Menschen überredet, Konflikte prinzipiell gewaltlos zu lösen. Man stelle sich vor, wie einige hundert palästinensische Zivilisten als Gruppe singend auf eine Strassensperre zugehen würden, mit dem Ziel diese ohne Gewalt und friedlich zu durchqueren. Würden israelische Soldaten auf Kinder, Frauen und andere Zivilisten schiessen? Ich bin überzeugt, dass sie es nicht tun könnten, nicht tun würden. Ich wäre froh, mich hier zu irren, aber Gandhis gibt es in der arabischen Gesellschaft nicht, einer Gesellschaft in der Lethargie oder extreme Gewaltbereitschaft die Norm sind.&lt;br /&gt;4. Israels gegenwärtige Regierung ist, obwohl es einige gute Leute darunter hat, als Gesamtes gesehen eine völlige Katastrophe. Olmert und Peretz hätten nach dem Misserfolg des zweiten Libanonkrieges sofort zurücktreten müssen, doch fehlt ihnen dazu das demokratische Verständnis und der Sinn für persönliche Verantwortung. Der iranischen Bedrohung der arabischen Welt (dazu gehören wir wenigsten gemäss klar verkündeten iranischen Absichten) haben wir zu verdanken, dass arabische Regierungen einzulenken scheinen und Israel Friedensverhandlungen anbieten. Ein ungeheurer Wandel seit den drei Neins von Khartum vor vierzig Jahren, mit seinen „keine Anerkennung, keine Verhandlungen, keinen Frieden“ mit Israel. Obwohl Olmert nach einem Kick in den Hintern aus den USA und Europa, äusserst zögerlich und mit Ausflüchten und Vorbedingungen reagiert. Ich denke, dass noch nie seit Staatsgründung, Israel so nahe war, mit der arabischen Welt ins Gespräch über Frieden, Normalisierung und schlussendlich gemeinsamer Stellung gegenüber der iranischen Bedrohung zu kommen. Es scheint, dass das für Israel abschreckende Thema der Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge kein Stolperstein zu sein braucht, denn vor kurzem ist eine saudische Stellungnahme, ganz im Sinne Israels, durch Memri der nichtarabischen Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden, in dem die bisherige Sicht der ausschliesslichen Schuld Israels an diesem Drama mehr als nur relativiert wird. Da es in der arabischen Welt keine eigentliche Pressefreiheit gibt, bin ich überzeugt, dass dieser Artikel mit behördlicher Bewilligung und Unterstützung publiziert worden ist. Auch deshalb ist zu hoffen, dass unser famoser Premierminister, die ausgestreckte arabische Hand ergreift und ohne Vorbedingungen zu Gesprächen bereit sein wird. Sesselkleben und Angst haben machen keinen Staatsmann. Durch eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Verhandlungsangebot der Araber, unter Führung Saudi Arabiens und ernsthaften Gesprächen könnte, entgegen bisherigen Erwartungen, aus Olmert vielleicht doch noch ein richtiger Premierminister werden.&lt;br /&gt;Meine Diskussion, am Anfang dieses Tagebucheintrages erwähnt, findet mit einem Freund statt, der sich auf einzelne nicht immer schöne Phänomene der israelischen Politik in den besetzten Gebieten konzentriert und darüber die Sicht fürs Ganze und die Sicht auf die Hintergründe israelischen Tuns verloren hat. Das sind die Strassensperren und der Sicherheitszaun, der Israel vor Terroristen schützt. Die Damen der „Machsom Watch“, die täglich an den Strassensperren das Geschehen beobachten, berichten und manchmal sogar helfend eingreifen, tun das nicht nur aus humanitären Gründen, sondern weil sie gegen die Besetzung der Westbank und gegen das beherrschen eines anderen Volkes durch Israel sind. Dafür verdienen sie viel Respekt. Aber auch sie wissen warum diese Strassensperren erstellt worden sind und sie wissen inzwischen auch, dass diese Strassensperren, wie ich weiter oben schrieb, zum grössten Teil Ihrer Aufgabe entwachsen sind. Viele wissen es, nur die israelische Regierung hat das noch nicht begriffen. Ganz allgemein befremdet mich zu sehen, wie sich Aussenstehende auf irgendeinen Schwachpunkt Israels stürzen und versteifen, als ob er sämtliche und zum grössten Teil beträchtliche Leistungen des Staates Israel repräsentieren würde.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-8641063118043945159?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/8641063118043945159/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=8641063118043945159&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/8641063118043945159'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/8641063118043945159'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/05/meinungen.html' title='Meinungen'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-2265006242265921959</id><published>2007-05-05T13:44:00.001+03:00</published><updated>2007-05-05T13:44:42.666+03:00</updated><title type='text'>Lügen</title><content type='html'>&lt;strong&gt;20.4.2007&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine der grundsätzlichen Lügen, die von Palästinafans in Umlauf gebracht werden, ist, dass der palästinensische Terror gegen Israel und Juden ausschliesslich Widerstand gegen die Besetzung der Westbank und Gaza sei. Aus Gaza ist Israel abgezogen, in der Westbank ist es noch drin – ich würde auch dort den Abzug begrüssen – aber die Besetzung als Grund für Terrorismus ist nur vorgeschoben. Terror ist eine Reaktion zur Existenz Israels, das, was von einer wachsenden Zahl meist unbeteiligter ausgesprochen wird, kein Existenzrecht habe. Anderen Begründungen sind nicht nur Augenwischerei, sondern ganz einfach erlogen und dienen als Vorwand. Es stimmt, dass Golda Meir vor gut dreissig Jahren das Existieren eines palästinensischen Volkes nicht zur Kenntnis nehmen wollte, aber wir Israelis haben inzwischen gelernt, dass sich die Araber auf dem Boden des alten türkischen und später englischen Palästinas als die heutigen Palästinenser sehen. Damit wollen wir uns abfinden und diese Identität akzeptieren. Denn alles ändert sich, anscheinend sogar arabische Identität. Die grosse Mehrheit der Israelis begrüssen einen palästinensischen Nachbarstaat, sobald palästinensische Führer wirklich in Frieden neben uns leben wollen, aber solange wir daran zweifeln müssen, wird sich nichts am Status Quo ändern. Was die Welt bisher aus mangelnder Empathie oder aus ideologischen Gründen nicht zur Kenntnis nimmt, ist die Tatsache, dass es für Israel vor allem um eine existenzielle Frage geht – es ist Israel, dem Chancen zugemutet werden, für die nur es selbst und seine Bürger das Risiko zu tragen hätten. Chancen müssen genutzt und Möglichkeiten erkannt werden, doch das Risiko muss von Israel eingeschätzt werden, welches allein die Folgen zu tragen hat. Dass es daneben auch extrem nationalistische Juden gibt, die für das Vereinnahmen der besetzten Gebiete der Westbank und früher auch Gaza, auf die Barrikaden steigen und unangenehm auffallen, gebe ich zu, doch lässt sich dieser israelische Nationalismus mit dem öffentlichen palästinensischen Durst auf jüdisches Blut und seiner von oben gelenkten Erziehung zum Judenhass nicht vergleichen. Immer wieder muss betont werden, dass ohne die drei Neins aus Khartum (Teil 7) nach dem Sechstagekrieg in 1967 die Situation der Besetzung schon vor Jahrzehnten ein Ende gefunden hätte. Doch für jedes Abkommen braucht es einen Partner, denn es gemäss dieser drei Neins von Khartum erklärtermassen damals nicht gab. &lt;br /&gt;Eine relativ neue historische Lüge ist die Behauptung, Juden hätten keinerlei historische Verbindung zu Palästina oder wie es in der jüdischen Tradition genannt wird „Erez Israel“ (das biblische Land Israel). Das Ziel ist die Delegitimierung des Staates Israel durch das Leugnen der Geschichte des jüdischen Volkes. Auch diese Lüge fliegt jeder historischen Tatsache ins Gesicht. Ohne die Bibel herbei ziehen zu wollen (denn da würde „Glaube“ Wissen und Fakten ersetzen), hat die seit etwa 900 vor unserer Zeitrechnung archäologisch dokumentierte historische Tatsachen produziert, welche die jüdische Geschichte in Palästina (ich schreibe bewusst nicht Israel, da die Grenzen Erez Israels mit dem heutigen Staat nie identisch waren, mal waren sie weiter, mal enger gezogen, mal gab es zwei Königreiche) wissenschaftlich nachweisen. Zu dieser historischen Lüge gehören auch amüsante Behauptungen wie Araber seien vor den Juden im Lande gewesen oder gar der Islam sei weit älter als das Judentum. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, das ist schön, aber im vorliegenden Fall sind diese einfältigen aber bösartigen Lügen für das gesamte Judentum und auch das Christentum gefährlich, denn es wird versucht ihnen den geschichtlichen Boden unter den Füssen wegzuziehen. Neben geschichtlichen Fakten, ist die enge Verwandtschaft der arabischen und hebräischen Sprache ein weiterer Beweis für die mittelöstliche semitische Herkunft des jüdischen Volkes, wie auch die Tatsache, dass auch nach der Zerstörung des Zweiten Tempels und der Vertreibung der Juden durch die Römer, das Land trotzdem weiter bis heute durch Juden bewohnt war. Arabischer Judenhass macht vor nichts halt, doch es sind heute verschiedene Stellungsnahmen zu finden, in denen Muslime sich davon distanzieren. Das Ganze ist dem Leugnen des Holocaust verwandt und wurde, so könnte man annehmen, davon inspiriert. Das war und ist nicht immer so. Auch weil im Koran steht&lt;br /&gt;”Und wir sprachen nach seiner Vernichtung zu den Kindern Israel: Bewohnet das Land, und wenn die Verheißung des Jenseits eintrifft, dann werden wir euch herzubringen in bunten Haufen.” Sure 17, 104 (Reclam)&lt;br /&gt;ist der prominente Scheich Imam Prof. Hadi Palazzi ein überzeugter Zionist. Nun kann man im Koran wie in der Bibel alles finden, das man finden will, auch das Gegenteil der oben genannten Sure. Trotzdem, König Faisal I, der erste König von Irak (1921-1933) und Freund von Chaim Weizman, sagte: &lt;br /&gt;„Warum sollen wir den Juden umarmen? Weil wir, als Muslime, für Gerechtigkeit stehen. Wir sind grundsätzlich gegen Kollektivschuld. Juden sind nicht unsere Feinde. Dazu kommt, als ein Volk das überall in der Welt angegriffen wird, Muslime besonders empfindlich sein müssen, nicht in die Falle der Ignoranz und Bigotterie zu fallen.“ Dieser Ausspruch ist nun in die Jahre gekommen. Er könnte übrigens sinngemäss auch für einige Christen auch heute gültig sein. Und für einige Juden auch.&lt;br /&gt;Noch eine schöne Lüge: das Massaker von Jenin in 2002. Bis heute hält sich die Lüge über die über fünftausend toten Palästinenser, die Israels Armee damals in einer Abwehrmassnahme gegen Terroristen verursacht haben soll. Bewiesen ist, dass es dabei 53 Tote gegeben hat, die Hälfte davon israelische Soldaten, fast der gesamte Rest Terroristen. Doch bis heute pilgern Gruppen nach Jenin um ihr Mitgefühl mit dieser Stadt zu bekunden und um die fiktiven Fünftausend Opfer zu trauern. Sie lassen sich ihre ideologischen Fixierungen nicht durch Wahrheit oder gar Tatsachen zerstören.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-2265006242265921959?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/2265006242265921959/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=2265006242265921959&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/2265006242265921959'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/2265006242265921959'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/05/lgen.html' title='Lügen'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-4443032326276225546</id><published>2007-05-05T13:42:00.000+03:00</published><updated>2007-05-05T13:43:55.299+03:00</updated><title type='text'>Dies und das</title><content type='html'>18.4.2007 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ariel Sharon hat es halt gewusst&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;In Amerika gibt es eine jüdische Zeitung mit dem Namen „Forward“. Sie ist der jüngere Bruder der uralten, in 1897 gegründeten jiddischen Zeitung “Forverts“ (Vorwärts), die auch heute noch erscheint. Forward wird in vielen israelischen Zeitungen zitiert und ich glaube, dass auch im Tachles gelegentliche Artikel daraus ins Deutsche übersetzt erscheinen. Was auch immer, vor wenigen Tagen erschien im Forward ein Artikel von Yossi Alpher mit dem Titel „Sharon warnte Bush“. Darin wird beschrieben, wie Ariel Sharon in den Wochen vor März 2003 George W. Bush privat mit klaren Worten erklärte, was er über Bushs Kriegspläne im Irak halte. Es war eine freundliche aber eindeutige Warnung. Sharon glaubte zwar zu jener Zeit auch, dass Saddam Hussein eine Bedrohung für den Mittleren Osten darstelle und Massenvernichtungswaffen besitze. Gemäss Danny Ayalon, dem damaligen Botschafter Israels in Washington, sagte der Sharon dem Bush, dass, wenn er schon Irak besetzen wolle, er wenigstens davon absehe, dort eine Demokratie zu implantieren. „Traditionell und kulturell bedingt, sei die arabische Welt nicht für eine Demokratisierung gebaut“, habe er gesagt. Politisch korrekt gelesen ist diese Behauptung rassistisch, doch wenn wir ehrlich sein wollen und diese arabische Welt bis heute betrachten, schleckt keine Geiss den Eindruck weg, dass Sharon recht hatte.&lt;br /&gt;Erster Preis für eine Entführung &lt;br /&gt;In Gaza wurde vor kurzem ein BBC-Journalist entführt. Nicht von Israel, sondern von einer Gruppe palästinensischer Freiheitskämpfer oder was dafür gehalten wird. Parallel dazu hat die britische Nationale Journalisten Union ihre Regierung aufgefordert Israel und seine Handelsgüter mit einem Boykott zu belegen. Es geht auch das Gerücht um, der Zeitungsmann sei exekutiert worden. Wie wird sich die britische Presse für die nächste Entführung revanchieren? &lt;br /&gt;Wie man seine Frau religiös korrekt prügelt&lt;br /&gt;Von Ruben habe ich einen Kurzfilm aus dem arabischen Fernsehen erhalten, der es in sich hat. Wir Männer werden belehrt, wie wir unsere Frauen zu schlagen haben – so im Sinne Allahs, der das so wolle. Diese kurze Lektion vom Bahraini Kleriker Scheich Abdullah Latif Al Mahmoud belehrt uns Männer wie, wo, warum und vor wem man seine Frau schlagen soll. Man darf es nicht vor den Kinder tun, nur wenn der Mann mit der Frau allein ist (also ohne Zeugen), die Frau darf nicht bluten, es sollten auch keine Knochen gebrochen werden – das sind einige der Regeln. Es steht aber auch, dass falls die Frau ihrem Mann verzeihe, von Allah nicht erwartet werden soll, am Tage des Letzten Gerichts dasselbe zu tun. Allah kennt seine Pappenheimer. Dieses interessante Erziehungsmaterial wurde von MEMRI vermittelt. Es wundert mich immer wieder, warum unsere progressiven Schwestern der Israel hassenden Variante im freien Westen, sich nicht für Menschenrechte arabischer Frauen einsetzen, denn das Problem ist allen bekannt, es gibt reiche Literatur darüber und bezieht sich nicht nur auf Schläge. Fairerweise muss festgestellt werden, dass auch in der freien westlichen Gesellschaft Frauen geprügelt werden – aber noch habe ich kein modernes Handbuch dafür von Pfarrern, Priestern und Rabbinern zum Thema gefunden.&lt;br /&gt;Lassen wir uns nicht zu jüdischen Hysterien hinreissen&lt;br /&gt;Wieder einmal liessen wir uns zu einer entsetzten Reaktion hinreissen, als berichtet wurde, dass in Grossbritanniens Schulen das Thema Holocaust vom Schulplan abgesetzt worden sei, weil es muslimische Schüler beleidigen könnte. Dass Muslime heute sich wegen jeder Kleinigkeit als beleidigte Leberwürste aufführen und andere deswegen bedrohen, ist Teil des heutigen Lebens. Aber in diesem Fall war die Behauptung unwahr! Sie wurde von der englischen Presse, in ihrer Hast eine Schlagzeile zu haben, ohne näheres Hinsehen und ohne zu hinterfragen veröffentlicht. Wer mehr darüber wissen will, hier der Link.&lt;br /&gt;Es war die Geschichtsabteilung einer einzigen Schule, die aus Furcht vor muslimischen Schülern und der muslimischen Gesellschaft das Thema Holocaust vom Lehrplan absetzte. Ähnliches geschah in einer anderen Geschichtsklasse, in der das Thema Kreuzzüge abgesetzt worden war – aus genau gleichen Gründen. Das ist wahr!&lt;br /&gt;Das Erziehungsministerium gab schon im Januar 2007 bekannt, dass im nationalen Lehrplan alle wichtigen historischen Ereignisse enthalten sein müssen, der Holocaust gehöre zwingend dazu und keine Schule sei berechtigt, dieses Thema fallen zu lassen.  &lt;br /&gt;Wir Juden müssen aufpassen, nicht ins Fahrwasser der muslimischen Reaktionen zu geraten, die jeden Mist, meist imaginär oder dann mutwillig missverstanden, gewalttätig anvisieren und Fakten prinzipiell nicht zur Kenntnis nehmen. Schon schrieben jüdische Hysteriker unreflektiert über das Thema Holocaust, das aus dem nationalen Schulplan verbannt worden sei. Jüdische Stellungsnahmen müssen sich von muslimischer Hysterie total abheben – lieber schweigen, als auf offensichtlichen Unsinn hereinzufallen und sich als Faktenverdreher einen schlechten Namen zu schaffen. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-4443032326276225546?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/4443032326276225546/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=4443032326276225546&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/4443032326276225546'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/4443032326276225546'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/05/dies-und-das.html' title='Dies und das'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-6442474856861183832</id><published>2007-04-07T10:35:00.000+03:00</published><updated>2007-04-07T10:38:24.361+03:00</updated><title type='text'>Augenöffner in Jordanien</title><content type='html'>7.4.2007 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Freund Said Abu-Shakra, Gründer und Leiter der Kunstgalerie in Umm El-Fahm und seinen Sozialwerken, kam heute aus Jordanien zurück. Er war dort, um für die kommende Ausstellung einige historisch wertvolle arabische Frauenkleider auszuleihen, die ihm von einer Jordanierin zugesagt worden waren. Heute abends schon rief er mich an, er schien, wie man in der Schweiz sagt, am Boden zerstört. Er und Seham seien bei dieser Frau angekommen und sie habe ihnen gesagt, es falle ihr schwer diese Kleider nach Israel auszuleihen. Said und Seham waren entsetzt zu hören, dass israelische Araber für sie einfach Israelis seien, keine Palästinenser, sondern genau wie jeder jüdische Israeli. Und mit Israelis wolle sie nichts zu tun haben, denn das seien ihre Feinde. Said sagte mit einer mutlosen Stimme, die ich von ihm noch nie gehört hatte, in Jordanien herrsche offiziell Friede mit Israel, doch der König (in diesem Fall noch der verstorbene König Hussein, dessen Werk von seinem Sohn Abdullah fortgeführt wird) schliesse Frieden und unterhält normale Beziehungen mit Israel auf. Seine Regierung und die jordanische Elite machen mit, doch sein Volk habe sich dieser historischen Entwicklung nicht angeschlossen und hasse mit arabischer Inbrunst alles israelische, egal ob arabisch oder jüdisch. Zwar weiss ich seit langer Zeit, dass unsere arabischen Mitbürger, von den Palästinensern der Westbank gehasst werden, doch dass dieser Hass auch in arabischen Staaten solche Dimensionen besitzt, das wusste ich nicht. Eine ähnliche Situation herrscht in Ägypten, wenn sie dort auch vor allem Israel und seine Juden betrifft – das Volk lehnt auch dort Frieden und Kontakte mit Israel entschieden ab. In Jordanien jedoch, mit seinen 60 Prozent palästinensischer Bürgern, Palästinenser und ihre Nachkommen, die 1948 und einige in 1967 aus dem soeben von arabischen Staaten angegriffenen Israel „vorübergehend“ geflüchtet waren, hat dieser Hass auf die zurück gebliebenen Araber, denen es mit ihrem israelischen Lebensstandard, so viel besser geht als ihren geflüchteten Brüdern, einen persönlicheren Hintergrund. Es ist an Psychologen und Soziologen zu beurteilen, wieweit hier Neid, Rache und andere Gründe die Schlüsselrolle spielen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass es genau diese Situation sein könnte, die arabische Knessetmitglieder veranlasst, ihre Stellung und Immunität zu missbrauchen, Länder wie Syrien und Libanon zu besuchen und dort extreme antiisraelische Erklärungen und Hasspolemiken abzugeben – etwas, das sie sich nur als Bürger und Parlamentsvertreter eines freiheitlichen Landes wie Israel, erlauben können. Diese arabischen Knessetmitglieder wollen sich, so scheint mir, in der arabischen Welt auf Kosten des Landes, das sie vertreten, einschmeicheln, gar in den Hintern kriechen. Ob sie damit die Situation unserer arabischen Bürger verbessern, bezweifle ich. Ich denke, dass sie im Gegenteil jüdische Ängste und Verdächtigungen gegenüber israelischen Araber verstärken und damit Friedenschancen noch weiter in die Ferne rücken. Da seit Beginn der zweiten Intifada sich politische rechte Ansichten im jüdischen Israel verstärkt haben, sind viele für Verdächtigungen dieser Art empfänglicher geworden – denn wie in der Schweiz sind auch hier die Unbedarfteren und einfache Gemüter weit mehr mit nationalistischen oder gar faschistoiden Vorurteilen befangen und bieten sich so politischen Rattenfängern an.&lt;br /&gt;Einmal abgesehen von der mangelnden Kompetenz der heutigen israelischen Regierung, sollte das oben beschriebene den Gedanken aufkommen lassen, dass, selbst wenn die heutige Friedensbereitschaft jener von Saudi Arabien angeführten arabischen Staaten von Israel zu Kontakten und zu einem Friedensabkommen führen sollte – es wiederum nur diese Regierungen sind, die Frieden mit Israel wollen oder abschliessen würden. Ihre Völker, aus welch Gründen auch immer, dem Judenhass ergeben, werden trotz feierlich unterschriebenen Verträgen, keine Gelegenheit auslassen, diesem durch Demonstrationen und Gewalttaten Ausdruck zu verleihen – wie es heute in Ägypten und Jordanien zur Normalität gehört.&lt;br /&gt;Said und Seham sind ohne diese Kleider zurückgekommen und versuchen als Alternative, solche vom Israel Museum in Jerusalem als Leihgabe zu erhalten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-6442474856861183832?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/6442474856861183832/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=6442474856861183832&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/6442474856861183832'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/6442474856861183832'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/04/augenffner-in-jordanien.html' title='Augenöffner in Jordanien'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-9119672785027414816</id><published>2007-03-31T23:29:00.000+03:00</published><updated>2007-03-31T23:46:29.477+03:00</updated><title type='text'>Ein Leckerbissen für den multikulturellen Friedensaktivisten</title><content type='html'>31.3.2007&lt;br /&gt;Schon wieder eine empörende Menschenrechtsverletzung, welche sich nahtlos an die bisherigen Menschenrechtsverletzungen anfügt. Ganz kurz war zu lesen, dass eine Neunzehnjährige, die mit einem Messer bedroht und dann entführt worden ist, anschliessend von einer Gruppe Männer vergewaltigt und von ihrem Bruder verprügelt wurde, vom Gericht zu neunzig Peitschenhieben verurteilt worden ist. Der Grund zu ihrer Verurteilung war, dass sie sich mit nicht mit ihr verwandten Männern – den Entführern und Vergewaltigern – getroffen hätte. Die Vergewaltiger wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt. Da dieser Vorfall nicht im erleuchteten Staate Israel stattgefunden hatte, sondern im mittelalterlchen Saudiarabien, wurde er nur in der Dubaier Zeitung &lt;a href="http://www.khaleejtimes.com/DisplayArticleNew.asp?xfile=data/middleeast/2007/March/middleeast_March71.xml&amp;section=middleeast"&gt;„Khaleej Times&lt;/a&gt;“ und in der „Saudi Gazette“ berichtet. Dadurch haben erleuchtete Gutmenschen einmal mehr die Chance verpasst, Menschrechtsverletzungen anzuprangern und zu verurteilen – denn wer liest schon täglich die „Khaleey Times“ ausser Uri? Immerhin, mit diesem Bericht und der Möglichkeit, diesen absolut nicht einmaligen, sondern auf Tradition beruhenden Skandal an die grosse Glocke zu hängen, ermögliche ich den Juden und Jüdinnen der „Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden zwischen Israel und Palästina“ und anderen (vermeintlichen)Friedensgruppen ihre kraftvolle Stimme zu erheben und diese Barbarei zu verurteilen. Wer weiss, vielleicht bringen sie es fertig, Israel und den Zionismus dafür verantwortlich zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der heutigen Wochenendausgabe von „Haaretz“ schreibt Bradley Burston einen allgemeinen Artikel mit dem &lt;a href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/843880.html"&gt;Titel „Muslim victims, our silence“&lt;/a&gt; über das oben aufgegriffene Thema muslimischer Gewalt gegen sich selbst und das Schweigen der Welt dazu. Als der zwölfjährige Mohammed Al-Dura am 30. September 2000 sein Leben in einem von Palästinensischen Bewaffneten orchestrierten Schusswechsel mit israelischen Soldaten verlor, wurde er zum „Musteropfer“ israelischer Mordlust empor stilisiert, obwohl inzwischen jedermann klar ist, dass er von palästinensischer Seite erschossen wurde, mit dem Ziel, die Welt in Empörung zu lügen. Wie das Jenin-Massaker und anderen, gehört diese Lüge zum Arsenal arabischer Propaganda gegen Israel. Das ist das Eine. Heute, wenn die Gewalt in den besetzten Gebieten mehrheitlich zwischen palästinensischen Faktionen stattfindet und Israel damit nicht das Geringste damit zu tun hat, werden Kindermorde, Massenerschiessungen, Racheakte zwischen Parteien, Stämmen, Grossfamilien und ähnliches gelegentlich berichtet, aber kaum kommentiert und schon gar nicht be- oder verurteilt. Es scheint eine Art westlich-europäischer Rassismus gegen das arabische Volks zu bestehen, der all dies als kulturelle Eigenheit hinnimmt und sich nicht aufrafft sich darüber zu äussern. Diese selektive Blindheit gegenüber muslimischer Gewalt, meist extremste Gewalt aus einem uns unverständlichen Hass heraus hat Tradition. So wird die Gewalt in der besetzten Westbank und Gaza als Resultat israelischer Besetzung angesehen. Ebenso wird die muslimische Gewalt der Sunniten gegen Schiiten, der Schiiten gegen die Sunniten, aller gegen die Christen und aller gegen alle als Frucht der amerikanischen „Besetzung“ des Irak verstanden, als ob zu Saddam Hussein’s Zeiten Irak ein Paradies der Liebe und Gewaltlosigkeit gewesen wäre. Genau so im Libanon: Die Syrien wurden vertrieben, die Gewalt und der Tod blieb im Land. Ich denke man kann die Gewalt zwischen politischen und religiösen Gruppen und die Gewalt innerhalb Familien, Stämmen und Dörfern nicht voneinander trennen, denn sie bestehen auf der selben Grundlage eines mittelalterlichen Religionsverständnisses und Ehrgefühls, die von heutigen modernen Zivilisationen, ob europäisch, australisch, amerikanisch und sogar von Japan und Korea abgelehnt wird. Es sei denn Multikulti Freaks wollen das selektiv als kulturelle und damit tolerierbare Eigenheiten sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An einem Hassfest des UN-Rats für Menschenrechte gab es einen kleinen Eklat, als vor einer Woche, am 23. März 2007 ein Jude namens Hillel Neuer, Direktor der UN-Watch, eine kurze Rede hielt. Dank YouTube kann sie unter die Leute gebracht werden, denn die Rede wurde aus dem Protokoll gestrichen. Ein rhetorisches Meisterstück ist es nicht, aber Neuer sagt wenigsten wie es wirklich ist und das hat in den heiligen Genfer Hallen, in denen dieser Rat für Menschenrechte seine Vorstellungen veranstaltet, seltenheitswert. Dies ist der Link dazu: &lt;a href="http://www.unwatch.org/site/apps/nl/content2.asp?c=bdKKISNqEmG&amp;amp;b=1313923&amp;ct=3698367&amp;amp;msource=UNWnews&amp;tr=y&amp;amp;auid=2501956"&gt;http://www.unwatch.org/site/apps/nl/content2.asp?c=bdKKISNqEmG&amp;b=1313923&amp;amp;ct=3698367&amp;msource=UNWnews&amp;amp;tr=y&amp;amp;auid=2501956&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier ist auch die deutschsprachige Übersetzung von Neuers Frechheit zu lesen, sowie die Reaktion des Vorsitzendes des Rats für Menschenrechte. Ein Kommentar erübrigt sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hillel Neuer, Direktor UN Watch:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Herr Präsident,&lt;br /&gt;vor sechs Jahrzehnten, während der Nachwirkungen des Nazi-Horrors, versammelten sich Eleanor Roosevelt, Réné Cassin und andere bedeutende Personen hier, am Ufer des Genfer Sees, um die Grundsätze menschlicher Würde noch einmal zu beteuern. Sie gründeten die Menschenrechtskommission. Heute fragen wir: Was wurde aus ihrem noblen Traum? In dieser Sitzung erfahren wir die Antwort. Angesichts eindringlicher Berichte aus aller Welt über Folter, Verfolgung und Gewalt gegen Frauen: Was hat der Rat verkündet, und was hat er entschieden?&lt;br /&gt;Nichts. Seine Antwort war Schweigen. Seine Antwort war Gleichgültigkeit. Seine Antwort war kriminell. Man könnte in Harry Trumans Worten sagen, dass dies ein untätiger und nichtswürdiger Rat geworden ist. Aber das wäre ungenau. Denn der Rat hat etwas getan. Er hat eine Resolution nach der anderen verabschiedet, in denen ein einzelner Staat verurteilt wurde: Israel. In acht Stellungnahmen – und drei weitere werden in dieser Sitzung folgen – wurde der Hamas und der Hizbollah Straffreiheit zugesichert. Der gesamt Rest der Welt – mit Abermillionen Opfern in 191 Ländern – wird weiterhin ignoriert.&lt;br /&gt;Also: Ja, der Rat tut etwas. Und die Diktatoren des Nahen Ostens, die diese Kampagne orchestrieren, werden Ihnen sagen, dass das gut so ist. Und dass sie versuchen, die Menschenrechte zu schützen, die Rechte der Palästinenser. Die rassistischen Mörder und Vergewaltiger der Frauen von Darfur berichten uns, dass sie sich um die Rechte der palästinensischen Frauen kümmern, die Besetzer Tibets kümmern sich um die Besetzten, und die Schlächter der Muslime in Tschetschenien kümmern sich um die Muslime. Aber kümmern sich diese selbst ernannten Verteidiger wirklich um die Rechte der Palästinenser?&lt;br /&gt;Denken wir an die vergangenen Monate. Mehr als 130 Palästinenser wurden durch palästinensische Streitkräfte getötet. Das ist das Dreifache der Zahl der Toten, die den Vorwand für die beiden Sondersitzungen im vergangenen Juli und November bildete. Doch die Meister der Rechte der Palästinenser – Ahmadinedjad, Assad, Ghaddafi, John Dugard –, sie sagen nichts. Der kleine dreijährige Junge Salam Balousha und seine zwei Brüder wurden in ihrem Auto von Truppen des Premierministers Haniya ermordet. Warum hat dieser Rat beschlossen zu schweigen? Weil Israel nicht dafür beschuldigt werden konnte. Weil in Wahrheit die Despoten, die diesen Rat führen, sich um nichts weniger scheren als um die Palästinenser und generell um die Menschenrechte.&lt;br /&gt;Sie versuchen, die israelische Demokratie zu dämonisieren, den jüdischen Staat zu delegitimieren, das jüdische Volk zum Sündenbock zu machen. Sie versuchen außerdem noch etwas anderes, nämlich die eigentliche Sprache und Idee der Menschenrechte zu entstellen und zu pervertieren. Sie fragen: Was ist aus dem Traum der Gründer geworden? Durch furchtbare Lügen und moralische Verdrehungen wurde er in einen Albtraum verwandelt.&lt;br /&gt;Vielen Dank, Herr Präsident.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Luis Alfonso de Alba&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;Die Antwort des Präsidenten des Menschenrechtsrats&lt;br /&gt;Zum ersten Mal in dieser Sitzung werde ich keinen Dank für eine Stellungnahme aussprechen. Ich sollte das gegenüber dem angesehenen Repräsentanten der Organisation, die gerade zu Wort kam, betonen, gegenüber dem angesehenen Repräsentanten von United Nations Watch, wenn Sie so freundlich wären, mir zuzuhören. Es tut mir Leid, dass ich mich außerstande sehe, Ihnen für Ihre Äußerungen zu danken. Ich sollte erwähnen, dass ich keine ähnlichen Stellungnahmen hier im Rat dulden werde. Die Art und Weise, in der hier auf Mitglieder des Rats Bezug genommen wurde und in der auf den Rat selbst Bezug genommen wurde, ist unzulässig. In Erinnerung an die Personen, auf die Sie sich bezogen haben, die Gründer der Menschenrechtskommission, und zum Wohle der Menschenrechte ermahne ich Sie, bei zukünftigen Stellungnahmen ein Minimum an gutem Benehmen und korrekter Sprache an den Tag zu legen. Andernfalls wird jedes Statement, das Sie in einem ähnlichen Tonfall wie heute von sich geben, aus dem Protokoll gestrichen werden.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;(The original German translation can be found at &lt;a href="http://lizaswelt.blogspot.com/2007/03/alter-wein-in-neuen-schluchen.html"&gt;http://lizaswelt.blogspot.com/2007/03/alter-wein-in-neuen-schluchen.html&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Lea und ich wünschen all unseren Freunden ein schönes und für wen es zutrifft, koscheres, Pessachfest. Wenn ihr könnt, ladet nichtjüdische Gäste ein, damit diese etwas über jüdischen Freiheitsdrang und jüdische Küche erfahren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-9119672785027414816?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/9119672785027414816/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=9119672785027414816&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/9119672785027414816'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/9119672785027414816'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/03/ein-leckerbissen-fr-den.html' title='Ein Leckerbissen für den multikulturellen Friedensaktivisten'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-6705141512914031359</id><published>2007-03-31T08:34:00.000+03:00</published><updated>2007-03-31T08:37:49.910+03:00</updated><title type='text'>Christen der arabischen Welt</title><content type='html'>16.3.2007&lt;br /&gt;Es ist eine bekannte Tatsache, dass grosse Teile der christlichen Bevölkerung des Libanons, der palästinensischen Westbank, Irak, Iran und auch Ägyptens nach Europa, die USA, Kanada und Australien flüchten. Die christliche Population in diesen Ländern wird kleiner und kleiner. Der Grund dazu ist die ebenso bekannte Tatsache, dass sie in diesen (aber auch anderen) muslimischen Ländern bedroht, verfolgt und umgebracht werden. Zum Teil durch politische und sektiererische Machthaber wie in Palästina, zum Teil durch Islamisten wie im Libanon und Ägypten. In den Medien wird seit Jahren unterschlagen, dass im Gegensatz zu uns Juden, die sich nach nationalen Katastrophen aufrappeln und ihr Schicksal gemeinschaftlich in eigene Hände nehmen, das Schicksal der Christen in muslimischen Ländern die christliche Welt nicht sonderlich zu berühren scheint. Christen und Juden in Israel und im Westen sammeln für die „armen“ Palästinenser, die das viele Geld der UNO, aus Europa und Amerika statt für Nahrungsmittel für Waffen und Terror ausgeben – aber über Aktionen oder gar Demonstrationen für die verfolgten christlichen Minderheiten hört, sieht oder liest man nichts. Ich habe mich ein wenig umgesehen und Informationen zusammengetragen, die ich hier als Zusammenfassung präsentiere. Diese ist weder umfassend und schon gar nicht komplett, da ich aber über das Thema weder promoviere noch ein Buch schreibe, muss diese kurze Abhandlung fürs erste genügen. Ich stelle die Frage, warum das weltweite Christentum, in all seinen Richtungen, sich nicht für ihre verfolgten Glaubensbrüder in der arabischen Welt einsetzt.&lt;br /&gt;Ob Christen in arabischen Ländern überhaupt Araber sind ist umstritten. Angehörige altorientalischer Kirchen, wie die Kopten Ägyptens, die Maroniten im Libanon, die Syrisch-Orthodoxe Kirche, die Assyrische Kirche (auch Nestorianer genannt), die mit ihnen verwandte Chaldäisch-Katholische Kirche und andere sind es wahrscheinlich nicht, denn sie waren in ihren Ländern seit Jahrhunderten ansässig, meist lange bevor die Araber aus ihrer arabischen Halbinsel ausbrachen und mit dem Schwert den Islam  verbreiteten. Durch die starke Ausweitung arabischer Kultur und politischer Systeme sowie arabistischer Ideologien, sind die Christen in den davon betroffenen Ländern zum Teil arabisiert worden. Viele fühlen sich heute zwangsarabisiert, ihre Identität, ähnlich wie die der Kurden und Assyrer in der Türkei, wird unterminiert (Dr. Walid Phares, 2004).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe versucht statistische Daten über die Anteile der Christen in den Ländern Ägypten, Libanon, Syrien, Irak, Jordanien und Palästina finden. Es gibt sie, doch sind die Unterschiede der verschiedenen Statistiken, obwohl stets für dasselbe Jahr, so gross, dass ich darauf verzichtete, Zahlen und Vergleich zu bringen - mit wenigen Ausnahmen, die mir verlässlich erscheinen. So sollen in obgenannten Ländern in 1995 rund 6,43 Millionen Christen gelebt haben, ein Bevölkerungsanteil von 6,3%. Geordnete Statistiken fand ich, wie gesagt, nicht, doch einzelne Angaben sind zwar aussagekräftig, aber trotzdem mit Vorsicht zu geniessen. Hier ein paar konkrete Beispiele aus den Publikationen von Magdy Khalil und anderen Quellen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nehmen wir als erstes das uns Israelis nahe stehende &lt;strong&gt;Bethlehem in der besetzten Westbank&lt;/strong&gt;. 1990 waren 60% der Stadtbewohner Christen, 2001 waren es noch 20%. Inzwischen sinkt diese Zahl noch weiter. In der Westbank und &lt;strong&gt;Gaza&lt;/strong&gt; gesamthaft lebten vor wenigen Jahrzehnten noch 17% Christen, heute sind es weniger als 2%. Gemäss Magdi Khalil (2005) wurde, nachdem eine palästinensisch-muslimische Führung unter der Leitung von Jasser Arafat das Ruder in der Westbank übernommen hatte, die christliche Bevölkerung mit einer Steuer zur Finanzierung der Selbstmordattentate belegt. Unverschleierte christliche Frauen wurden in Gaza angegriffen, sodass sie aus Angst einen Schleier anlegten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im &lt;strong&gt;Irak&lt;/strong&gt; sind 40% aller Flüchtlinge Christen (Okt. 2006), obwohl ihr Bevölkerungsanteil weniger als 3% beträgt. (Interessant ist auch die Tatsache, dass im nichtarabischen, aber nicht minder islamischen Iran, der christliche Bevölkerungsanteil von 0,1% auf 0,01% gesunken ist). Früher vom säkularen Saddam Hussein vor Islamisten geschützt, wenn nicht sogar protegiert, sind sie im gegenwärtigen innerislamischen Terror- und Bürgerkrieg zwischen die Fronten geraten. Der islamische Fanatismus kroch unter dem Stein hervor, griff erst die Christen gehörenden Läden alkoholischer Getränke an und zerstörte einige Hundert davon. Danach wurden die unverschleierten christlichen Frauen terrorisiert, Kirchen angegriffen und als nächstes wurden Christen aus „religiösen“ Gründen umgebracht. Heute sind 40% aller irakischen Flüchtlinge Christen, obwohl ihr Bevölkerungsanteil nur etwa 2-3% beträgt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der &lt;strong&gt;Libanon&lt;/strong&gt; war bis 1975 ein Staat, dessen Bevölkerung aus 50-60% Christen bestand, die den relativ modernen westlichen Stil des Landes bestimmt hatten. Heute ist dieser Prozentsatz auf 25-30% gesunken, das libanesische Emigrationsministerium schätzt die Zahl seither ausgewanderter Libanesen auf 5 Millionen, davon 3,5 Millionen Christen. Der libanesische Patriarch Nasr Allah Safir drückte die Situation so aus: „Die [libanesischen] Christen fühlen sich [politisch] ausgelassen, klar unerwünscht“. Die Tage des Libanons als Zufluchtshafen verfolgter Minderheiten sind offensichtlich vorbei. Wie Brigitte Gabriel in ihrem Buch „Because they hate“ (Weil sie hassen) beschreibt, wurden in den siebziger Jahren ganze christliche Dörfer erst von Palästinensern, später von Islamisten, angegriffen und ihre Einwohner zu Tausenden getötet. Das war weit vor dem israelischen Einmarsch in den Libanon von 1982 und wurde, vielleicht deshalb, von der Welt ignoriert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kopten in &lt;strong&gt;Ägypten&lt;/strong&gt; leben gefährlich. Sie gelten als isolierte Minderheit im Land, als verfolgte Kirche. Mushee Maouz, ein ägyptischer Journalist, beschreibt es so: „Die koptische Teilnahme am politischen Leben ist minimal. Die friedliche Integration der Kopten in die [ägyptische] Gesellschaft begann in der Mitte des 19. Jahrhunderts, wurde aber immer wieder durch militante Islamisten (es gab sie schon damals. Uri) unterbrochen, was die Kopten beunruhigte und zu Spannungen zwischen Muslimen und Christen führte“.  Kopten werden von Islamisten einzeln in den Grosstädten und gleich gruppenweise in den Dörfern in Pogromen ermordet, ihre Kirchen angezündet. Nur wenig ist darüber in den Medien zu lesen. Im Gegensatz zu anderen christlichen Gemeinschaften im Mittleren Osten, sprechen die Kopten heute recht offen über ihre Lage und ihre Alternative – die Auswanderung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In &lt;strong&gt;Syrien&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;Jordanien&lt;/strong&gt;, zwei Ländern, in denen es Christen noch relativ gut geht, werden sie von Islamisten und der danieder liegenden Wirtschaft bedrängt. Seit dem 11. September 2002 leiden sie unter dem Hass gegen alles Westliche. Um den britischen Reporter Martin Buckley zu zitieren: „Die Christen in Jordanien ....... werden fälschlicherweise verdächtigt eine Fünfte Kolonne zu sein, weder dem Westen noch dem Osten zuzugehörend. Ihre Loyalität und ihr Patriotismus wird bezweifelt.“ Ein unglücklicher und unberechtigter Vorwurf, der einigen von uns bekannt vorkommen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das sind nur ein paar Beispiele aus der Nachbarschaft. Christen werden auch in Indonesien und in katholischen Philippinen auf brutalste Art und Weise gejagt. Oh ja, in Saudi Arabien gibt es auch Christen – aber alles Ausländer, denn jemand muss dort ja auch arbeiten. Die Ausübung des christlichen und jedes anderen nicht islamischen Glaubens wird sehr streng bestraft, weit strenger noch als der Konsum eines Gläschen Weins.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Abwanderung ganzer christlicher Volksteile aus der arabischen Welt in den Westen begann in 1960, als durch Verstaatlichungen der Wirtschaft dieser Staaten, alle mit autoritären, wenn nicht sogar totalitären Regierungen, die Aussicht auf eine wirtschaftlich und sozial positive Entwicklung noch weiter abnahm. Zudem bestand (und besteht) ein grundsätzliches Problem der im Vergleich zu ihren nichtchristlichen Mitbürgern weit besser gebildeten Christen, indem in diesem Teil der Welt die Idee der Partizipationsdemokratie und der Menschenrechte nie respektiert worden ist. Der Einfluss von Demokratie und die Einführung einer offenen freien Gesellschaft blieb daher reines Wunschdenken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit dem Erstarken des fundamentalistischen Islams der letzten zehn bis fünfzehn Jahre hat sich den sozialen und wirtschaftlichen Problemen der arabischen Gesellschaft, das Problem des religiösen Fanatismus dazugesellt. In der Zeit des arabischen Nationalismus, der sich im Nasserismus und im Entstehen der faschistischen und säkularen Ba’ath-Partei in Ländern wie Syrien und Irak manifestierte. In der quasi-westlichen Ba’ath waren christliche Araber oft führend dabei. Die Ba’ath-Partei wurde vom griechisch-orthodoxen Christen Michel Aflaq in 1947 gegründet und kam in diesen zwei Ländern in 1963 als pan-arabische Partei an die Macht. Sie trennten sich aus Gründen der Rivalität in 1966. In Syrien regiert sie noch heute, in Irak fand sie mit dem Hinscheiden Saddam Husseins ein Ende, auch wenn sie in Teilen der irakischen Terrorszene ideologisch noch überlebt. Bis heute jedoch gibt es arabische Christen, die gegen westliche Werte und gegen den Zionismus kämpfen – ein Phänomen, das für uns schwer zu verstehen ist. Inzwischen wurde der säkulare Ba’athismus vom noch weit rabiateren Islamismus abgelöst – das irakische Volk ist vom Regen in die Traufe gefallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mehr den je leben arabische Christen (wie auch Juden, die jedoch fast gesamthaft aus der arabischen Welt verjagt worden sind und heute in Israel und dem Westen leben) inmitten einer rassistischen Kultur, die Nicht-Muslime als minderwertig betrachtet. Durch den  Jihadismus, der im heutigen Islam den Ton angibt, auch wenn er zahlenmässig wohl in der Minderheit gegenüber einer schweigenden und verschüchterten Mehrheit steht, werden Christen eingeschüchtert. Das hat, so scheint es, dreierlei Folgen. Entweder sie fliehen ins Ausland, eine Wahl, die vor allem von begüterten Christen wahrgenommen werden kann. Oder, zweitens, sie ducken sich und warten, bis das islamistische Unwetter vorüber ist – eine in meinen Augen totgeborene Hoffnung. Oder, drittens, sie machen mit, werden „islamistischer“ als El-Kaida und versuchen sich damit einzureden, durch Selbstaufgabe überleben zu können. Damit sind sie gewissen Juden ähnlich, die vor allem im Ausland, aber auch einige wenige in Israel, im Chor der „Delegitimisten“ Israels mitsingen, seine imaginären Verbrechen (denken wir an das „Massaker“ von Jenin und ähnliche Lügen) am Leben erhalten, sich in grotesken Vereinigungen organisieren und all das umarmen, das bei denkenden Menschen der freien westlichen Gesellschaft eigentlich Abscheu auslösen sollte. Die Pervertierung des Wortes „Gerechtigkeit“, wie in „gerechtem Frieden“, ist das Markenzeichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich entschuldige mich, wieder einmal abgeschweift zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschliessend noch eine Erklärung. Bestimmt werde ich gefragt werden, warum ich über Christen der arabischen Welt berichte, ja mich quasi für sie stark mache. Die gemeinsame Vergangenheit zwischen Juden und Christen war vorwiegend hässlich, die Gegenwart und Zukunft sieht heller aus. Obwohl ich eigentlich für keine Religion, nicht einmal für die eigene, allzu grossen Respekt hege, besitze ich einen entwickelten Sinn für Solidarität. Deshalb frage ich mich, wenn ich mit der Situation der Christen der arabischen Welt konfrontiert bin: Warum setzt sich das weltweite Christentum aller Schattierungen nicht für seine Brüder ein??? Hat es Angst vor dem Bleihammer der Erdölindustrie, vor jihadistischem Terrorismus, hat es Angst vor Emigranten mit dunklerer Haut und anderer Sprache? Oder gar vor diplomatischen Krisen mit den Machthabern im Mittleren Osten und noch mehr antichristlichen Pogromen in jener Welt, in der der Islam den Ton angibt? Ich weiss es nicht, ich kann nur raten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-6705141512914031359?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/6705141512914031359/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=6705141512914031359&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/6705141512914031359'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/6705141512914031359'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/03/christen-der-arabischen-welt.html' title='Christen der arabischen Welt'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-685428776194164894</id><published>2007-03-15T08:42:00.000+02:00</published><updated>2007-03-15T15:41:12.825+02:00</updated><title type='text'>Jimmy Carter und ich</title><content type='html'>14.3.2007&lt;br /&gt;Von verschiedenen Seiten wurde ich um meine Meinung zu Jimmy Carters Buch „Palästina, Frieden nicht Apartheid“ gefragt und ich weigerte mich darüber eine Meinung zu haben, bevor ich das Buch gelesen hätte. Doch jetzt, endlich, nach Tagen sorgfältiger Lektüre gestatte ich mir über das Buch und seinen Autor eine Meinung zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Jimmy Carters Verhältnis zu Israel – sein Buch „Palästina, Frieden nicht Apartheid“&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich denke, dass Schreiben, ob Bücher, Zeitungsartikel, religiöse Traktate oder Leserbriefe für viele Leute auch eine psychohygienische Funktion besitzt. Ich schliesse mich dabei nicht aus. Bei Ex-Präsident Jimmy Carter trifft das wohl auch zu, doch die vielen Vorwürfe von israelischer und jüdischer und die Lobhudeleien von arabischer Seite und ihrer Jünger messen „Palästina, Frieden nicht Apartheid“ sachlich zu viel Wichtigkeit zu. Vor allem bin ich mit der hysterischen Anklage des Antisemitismus Carters nicht einverstanden. Das ist billig und beweist, dass die meisten dieser Kritiker das Buch nicht gelesen haben.&lt;br /&gt;Zu kritisieren ist bei Carters Buch vor allem der Titel „Palästina, Frieden nicht Apartheid“ (ich las allerdings die englische Originalversion, meine Rezension beruht darauf und ich weiss nicht einmal, ob es eine deutsche Ausgabe gibt) und die letzten Seiten des Buches, auf denen die „Apartheid“ breitgeschlagen wird. Zwar hat Carter inzwischen erklärt, dass es in Israel keinerlei Apartheid gäbe und er damit ausschliesslich die Zustände in den besetzten Gebieten meine. Der Schaden für Israel und zum Teil für die Juden im Rest der Welt ist nicht mehr zu reparieren. Trotz den bei Ausbruch der zweiten Intifada notwendig gewordenen Sicherheitsmassnahmen, die zu starken Einschränkungen der Bewegungsfreiheit der palästinensischen Bevölkerung in den besetzten Gebieten geführt haben, sind diese nicht Ausdruck rassischer Überlegenheit oder ähnlichem, sondern wurden ausschliesslich durch die Israel weit über tausend ermordete Bürger kostende Gewalttätigkeit palästinensischer Terroristen (ich stehe zu diesem Wort) notwendig. Es geht um die Güterabwägung zwischen dem Gut israelischen Lebens (damit sind sämtliche israelischen Bürger gemeint) und dem Gut unbeschränkter Bewegungsfreiheit der Palästinenser. Carter unterstützt die palästinensische Seite, denn er ist stets auf Seite der „Armen“ und „Unterdrückten“. Damit beweist er, dass er über die Geschichte des arabisch-israelischen Konfliktes grundsätzlich wenig Ahnung hat. So fängt bei ihm der Beginn dieser Auseinandersetzung erst nach Israels Unabhängigkeiterklärung 1947/8 an. Frühere Judenverfolgungen im alten Palästina, wie der Massenmord an Juden in 1929 im Gush Etzion, das Pogrom in Safed in 1834, bei dem 2000 jüdische Bürger aus dieser Stadt fliehen mussten oder gar die Machenschaften des Muftis von Jerusalem, der sich mit Hitler verbündete und in Bosnien zwei muslimische SS-Einheiten – eine davon kommandiert von Arafats Onkel - auf die Beine stellte.&lt;br /&gt;Andere Beweise seiner Unwissenheit – Lügen will ich Carter nicht unterstellen – ist seine vielfache Erwähnung der „Mauer“ (rund fünf Prozente des Sicherheitszaunes), das mehrfache Erwähnen der Sheba-Farm an der israelisch-syrisch-libanesischen Grenze, ohne von der offiziellen Bestätigung der UNO zu wissen, dass diese Farm zu Syrien und nicht dem Libanon gehört. Die Sheba-Farm wurde von der Hisbullah zur Ausrede erkoren, Israel auch weiterhin zu beschiessen, was inzwischen zu zahlreichen Opfern geführt hat. Ebenso wenig erwähnt Carter die etwa 800'000 jüdischen Flüchtlinge aus arabischen Ländern, die Ende der vierziger Jahre aus diesen Ländern gejagt worden sind und ihren Besitz zurücklassen mussten. Diese Zahl jüdischer Flüchtlinge entspricht etwa der Zahl arabischer Flüchtlinge, die durch den arabischen Angriff auf das soeben gegründete Israel in 1948 ihr Heim verliessen, zum Teil freiwillig, zum Teil nicht. (Im Gegensatz zu palästinensischen Flüchtlingen wurden sie nicht zum „Flüchtlingsproblem“ – sie sind integriert, die meisten in Israel, aber auch in den USA, Kanada und Frankreich).&lt;br /&gt;Als ehemaliger Präsident des mächtigsten Landes der Erde sollte Carter wissen, das es zwar friedenswillige arabische Staatsführer gibt, deren Volk (Marokko sei vielleicht ausgenommen) hingegen noch immer in einer antijüdischen und antiisraelischen Massenhysterie verharrt, verursacht nicht zuletzt durch die offizielle Erziehung zum Judenhass. Dieses Phänomen ist beim Friedenspartner Ägypten beispielhaft zu beobachten: israelische Politiker gehen bei Mubarak ein und aus, während das Volk, die Berufsverbände, der Klerus und andere den Krieg gegen Israel fordern und dafür mit viel Hass demonstrieren. Aus demselben Grund feiern arabische Mobs jeden erfolgreichen jihadistischen Anschlag auf Israel und andere westliche Länder, tanzen auf Strassen und Dächern und verteilen Bonbons. Carter verurteilt eindeutig den Terror, ohne Einschränkungen. Seine Aussage, dass arabische Terroranschläge bei wachsenden Friedenshoffnungen abflauen ist jedoch falsch – das Gegenteil ist der Fall, wie die Geschichte der letzten Jahrzehnte beweist. Zudem ist zu beobachten, dass fast jedes Mal wenn Verhandlungen zwischen Israel und Palästinensern stattfinden, illustrativ einer oder mehrere Selbstmordanschläge stattfinden.&lt;br /&gt;Einer der zahlreichen Mängel in Carters Wissensschatz ist seine Begeisterung für Jassir Arafat und dessen soziale Ader. Entweder hat Carter die PLO-Charta nie gelesen oder er will sie nicht verstehen. Arafats soziale Ader bestand, wie inzwischen jedem bekannt sein sollte, aus seiner persönlichen Korruption und dem Charme, mit dem er seine Besucher becircte. Auf die Gegenwart übertragen ist es schwierig zu verstehen, dass mit der islamistischen Hamas Friedensverhandlungen gefordert werden, ohne deren Charta gelesen zu haben, die eindeutig die völlige Zerstörung Israels fordert.&lt;br /&gt;Neben dem „Apartheid“ Titel und dem Apartheid-Vergleich der Zustände in den besetzten Gebieten – die in meinen Augen die einzigen wirklich böswilligen Aussagen sind, gibt es die zahlreichen falschen Behauptungen und noch mehr, die Auslassungen, die dem Buch den Anspruch ein seriöses Werk zu sein absprechen. Falsche Fakten (oder Irrtümer) sind, so denke ich wohlwollend, auf mangelndes oder auf Vorurteilen beruhendes Wissen Carters zurückzuführen. Das darf von einem Mann von seiner Statur nicht toleriert werden.&lt;br /&gt;Ich möchte hier einige dieser Falschheiten und der Auslassungen auflisten und gleichzeitig die Seitennummer angeben, auf der sie in der englischen Ausgabe (Simon &amp;amp; Schuster, 2006) darauf Bezug haben:&lt;br /&gt;· Carter schreibt ausführlich über die palästinensischen Flüchtlinge (S. 58), während er die jüdischen Flüchtlinge aus arabischen Ländern in einem Nebensatz fast völlig unterschlägt (S. 67), obwohl ihre Zahl mindestens ebenso hoch war, als diejenige der Palästinenser. Der Unterschied war, dass sämtliche jüdischen Flüchtlinge aus ihren ehemaligen Heimatländern, nach Beschlagnahme ihres Besitzes, ausgewiesen worden waren, was nur für einen Teil der Palästinenser zutrifft, da sie teilweise von arabischen Regierungen aufgefordert worden waren, ihre Dörfer zu verlassen, mit dem Versprechen nach dem Sieg über die Juden dorthin zurückkehren zu können.&lt;br /&gt;· Carters Buch vermittelt den Eindruck, dass in 1967 Israel die Westbank nur eroberte, weil sie diese annektieren wollte. Dass Jordaniens König Hussein auf eine (telefonische) Lüge von Ägyptens Präsident Nasser hereingefallen war und den Krieg gegen Israel eröffnete scheint Carter nicht zu wissen. Als dokumentiertes Detail sei erwähnt, dass Israel den jordanischen König bekniet hatte, sich aus dem Sechstagekrieg herauszuhalten – wie wir wissen, ohne Erfolg.&lt;br /&gt;· Den Massenmord an Palästinensern in Sabra und Shatila durch christliche Milizen lastet er ausschliesslich Ariel Sharon an (S. 95). Die mordenden Christen bleiben unerwähnt.&lt;br /&gt;· Über den palästinensischen Hass, der durch die palästinensischen Schulen, Medien und Regierungsstellen dem Volk eingebläut wird, verliert Carter im ganzen Buch kein Wort.&lt;br /&gt;· Einen von Israel verursachten Schiessunfall in einem UNO-Posten, in dem in 1996 Libanesen Zuflucht gefunden hatten und über hundert Tote verursacht hatte, nennt Carter einen „Angriff“ (S. 98). Israel hatte sich umgehend entschuldigt und Wiedergutmachung angeboten.&lt;br /&gt;· Die Verfolgung der christlichen Bevölkerung im Libanon und in der Westbank durch Islamisten und muslimische Behörden wird nirgends erwähnt. Stattdessen wird sie Israel angelastet (S. 127). Ein Exodus der Christen Israels findet nicht statt, ganz im Gegensatz zur Westbank, Libanon, Irak und anderen arabischen Ländern.&lt;br /&gt;· In seinen Zeilen über Israels Verhältnis zu Jordanien heute (S. 123) verliert Carter kein Wort darüber, dass es seit dem 25. Juli 1994 einen Friedensvertrag zwischen den zwei Ländern gibt, der im Vergleich zum erkalteten Friedensabkommen mit Ägypten zu einem guten Verhältnis auch in wirtschaftlicher Beziehung geführt hat.&lt;br /&gt;· In Carters Buch ist keine Erwähnung der relativ neuen religiösen Komponente im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern zu finden – obwohl diese Komponente in den letzten Jahren sämtliche Konflikte in Mittleren Osten überschattet.&lt;br /&gt;· In seinen Beschreibungen von Gaza (S. 175) werden die Raketen, die von den Palästinensern auf Israel geschossen werden, mit keinem Wort erwähnt.&lt;br /&gt;· Endlich auf Seite 187 ist eine negative Einschätzung palästinensischer Gewalt, die in ein „dead end“ führen werde, zu lesen.&lt;br /&gt;Ich bin es leid obige Aufzählung der Unterlassungen und missverstandenen Fakten weiterzuführen und denke, dass Carters Buch das oberflächliche Werk eines Mannes ist, der den Kredit für den bisher einzigen erfolgreichen Handel von Frieden für Land zwischen Israel und Ägypten beansprucht. Etwas recherchieren ergab, dass die hauptsächlichen Abmachungen geheim zwischen Moshe Dayan und Sadats Delegierten Dr. Hassan Tuhami, im marokkanischen Rabat festgelegt worden waren, zwei Monate vor Sadats Besuch in Jerusalem und ohne Carters Wissen – worüber er äusserst beleidigt gewesen sein soll. Eine leider nicht verifizierbare Aussage lautet, dass Sadat im Entwurf seiner Memoiren geschrieben habe: „Ich muss mit den Israelis sprechen bevor dieser idiotische amerikanische Präsident alles ruiniert“. Diese Aussage erhielt ich von einem mit der Materie bestens bekannten Freund, der zu jener Zeit als Presseoffizier bei der Pressestelle der israelischen Armee gearbeitet hatte. Verifizierbar macht sich Sadat in seinen Memoiren über Carters Naivität gegenüber dem damaligen syrischen Machthaber lustig. Er schrieb: „Carter wusste nicht wie mit den Syrern umzugehen. Er glaubte, sie seien vertrauenswürdig und war bestürzt herausfinden, dass das Wort eines Syrers eigentlich Tausend und ein Wort ist und das was von ihnen an einem Tag akzeptiert worden sei, am nächsten Tag von ihnen zurückgewiesen werde“.&lt;br /&gt;Zusammenfassend denke ich, dass man Jimmy Carter nicht den Vorwurf machen soll Antisemit zu sein. Ein inzwischen schon traditioneller Trick vieler Israelkritiker ist es Israel mit erlogenen Behauptungen zu provozieren und dann zu behaupten: „Aha! Niemand kann Israel kritisieren, ohne umgehend als Antisemit angeklagt zu werden“. Auch Carter tut dies auf seine Art, indem er falsche Palästinenserpropaganda wiederholt und anschliessend seine Liebe zum jüdischen Volk bekundet. Aber wir sollten darauf nicht hereinfallen und uns nicht provozieren lassen.&lt;br /&gt;Auf der anderen Seite ist er, nicht nur seit heute, ein politisches und geistiges Leichtgewicht, das wegen seiner vierjährigen und wenig erfolgreichen Amtszeit als Präsident der USA von den Medien viel zu ernst genommen wird. Regierungen geben ihm Ehre, aber mehr nicht. Carter fehlt das Wissen politischer und geschichtlicher Zusammenhänge, er sieht das meiste durch die Brille eines wiedergeborenen Christen. Wie oben gezeigt, wurde er nicht einmal von Sadat ernst genommen. Seine Wahrnehmung ist selektiv. Was mich sehr stört ist Carters, dem praktizierenden Christen, nicht existente Solidarität mit den verfolgten Christen der arabisch-muslimischen Welt, bei der er nicht nur mangelndes Wissen beweist. Hätte er heute wirklichen Einfluss, könnte er hier viel unternehmen. Doch sein Einsatz für das nahöstliche Christentum, hunderte von Jahren älter als der Islam, ist nicht auszumachen.&lt;br /&gt;Die von Carters Buch verursachte Aufregung ist ein Propagandafeldzug für den Autor. Es stört mich, dass sich vor allem jüdische Kreise so stark aufregen, auf die Barrikaden steigen, von Antisemitismus reden und wertlose Wellen schlagen, statt einfach festzustellen, dass das Buch schlecht recherchiert und fachlich, wie sein Autor, ein nicht ernst zu nehmendes Leichtgewicht ist. Sogar wenn da und dort ein Ansatz, vielleicht als Alibi, von Sympathie für Israel zu finden ist. Denn wer für Israel Antipathien hegt, wird sich von Carters Buch bestätigt fühlen, andere, die sich in der Materie auskennen, werden den Bluff durchschauen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-685428776194164894?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/685428776194164894/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=685428776194164894&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/685428776194164894'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/685428776194164894'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/03/jimmy-carter-und-ich.html' title='Jimmy Carter und ich'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-665633898916951093</id><published>2007-03-15T08:41:00.000+02:00</published><updated>2007-03-15T09:17:44.409+02:00</updated><title type='text'>Familienehre</title><content type='html'>8.3.2007&lt;br /&gt;In der israelischen Stadt Ramle gibt es eine arabisch-muslimische Familie, deren Frauen zurzeit auf die Barrikaden gegen ihre Männer steigen. Nicht nur gegen die Ehemänner, sondern alle männlichen Familienmitglieder, deren Ehrgefühl bisher dazu geführt hat, dass in den vergangenen sechs Jahren acht ihrer Frauen wegen einer vermeintlichen Verletzung der Familienehre umgebracht worden sind. Im islamischen Familienleben befindet sich die Ehre der Männer zwischen den Beinen der Frauen, egal ob es die Ehefrau, die pubertierende Schwester oder eine Cousine ist. Dieselbe Situation gilt ebenso in europäischen Ländern bei türkischen und anderen Muslims, so lange sie nicht in der „Leitkultur“ ihres Gastlandes integriert sind, dem sich die Mehrheit, so lese ich, verweigern. &lt;a href="http://www.gair.uni-erlangen.de/Tellenbach_Wuquf13.pdf"&gt;An der Universität Erlangen in Deutschland ist ein interessantes Papier veröffentlich worden, das sich mit der Problematik der Morde zur Erhaltung der Familienehre befasst&lt;/a&gt;. In Israel werden im Durchschnitt jedes Jahr zwölf Frauen aus Gründen der Familienehre umgebracht, vom Vater, von Brüdern und Vettern, die verstimmt sind, weil sich die Frau nicht dem männlichen Ehrgefühl unterwirft. Sogar Mütter haben, so las ich, aus Gründen der Familienehre ihre Töchter umgebracht - eine Tatsache, die bezeugt, wie muslimische Frauen von verwerflichen Pseudo-Ehrgefühlen ihrer patriarchalischen Welt vergiftet werden. Aus diesem Grund gehört auch dazu, dass vergewaltigte Frauen nicht als Opfer gesehen werden, sondern als Täterinnen, die bestraft werden müssen, was einem Todesurteil gleichkommt. In Pakistan ist ein Fall bekannt, in dem ein Vater seiner Tochter, die sich weigerte den für sie bestimmten Mann zu heiraten, den Hals durchschnitt. Vorsichtshalber, denn sie könnten seiner Ehre in einigen Jahren das gleiche antun, tötete er weise voraussehend auch noch seine drei jüngeren Töchter.&lt;br /&gt;Wie reagieren Apologeten der islamischen Kultur, jene aus der linken Szene, die in ihrer eigenen Welt, unbeeinflusst von den Realitäten des wirklichen Lebens, ihre ideologisch überlebten Vorstellungen politischer Korrektheit pflegen? Ich habe im Internet und in Schriften recherchiert und eigentlich wenige Argumente gefunden, die sich zudem fast überall wiederholen:&lt;br /&gt;· Nur Neokolonialisten verurteilen Morde zur Erhaltung der Familienehre.&lt;br /&gt;· Ausführlich werden kulturelle Geschichte und Hintergründe dargelegt, ganz ohne Bezug auf die heute Zeit, als befinde die arabische Gesellschaft noch immer in der Steinzeit. Zu dieser Einstellung gehört auch die wohl berechtigte Behauptung, Morde zur Erhaltung der Familienehre seien ein vorislamisches Phänomen. Sind Traditionen nur deshalb weiterzuführen, weil sie Jahrhunderte oder Jahrtausende alt sind?&lt;br /&gt;· Apologeten nennen Morde zur Erhaltung der Familienehre eine Tat aus Leidenschaft. Das stimmt nicht, Taten aus Leidenschaft sind abrupt und unüberlegt, während es sich hier um wohlüberlegte und meist im Rat der Männer der Familie beschlossene Morde handelt, zu deren Ausführung jemand aus der Familie delegiert wird (siehe oben).&lt;br /&gt;· Muslimische Reaktionäre definieren die Situation so: Unsere Frauen, unsere Familien, unsere Gesellschaften sind anders als die in den modernen westlichen Ländern. Und die Reihenfolge ist zugleich eine Kausalkette: Weil die Frauen anders sind, deshalb sind die Familien anders und deshalb sind die Gesellschaften besser. Die Frauen stehen am Anfang dieser Kette und stehen deshalb besonders unter dem Druck der muslimischen Rechten.&lt;br /&gt;Vor allem in Jordanien scheint man sich bewusst zu sein, dass etwas geschehen müsse. In einem Bericht der Amnesty International habe ich folgenden Abschnitt über den heutigen Zustand gelesen:&lt;br /&gt;Tötungen aus Gründen der »Familienehre«&lt;br /&gt;Innerhalb des Jahres 2000 wurden mindestens 21 Personen aus Gründen der »Familienehre« getötet. Das Oberhaus stimmte für die Aufhebung des Paragraphen 340 des Strafgesetzbuches, der unter anderem vorsah, männliche Familienangehörige, die eine des Ehebruchs schuldige weibliche Angehörige töten, von Bestrafung auszunehmen oder ihr Strafmaß zu verkürzen, wenn das Opfer in einer »ehebrecherischen Situation« ertappt wurde. Das Unterhaus lehnte die Abschaffung des Paragraphen später jedoch ab.&lt;br /&gt;Im Februar verurteilte ein Gericht in Amman den 34-jährigen Samir Ayed wegen Mordes an seiner 32-jährigen Schwester Hanan im Jahre 1999 zu einem Jahr Gefängnis. Das Gericht entschied, dass Paragraph 98 des Strafgesetzbuches in seinem Fall anzuwenden sei. Laut diesem Paragraphen wird ein geringeres Strafmaß für Verbrechen in den Fällen angesetzt, in denen die Tat, provoziert durch eine widerrechtliche oder gefährliche Handlung des Opfers, »im Affekt« begangen wurde. Nachdem die Familie des Opfers die Strafanzeige gegen den Angeklagten zurückgezogen hatte, wurde das Strafmaß auf die Hälfte reduziert.&lt;br /&gt;Eigentumsdelikte werden weit schwerer bestraft als Morde zur Erhaltung der Familienehre. Das gilt auch für Länder des westlichen Kulturkreises wie Israel und Deutschland.&lt;br /&gt;Abschliessend ein &lt;a href="http://members.fortunecity.de/mobi15/Frauenfrage.htm"&gt;Link zur Stellung der Frau in der arabisch-islamischen Welt&lt;/a&gt;, der relativ kurz aus der Feder von Prof. Munir D. Ahmed (Universität Hamburg und Lahore) in deutscher Sprache Informationen zum Thema vermittelt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-665633898916951093?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/665633898916951093/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=665633898916951093&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/665633898916951093'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/665633898916951093'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/03/familienehre.html' title='Familienehre'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-5134013937822437684</id><published>2007-03-15T08:40:00.000+02:00</published><updated>2007-03-15T09:18:27.770+02:00</updated><title type='text'>Aus der Fundgrube</title><content type='html'>4.3.2007&lt;br /&gt;Der Beweis der unflätigen Lügenpolitik der muslimischer Welt über Archäologie am, im und um den Tempelberg in Jerusalem ist leicht erbracht, sobald man sich über die Tätigkeit des Wakf (der für den muslimischen Teil des Tempelbergs zuständigen muslimischen Behörde) in den vergangenen Jahre informierte. Carlos (ich besitze seine E-Mail Adresse, also ist er nicht anonym, zudem ist er Mitglied der politisch progressiven Internetgemeinschaft des Gurus Ami Isseroff) hat in seiner Website (leider in Englisch) &lt;a href="http://www.peacewithrealism.org/headline/holyhype.htm"&gt;eine Zusammenfassung erstellt, die ich hier per Link zur Verfügung stelle.&lt;/a&gt; Ich will das Thema aber damit schliessen, in dem ich auf den Doppelstandard der Beurteilung des religiösen Respekts und der Rücksicht auf Gefühle hinweise, die im Hinblick auf Archäologie und Tempelberg (und anderer religiös wichtiger jüdischer und christlicher Orte im Heiligen Land) bestehen. Israel wird verurteilt für das, was es nicht tut, während der palästinensische Islam seine antijüdische Vernichtungswelle biblischer Stätten im Stillen und offiziell unbemerkt ausüben kann. (Es lohnt sich, in obigem Link etwas zu wühlen, es sind darin einige Bijoux versteckt). Dieser Doppelstandard wird in fast allem angewendet, welches Interaktionen zwischen Israel und seinen Feinden betrifft. Es wird behauptet, das sei so, weil Israel als jüdischer Staat mit seiner freien Gesellschaft halt eben eine weit höheres moralisches Niveau repräsentiere und deshalb entsprechendes von ihm erwartet werden. Das ist Rassismus, könnte aber auch ein lieb gemeintes Kompliment sein – doch sei mir verziehen, wenn ich das nicht glauben kann. Denn mit dieser höheren, da jüdischen Ethik kommt mir die Sache mit der „Überreaktion“ und der „Unverhältnismässigkeit“ hoch, zwei Begriffe, mit denen Israel im vergangenen und verlorenen Libanonkrieg vom freundlichen Ausland überschütten worden war. Denn was unsere nachbarlichen „Barbaren“ tun dürfen, soll Israel mit obigem Argument verwehrt werden. Womit uns Juden und den nichtjüdischen Mitbürgern des Landes wieder einmal die Opferrolle zugemutet wird.&lt;br /&gt;Ihr wisst, dass ich Hendryk M. Broder mag. Seine persönliche Website ist herrlich, sein Spott, seine ätzende Ironie und seine gutmütige Bösartigkeit verträgt nicht jeder. Broder bringt es fertig über Seiten an sich gerichtete Leserbriefe (andere sagen dem „Forum“) zu veröffentlichen, die durchwegs so bösartig und dumm sind, dass sie schlicht nicht ernst genommen werden können.&lt;br /&gt;In Broders Website fand ich eine Veröffentlichung des American Jewish Committees (AJC) brandneu in deutscher Sprache: &lt;a href="http://henryk-broder.de/r2/content/startseite/images/rosenfeld.pdf"&gt;„Fortschrittliches jüdisches Denken und der Neue Antisemitismus“ von Alvin H. Rosenfeld in deutscher Übersetzung&lt;/a&gt;. Dieses Schriftstück von siebzehn Seiten führte zu aufgeregten Diskussionen innerhalb der jüdischen Gemeinschaft in den USA und in Europa (was wohl der Grund zur Übersetzung ins Deutsche war). Rosenfeld greift in dieser Schrift den Anti-Israelismus der extremen jüdischen Linken an, repräsentiert von wunderlichen Juden wie Michael Lerner, Noam Chomsky, einigen mit dem Namen Rose und zahlreichen anderen. Wie all jene, die sich über kritische Juden aufregen, schiesst Rosenfeld manchmal übers Ziel hinaus, doch ziehe ich jeder Zeit eine Diskussion, sogar eine gehässige wie die Vorliegende, dem Mundtot machen vor. Allerdings muss sich jeder Israel- und Judenhasser (die Grenzen sind fliessend), ob jüdisch oder nicht, klar sein, dass er sich Angriffen von zornigen Menschen aussetzt, denen ein humanistisches Ideal und eine erfolgreich realisierte Phase der heutigen jüdischen Geschichte als „Verbrechen“ vorgehalten wird. Vorgehalten wird, das will ich hier feststellen, wider besseres Wissen. Was schert den Zionhasser die freie demokratische Gesellschaft für alle, die wirtschaftliche Blüte, von der alle profitieren und besonders den israelischen Arabern eine Lebensqualität ermöglicht, von der sie, wären sie in den Nachbarsländern nur träumen könnten – das unter Berücksichtigung meiner eigenen Vorbehalte gegenüber noch immer bestehenden ungesetzlichen Benachteiligung dieses Volksteils.&lt;br /&gt;Rosenfeld vergleicht die rabiaten Ansichten antiisraelischer Juden des politisch linken Spektrums (in Amerika heissen sie Liberale), englische und amerikanische Intellektuelle, mit den Antisemiten der neueren Geschichte, von Hitler bis zu Ahmedinejad. Mit Ausnahme von Richard Cohen der Washington Post, der fälschlicherweise von Rosenfeld dieser Gruppe hinzugefügt worden ist und bei dem er sich inzwischen öffentlich entschuldigt hat, vertreten alle von Rosenfeld gescholtenen die „Abschaffung“ Israels wenn auch in verschiedenen Grad. Grundsätzlich gilt der Kampf dieser Progressiven nicht Israels Politik, sondern seiner Legitimität und seiner Existenz (Rosenfeld, S. 8). Das heisst von der augenblicklichen Abschaffung des Landes (was mit uns Juden geschehen sollte, daran wird nicht gedacht), sei es ein bi-nationaler Staat, in dem innert wenigen Jahren eine arabische Mehrheit die Macht übernehmen würde bis zum bekanntesten jüdischen Antizionisten, Noam Chomsky, der aus pragmatischen Gründen einer Zweistaatenlösung zustimmt und sich damit als relativ zahm geoutet hat.&lt;br /&gt;Da jeder mittels obigem Link diese siebzehn Seiten (netto vierzehn) selbst lesen kann, hier als Zückerchen nur ein paar Aussagen, nicht Zitate, mit ihrem jeweiligen UrheberIn:&lt;br /&gt;· Jacqueline Rose:&lt;br /&gt;o „Wir betrachten Zionismus als eine Form kollektiven Wahnsinns“&lt;br /&gt;o Sie erfindet eine angebliche Verbindung zwischen dem Zionismus und den Nazis, in dem sie von einem Treffen von Herzl und Hitler in der Pariser Oper bei Wagner Aufführung berichtet, die bei Herzl das Schreiben des „Judenstaat“ und bei Hitler des „Mein Kampf“ ausgelöst hätte – nur schon rein zeitlich gesehen ein kompletter Unsinn, den als Hitler zum ersten Mal in Paris war, war Herzl schon vierzig Jahre lang tot.&lt;br /&gt;· Michael Neumann:&lt;br /&gt;o Er wirft Israel einen Rassekrieg gegen die Palästinenser vor.&lt;br /&gt;o „Wenn man sagt, diese Auffassung (Antizionismus) sei Antisemitisch, so ist es vielleicht sinnvoll, antisemitisch zu sein.“&lt;br /&gt;o „.. Das Vergiessen jüdischen Blutes als welterschütterndes Unheil anzusehen ist Rassismus, nämlich die Höherbewertung des Blutes der einen Rasse gegenüber allen anderen.“&lt;br /&gt;o Neumann rät: „wir sollten Antisemitismus niemals ernst nehmen, ja vielleicht sollten wir unseren Spass damit haben.“&lt;br /&gt;· Rabbi David Weiss::&lt;br /&gt;o „Die Zionisten sind noch schlimmer als Hitler“&lt;br /&gt;Ich gebe zu, dass es sehr einfach und unfair ist Israelkritiker sofort als Antisemiten darzustellen. Nur unsere eigenen radikalen Nationalisten sind unfähig Kritik an Israels Politik zu schlucken – so lange sie nicht ihren eigenen fundamentalistischen Kriterien entsprechen. Deshalb muss Kritik israelischer Politik zum täglichen Brot gehören, akzeptiert und offen diskutiert werden. In Israel gehört es schon seit seiner Gründung zum täglichen Brot, in unserer Extremdemokratie kein Wunder. Es liegt, meine ich, in der eigenen Beurteilung jedes Einzelnen, wie weit er mit seiner Kritik gehen will.&lt;br /&gt;Wenn es hingegen um die „Legitimation“ der Existenz Israels geht, dann trifft, so denke ich, das Adjektiv „antisemitisch“ durchaus zu. Ein weiteres Kriterium scheint mir die Weigerung zu sein, Israels „Untaten“ so darzustellen, als geschähen diese in einem Vakuum, ohne feindliche, oft mordbesessenen Feinde, denen jedes Mittel recht ist, um an ihr Ziel zu gelangen. Ich glaub mich zu wiederholen, doch unsere „progressiven“ Freunde nehmen die Wirklichkeit ausschliesslich dann zur Kenntnis, wenn sie ihrer Ideologie in den Kram passt. „Positives über Israel“, so hörte ich einst jemanden sagen, „interessiert mich nicht.“&lt;br /&gt;Mit einer recht neuen Behauptung aus diesem Milieu schliesse ich:&lt;br /&gt;Israel verhindert nicht nur die Bildung eines demokratischen, säkularen palästinensischen Staates - den die Palästinenser natürlich längst hätten, wenn es Israel nicht gäbe -, es hält auch die arabischen Länder davon ab, bei sich daheim demokratische Verhältnisse einzuführen, weil sie vor lauter Stress mit Israel dazu keine mentalen Ressourcen frei haben. Und natürlich bedroht Israel den Weltfrieden, den Nordkorea, Pakistan, Iran und China täglich aufs Neue garantieren. Träumten früher die Antisemiten von einer Welt ohne Juden, träumen die Antizionisten heute von einer Welt ohne Zionismus. Und so, wie sich die Antisemiten in ihrer Wahnwelt an die Juden klammerten, klammern sich heute die Antizionisten an Israel. So bekommt jeder Sesselpupser einen Fuß in die Tür zur Ewigkeit. Er muss nur den Satz "Nieder mit dem Zionismus!" aussprechen können, ohne sich zu verhaspeln.&lt;br /&gt;Das kann natürlich nur von Hendryk M. Broder stammen. Im Gegensatz zu den extremen Israelkritikern von ganz Links und ganz Rechts, entwickelt sich sein Sinn zu Höchstleistungen, wenn er über Spinner spinnt.&lt;br /&gt;Noch so einer: die Zeitschrift Focus soll in seiner on-line Ausgabe gemeldet haben:&lt;br /&gt;„Israel droht Iran mit Selbstverteidigung“.&lt;br /&gt;Selten habe ich so gelacht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-5134013937822437684?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/5134013937822437684/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=5134013937822437684&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/5134013937822437684'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/5134013937822437684'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/03/aus-der-fundgrube.html' title='Aus der Fundgrube'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-5247173801976605535</id><published>2007-03-15T08:38:00.000+02:00</published><updated>2007-03-15T09:19:02.874+02:00</updated><title type='text'>Links, Rechts und essen gehen</title><content type='html'>1.3.2007&lt;br /&gt;Etwas das mich immer wieder beschäftigt, ist die heutige perverse Kombination der extrem linken Politszene der sonst meist zivilisierten westlichen Welt und dem reaktionären jihadistischen Islam. Die Jihadisten morden weltweit im Namen ihrer Religion (das Christentum tat dasselbe bis vor einigen hundert Jahren) und werden von linksextremistischen Apologeten und Fans dazu ermuntert, gelobt und vor allem „verstanden“. Das ist in Europa so und in Nordamerika auch. Diese&lt;br /&gt;Situation hat zu einer fast totalen Entwertung und Verfälschung der politischen Begriffe „Links“ und „Rechts“ geführt. Die soziale Komponente hat sich zu grossen Teilen verflüchtigt – es geht, weltweit gesehen, nur noch um das Überleben der Moderne per se, der freien Gesellschaft und der Demokratie. Diese Bedrohung hat in Europa schon sehr konkrete Formen angenommen und es gibt Fachleute, die denken für das alte Europa sei es schon zu spät, der islamistische Zug zurück ins Mittelalter sei schon abgefahren. Schon sehen sie die Unterdrückung der Frau, Morde zur Erhaltung der Familienehre, Steinigungen, Köpfungen und andere kulturelle Kostbarkeiten der muslimischen Welt in die EU importiert, zum Alltag gehörend und alle Bürger verpflichtend. Nicht einmal Pornografie wird erlaubt sein. Schon ist diese Zukunft mit der Akribie eines Science-Fiction Erzählers verfasst, in Kurzgeschichten und Romanen zu lesen. Sogar Hendryk M. Broder hat sich damit beschäftigt – in seiner Darstellung Deutschlands in 2067 Jahren trägt der &lt;a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,456899,00.html"&gt;deutsche Bundespräsident einen arabischen Namen&lt;/a&gt;. Broder ist grosszügig – wenn nichts unternommen wird, könnte es schneller gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit Israels Existenz hat das wenig bis gar nichts zu tun. Wer das behauptet, glaubt einen Sündenbock gefunden zu haben, wozu, geschichtlich gesehen, wir Juden, ob in Israel oder anderswo, uns glänzend eignen. Aber Israel unterliegt derselben Bedrohung, wie andere Länder der westlichen Moderne, mit der zusätzlichen Komponente des Palästinenserproblems, einer Art Problem, das in jeder anderen Region schon vor Jahrzehnten gelöst worden wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was aber doch mit Israel und dem Hass zu tun hat, das gegen unser Land versprüht wird und unzählige, sonst vernünftig scheinende Menschen der westlichen Welt angesteckt hat, ist die krankhafte Hassproduktion gegen alles jüdische im allgemeinen und Israel im besonderen. Dieser Virus wird in arabischen Schulen systematisch gelehrt und im palästinensischen Schulsystem perfektioniert. Soeben ist eine Übersicht über dieses Phänomen erschienen, in dem der Lehrstoff des zwölften Schuljahres palästinensischer Schulen veröffentlicht und kommentiert wird. Sie zeigt, wie der frühere, vom künstlichen Nationalismus motivierte Hass inzwischen zum von Religion motivierten Hass mutiert ist, der den lieben Gott für seine Sache bemüht. Diese hervorragend dokumentierte Fleissarbeit von 38 Seiten lege ich diesem Tagebucheintrag als Attachment bei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir feiern Purim. Einen Bösewicht der heutigen Tage, der uns umbringen will wie der Haman der Purimgeschichte, habe ich als Einzelnen nicht ausgemacht, es gibt heute mehr als nur einen, auch wenn sich, nicht nur weil er Perser ist, sich Mahmoud Ahmedinejad anbietet. Jenen unter Uris Tagebuch lesenden Freunden, welche die Purimgeschichte nicht kennen, habe ich hier eine kurze Zusammenfassung einkopiert, die von Rabbiner Dr. Joel Berger in Deutschland verfasst worden und in der Website des Zentralrats der Juden in Deutschland zu finden ist.&lt;br /&gt;PURIM&lt;br /&gt;Von Dr. Joel Berger, Landesrabbiner a.D.&lt;br /&gt;Im Monat Adar begehen wir das Purim-Fest, den heiteren Höhepunkt des jüdischen Jahres. Es ist daher verständlich, wenn man dieses Fest, das nur einen einzigen Tag dauert, etwas ausdehnen und verlängern möchte. Die Quelle der Freude liegt in jenen Ereignissen, die uns das biblische Buch Esther, die Lektüre des Festes, überliefert: Die Heldin des Buches, eine jüdische Frau wird Königin in Alt-Persien. So gelingt es ihr mit Hilfe ihres Onkels Mordechaj, die Juden Persiens vor der drohenden Ausrottung durch den Bösewicht, Minister Haman, zu vereiteln. Nur ein einziges Mal traten im Altertum Juden aus einer Auseinandersetzung siegreich hervor und konnten so ihr Leben retten! Dies ist sicherlich ein hinreichender Grund für ein ausgelassenes Fest.&lt;br /&gt;Was das Esther Buch und seine Aussage betrifft, waren sich die Rabbiner unschlüssig über seinen bleibenden Wert: Die Gelehrten behaupteten, dass sich bis zum Auftritt des persischen Bösewichts Haman noch nie ein Präzedenzfall ergeben hatte, bei dem das gesamte jüdische Volk eines Weltreiches ausgerottet werden sollte. Darum, so die Rabbiner, sei diese Geschichte einmalig. Spätere Generationen würden die Geschichte nicht nachvollziehen oder verstehen können, deshalb müsse das Buch auch nicht in den biblischen Kanon aufgenommen werden. Viele Gelehrte beurteilten die Esther-Geschichte als völlig irrelevant, da sie sich, ihrer Meinung nach, nicht wiederholen würde, so dass kommende Geschlechter aus der Geschichte also keinen Nutzen ziehen könnten.&lt;br /&gt;Die Geschichte bestätigte jedoch auf grausame Weise die Meinung derjenigen, die die Vorfälle dieses geplanten Genozids für wiederholbar hielten und bereit waren, die Esther-Geschichte als einen Teil der Schrift zu bewahren. Esther wird vom Talmud als eine der sieben Prophetinnen der Israeliten gewertet. Die Aussage ihres Buches ist dem Talmud zufolge eine Botschaft über Zeit und Raum hinaus; Esther erkannte instinktiv, dass sich diese Existenzbedrohung wiederholen könne. Darum nahmen die Weisen letztendlich Esthers „Antrag“ an und hielten die Purimgeschichte in die Heilige Schrift fest.Ich muss gestehen, dass ich in der Vergangenheit das Purimfest, wegen der darin demonstrierten Schadenfreude nicht mochte und das auch offen aussprach. Wenn wir uns aber die heutige Welt ansehen und die neuen Gefahren für uns Juden zur Kenntnis nehmen, dann denke ich, dass dieser jüdische Feiertag, wie viele andere ein Fest des Überlebens, heute so aktuell ist, wie das letzte Mal vor sechs, sieben Jahrzehnten. So lasset uns feiern, nach alten bewährten jüdischen Motto: „Sie wollten uns umbringen, wir haben sie besiegt, so lasset uns essen!“.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-5247173801976605535?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/5247173801976605535/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=5247173801976605535&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/5247173801976605535'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/5247173801976605535'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/03/links-rechts-und-essen-gehen.html' title='Links, Rechts und essen gehen'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-5822794477723887242</id><published>2007-03-15T08:36:00.000+02:00</published><updated>2007-03-15T09:23:09.064+02:00</updated><title type='text'>Die damalige arabische Presse zum Flüchtlingsproblem</title><content type='html'>24.2.2007&lt;br /&gt;Zwei Astronauten, soeben auf dem Mars angekommen, gehen auf dem Planeten spazieren. Der eine wundert sich, ob es auf dem Mars wohl Sauerstoff gäbe. Sein Kollege schlägt vor: „Zünden wir doch ein Streichholz an, wenn es brennt wissen wir, dass es Sauerstoff gibt.“ Er zieht eine Streichholzschachtel aus der Tasche seines Weltraumanzugs und will ein Streichholz anzünden. Da rennt ihm ein grünes Marsmännchen entgegen und ruft ihm zu: „Gott behüte, nicht anzünden!“ Es kommen noch weitere grüne Marsmännlein und Marsweiblein und rufen: „Nicht anzünden, nicht anzünden!“ Der Astronaut will wissen warum er das Streichholz nicht anzünden soll, es sei doch im Namen der Wissenschaft. Die grünen Marsmenschen rufen ihm zu: „Heute ist Schabbes, heute ist Schabbes!.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soviel zur Universalität des Judentums.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus der linken Hasbara Szene (Hasbara heisst auf Hebräisch Öffentlichkeitsarbeit und ist die Bezeichnung dessen, das vom offiziellen Israel auf einem Niveau fast vollkommener Talentlosigkeit betrieben wird) wurden mir Zitate mit Quellenangaben unter die Nase gehalten, die ich unbedingt weiter geben will. Sie beweisen, dass arabische Propaganda zu einem wesentlichen Teil erlogen ist. Doch ist ebenso belegt, dass Israel die Gelegenheit des arabischen Angriffs in 1948 auf seine Art benutzte, einen Teil der Araber Palästinas loszuwerden – etwas, das ohne diesen von den arabischen Staaten ausgelösten Krieg und der arabischen Missachtung des UNO-Beschlusses 181 nicht geschehen wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier, bitteschön, die Zitate aus der arabischen Presse und einem Zitat aus einer holländischen Zeitung. Ich habe jedes Zitat ins Deutsche übersetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;QUOTE: "The Arab states which had encouraged the Palestinian Arabs to leave their homes temporarily in order to be out of the way of the Arab invasion armies, have failed to keep their promise to help these refugees." The Jordanian daily newspaper Falistin, Feb 19, 1949.&lt;br /&gt;“Die arabischen Staaten, die die palästinensischen Araber ermuntert haben, ihr Heim zeitweilig zu verlassen, um den arabischen Invasionsarmee nicht im Wege zu stehen, haben ihr Versprechen diesen Flüchtlingen zu helfen, nicht gehalten”. (Die jordanische Tageszeitung Falastin, 19. Feb. 1949)QUOTE: "For the flight and fall of the other villages it is our leaders who are responsible because of their dissemination of rumours exaggerating Jewish crimes and describing them as atrocities in order to inflame the Arabs..." The Jordanian daily newspaper, Al Urdun, April 9, 1953.&lt;br /&gt;„Für die Flucht und den Fall anderer Dörfer sind unsere Führer verantwortlich, denn sie waren es, die weit übertriebene Gerüchte über jüdische Untaten streuten und diese Gräueltaten nannten, um die Araber aufzuhetzen…..”.&lt;br /&gt;(Die jordanische Tageszeitung Al Urdun, 9. April 1953)QUOTE: "The 15th May, 1948 arrived... on that day the Mufti of Jerusalem appealed to the Arabs of Palestine to leave the country, because the Arab countries were about to enter and fight in the stead." The Egyptian daily Akhbar El Yom, Oct 12, 1963.&lt;br /&gt;"Der 15. Mai 1948 traf ein ...... an diesem Tag appellierte der Mufti von Jerusalem an die Araber Palästinas, das Land zu verlassen, weil die arabischen Staaten bereit waren einzumarschierenund zu kämpfen.”&lt;br /&gt;(Die ägyptische Tageszeitung Akhbar El Yom, 12. Oktober 1963).: QUOTE: "The fact that there are these refugees is the direct consequence of the act of the Arab states in opposing partition and the Jewish state. The Arab states agree upon this policy unanimously and they must share in the solution of the problem." Emile Ghoury, secretary of the Palestinian Arab Higher Committee, in an interview with the Beirut Telegraph Sept. 6, 1948.&lt;br /&gt;„Die Tatsache, dass es Flüchtlinge gibt, ist die direkte Konsequenz der Tatsache, dass die arabischen Staaten sich die Teilung [Palästinas] und einem jüdischen Staat widersetzten. Die arabischen Staaten stimmten dieser Politik einstimmig überein und sie müssen sich in der Lösung des Problems teilen”. (Emile Ghoury, Sekretär des palästinensischen Höheren Komitees, in einem Interview mit dem Beirut Telegraph, 6. September 1948)"Who brought the Palestinians to Lebanon as refugees, suffering now from the malign attitude of newspapers and communal leaders, who have neither honor nor conscience? Who brought them over in dire straits and penniless, after they lost their honor? The Arab states, and Lebanon amongst them, did it." The Beirut Muslim weekly Kul-Shay, Aug. 19, 1951.&lt;br /&gt;„Wer brachte die Palästinenser als Flüchtlinge in den Libanon, wo sie von der bösartigen Haltung der Zeitungen und der lokalen Führer zu leiden hatten, welche weder Ehre noch Gewissen hatten? Wer brachte sie voller Nöte und ohne Geld, nachdem sie ihre Ehre verloren hatten? Die arabischen Staaten und der Libanon war einer davon“. (Die Beiruter Wochenzeitschrift Kul-Shai, 19. August 1951.)&lt;br /&gt;QUOTE: "The Palestinian People does not exist. The creation of a Palestinian state is only a means of continuing our struggle against the state of Israel for our Arab unity. In reality today there is no difference between Jordanians, Palestinians, Syrians and Lebanese. Only for political and tactical reasons do we speak today about the existence of a Palestinian people, since Arab national interests demand that we posit the existence of a distinct 'Palestinian people' to oppose Zionism." Zahir Musehin (Palestine Liberation Organisation executive committee member. March 31, 1977 in the Dutch newspaper 'Trouw')&lt;br /&gt;“Das palästinensische Volk gibt es nicht. Die Schaffung eines palästinensischen Staates ist nur ein Mittel im Kampf gegen den Staat Israel für die arabische Einheit. In der heutigen Wirklichkeit gibt es keinen Unterschied zwischen Jordaniern, Palästinensern, Syrern und Libanesen. Ausschliesslich aus politischen Gründen sprechen wir heute vom palästinensischen Volk, da das nationale arabische Interesse verlangt, durch die Existenz eines „palästinensischen Volkes“ dem Zionismus zu widerstehen“.&lt;br /&gt;(Zahir Musehin, Mitglied des Exekutivkomitees der PLO, 31. März 1977, in der holländischen Zeitung ‚Trouw’.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Diese Zitate und der daraus ersichtliche Nachweis der (teilweisen) arabischen Geschichtslüge, entbindet Israel grundsätzlich nicht davon, wenigstens heute Frieden und Zusammenleben mit den sich heute Palästinenser nennenden ehemaligen Arabern und der gesamten arabischen Welt zu suchen. Leider ist auch bei uns in Israel eine Subkultur des Araberhasses entstanden, die sich zwar nicht mit dem Judenhass der arabischen Welt vergleichen lässt (wo sie alles anderem als eine Subkultur ist), die ich als extrem unjüdisch empfinde und die seit Mitte Siebziger Jahre nicht nur unter den Siedlern der besetzten Gebiete der Westbank, sondern auch in anderen Teilen des Volkes Anhänger gefunden hat. Das sind Früchte rassistischer Ideologien und Religion, doch auch die Folge des palästinensischen Terrors. Ähnlich wie bei Überlebenden der Shoah, sind unter Überlebenden und Familien von Terroropfern, solche zu finden, die es nicht fertig bringen (und dafür kann man ihnen keinen Vorwurf machen) auf ihre Hassgefühle zu verzichten und auf der anderen Seite gibt es Überlebende und Familien, die den Dialog mit unseren Feinden suchen und finden, mit denen sie gemeinsam ihre schrecklichen Erfahrungen zu verarbeiten versuchen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-5822794477723887242?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/5822794477723887242/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=5822794477723887242&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/5822794477723887242'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/5822794477723887242'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/03/die-arabische-presse-zum.html' title='Die damalige arabische Presse zum Flüchtlingsproblem'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-4568687640775039209</id><published>2007-03-15T08:33:00.000+02:00</published><updated>2007-03-15T09:20:31.866+02:00</updated><title type='text'>Apartheid ?</title><content type='html'>16.2.2007&lt;br /&gt;Ich habe Jimmy Carters Buch noch nicht gelesen – der Freund, der es mir aus der Schweiz gebracht hat (in Israel konnte ich es nicht finden), liest es zur Zeit noch selbst. Immerhin den Titel „Palestine: Peace Not Apartheid“ (vier Worte) habe ich mitgekriegt und ist es wert, Gedanken darüber zu verlieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst wollen wir Ordnung schaffen: was meint Carter damit? Apartheid in den besetzten Gebieten oder Apartheid gegenüber Israels arabischer Bevölkerung. Ich möchte hier über angebliche Apartheid in Israel selbst schreiben, denn was in den besetzten Gebieten passiert, passiert unter einer Kriegs- oder Besatzungsrecht, das Rechte eines grossen Teiles der Bevölkerung begrenzt. Apartheid ist das nicht, es ist simpler Selbstschutz – vielleicht übertrieben (darüber kann diskutiert werden), aber er beruht nicht auf Rassismus, sondern auf dem Überlebenswillen Israels. Vor dem Ausbruch der zweiten Intifada war die Westbank offen, Israelis fuhren dorthin, Palästinenser kamen nach Israel – beide um Geschäfte zu tätigen oder Freunde zu besuchen. Arafats Politik der Gewalt schob dem im Herbst 2000 einen Riegel und als Resultat davon, leidet die die palästinensische Bevölkerung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Apartheid ist etwas, das gegen Teile der eigenen Bevölkerung gerichtet ist. Apartheid beruht auf rassistischen Gesetzen, die einem Teil der Bevölkerung Rechte verwehren, die für den anderen Teil dieser Bevölkerung gelten. Der diskriminierte Bevölkerungsteil wird als minderwertig deklariert. Dazu gehören sämtliche Rechte, die in einer Demokratie selbstverständlich sind, wie volle politische Rechte, volle Bewegungsfreiheit und Meinungsfreiheit. All dies ist in Israel gesichert, sie werden von allen Bürgern, Juden und Arabern, wahrgenommen – oft auch bis zum Exzess ausgenützt. Unsere Minderheiten sind im Parlament (Knesset) vertreten, geniessen den Schutz des israelischen Sozialwesens, wählen wen sie wollen, wobei, das muss festgestellt werden, kaum die Hälfte der arabischen Bevölkerung arabische Parteien wählt, viele wählen traditionelle israelische Parteien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die inhärente Meinungsfreiheit der israelischen Demokratie wird missbraucht. Das geschieht in der Knesset, wo Vertreter extremistischer Parteien, Juden, Araber, fromme und unfromme Nationalisten, sich oft unflätig benehmen, dessen arabische Vertreter (nicht alle) im arabischen Ausland Israel beschimpfen und zum Krieg gegen den Staat der Juden ausrufen, obwohl sie dessen gewählte Vertreter sind. Es geschieht ihnen nichts, das westlich-demokratische Konzept der Meinungsfreiheit schützt sie – und das ist gut so.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was es gibt, wen man so will, ist eine freiwillige Apartheid der Pflichten. Wie die israelische Bürgerpflicht, das Land zu verteidigen, also Militärdienst zu leisten, dem nur ein kleiner Teil muslimischen Bürger nachkommt. Oder auch in anderen Dingen, wie sich öffentlich für den Staat einzusetzen – etwas das von vielen jüdischen Bürgern kritisch beobachtet wird und seinen Teil dazu beiträgt, dass unsere arabischen Bürger (ungerechterweise und oft pauschal) von vielen Juden (und Drusen) mit Argwohn angesehen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Gush Segev, im westlichen Galiläa, gibt zur Zeit ein Fall antiarabischer Diskriminierung zu reden. Es ist, meines Wissens, der zweite Fall dieser Art in Israel. Ein arabisches Ehepaar, beide Architekten, die in der berühmten Schule Bezalel in Jerusalem studiert hatten, wollen in Rakefet ein Haus kaufen. Dazu mussten sie sich bei einem Auswahl-Komitee dieses Dorfes interviewen lassen und wurden abgewiesen. Der Frau wurde vorgeworfen, sie sei zu individualistisch, ihrem Mann fehle soziale Kompetenz (im Haaretz wurde die hebräische Begründung mit „lacks sufficient interpersonal sophistication“). Sophistication heisst auf Deutsch „Kultiviertheit“ oder „hoher Entwicklungstand“. Wie sich das mit dem Entscheid diese Komitees verträgt, kann jeder selbst urteilen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Gush Segev wohnen unsere Kinder, also rief ich meinen Schwiegersohn Motti an, dessen beträchtliche analytische Ader ich nutzen wollte. Was steckt hinter einem Skandal mit offensichtlich rassistischem Hintergrund? Umso mehr, als die Juden im Gush Segev als ideologisch progressive Menschen gelten, die den Kontakt zu den arabischen Mitbürgern suchen und viel von Koexistenz reden. Die eine jüdisch-arabische Schule errichteten, um diese Koexistenz zu fördern. Einmal mehr, schien mir, dass Liberalität nur so lange ausgeübt wird, so lange sie nicht persönliche Verpflichtung fordert und der Andere, Nachbar nicht im entfernten Dorf, sondern im Haus daneben wäre. Was könnte dahinter stecken?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt Gründe dafür. Akzeptabel sind sie nicht. Noch sitzt den jüdischen Bewohnern des Gush Segev die arabische Revolte im Oktober 2000 im Nacken. Auch wenn sich seitdem das Verhältnis mit den arabischen Nachbarn gebessert hat, sind die Steine und die Gewalt der Araber von Sakhnin und Arabe nicht vergessen. Sie haben das Verhältnis zwischen den zwei Bevölkerungsgruppen bis heute getrübt. Der wirtschaftliche Schaden für arabische Dörfer und Städte hat sich gelindert, aber Vorbehalte sind geblieben. Auch hilft es nicht, wenn in den Einkaufszentren von Carmiel, der „Hauptstadt“ dieser Region, sich arabische Jugendliche Freiheiten gegenüber jüdischen Mädchen nehmen, die sie in ihrer eigenen geschlossenen Gesellschaft mit ihrem mittelalterlichen Ehrenkodex nicht auszuüben wagen würden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn die oben erwähnte arabisch-jüdische Schule Erfolge vorweisen kann, ist sie für ein Zusammenleben ohne Vorbehalte nicht genug. Die arabischen Kinder dieser Schule, werden von ihren Eltern dorthin geschickt, um ihnen eine bessere Integration in die israelische Gesellschaft zu ermöglich. Sie lernen Hebräisch ohne Akzent, sie lernen die jüdische Mentalität und Umgangsformen verstehen und sich einer modernen offenen Gesellschaft anpassen, etwas, das nicht erst und zu spät an der Universität gelernt werden kann. Das ist positiv. Das gilt natürlich auch im umgekehrten Sinn für jüdische Schüler an dieser Schule. Jüdische Kinder werden von ihren Eltern aus ideologischen Gründen gesandt, um zu lernen Kindern einer anderen Kultur zu verstehen und als Freunde zu gewinnen und, natürlich, Arabisch zu lernen. Es scheint, dass diese Schule und kommerzielle Kontakte zwischen Arabern und Juden noch nicht genügen, mehr muss zur gegenseitigen Integration und Akzeptanz getan werden – von beiden Seiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist anzunehmen, dass das Auswahl-Komitee, einer meines Wissens illegale Institution, seinen Entscheid vor Gericht wird verantworten müssen. Doch fragt es sich, ob sich jemand, dessen Anwesenheit nicht erwünscht ist, es über sich bringen würde, neben Nachbarn zu leben, die ihn grundsätzlich nicht neben sich haben wollen. Da nützen die besten Gerichtsentscheide nicht, denn Abneigung und Vorurteile können sie nicht wegurteilen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Apartheid ist das alles nicht. Es ist der Ausdruck fehlender Empathie und seelischer Rohheit weniger, der bestimmt den israelischen Gesetzen zuwiderläuft. So wie der in der Schweiz bestehende Rassismus Einzelner und Gruppen gegenüber Fremden und Juden gerichtlich verfolgt werden kann, auch wenn sich Vertreter öffentlicher Verbohrtheit (Dummheit schreibe ich unter keinen Umständen, auch wenn es zutrifft) aus den Rängen rechtsradikaler Parteien gegen dieses Gesetz sträuben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-4568687640775039209?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/4568687640775039209/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=4568687640775039209&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/4568687640775039209'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/4568687640775039209'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/03/apartheid.html' title='Apartheid ?'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-6105511026578063254</id><published>2007-03-15T08:31:00.000+02:00</published><updated>2007-03-15T09:21:57.881+02:00</updated><title type='text'>Das Fachwörterbuch</title><content type='html'>Je nach ideologisch diktierter politischer Korrektheit, mangelnder Information und geliebten Vorurteilen und gelegentlich persönlicher Bösartigkeit hat sich auch zu unserem Hauskonflikt ein besonderes Vokabular entwickelt. Ami Isseroff hat englische Ausgabe erstellt und ich finde eine deutschsprachige Version nicht weniger notwendig. Deshalb habe ich eine solche entwickelte und stelle sie hier vor. Damit will ich Extremisten beider Seiten ärgern – jene, die alles Schlechte Israel anlasten und sogar seine Existenz bekämpfen – also die extreme Linke und jene Supernationalisten, die vor lauter missverstandenem Zionismus vor nichts zurückschrecken. Es ist zu erwarten, dass dieses Wörterbuch mit seinen teilweise kriminellen Ausdrücken von einigen wie selbstverständlich für die „andere Seite“ gelten soll. Also, hier bitte, alphabetisch geordnet, Uris Wörterbuch politischer Begriffe der arabisch-israelischen „Suche nach Frieden“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aberglauben – was die andere Seite glaubt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Absage an die Gewalt – ein Versprechen die Gewalt outzusourcen an jemanden, den man „nicht kennt“ und so verleugnen kann&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aktivist – Säuglingsmörder&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Apartheid (israelische) – das Bestreben Terroristen von seinen Opfern und Autodiebe von den Autos zu trennen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausgewogene Reaktion – genau so viele Leute der anderen umbringen, um damit Racheakte sicherzustellen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Befreiung – der Prozess andere Menschen aus ihrer Heimat zu verjagen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Demokratie – ein Regierungssystem, das uns erlaubt den anderen zu sagen was sie zu tun hätten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dialog – zwei Monologe&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diplomat – von uns beschäftigte Lügner&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ethnische Säuberung – ein Prozess in dem unser eigenes Volk von seinem Heim verjagt wird&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frieden – siehe Koexistenz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geistiger Führer – ein religiöser Anführer, der zum Morde an Babies der anderen anstiftet&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerechtigkeit - eine Situation, in der unsere Seite ihre Rechte bekommt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gewaltlosigkeit – was von den anderen verlangt wird&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heilig – Was immer unsere Seite glaubt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heilige Orte – ein Ort den die andere Seite beansprucht&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Historische Rechte – alle Rechte,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Koexistenz - synonym mit Frieden: wir sitzen auf ihrem Land und sie tun was wir sagen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kriegsverbrechen – jede Aktion, die den Widerstand bekämpft (siehe Widerstand)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kriegsverbrecher – die Mörder unserer Babies&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Legitim – ein Adjektiv für unsere eigenen Rechte&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lügner – Diplomaten der anderen Seite&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lügen – jeder Aussage der anderen Seite, die uns nicht gefällt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Märtyrer – Mörder ihrer Säuglinge&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Menschen – wir&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Menschenrechtsverletzungen – jede Aktion die die Rechte von Menschen verletzt (siehe Menschen)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Militante – Säuglingsmörder&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Moralischer Relativist – jemand, der nicht versteht, dass Befreiung legitim und ethnische Säuberungen ein Verbrechen ist (siehe oben Legitim und Befreiung)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Propaganda – siehe Lügen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rechte – Was immer unsere Seite will&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Religiöse Fanatiker – religiöse Führer, der zum Babymord anstiftet&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Religiöse Rechte – das Recht heilige Zeremonien und einen heiligen Glauben auszuüben&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbstverteidigung – Mord der Babies der anderen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sicherheit – eine Situation, in der nur die Babies der anderen ermordet werden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sicherheitszaun – siehe Apartheid (israelische)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Staatsmann – ein Gauner, der noch nicht erwischt wurde&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Spirale der Gewalt – Ausdruck um Schuld auf die anderen abzuschieben&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verhandlungen – ein Wettbewerb um festzustellen wer länger NEIN sagen kann&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Waffenstillstand – eine Periode, in der Gewalt abgestritten werden kann&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wahrheit – die korrekte und einzig richtige Wahrheit aus unserer Sicht&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Widerstand – Mord an ihren Säuglingen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zivilgesellschaft – bewaffnete Banden, Islamischer Jihad und Hamas werden in einem kürzlich erschienen Buch als Zivilgesellschaften bezeichnet&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-6105511026578063254?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/6105511026578063254/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=6105511026578063254&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/6105511026578063254'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/6105511026578063254'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/03/das-fachwrterbuch.html' title='Das Fachwörterbuch'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-116785236874297998</id><published>2007-01-03T21:22:00.000+02:00</published><updated>2007-01-03T21:26:08.816+02:00</updated><title type='text'>Talibanmanieren in Israel</title><content type='html'>3.1.2006 – Talibanmanieren in Israel&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herr &lt;a href="http://www.answers.com/topic/yosef-sholom-eliashiv"&gt;Rabbiner Yosef Elyashiv&lt;/a&gt;, versucht zurzeit eine Art jüdische Talibanherrschaft unter seinen weiblichen Schäfchen einzuführen. Elyashiv ist das Haupt der aschkenasischen Haredim, den Litwaker Ultra-Orthodoxie (Litwak=Litauen), das aschkenasische Gegenstück zum sephardischen Rabbi Ovadia Josef. Schon sein Vorgänger, Rabbi Eleazar Schach, war ein bitterer Gegner des Zionismus – auch wenn weder er noch Elyashiv so weit gehen, wie die kuriosen Männer mit Bart und Schläfenlocken, die an Ahmedinejads Holocaust-Verleugnungs Kongress in Teheran teilnahmen. Elyashivs totalitärer Einfluss ist vor allem in Bnei Brak und Jerusalem, aber auch in anderen Orten zu spüren, wo er die Mehrheit seiner Anhänger in bewusster Armut und Ignoranz hält. Da ich persönlich, vielleicht ist es ein unschönes Vorurteil, doch haben wir immerhin etwas Ultra-Orthodoxie in der Familie (wenn auch Hassidim, die etwas mehr Freude in ihrem Leben haben dürfen als ihre Litwaker Cousins). Zurzeit kommt Eliyashiv und sein Rat der Weisen in mein Visier, weil er eine Kampagne gegen Frauen vom Zaun reisst. Als erstes verbot er ultra-orthodoxen Frauen akademische Ausbildung. Diese Frauen, die ganz offiziell für das Einkommen und somit für das Überleben ihrer Familien verantwortlich sind – während ihre Ehemänner die Thora studieren – sind natürlich daran interessiert mit ihrer Arbeit ein Optimum an Einkommen zu generieren. Dazu studieren sie, viele werden Lehrerinnen, all das zusätzlich zu den Familienpflichten und den zahlreichen Schwangerschaften in den ihnen dazu zur Verfügung stehenden Jahren. Elyashiv und sein Rat der Weisen, begrenzen nun ihre Ausbildungsmöglichkeiten und damit ihr Einkommenspotential. Schon ein BA (Bachelor of Arts) ist nun verboten. Dahinter steht, so wenigsten erkläre ich mir das, die Angst vor selbständigen Frauen, vor einem Lebensstandard, der haredischen Familien mehr Unabhängigkeit für sich selbst und von seinen „geistigen“ Führern verschaffen könnte. Mein Freund Howard, ein modern Orthodoxer denkt zwar, dass die meisten dieser Frauen auf Elyashivs Vorschriften pfeifen werden, doch bin ich da anderer Ansicht. Die Angst und die Unfähigkeit sich von der haredischen Machtstruktur zu lösen, wird es nur wenigen erlauben, sich dem Machtwort des Rabbi zu widersetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute wurde Rabbi Elyashivs Streich 2 bekannt gegeben. Frauen dürfen nicht mehr rote Kleider tragen. Das sei aufreizend und es gäbe irgendeine Tradition, welche rote Farbe für Frauenkleidung verbietet. Elyashiv und sein Rat der Weisen haben die Anweisung erlassen Damenkonfektion nur noch in rund dreissig von ihnen als koscher erklärten Kleiderläden in Bnei Brak einzukaufen. Dieser neuesten Entwicklung gingen zahlreiche Attacken auf  nicht züchtig genug bekleidete Frauen voraus, deren Kleider von frömmelnden Züchtigkeitswächtern sogar mit Bleichmittel bespritzt worden sind. Ins gleiche Kapitel gehören auch tätliche Angriffe auf Frauen, die es wagten in „koscheren“ Bussen im vorderen, für Männer reservierten Teil, zu sitzen. Auch hier ist die Tradition nur das zu tun, was der Rabbi sagt, so stark eingefleischt, dass dieser neueste rabbinische Furz mit ganz wenigen Ausnahmen befolgt werden wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt warten wir auf den nächsten frauenfeindlichen Streich. Könnte es sein, dass meine obigen Erklärungen falsch sind und diese Massnahmen nur der Ausdruck von Neid alter Männer sind, die ihn nicht mehr hochkriegen und deshalb ihre Macht missbrauchen?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-116785236874297998?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/116785236874297998/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=116785236874297998&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/116785236874297998'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/116785236874297998'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/01/talibanmanieren-in-israel.html' title='Talibanmanieren in Israel'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-116785198707496064</id><published>2007-01-03T21:18:00.000+02:00</published><updated>2007-01-03T21:19:47.210+02:00</updated><title type='text'>Rauchen ist tödlich</title><content type='html'>28.12.2006 - Rauchen ist tödlich&lt;br /&gt;Erst möchte ich mich für den verstümmelten Satz in meinem Tagebucheintrag vom 26.12.2006 entschuldigen. Es ging um Schalom Ben-Chorin und der Satz hätte heissen sollen: „Mich Schalom Ben-Chorins Meinung anschliessend, dass Jesus lebte, stelle ich hier nur zwei Punkte zur Diskussion“. Leider bin ich nicht in der Lage einen Korrektor einzustellen und so solch peinliche Fehler zu vermeiden. Sorry!&lt;br /&gt;„Rauchen ist tödlich“ steht auf allen Zigarettenpäckchen in der Schweiz. Darüber bin ich noch immer zutiefst beeindruckt, wundere mich jedoch, dass das Zigarettengeschäft trotz diesen geschäftsschädigenden Warnungen, trotz astronomischen Preisen und trotz allgemeinem Wissen über die Tödlichkeit des Rauchens, noch immer ein profitables Geschäft zu sein scheint.&lt;br /&gt;Rauchen ist nur eine der vielen Süchte, es gibt andere Drogen, die süchtig machen und nicht weniger tödlich sind. So wie extremistische Ideologien, die auf Hass, Massenmord und Todessehnsucht für sich und Unbeteiligte bauen und deren einziges Ziel es ist eine andere Kultur, Religion, ein anderes Land und sein Volk auszulöschen – nur wie sie anders sind, auch weil sie besser und erfolgreicher sind, als die fanatischen Hasser und ihre Weltsicht. Dazu kommt, dass Rauchen vor allem für den Raucher selbst schädlich bis tödlich ist, während politischer Religions- und Rassenhass alle bedroht, die ihm nahe oder in seinem Visier sind.&lt;br /&gt;Darum denke ich, dass der Vermerk „Rauchen ist tödliche“ auch in der Weltpolitik in angepasster Form verwendet werden sollte. „Islamofaschismus ist tödlich“, „Nazis sind tödlich“, „Extremismus ist tödlich“ – solche Warnungen sollten jede Meldung und jedes Erwähnen dieser Phänomene begleiten. Möglichkeiten zur Anwendung gibt es viele. Nur wer beide Augen fest geschlossen hält und zudem den Kopf in den Sand steckt, nimmt nicht wahr, dass die sich Welt ändert, dass die westliche Zivilisation und ihre Errungenschaften, die, zugegeben, nicht alle wundervoll sind, ernsthafte Konkurrenz erhalten hat. Wie einst Attila und seine Hunnen oder Dschingis Khan (nicht Kahn) ist eine barbarische Gefahr entstanden, die weder zivilisatorisch oder ethisch Alternativen bietet, sondern unserer westlichen Demokratie und ihrer freien Gesellschaft nur Totalitarismus entgegenzusetzen hat. Deshalb denke ich, dass in der Schweiz und im restlichen Europa eine Kampagne zur Augenöffnung lethargischer Bürger stattfinden muss – falls es nicht schon zu spät ist. Immer wieder lese und höre ich in der deutschen, englischen und Schweizer Presse über „Eurabien“, das heute schon existiere und nur noch nicht offiziell wahrgenommen werde. Die Völkerwanderung hat schon vor Jahrzehnten begonnen – die sinkende Geburtenzahl der Europäer schuf ein Vakuum in Europa und ein Vakuum wird automatisch gefüllt. Früh schon stellte Max Frisch fest: „Man rief Arbeitskräfte und es kamen Menschen“. Das war eine zutiefst menschliche Feststellung und konnte, so jedenfalls sehe ich es, nur in der heutigen humanistischen Kultur Europas entstehen. Auch heute braucht Europa mehr Menschen, jedoch solche, die sich in ihr Gastland integrieren (nicht assimilieren) und nicht ihre überholten und zum Teil barbarischen Traditionen ihren Gastgebern aufoktroyieren wollen.&lt;br /&gt;„Rauchen ist tödlich“ gilt für missverstandenen Multikulturalismus, Liberalismus (das Wort Toleranz ist mir in diesem Zusammenhang zuwider) und politische Korrektheit, die auf ein eigenes Ich zu Gunsten eines falschen und nicht hinterfragten Verständnisses für herzige „Andere“ verzichtet. Denn das was der aggressive Islam (es gibt auch einen anderen, der sich leider kaum artikuliert) von uns fordert, wird im umgekehrten Fall, in den Ländern seiner Herkunft, nicht toleriert und sogar bestialisch bestraft. Erst wenn in Saudiarabien Kirchenglocken läuten und mit dem Muezzin einen freundschaftlichen Wettstreit beim Ruf zum Gebet abhalten, erst wenn es keine Christenverfolgungen in arabischen Ländern mehr gibt – Judenverfolgungen sind kein Thema mehr, denn praktisch alle Juden sind schon vor Jahrzehnten aus arabischen Ländern unter Hinterlassung ihres Besitzes verjagt worden – wenn Vielfalt von Religionen, Traditionen und Kulturen nicht nur für sich, sondern für alle gefordert und vorgelebt wird – dann können wir aufatmen. Damit will ich nicht der zur Zeit in der Schweiz von rassistischen „patriotischen“ Kreisen gegen den Bau von moslemischen Friedhöfen und Moscheen mit Minarett veranstalteten Hatz das Wort reden, doch müssen diese muslimischen Bestrebungen Teil des Willens zur Integration sein. Hier in Israel haben das die meisten begriffen. Besonders die genannte „Linke“ wie „Frieden jetzt“ und andere Gruppieren des israelischen Friedenslagers, wissen das und wollen vor allem das Überleben Israels sichern, ohne dem Hass unserer eigenen Rechtsextremisten zu erliegen, die Gefahr laufen, der Mentalität unserer jihadistischen Gegner zu verfallen. Bewegungen wie „Frieden jetzt“, auch wenn ich mich nicht mit allen ihren Aussagen identifiziere, tragen bei, mit realistischem Humanismus dem starken jüdisch-religiösen Extremismus eine Alternative entgegenzusetzen. Das zeigt, dass „Die Seele Israel“, entgegen der Meinung meines Freundes Ernest Goldberger, nicht zu einem schlechten Witz verkommen ist. Die Alternative wäre nationaler Selbstmord.Zum Abschluss ein Aufruf, der so wird gehofft, Leben retten kann und ganz genau ins oben beschriebene Thema passt und es illustriert. Die achtzehnjährige Iranerin Nazanin Fatehi soll gehängt werden, weil sie und ihre Nichte sich gegen die Vergewaltigung durch drei Basiji-Wächter gewehrt hat. Hier sind drei Links, der erste für den Aufruf, während der zweite und dritte die religiöse Menschenverachtung der iranisch-islamischen Welt illustriert, deren Totalitarismus (nicht nur den iranischen) ich oben angetönt habe.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-116785198707496064?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/116785198707496064/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=116785198707496064&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/116785198707496064'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/116785198707496064'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/01/rauchen-ist-tdlich.html' title='Rauchen ist tödlich'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-116785187931499759</id><published>2007-01-03T21:17:00.000+02:00</published><updated>2007-01-03T21:17:59.430+02:00</updated><title type='text'>Olmerts Weihnachtsgabe</title><content type='html'>26.12.2006 – Olmerts Weihnachtsgabe&lt;br /&gt;Weihnachtsstimmung bemerkt man als Jude in Israel vor allem durch die Medien. Christliche Freunde haben wir hier fast keine, wir selbst feiern natürlich Chanukka, zünden, wo immer wir gerade sind, acht Tage lange abendlich Kerzen an und freuen uns ganz besonders, wenn wir es mit unseren Enkeln tun können.&lt;br /&gt;Nicht ganz neu, aber dafür immer wieder sonderbar, wenn nicht pervers, ist die in dieser festlichen Zeit jährlich wiederkehrende Behauptung Jesus sei Palästinenser gewesen – was insofern stimmt, dass zur Zeit der Römer alle Juden im römischen Palästina, Bürger Palästinas waren. Die römischen Gesetze waren so. Dass sich aber die arabischen Palästinenser der heutigen Tage als die damaligen jüdischen Palästinenser sehen und behaupten Jesus sei Palästinenser gewesen, fügt sich nahtlos an den modernen Irrwitz an, der von der modernen arabischen Welt in die Welt gesetzt und begeistert geglaubt wird. Geschichtlich unhaltbar, aber vor allem ethisch gesehen die wohl grösste Chutzpa (Frechheit) aus dieser verlogenen Welt. Einen sanftmütigen Rabbi als Palästinenser! Mich Schalom Ben-Chorins Meinung anschliessend, dass Jesus lebte, stelle ich hier nur zwei Punkte zur Diskussion. Der eine ist die Tatsache, dass Jesus ein Mann des Friedens, ein sanfter Mensch war, der seine Mitmenschen liebte und mit dem Todeskult und der Gewalttätigkeit des heutigen Jihadismus in keiner Weise in Verbindung gebracht werden kann, denn sie schliessen sich gegenseitig aus. Zwar hat sich das Christentum im Laufe seiner Geschichte keineswegs als Jünger der friedfertigen Lehren Jesu gezeigt. Spuren davon sind heute noch unter anderem bei jenen wenigen arabischen Christen zu finden, die im Libanon, der Westbank und einzelne in Israel sich mit den Jihadisten und der Hisbullah verbinden, genau nach alten Schweizer Motto „Nur die allergrössten Kälber wählen ihren Metzger selber“, auch wenn es bestimmt und vor allem, von mangelnder Zivilcourage zeugt. Sich gegen Israel zu stellen, so lange nicht geschossen wird, ist ungefährlich, sich gegen fanatisierte Islamisten zu stellen, kann den Kopf kosten. In der amerikanischen Zeitung „&lt;a href="http://news.independent.co.uk/appeals/indy_appeal/article2097790.ece"&gt;Independent&lt;/a&gt;“ ist ein Artikel zu finden, der sich mit der Mutmassung befasst – die Eingebung des Autors ist jedes Jahr um Weihnachten irgendwo zu lesen – wie wohl Josef mit seiner schwangeren Maria auf ihrem Weg nach Bethlehem durch die vielen Strassensperren gekommen, ja ob sie überhaupt durchgelassen worden wären. Der Autor suggeriert, dass man sie heute nicht durchgelassen hätte, Schwangerschaft hin oder her. Ich denke man hätte sie nach Bethlehem ziehen lassen, das vor zweitausend Jahren noch von Juden und nicht von zu achtzig Prozent Moslems (in der Zeit vor ihrer Heimsuchung durch Arafat, war die Bevölkerung Bethlehems zu achtzig Prozent christlich und zwanzig Prozent islamisch, heute ist es umgekehrt). Er zieht es vor zu unterschlagen, dass in Ambulanzen und unter den Röcken schwangerer und nicht schwangerer Frauen auch schon Sprengstoff entdeckt worden war. Womit ich beim zweiten Punkt wäre: weder Josef oder Maria und schon gar nicht Jesus hätten sich als Terroristen missbrauchen lassen, ob wohl es solche auch schon vor zweitausend Jahren gab.&lt;br /&gt;Womit ich nahtlos beim nächsten Thema bin: der Olmert hat den Abbas bei sich zu Hause zu einem Gespräch mit Diner eingeladen. Abbas hat sich mit saurem Gesicht küssen lassen, es war ihm sichtlich peinlich. Arafat hätte solches genossen und Olmert wohl einen Zungenkuss verpasst, einem Vergehen wegen dem zurzeit Chaim Ramon den Kalender voller Gerichtstermine hat. Die Reportage in Olmerts Residenz erinnerte mich an die Szene auf dem Rasen im Weissen Haus anlässlich der Unterzeichnung des Oslo-Vertrages, als Rabin mit grösster und der ganzen Welt sichtbarer Überwindung Arafat die Hand reichte – ich denke, dass Bill Clinton küssen untersagt hatte.&lt;br /&gt;Trotz Kuss und der folgenden Pressediskussionen darüber, wird die Regierung doch sechzig Strassensperren aufheben, obwohl die Armee nicht glücklich darüber ist. Zudem sollen Gefangene entlassen werden, vor allem Kinder und Frauen, wie es heisst. Bald wird sich zeigen, ob die Palästinenser dieses Vertrauen verdienen oder ob die Terroristen unter ihnen dieses bisschen mehr Bewegungsfreiheit missbrauchen werden. Auf jeden Fall bin ich stolz, dass Olmert seinen inneren Schweinehund überwunden hat und, ein wenig spät zwar, versucht den als gemässigt angesehenen Machmud Abbas in seinem politischen Überlebenskampf zu unterstützen. Viele Israelis trauen ihm nicht, mein Freund Howard schrieb Olmert eine E-Mail (mit Kopie an mich) und forderte ihn auf zurückzutreten. Ich bin mit Howards Sicht der Dinge nicht einverstanden und schrieb ihm dies zurück (ohne Kopie an Olmert). Doch kann ich Howard gut verstehen, als Überlebender des Terroranschlages in der Pizzeria Sbarro in Jerusalem, dessen Nichte noch immer im Koma liegt und er einen Gehörschaden und Stresssyndrome davongetragen hat, ist es seine Art, damit umzugehen. Er betreibt damit Psychohygiene und akzeptiert meine Diagnose widerspruchslos. Zwar ist es ein Thema für sich, doch möchte ich erwähnen, dass Überlebende und Familien von Terroropfern ganz verschieden mit ihren Erfahrungen umgehen – es gibt Parallelen mit Holocaustüberlebenden. Die einen hassen sämtliche Araber und werden zu aggressiven Nationalisten, während andere sich mit Familien palästinensischer Opfer verbinden, sich mit den Hintergründen dieser Untaten auseinandersetzen und alles tun, um Verständnis werben und alles tun um diese Gewalt zu neutralisieren. Vor diesen Menschen habe ich grossen Respekt. Sie sehen ihr Schicksal als Teil der Tragödie dieser Region, und nicht allein als persönliches Unglück. Es ist so viel einfacher rachsüchtig zu sein und zu hassen, als sich mit der Problematik auseinanderzusetzen und versuchen sie durch positive Arbeit zu beeinflussen oder wenigstens die Überlebenden nicht zu hasserfüllten Menschen verkommen zu lassen. Vergessen wir nicht, dass palästinensische Opfer nicht nur zufällig bei einem Terrorattentat anwesende Araber sind, sondern auch durch Unfälle und Irrtümer der israelischen Armee „produziert“ werden. Für deren Familien gilt die oben beschriebene Problematik genau so, wie für jüdische Familien, ob sie durch einen gezielten Terrorakt oder eine militärische Fehlleistung ausgelöst worden ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-116785187931499759?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/116785187931499759/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=116785187931499759&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/116785187931499759'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/116785187931499759'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/01/olmerts-weihnachtsgabe.html' title='Olmerts Weihnachtsgabe'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-116785180002483361</id><published>2007-01-03T21:15:00.000+02:00</published><updated>2007-01-03T21:16:40.103+02:00</updated><title type='text'>Tefillim und Jihadismus</title><content type='html'>23.12.2006 – Die Qualität der Tefillim und der Krieg einzelner Muslims gegen den Jihadismus                                                                                      &lt;br /&gt;Im Sommer 2005, kurz vor dem israelischen Abzug aus Gaza, erschoss ein gottesgläubiger Siedler in der Westbank vier palästinensische Arbeiter. Der Siedler hiess Ascher Weisgan und lebte in der Westbanksiedlung Shilo. Er wurde zu viermal lebenslänglicher Haft verurteilt. Gestern beging er im Zuchthaus Selbstmord, in dem er sich an seinen qualitativ offensichtlich hervorragenden Tefillim aufhängte. Ich werde mich beherrschen und keinen zynischen Kommentar über diese originelle Art Selbstmord zu begehen, abgeben. Auf jeden Fall sind nun die Gefängnisleitung, die Polizei, die Richter und alle, die mit dem Fall Weisgan irgend eine noch so entfernte Verbindung hatten, von den Siedlerorganisationen angeklagt, für den Tod dieses „jüdischen Helden“ verantwortlich zu sein, denn, und das stimmt vielleicht zur Hälfte, er sei halt durch seinen Daueraufenthalt im Zuchthaus psychisch leicht gestört worden. Aber ein Massenmörder war er doch und über seine Opfer wird kein Wort verloren.&lt;br /&gt;Ich füge dieser Tagebuchseite ein Attachment bei. Es ist eine Ansprache in sieben Teilen, von Brigitte Gabriel, einer christlichen Libanesin, die heute in Amerika lebt und zur Aktivistin gegen islamischen Terror geworden ist. In meinem Tagebucheintrag vom 11.12.2006 habe ich sie schon empfohlen und in diesem Referat bringt sie unter anderem Teile ihres Buches „Because they hate“. Wer amerikanisches Englisch mit arabischem Akzent versteht, sollte sich alle Teile, die ich hier sende, schön der Reihe nach anhören. Der zeitliche Aufwand ist eine runde Stunde on-line am Computer.Eines der angeschnittenen Themen, ist die Frage, wo denn die nicht hassenden friedlichen Moslems sind, die viel erwähnt werden, von denen man aber rein gar nicht hört oder sieht, die es nicht einmal in den westlichen demokratischen Länder, in den sie Unterschlupf gefunden haben und zum Teil zu Millionen leben, fertig bringen, für einen friedlichen Islam zu demonstrieren. Dass sie sogar im Westen damit ihr Leben riskieren würden, könnte sein – aber sie tragen durch ihr beiseite stehen bei, dass die freie Welt heute ungerechterweise den gesamten Islam als barbarisch und als Gefahr für die freie Welt empfindet. Die wenigen aufgeklärten Moslems, die das als mutige Einzelpersonen tun, wie Fouad Ajami, Bassam Tibi, beide, im Gegensatz zu den Damen Irshad Manji, Wafa Sultan und Brigitte Gabriel, keine Aktivisten, sind rein mengenmässig ein ungenügendes Gegengewicht zum jihadistischen Barbarismus und seinen hirngewaschenen Apologeten der westlichen linken und extrem rechten Szene&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-116785180002483361?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/116785180002483361/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=116785180002483361&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/116785180002483361'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/116785180002483361'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/01/tefillim-und-jihadismus.html' title='Tefillim und Jihadismus'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-116785136321282283</id><published>2007-01-03T21:06:00.000+02:00</published><updated>2007-01-05T04:16:34.636+02:00</updated><title type='text'>Schweizer Rassismus</title><content type='html'>20.12.2006 – Rassismus&lt;br /&gt;Aus reinem Zufall (ich suchte Information über Nelly Wenger) stiess ich auf die &lt;a href="http://www.stoehlker.ch/weblog/2006/04/12/nelly-wenger-nimmt-oeko-verschlechterung-in-kauf"&gt;Webseite von Klaus J. Stöhlker&lt;/a&gt;, der „genealogisch“ deutschen PR-Grösse in Zürich, der vor allem für sich selbst, und das mit Erfolg, PR betreibt. Den Stil dieser Zeilen habe ich untenstehendem Brief eines RA Dr. Felix M. Rüttimann entnommen, der in einem zutiefst antisemitischen Brief meinen Blutdruck in die Höhe schnellen liess. Dass sämtliche Fakten auch noch falsch sind, bestätigt den Eindruck seiner Zeilen, die einen pathologischen Hasser, Misanthropen und dummen un- und eingebildeten Menschen präsentieren, dem eigentlich seine Zulassung als Rechtsanwalt entzogen sollte. Der Brief stammt vom 1. Juli 2006. Was er schreibt, ist ein Textbuchbeispiel des heutigen Antisemitismus, der es ohne Furcht und Scham wagt, den Stil der Nazizeit aufzuwärmen. Der Neid auf Erfolge jüdischer Frauen (von den Männer spricht er nicht, aber warum sollte Rüttimann anders über uns jüdische Männer denken?) ist penetrant. Er wohnt an der Hofstrasse 66/2, Zürich (gem. telsearch.ch), nur ein paar hundert Meter von meiner Tochter entfernt. Schade, dass ich während meinem Aufenthalt in Zürich von diesem Brief keine Kenntnis hatte. Ich hätte Rüttimann soooo gerne heimgesucht und meinen Stolz darüber ausgedrückt, dass wir Juden die Welt kontrollieren – dass wir soooo gut sind, wusste ich nicht, ebenso wenig wie die Tatsache, dass Rockefeller, der Inbegriff eines WASP, ebenfalls mein „Stammesbruder“ ist. Wie alle Rassisten und Hasser, ist der Antisemit Rüttimann mit der Wahrheit auf Kriegsfuss. Hier bitte schön, seine Schmiererei, zu der Stöhlker, der, so ist mein Eindruck nach Lektüre seiner eigenen Veröffentlichungen in seinem Site, mit uns Juden ein ebenfalls leicht gestörtes Verhältnis zu haben scheint.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;em&gt;RA Dr. Felix M. Rüttimann, Zürich &lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;a title="" href="http://www.stoehlker.ch/weblog/2006/04/12/nelly-wenger-nimmt-oeko-verschlechterung-in-kauf/#comment-2590#comment-2590"&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;am 1. Juli&lt;/span&gt; &lt;span style="color:#000000;"&gt;2006 &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;Guten Tag,dass Sie, Herr Dr. Stöhlker und Frau Nelly Wenger wie zwei Welten aufeinanderprallen, ist - ethnisch bedingt - klar und logisch: Als meinerseits selbst Halbdeutscher und gewillt - ohne Angst vor dem unsäglichen StGB-Rassismusartikel - ins Thema Ethnien und Religionen einzugreifen, lässt sich lapidar feststellen, dass die jüdischstämmige Frau Wenger wie bspw. die gleicher Genealogie entstammende Ruth Dreifuss (p.m.: Bundesrätin, KVG-Schlammassel) oder Ursula Koch (p.m: ZH-Stadträtin und Bauverhinderin, dann noch kurze Fehlbesetzung als SP-Präsidentin Schweiz), u.v.a., es - unerklärlicherweise - immer wieder schaffen, Spitzenpositionen in Politik und Wirtschaft zu erklimmen, bis dann häufig unzählige Schadenfälle und sonstige Unverträglichkeiten dem Disaster ein Ende bereiten. Der Grund dafür ist und bleibt wohl das Moses-Rätsel: Es gibt ca. 30′000 jüdische Frauen in der Schweiz. Wenn proportional gleichviele nicht-jüdische CH-Damen (ca. 3,5 Mio.) es in der Schweiz gleichermassen “nach oben” bringen würden/wollten, hätten wir ja schon rein arithmetisch ein unlösbares Problem. Fakt ist, dass die vorgenannte Ethnie (es gibt gerademal ca. 18 Mio. auf der Welt bei notabene 7 Milliarden Gesamtbevölkerung) nicht nur bspw. jährlich praktisch alle Oscars, Nobel- und Pulitzerpreise (nominal übrigens selbst geschaffene Preise) abräumt, sonder es auch schafft, die USA (via AIPAC, etc., und insb. durch die vom Stammesbruder Rockefeller finanziell gepushte Demokratenpartei mit den zwei Clinton-Strohpuppen) und damit de facto die Welt zu kontrollieren, sondern auch in der Schweiz (und ganz Europa, siehe FR: Sarkozy lässt als erster möglicher jüdischer Staatschef in der EU schon grüssen!) enorme Macht ausübt (Banken, Medien, Rohstoffhandel sind weitläufig in ihrer Hand; vgl. zu letztem den in den USA verurteilten Verbrecher Marc Rich in Zug und seine Kumpanen) und hintendurch eben auch in völliger Missproportion weite Teile der Politik bis hinauf in den Bundesrat kontrolliert (p.m.: schon die erste BRin E. Kopp war ja eine geborene Iklé (-)). Wüssten die gehäbigen Schweizer doch nur mehr darüber. Herr Dr. Stöhlker lassen Sie weiter Ihre Kanäle walten und spielen, und halten Sie in dieser Sache weiterhin nie die die Hand vor den Mund! Ich mache in meinem kleineren, nicht-medialen Rahmen täglich, was ich kann.&lt;br /&gt;Gratulation und herzliche Grüsse! &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Eine Stellungnahme Stöhlkers habe ich nirgends gefunden. Bis eine solche erfolgt, denke ich, sollten seine Selbstdarstellungen und seine Besserwissereien in den Medien etwas eingeschränkt werden. Ich habe ihm entsprechend geschrieben.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Noch ein Skandal, ähnlich, aber anders rum: Rabbiner der vorwiegend von ultraorthodoxen Juden bewohnten Stadt Bnei Brak veröffentlichten einen Aufruf an ihre Bevölkerung keine Wohnungen oder Häuser an Araber zu vermieten. Es wurden entprechende Plakate in den Strassen aufgehängt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="javascript:ShowBigPic943483943484%20(" capfield="article_images.name&amp;TabSelect=article_images,images&amp;amp;WhereCls=article_images.image_id=943484%20and%20article_images.article_id=3342423%20and%20article_images.image_id=images.id&amp;DescField=images.english_credits%20')&amp;quot;"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="javascript:ShowBigPic943483943484%20(" capfield="article_images.name&amp;TabSelect=article_images,images&amp;amp;WhereCls=article_images.image_id=943484%20and%20article_images.article_id=3342423%20and%20article_images.image_id=images.id&amp;DescField=images.english_credits%20')&amp;quot;"&gt;&lt;/a&gt;Die Rebbes haben vordergründig Angst um die jüdischen Töchter des Quartiers, dahinter steht jedoch der Unwillen der Haredim, sich mit der Umwelt, in der sie, entgegen ihrer eigenen Meinung, keine Insel sind, zu messen. Es geht vor allem darum, das Ghettodasein für ewige Zeiten zu erhalten. Es geht vor allem um ein bestimmtes Quartier von Bnei Brak, Pardess Katz. Die religiöse Führung der Stadt, darunter der Oberrabbiner, die damit auf eine Unruhe unter ihren Schäfchen in Pardess Katz reagierten. Der Schlüsselsatz im Aufruf lautet: „Wir wollen keine Leute feindlicher Herkunft bei uns, die nicht zu unserem Volk gehören und nur Sünde und Assimilation in unser Quartier bringen! Wir wollen sie alle verjagen, sodass keine Araber mehr unter uns sein werden.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inzwischen wurde der israelische Generalstaatsanwalt Meni Mazuz aufgerufen, diesen rassistischen Aufruf und das Verhalten des örtlichen Rabbinats und den Einwohnern Pardess Katzs zu untersuchen und festzustellen, ob ein Strafverfahren eingeleitet werden soll. Die ADL verurteilt diese Bigotterie ebenfalls in starken Worten, nennt es eine Schande für das jüdische Volk und ruft in Erinnerung, wie Juden reagieren würden, wenn solcher Rassismus gegen sie gerichtet wäre – er würde unter keinen Umständen toleriert.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PS: Innert wenigen Stunden nach dem Verschicken dieses Tagebucheintrags war der Brief des Antisemiten Rüttimann aus Stöhlkers Website verschwunden. Er schickte folgenden "Entschuldigungsbrief":&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Danke für Ihre Antwort auf den Blog "Nelly Wenger....". Wir haben den kompletten Blogeintrag entfernt, da wir natürlich nichts mit Antisemiten zu tun haben wollen.&lt;br /&gt;Trotzdem lasse ich es mir nicht nehmen, darauf aufmerksam zu machen, dass im Blog nicht unsere, sondern die persönliche Meinung des Antwortenden eingetragen wird. Inzwischen haben uns einzelne Mitglieder der jüdischen Gemeinde schon fast mit Antisemiten&lt;br /&gt;verglichen, weil die persönliche Meinung dieses Herrn bei uns geposted wurde. Das stört mich, aber darüber spricht keiner. Wir sind alles nur Menschen, egal welcher Religion wir angehören. &lt;strong&gt;Teile meines engsten Freundeskreises sind Juden&lt;/strong&gt; und mit denen habe ich diese Diskussion über all die Jahre nie führen müssen.&lt;br /&gt;Ihnen und Ihrer Familie wünsche ich ein schönes Weihnachtsfest und&lt;br /&gt;en guete Rutsch is Neue Jahr.&lt;br /&gt;Herzliche Grüsse&lt;br /&gt;Fidel Stöhlker&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Geschäftsführender Partner&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-116785136321282283?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/116785136321282283/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=116785136321282283&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/116785136321282283'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/116785136321282283'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/01/schweizer-rassismus.html' title='Schweizer Rassismus'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-116785115511032613</id><published>2007-01-03T21:05:00.000+02:00</published><updated>2007-01-03T21:05:55.193+02:00</updated><title type='text'>Chanukka 2006</title><content type='html'>18.12.2006 – Chanukka 2006&lt;br /&gt;Soeben verfolgte ich im Arutz Haknesset, der knesseteigenen Fernsehsehstation auf Kanal 99, die hauseigene Chanukkafeier. Es fanden einige lobenswert kurze Ansprachen statt, Olmert bemühte Arik Sharon, andere taten das auch – aber die Feier war trotzdem schön. Eli Moyal, Bürgermeister der Stadt Sderot, eine prominentes Ziel palästinensischer Raketen, durfte die heutigen vier Kerzen anzünden. Die Israel Philharmoniker, die geschichtsträchtige, von Toscanini mitgegründete Formation spielte unter Zubin Mehta Mozarts Jupiter-Symphonie. Die Akustik war gar nicht übel und kein einziges Parlamentsmitglied wagte es, mit Zwischenrufen das Konzert zu stören. Die Parlamentspräsidentin tauschte mit Zubin Mehta Arbeitswerkzeug aus – er gab ihr seinen Dirigentenstock und sie ihm ihren präsidialen Sitzungshammer mit Unterlage zum drauf hauen. Viel müssen im Stillen gedacht haben: „warum wechselt ihr nicht auch eure Jobs“, stellvertretend für Knesset und das Symphonieorchester. Die Musiker spielen harmonisch miteinander und produzieren wundervolle Musik, während bei den Politikern im Parlament das genaue Gegenteil geschieht - jeder gegen jeden, das Endprodukt ist weniger wichtig als das Ego. Das Beschwören von Arik Sharon faszinierte mich – er kann ja nicht widersprechen. Vielleicht steht er nicht auf klassische Musik, sondern auf „Heavy Metal“?&lt;br /&gt;Eine gewisse Ähnlichkeit gibt es zwischen oben geschilderter Feier und der „Hadlakat Nerot“, dem Kerzenanzünden, am vergangenen Freitag bei unserer Reformgemeinde. Auch da wurde politisiert, wenig und relativ bescheiden. Der Vize-Bürgermeister unserer Stadt erschien mit einem Gehülfen und überbrachte die Grüsse der Stadtregierung. Wie jedes Jahr seit zehn Jahren, versichert er uns im Namen eben dieser Stadtregierung, dass der seit Gründung der Gemeinde versprochene Boden uns bald zugesprochen werden. Unsere Gemeindemitglieder sind sehr höfliche Menschen – niemand hat gelacht.&lt;br /&gt;Adnan Abu Hasna, ein palästinensischer Journalist in Gaza gab ein kurzes, aber aus technischen Gründen nicht volles, Fernsehinterview. Er sagte, die Hamas in Gaza schwimme im Geld und seien der Fatah kräftemässig weit überlegen. Es seien Hunderte Millionen Dollars und Euros gehortet worden, mit denen fast ausschliesslich Waffen angeschafft werden. Es gehört zum Grundwissen über das palästinensische Flüchtlingsproblem, dass die Palästinenser in den besetzten Gebieten auf der Westbank, in Gaza, aber auch im Libanon und Jordanien die bestbezahlten Flüchtlinge der Welt sind. Die UNO, die EU, die USA, Israel, arabische Länder, alle schoben und schieben seit bald sechzig Jahren wachsende Beträge und Materialien zu den Palästinensern, denen es aber trotzdem um keinen Deut besser geht, auch weil ihre Anführer, allen voran Arafats Witwe, traditionsgemäss den grösseren Teil davon auf private Schweizer und andere Bankkonti verschoben. Zudem wurden Waffen angeschafft und der „heroische Widerstand“ gegen israelische Kinder, Alte und andere Zivilisten wurde zur Wachstumsbranche, nationalistisch und später religiös, untermauert. Milliardenbeträge sind es gesamthaft, von denen wirkliche Flüchtlingen in Zentralafrika, in Darfur, in Kambodia und anderen Gegenden dieser Welt, nur träumen können. Seit Hamas am Ruder ist, sollen solche Zahlungen aus der EU und USA zurückgehalten werden, es scheint, die Iraner springen hier ein und senden Bargeld in Koffern.&lt;br /&gt;Populär in den Nachrichten und bei öffentlichen Diskussionen ist zur Zeit das Thema „Friedensverhandlung mit Syrien“. Die Regierung ist zum Teil dagegen, wer die Mehrheit hat, ist mir nicht klar. Der Chef des Mossads, Meir Dagan, berichtet heute, dass Syrien aus dem sommerlichen Libanonkrieg gelernt habe und seine Armee vermehrt auf Panzerbekämpfung drillt. Zudem sollen kleine Guerillaverbände auf die Beine gestellt werden, wie gesehen bei der Hisbullah. Trotzdem finde ich, dass mit dem jungen Herrn Assad geredet werden sollte. Vielleicht auch nur, um der Welt zu demonstrieren, dass erstens Israel jede Gelegenheit zum Dialog mit einem arabischen Staat wahrnimmt und, zweitens, der Welt möglicherweise zu demonstrieren, dass die syrische Verhandlungsbereitschaft nur ein Bluff ist. Die letztere Idee, in Zürich über Kalbsleberli und Rösti von einem befreundeten Journalisten gehört, wird nun auch in Israel verschiedentlich vorgebracht. Dauerndes Neinsagen und den arabischen Terror einfach aussitzen zu wollen, bringt Israel um die eigene Initiative und das wäre schlecht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-116785115511032613?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/116785115511032613/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=116785115511032613&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/116785115511032613'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/116785115511032613'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/01/chanukka-2006.html' title='Chanukka 2006'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-116785105138970583</id><published>2007-01-03T21:00:00.000+02:00</published><updated>2007-01-03T21:04:11.583+02:00</updated><title type='text'>Nach zwei Monaten Schweiz</title><content type='html'>11.12.2006 – Zurück&lt;br /&gt;Wir sind wieder zu Hause, in Zichron Ya’akov an der Negbastrasse 1. Wegen einer leichten Krankheit ein paar Tage später als vorgesehen, das kann vorkommen und mindert den Wert unserer siebenwöchigen Schweizerferien um nichts. Wir hatten es schön.&lt;br /&gt;Neben Enkeln und Familie traf ich viele Freunde und Bekannte, alte und auch neue. Ich rührte die Werbetrommel für unsere Galerie in Umm El-Fahm und macht „Hasbara“ (Öffentlichkeitsarbeit) für Israel. Nicht alle konnte ich sehen, mein Programm wuchs mir über den Kopf und ich bitte jene Freunde um Entschuldigung, die mit mir sein wollten und ich es nicht schaffte, diesem Wunsch zu entsprechen. Hoffentlich klappt es das nächste Mal. Als Alternative biete ich einen Besuch bei uns in Zichron Ya’akov an.&lt;br /&gt;Zurück in Israel konnte ich feststellen, dass ich von der Schweiz aus vieles gar nicht mitbekommen habe – ich war viel zu beschäftigt um Zeitung zu lesen oder fernzusehen. Ge- und besprochen hatte ich vor allem Allgemeines, israelische Skandale und Übles aus der islamischen Welt bekam ich nur am Rande mit. Entsprechend wurde ich nun mit verschiedenen Aussagen konfrontiert, deren Inhalte mir missfallen:&lt;br /&gt;·        In Israel wird im Hochsommer Krieg erwartet. Gegen Hamas und Hisbullah, Stellvertreter Irans. Von der Regierung Israel wird das energisch bestritten und sie warnt vor sich selbst erfüllenden Prophezeiungen.&lt;br /&gt;·        Die Korruption in Israel habe neue Rekorde erreicht, als einziger prominenter Angeklagter unter ihnen wird Haim Ramon, der einer Offizierin einen Zungenkuss gegeben haben soll, als Opfer einer politischen Verschwörung dargestellt, da Olmert jeden Politiker, der ihm gefährlich werden könnte, auf irgend eine Art ins Abseits befördere. Alle anderen werden vom Volk als schuldig angesehen. Diese byzantinischen Theorien wurden mir von einigen nationalistisch und rechtsradikal gefärbten Freunden aufgetischt, die heute Olmert mehr zu hassen scheinen, als Mitglieder des linken Friedenslagers.&lt;br /&gt;In diesem Zusammenhang erhielt ich einen ekelerregenden Website aus der rechten jüdischen Hassszene, in der über die „&lt;a href="http://www.smolanim.com/"&gt;Smolanim&lt;/a&gt;“ (die Linken) hergezogen wird. All jene Israelis nach der Gründergeneration, wie Rabin, Dayan, Peres, Yael Dayan, Sharon, sogar Olmert ist dabei. Yossi Beilin wird Neo-Nazi genannt. Der Graben zwischen den Irren der extremen israelischen Rechten und den islamischen Jihadisten wird immer kleiner, sie werden sich immer ähnlicher.&lt;br /&gt;In der Schweiz werden sich bestimmt einige finden, welche die Holocaust Konferenz in Teheran als etwas lächerliches abtun. Es nehmen schliesslich sogar Juden teil – und was für prachtvolle Exemplare aus Brooklyn:&lt;br /&gt;Ich weiss nicht, wie diese antisemitische Konferenz, die nur dem Ziel dient alle Juden und den Staat Israel zu delegitimieren und so (hoffnungsvoll) einen weiteren Pflock zur Zerstörung Israels einzuschlagen. Vor allem finde ich diesen Anlass eine tiefe Beleidigung der Opfer des Holocausts, dessen Überlebende heute sehr alt sind und sich mit dieser perfiden Hasskampagne auseinandersetzen müssen. Das schweizerische Wort „gruusig“ ist wohl die treffendste Bezeichnung dafür. Zudem ist es eine  Demonstration krankhaften Judenhasses. Zu erwähnen ist, dass ein arabischer Israeli, der an dieser Konferenz teilnehmen wollte um die wirkliche Wirklichkeit zu erläutern, nicht zugelassen worden ist.&lt;br /&gt;Es gibt auch schöneres zu berichten. Israel nahm diesen Sommer etwa zweihundert sudanesische Flüchtlinge auf, wusste nicht was mit ihnen anzufangen sei und steckte sie ins Gefängnis. Menschenrechtsaktivisten, darunter auch Elie Wiesel, protestierten und gingen vor Gericht. Die Flüchtlinge seien frei gekommen wurde mir gesagt, eine Bestätigung dafür konnte ich allerdings noch nicht finden.&lt;br /&gt;Neu wäre das nicht, Ministerpräsident Begin selbst entschied nach Ende des Vietnamkrieges einige Hundert Vietnamesen (Boat People, wer sich erinnern kann) aufzunehmen – diese sind inzwischen gut in Israel integriert. Sie wurden  Küche heute so populär im Lande ist – gelegentlich sogar koscher.&lt;br /&gt;In diesem Zusammenhang habe ich erfahren, dass in Kanada im Sommer auf Initiative einer sudanesischen Frau, Taraji Mustafa, einer sudanesischen Menschenrechtsaktivistin, eine &lt;a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3337609,00.html"&gt;jüdisch-sudanesische Freundschaftsgruppe&lt;/a&gt; gegründet worden sei. Wie weit diese gediehen ist, ist mir unbekannt, doch Nachrichten über diese Bekanntmachung in der arabischen Presse sind auch weiterhin zu finden. Es ist interessant festzustellen, dass viele versöhnliche Ouvertüren zu uns Juden von muslimischer Seite von Frauen stammen. Ich denke da an die Saudin Wafa Sultan, die Libanesin &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=-8fa9yKQeTY&amp;mode=related&amp;amp;search="&gt;Brigitte Gabriel&lt;/a&gt; (es lohnt sich alle Teile ihrer Ansprache zu hören) und die Pakistanin Irshad Manji, denen allerdings eines gemeinsam ist: sie wohnen alle in der freien westlichen Gesellschaft. Nicht nur sind sie dort frei sondern haben auch Zugang zu Informationen, die ihnen in der arabischen und islamischen Welt verwehrt bleiben. Zudem gehören sie nicht zu den fast 50% aller arabischen Frauen, die nie zur Schule gegangen sind, weder lesen noch schreiben können und von ihrer Gesellschaft unterdrückt werden.                     &lt;br /&gt;Zum Schluss noch eine wundervolle Nachricht: Wir pflückten heute unseren grossen Zitronenbaum (es gibt auch einen kleinen) leer. Es ergab rund 30 Kilo, nachdem während unserer Abwesenheit, sich einige Freunde schon bedient hatten. Wir hatten sie darum gebeten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-116785105138970583?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/116785105138970583/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=116785105138970583&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/116785105138970583'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/116785105138970583'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2007/01/nach-zwei-monaten-schweiz.html' title='Nach zwei Monaten Schweiz'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-116085419449240440</id><published>2006-10-14T21:29:00.000+02:00</published><updated>2006-10-14T21:37:13.976+02:00</updated><title type='text'>Ueber den wunderlichen Judenhass der islamischen Welt</title><content type='html'>13.10.2006 – Über den wunderlichen Judenhass der islamischen Welt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im November 2003 wollte der Journalist Salah Uddin Shoaib Choudhury im Flughafen von Dhaka in Bangladesh ein Flugzeug besteigen um nach Israel zu fliegen. Dabei wurde er verhaftet, sass viele Monate im Gefängnis und wurde  erst nach Intervention einiger amerikanischer Kongressabgeordneter wieder freigelassen. Aus dem Gefängnis hatte er Briefe über seine Behandlung und seine schlechte Gesundheit geschrieben. Inzwischen ist er angeklagt der Aufhetzung zur Aufruhr und der versuchten Ausreise nach Israel, etwas das verboten ist. Auf das erste Vergehen steht die Todesstrafe durch Erhängen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Choudhury war einer der ersten Bangladeshi, der vor dem islamischen Radikalismus warnte, welcher in Religionsschulen, den Madrassas, hochgezüchtet wurde und wird, genau so wie in den meisten muslimischen Ländern. Auch wollte er auf eine Öffnung Bangladeshs zu Israel hinwirken, auf Dialog und diplomatische Beziehungen. Die arabische Welt produzierte prompt Gerüchte über Choudhury, den israelischen Mossadagenten. Er wurde schon überfallen, zusammengeschlagen, auf seine Zeitung wurde ein Brandanschlag ausgeführt. Die Polizei arbeitet gegen ihn, der leitende Beamte war bestochen worden, die Gerichte liessen die Schläger und Brandstifter frei und Choudhury musste sich bis heute verstecken, denn sein Leben ist nicht nur durch ein Gerichtsurteil, sondern auch durch die Verfolgung radikaler Islamisten in Gefahr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.mideastweb.org/log/archives/00000526.htm"&gt;Menschen der freien Welt senden Briefe an den Premierminister, an den Innenminister von Bangladesh und andere Politiker dieses Landes, ebenso an Human Rights Watch und Amnesty Internation, die hier einen wirklichen und bösartigen Fall zu betreuen hätten.&lt;/a&gt; Wenn meine Leser sich hier beteiligen würde, wäre ich dankbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warnung vor Terror und Extremismus sowie das Befürworten mit Israel normale Beziehungen einzugehen sind in Bangladesh todeswürdige Vergehen. Auch Salah Uddin Shoaib Choudhury wollte erst nicht glauben, in was er sich hier eingelassen hatte, er war überzeugt, diese von ihm als lächerlich eingestufte Anklage würde eingestellt. Doch vor drei Tagen hat der Prozess begonnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Grund warum ich über Salah Uddin Shoaib Choudhury und seine Probleme schreibe ist der, dass Choudhury’s Fall den extremen, aber dennoch wunderlichen und rational nicht zu erklärenden Hass der muslimischen Welt auf Israel und alles Jüdische demonstriert. Lassen wir den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern auf der Seite. Er ist ein legitimer Disput, dessen Gründe wir kennen und auch verstehen können. Wir können auch verstehen, warum uns Palästinenser nicht immer mögen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber die andern? Deren Hass ist unverständlich, künstlich und irrational. Was ein talentierter Mensch wie Hassan Nasrallah mit Israel zu tun hat, warum widmen er und seine Anhänger ihre ganze Existenz und ihr ganzes Lebensziel der Zerstörung Israels, einem Land, das sie nicht kennen und mit dem sie grundsätzlich nichts zu tun haben – so lange sie es nicht angreifen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum verbrennen iranische Kinder, die nicht einmal wissen wie man Israel auf der Weltkarte findet, israelische Fahnen auf der Strasse und bieten sich an im Krieg gegen Israel zu sterben. Warum rufen ägyptische und jordanische Intellektuelle die unwissenden Massen ihrer Länder gegen Frieden mit Israel auf, wohl wissend, dass dies ihre Länder politisch, wirtschaftlich und sogar kulturell mehr als zwanzig Jahre zurückwerfen würde. Warum bleibt Syrien ein deprimierendes Drittweltland für das zweifelhafte Recht Terror finanzieren zu dürfen, der es am Ende selbst in Gefahr bringen wird? Darüber machte sich vor einigen Monaten Yair Lapid im Yedioth Ahronot Gedanken. Ich gebe Teile davon, zusammen mit meinen Gedanken, hier wieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er schrieb, dass andere Mächte in der Vergangenheit islamische Völker beherrscht haben, Mongolen, Griechen und Römer, Engländer, Holländer, Franzosen und andere. Sie hatten islamische Länder erobert und plünderten sie. Wir Juden und Israel, sogar wenn es gewollt oder gar gekonnt hätte, waren nie dort. Wir haben es nicht einmal versucht. Israel bedroht keinen einzigen islamischen Staat – solange dieser es in seinem irrationalen Hass nicht bedroht. Wo ist die vielbeschwörte Identifikation der islamischen Welt mit seinen palästinensischen Brüdern? Wo sind die Traktoren aus Saudiarabien in den von Israel evakuierten Territorien, wo ist die von Indonesien zugesagte Schule in Gaza, wo sind die Aerzte aus Kuwait mit ihrer modernen Ausrüstung?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieso soll Israel das Hauptproblem der muslimischen Welt sein? In der muslimischen Welt herrscht Hunger, Ignoranz und Krieg von Darfur, Irak, Afghanistan bis Kashmir und Indonesien. Da soll Israel das Hauptproblem sein?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo sind die Gedanken der islamischen Welt, ihre Hoffnungen, ihre Ambitionen, ihre Zuneigung und ihre Träume für ihre Kinder? Sind sie wirklich damit zufrieden, ihre Kinder in den Tod zu schicken und zu sagen es habe sich gelohnt? Nur weil sie uns so sehr hassen?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-116085419449240440?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/116085419449240440/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=116085419449240440&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/116085419449240440'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/116085419449240440'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/10/ueber-den-wunderlichen-judenhass-der.html' title='Ueber den wunderlichen Judenhass der islamischen Welt'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-116085411852027321</id><published>2006-10-14T21:28:00.000+02:00</published><updated>2006-10-14T21:28:40.066+02:00</updated><title type='text'>Besetzung non-stopp</title><content type='html'>8.10.2006 – Besetzung non-stopp&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine hochinteressante Kreation ist die hier aus dem Internet herunterzuladende &lt;a href="http://www.mapsofwar.com/"&gt;„Imperiale Karte des Mittleren Ostens“&lt;/a&gt;, in der in neunzig Sekunden die vergangenen 5000 Jahre vorbeijagen. Man kann, und ich empfehle das mit Nachdruck, den Lauf unterbrechen und  Einzelheiten genauer anschauen. Man kann ebenfalls die diskret eingesetzten modernen Landesgrenzen ausblenden und verändert damit den Gesamteindruck nachhaltig. Angefangen von den alten Ägyptern bis heute sieht man, die wechselnden „Besetzer“ der Region, manchmal von England und Spanien bis zum Persischen Golf reichend. Man kann sich über Einzelheiten streiten, aber um einen Punkt kommt man nicht herum: das Land der Juden war in all den Jahrtausenden gerade mal runde 200 Jahre ohne fremde Herrschaft (ca. 920 – 720 v.Chr.. Das sind 4% Prozent dieser 5000 Jahre - wenn man unseren heutigen Staat Israel dazu zählt, kommen wir auf etwa 5%. In der Bibel dargestellte Vorgänge über die Könige Saul, David und Salomon sind archäologisch nicht belegt und werden deshalb ausgelassen, archäologisch belegte Geschichte des Heiligen Landes fängt ungefähr bei König Omri an - in &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_K%C3%B6nige_Israels"&gt;der Wikipedia ist darüber interessantes zu lesen&lt;/a&gt; (allfällige Fehler darin sind nicht von mir). Etwas Bescheidenheit über unsere eigene Geschichte ist angebracht. Diese Fakten waren mir bekannt, doch so schön und unverkrampft dargestellt habe ich sie nie gesehen. Den heutigen Anspruch auf das Land vermindert das nicht, die Juden waren ja da und machten Geschichte, andere auch, aber alle eben vorwiegend unter fremder Herrschaft.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-116085411852027321?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/116085411852027321/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=116085411852027321&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/116085411852027321'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/116085411852027321'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/10/besetzung-non-stopp.html' title='Besetzung non-stopp'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-116085405513683507</id><published>2006-10-14T21:27:00.000+02:00</published><updated>2006-10-14T21:27:35.863+02:00</updated><title type='text'>Drei Berichte</title><content type='html'>2.10.2006 – Drei Berichte&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie ich schon nach unserer Ankunft in Israel im Jahre 2000 feststellte, wird an Jom Kippur von den einen gefastet und gebetet und von den anderen Velo gefahren. Jom Kippur ist zum wirklichen Volksfeiertag geworden. Als Reformjuden in Zürich begaben wir uns per Auto oder Tram zur Synagoge. Hier in Israel, wo es kein Tram gibt, ist an diesem Feiertag das Autofahren gefährlich und inoffiziell verboten. Besonders für Lea ist das ein Problem. Wir lösten es, in dem sie in ihrem Elektromobil in die Synagoge fuhr, was von Religionsfanatikern offenbar akzeptiert wird (nicht von allen, es sind anderswo schon Ambulanzen attackiert worden). Ich ging zu Fuss. Vor wenigen Wochen stellte ich fest, dass Fahrräder schon für weniger als  dreihundert Schekel zu kaufen sind, mit fast allen Schikanen –zum, wie mir scheint, einmal jährlichen Gebrauch an Jom Kippur.  Velofahren ist in Israel nicht sehr verbreitet, manche tun es als Sport (auch, zusammen mit Eselwagen, auf der Autobahn), aber allgemein gesehen scheint mir und anderen diese Art der Fortbewegung im israelischen Verkehrsterror zu gefährlich. Tatsächlich sind am meisten Fahrräder in den Kibbuzim zu finden, denn nur dort gibt es wirkliche Fahrradwege. Auf jeden Fall, die Strassen Zichron Ya’akovs waren verstopft mit Velos. Am schlimmsten war es vor der grossen Synagoge Ohel Ya’akov, als Fussgänger war ich gefährdet und kam nur langsam vorwärts. Es war so voll von Fahrrädern, dass ihre Besitzer nicht mehr fahren konnten, sondern sich mit dem diskutieren ihrer Fahrradmarken und deren technischen Einzelheiten begnügten. Diese Jom Kippursche Velomanie ist keine Spezialität unserer Stadt, sondern in ganz Israel zu finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der Frühstückslektüre meiner Leibzeitung Haaretz las ich mit Freude über eine Pro-Israeli-Kundgebung, die am 30. September in Bern stattgefunden hat. Endlich, dachte ich, haben die Schweizer Juden den Finger herausgenommen und tun öffentlich etwas Solidarisches. Erst beim Nachsehen in der NZZ entdeckte ich, dass diese Demo ein christliches Unterfangen gewesen war, mit dem Motto „Christen zeigen Flagge“ unter massgeblicher Teilnahme der EDU, einer für mich in früheren Zeiten nicht ganz so appetitlichen reaktionären Partei. Wie schön wäre es zu lesen, eine solche Demo von ebenfalls 3000 (oder mehr) Teilnehmern unter dem Motto „Juden zeigen Flagge“ wäre auf dem Bundesplatz abgehalten worden und statt einem EDU-Politiker hätte ein jüdischer Politiker, sagen wir mal, meine Freundin Nicole Poëll von der FDP, der Schweizer Öffentlichkeit und ihrer Regierung starke Worte entgegengeschleudert. Der israelische Botschafter habe an der real stattgefundenen Demonstration Freude gehabt. Was dort, gemäss NZZ, gesagt worden ist, ist zu unterstützen und so lange sich Schweizer Juden dem Thema verweigern, haben sie kein Recht christliche Sympathiebezeugungen und deren Motivation zu kritisieren. Ich bin überzeugt, das christliche Organisationskomitee hätte bei entsprechender Anfrage den Anlass bestimmt vom Schabbat auf den Sonntag verschoben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch etwas aus der Presse. Die Schweiz ist neuerdings Nummer Eins in wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit – so hat der entsprechende Index des Davoser WEF entschieden. Die Schweiz hat damit die USA abgelöst. Weiter habe ich erfahren, dass Israel heute vom dreiundzwanzigsten auf den fünfzehnten Platz vorgerückt ist und Staaten wie Kanada, Österreich, Frankreich, Australien, Belgien und sogar das von Wirtschaftsliberalen so hochgepriesene Irland hinter sich lässt. Israel habe das vor allem seiner Hightech Branche zu verdanken, die siebzig Prozent des industriellen Exports ausmacht. Ich hoffe, dass vom daraus resultierenden Mehrgewinn nicht alles beim Kapital und, vor allem, in den obersten Etagen hängen bleibt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-116085405513683507?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/116085405513683507/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=116085405513683507&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/116085405513683507'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/116085405513683507'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/10/drei-berichte.html' title='Drei Berichte'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-116085399253152881</id><published>2006-10-14T21:25:00.000+02:00</published><updated>2006-10-14T21:26:32.773+02:00</updated><title type='text'>Die tägliche Hitparade des Hasses</title><content type='html'>16.9.2006 – Die tägliche Hitparade des Hasses und Freude in der Galerie&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Gaza und Nablus werden anglikanische und griechisch-orthodoxe Kirchen angezündet, weil der Papst, Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche den byzantinischen Kaiser Manuel II zitiert hat. Dieser Manuel soll der bedeutungsloseste aller byzantinischer Kaiser gewesen sein, wenige Jahre nach seinem Tod wurde das Reich von den muslimischen Türken erobert und Byzanz existierte nicht mehr. Der offizielle Islam und der inoffizielle Jihadismus hat nun eine neue und ganz feine Ausrede gegen das Christentum und die Juden zu demonstrieren, sie zu beschimpfen und all das zu tun, dessen sie Papst Benedikt XVI anklagen. Dass wir Juden und Christen dauernd und seit Jahrzehnten als Schweine und Affen bezeichnet werden, scheint rechtens zu sein in den Augen dieser Demonstranten Allahs, von denen die Mehrheit keine Ahnung hat was und wer der Papst ist, nur schon aus der Tatsache heraus, dass eine Vielzahl von ihnen gar nicht lesen kann. Sie lassen sich für jeden Unfug spontan zu blutigen Demonstrationen organisieren – um was es geht ist Nebensache, solange es gegen Christen und Juden geht. Ganz wie bei den dänischen Karikaturen, ganz wie bei der tödlichen Fatwa gegen Salman Rushtie wegen dessen Buch „Satanische Verse“, das keiner je gelesen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dem Papst wird formell vorgeworfen, er habe das Zitat, ohne es zu relativieren, mit dem heutigen Islam verglichen, ohne abweichende Meinungen des zeitgenössischen Islams zu berücksichtigen. Mag sein. Doch da ich von Herrn Ahmedinejad und anderen ihm verwandten Geistern, alle paar Tage (zusammen mit allen Juden und Christen dieser Welt) beschimpft werde und alle unsere Werte in den Dreck gezogen werden, ohne das dies von ihm noch anderen   relativiert wird ist, ist mir dieser Vorwurf egal. Ich rege mich über die mir verliehene Auszeichnung des iranischen Präsidenten nicht auf,  rufe mir aber die Regel in Erinnerung, nach der Menschen, die verbale Gewalt austeilen, diese nicht einstecken können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses islamische Phänomen der heutigen Tage könnte recht kurz zusammengefasst werden. Vor allem die heutige arabisch-islamische Welt ist, im ganzen gesehen, eine Welt des Versagens, des Nichtskönnens, der bigotten Frömmelei, eine Welt, die mit dem Rest der Welt nicht mithalten kann und dies gar nicht erst versucht. Das steht in völligem Gegensatz zum Anspruch dieser Welt, die einzig gültige Wahrheit zu besitzen und zu vertreten – den eng gesehenen Islam der Gegenwart. Diesen  Anspruch, der durch die Realität  widerlegt ist und sich durch nichts stützen lässt, zu vertreten, ist frustrierend. Gestützt auf die tatsächliche Überlegenheit in eigentlich allen Gebieten menschlichen Fortschritts und Wohlfahrt, macht man sich mit diesem Anspruch unglaubwürdig. Damit kann die islamische Welt nicht umgehen und greift zur Gewalt, dem einzigen Weg, der ohne Logik und ohne Dialog möglich bleibt. So wird auf alles, sogar auf ein Zitat aus dem Mittelalter und einiger läppischer Zeichnungen mit Feuer und Tod reagiert. Ironisch ist die ganze Affäre, weil die Reaktion der muslimischen Welt, einer Welt der Ignoranz und Gewalt, das Zitat aus dem christlichen Mittelalter, ebenfalls geprägt von Ignoranz und Gewalt, bestätigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin sicher, dass der echte, der ethische Islam damit nichts zu tun hat. Doch so lange Vertreter dieses echten Islams gegen den politischen Islam, den Jihadismus, nicht selbst Stellung beziehen und bekämpfen, ist dem Rest der Welt die Sicht darauf verbaut und er wird nicht wahrgenommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein französisches Sprichwort lautet: „Nur die Wahrheit beleidigt“ – im vorliegenden Fall scheint es voll zuzutreffen. Im übrigen denke ich, dass der Papst wirkliche Grösse bewiesen hat, als er sich heute bei der muslimischen Welt entschuldigte. Chapeau!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir schon in diesen Themen weilen: Said Abu-Shakras Cousin, der bekannte Scheich Ra’ed Salah, von dem man alle paar Monate ein Bon Mot hört – wenn er das Gefühl hat, sich bemerkbar machen zu müssen – hat heute an einer Demonstration in Umm El-Fahm verkündet, das kommende Khalifat werde sein Zentrum in Jerusalem haben. Für das Khalifat kämpfen die Jihadisten oder geben das wenigsten vor. Jetzt wird es ein paar Wellen geben, Israels Araberhasser werden sich bestätigt fühlen und sagen: „Ich habe es ja immer gesagt“ und dann wird Scheich Salah wieder für einige Monate in der Versenkung verschwinden. Bis er wieder einen Drang verspürt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Scheich Salah wohnt in Umm El-Fahm. Dort war ich heute mit Lea und zwei Freunden. Die Demonstration des Scheichs haben wir verpasst, aber glaubt mir, sie war nicht der Grund unseres Besuches. Nicht um den Scheich zu stören, sondern an der Vernissage einer sehr schönen Keramikausstellung in Saids Kunstgalerie teilzunehmen waren wir gekommen. Wir trafen, wie immer, Freunde und alte und neue Bekannte, sahen uns die Exponate an und nahmen an der Begeisterung teil, die von Besuchern, die das erste Mal in der Galerie waren, ganz besonders zu spüren war.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-116085399253152881?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/116085399253152881/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=116085399253152881&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/116085399253152881'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/116085399253152881'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/10/die-tgliche-hitparade-des-hasses.html' title='Die tägliche Hitparade des Hasses'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-116085389472362467</id><published>2006-10-14T21:24:00.000+02:00</published><updated>2006-10-14T21:24:57.716+02:00</updated><title type='text'>Löcher und Irrlehren</title><content type='html'>11.9.2006 – Löcher und Irrlehren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Falls sich jemand für Kriegsschäden in Nordisrael und deren Hintergründe und Technologien interessiert, &lt;a href="http://www.jcpa.org/brief/brief006-10.htm"&gt;ist dieses Link ein gefundenes Fressen.&lt;/a&gt; Ein Kommentar erübrigt sich, denn dieser Bericht ist textlich und bildlich detailliert. Nur noch ein Wort zum immer wiederkehrenden Thema der Splitterbomben, die keine sind. Gerade in der letzten Wochenendausgabe von Haaretz wird wieder  darüber geschrieben und über „Bomben“ berichtet. Falls wirklich solche Bomben, von denen Israel keine besitzt, eingesetzt worden, wären die Schäden ursprünglicher Flugzeugangriffe ungleich grösser und die Schäden der Blindgänger ebenso. Beim Betrachten der Bilder in diesem Link ist unschwer zu verstehen, warum überall wo Menschen ungeschützt von islamischen Raketen getroffen worden waren, man denke an die zwölf toten Reservisten im Hinterland Israel, die Zahl der Toten und Schwerverletzten sehr hoch war. Dass die Zahl israelischer Toter (53) und Verwundeter (2250, davon 250 schwer) Zivilisten „relativ„ niedrig war, ist ausschliesslich den Schutzräumen und Luftschutzbunkern zu verdanken, in denen sich die nordisraelische Bevölkerung zum Teil tagelang oder bei Aufforderung durch Sirenenalarm aufgehalten hatte. Zurück zu den Blindgängern: mehrmals täglich wird in den elektronischen Medien auf die vielen nicht explodierten hisb’allischen Raketen hingewiesen, die im Norden Israels noch immer herumliegen und eine grosse Gefahr für jeden, der ihnen zu nahe kommt oder sie gar berührt, bilden. Schäden, die diese Raketen anrichten können sind in folgendem Beispiel überzeugend zu sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem Satz „Die Empörung vieler Empörter empört mich“ fängt André Glucksmann seinen Artikel „Zweierlei Mass“ im der Zeitschrift Cicero (Schwarze September 2006 Ausgabe) an. Darin schreibt er über den Surrealismus der heutigen Welt, vor allem der westlichen Welt, in der die tagtäglichen fünfzig und mehr Toten in Bagdad auf einer Hinterseite der Presse abgehackt wird, während die achtundzwanzig Toten im libanesischen Dorf Kana zu einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit empor stilisiert worden sind. Es ist wie das alte und bestbekannte Phänomen der doppelten Moral, die mit an Bigotterie grenzender Inbrünstigkeit derart von Medien verbreitet und von willigen Nachrichtenkonsumenten als Bestätigung ihrer eigenen gut gepflegten Vorurteile aufgenommen und gepflegt werden. Er stellt die Darstellung des palästinensisch-israelischen Konflikts als alleinige Quelle aller Probleme des Nahen Ostens und des muslimischen Terrors als unsinnige Lüge dar, als heuchlerische Geopolitik, die den Nahen Osten zum Grundpfeiler der, wie Glucksmann schreibt, der Weltordnung „weiht“. Mich wundert’s, warum diese so offensichtlich falsche Sicht der Dinge bis heute überlebt, sich sogar verstärkt hat. Vor einem Jahr schrieb ich folgende wahre Geschichte ins Tagebuch:&lt;br /&gt;An der berühmten Harvard Universität in Boston herrschte in den Zwanziger Jahren der Präsident A. Lawrence Lowell, der einen Numerus Clausus für Juden einführen wollte, mit der Begründung, dass zu viele jüdischen Studenten den Antisemitismus in Harvard fördern würde und deshalb die Anzahl Juden in Harvard zu ihrem eigenen Schutz beschränkt sein müsste. Die alte Masche, Juden für den Judenhass selbst verantwortlich zu machen. Auch wird über Lowell erzählt, er habe sich generell und laut gegen jüdische Studenten ausgesprochen, weil sie bei Prüfungen betrügen würden und überhaupt unübliche Eigenschaften besitzen. Auf den Einwand, dass alle Studenten ähnliches täten und statistisch Studenten nichtjüdischer Herkunft teilweise wesentlich unehrlicheres praktizierten, habe er gesagt: „Lenkt nicht ab, wir reden von Juden“. Im übrigen ist der heutige Präsident von Harvard, wie auch die Mehrheit der Präsidenten der acht amerikanischen Eliteuniversitäten, heute Juden.&lt;br /&gt;Die Worte: „Lenkt nicht ab, wir reden von Juden“, könnten ein Schlüssel zur oben gestellten Frage sein.&lt;br /&gt;Leider kann ich Glucksmanns Artikel nicht durch ein Link aktivieren, doch empfehle ich diese September-Ausgabe des Ciceros zu kaufen – es steht in diesen dicken zwei Heften noch anderes lesenswertes drin. Cicero ist der einzige Luxus, den ich mir aus dem Ausland leiste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der politischen Szene Israels gibt es zur Zeit neben den aussterbenden humanistischen Linken einige gar nicht humane Rechtsextremisten. Der bekannteste darunter ist Avigdor Lieberman, dessen Theorie der Ausbürgerung israelischer Araber durch innovative Grenzziehung an Anhängern gewinnt. Ein anderer ist Effi Eitam, ein Choser Be'Tschuwa (ein Wiedergeborener), ehemaliger Kommandeur der Givati Brigade unter dem unser Sohn Jehoschua gedient hatte und in der (ohne Eitam) Enkel Adam gerade seine Rekrutenschule absolviert. Eitam ist nun Knessetmitglied der Nationalreligiösen-Nationale Union, mit omelettgrosser gehäckelter Kippa und Vollbart und scheint Araber nicht zu mögen. Heute hat er sogar Lieberman rechts überholt. An einer Gedächtnisfeier für gefallene Soldaten des kürzlichen Libanonkrieges, forderte er die Ausweisung der Mehrheit arabischer Einwohner der Westbank. Zudem will er den israelischen Arabern ihre politischen Rechte wegnehmen, denn sie seien eine Fünfte Kolonne im Staat. Der arabische Abgeordnete Achmed Tibi, nicht gerade mein Favorit in der politischen Landschaft, meine dazu, Eitams Worte hätten in deutscher Sprache authentischer geklungen. So unrecht hat Tibi nicht, tut damit aber dem heutigen Deutschland Unrecht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der israelische Generalstaatsanwalt wurde schon aufgefordert, Effi Eitam wegen Aufhetzung zum Rassismus vor Gericht anzuklagen. Ich sorge mich nicht so sehr vor arabischen Angriffen, doch vor diesem um sich greifenden  jüdischen Faschismus habe ich Angst.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-116085389472362467?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/116085389472362467/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=116085389472362467&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/116085389472362467'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/116085389472362467'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/10/lcher-und-irrlehren.html' title='Löcher und Irrlehren'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-115739909717865791</id><published>2006-09-04T22:44:00.000+03:00</published><updated>2006-09-04T22:45:01.596+03:00</updated><title type='text'>Wunder</title><content type='html'>30.8.2006 – Wunder&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die heutigen Tage sind Tage der Wunder. Araber kritisieren sich selbst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Prinz Hassan von Jordanien wird in einem Artikel des Yedioth Ahronot unter dem Titel “Prince Hassan: Die arabische Führung stiehlt Milliarden von ihrem Volk“. Diese Feststellung ist nicht neu, doch wenn bisher aus arabischem Munde kam, dann von jemandem, der nicht in der Region lebt, sondern im sicheren Westen. Der Prinz spricht aus was alle wissen, dass statt in Entwicklung, Wirtschaft, Erziehung und Soziales zu investieren, aufgerüstet wurde und wird. Israel ist dafür die vorgeschobene Ausrede, der Erhalt eigener Macht oder die Furcht vor den eigenen arabischen und muslimischen Nachbarn, ja vor dem eigenen Volk, die sunnitische Furcht vor den Schiiten, die Furcht vor al Kaida und ähnlichem der wirkliche Grund. Geld gibt es in der arabischen Welt mehr als genug, nur ist es sehr ungleich verteilt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch ein Wunder: Der Sprecher der regulären Hamas kritisiert die in Gaza herrschende Gesetzlosigkeit, den Chaos, den gegenseitigen Mord, Entführungen und ähnliches das vor allem den Gaza-Palästinensern das Leben zur Hölle macht. Es sei nicht Israel, sondern „Die Bakterie namens Dummheit“ (gemäss NZZ 30.8.06), von der sich die Palästinenser hätten anstecken lassen. Der Chaos im Gazastreifen sei allein von den Milizen verursacht. Man solle, so die Aufforderung von Ghazi Hamad, auch bei sich selbst und nicht ausschliesslich bei Israel suchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein weiteres Wunder: Scheich Hassan Nasrallah, Führer der Hisb’allah, hat zugegeben Fehler gemacht zu haben. Er habe sich nicht vorstellen können, dass wegen seiner Entführung von zwei Soldaten Israel so heftig reagieren würde. Auch wenn diese Entführung nur der Auslöser dieses Krieges gewesen ist, zeigt es den Unterschied im Stellenwert eines menschlichen Lebens zwischen westlicher und orientalischer, zumindest jihadischer, Kultur. Das ist vereinfachend gesagt, aber wenn ich mich an Leserbriefe in der Schweizer Presse entsinne, haben sich verschiedentlich Schreiber buchhalterisch darüber aufgeregt, dass Israel nur wegen zwei Soldaten einen Krieg angefangen hat. Diese Feststellung stimmt grundsätzlich nicht, denn den Casus Belli lieferten die Hisb’allah und die Entführung war bestenfalls der prominenteste Grund dafür, dass Israel zurückschlug. Mit Menschenleben Buchhaltung zu führen erinnert mich zu sehr an das Dritte Reich. Nasrallahs Feststellung scheint darauf hinzuweisen, dass er und seine Leute einen weit schlimmeren Schlag in diesem Krieg erlitten haben, als er die Welt durch sein Schweigen glauben machen will. Auch scheint er zu merken, dass er vielleicht vom tumben arabischen Volk  und seiner mehrheitlich hysterischen Elite zur Zeit geliebt und verehrt wird, doch die Regierenden ihn gar nicht mögen, repräsentiert er doch alles, vor dem sie sich fürchten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht läuten diese überraschenden Stellungsnahmen eine neue Zeit arabischer Selbstbesinnung und sogar der Bereitschaft zur Übernahme eigener Verantwortung ein. Auf jeden Fall ist zu hoffen, dass diese Fälle von Vernunft nicht Einzelfälle bleiben und in wenigen Tagen von der Bildfläche verschwinden, sondern zu einer gedanklichen Öffnung in diesen Kreisen führt. Dieser Schimmer von Einsicht, die wirklichen Probleme unserer Region zu akzeptieren, sollte, so hoffe ich, den Weg zur Lösung erleichtern. Er wäre eine gedankliche Revolution in arabischen Köpfen und könnte, Weichen neu stellen. Ein wichtiger Schritt wäre es nun, dass sich die arabische Führung dem eigenen Volk diese Einsicht weiter vermittelt, dass dieses den ohnmächtigen Hass auf alles westliche langsam abstreift und selbst zu denken und zu informieren beginnt. Das würde auch viel Wind aus den Segeln des israelischen Volkes nehmen, das in den vergangenen Jahren zum Teil politisch weit nach rechts gerutscht ist, verunsichert und abgestossen vom Hass, der ihnen aus der arabischen Welt entgegenschlägt und dem sie nichts entgegenzusetzen haben. Zu viele Israelis sind durch die Angst und das vollständig fehlende Vertrauen in arabische und vor allem palästinensische Partner in die Arme eines Rechtsextremismus getrieben worden, der jedem demokratischen Bürger Sorgen machen muss. Vorerst ist diese noch minimale Öffnung von arabischer Seite ein träumerisches Zeichen der Hoffnung – aber wie der alte David Ben Gurion schon mit seinem bestbekannten Bon Mot sagte: „Um in Israel Realist zu sein, muss man an Wunder glauben“.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-115739909717865791?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/115739909717865791/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=115739909717865791&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115739909717865791'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115739909717865791'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/09/wunder.html' title='Wunder'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-115739904293086296</id><published>2006-09-04T22:42:00.000+03:00</published><updated>2006-09-04T22:44:05.983+03:00</updated><title type='text'>Die Schweizer Armee, Streumunition und das Recht zur Rückkehr</title><content type='html'>26.8.2006 – Die Schweizer Armee, Streumunition und das Recht zur Rückkehr&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 22.8.06 schrieb ich recht ausführlich über den Vorwurf an Israel Streubomben zu verwenden. Jetzt habe ich in der Website des „Center of Contemporary Conflict“ entdeckt, dass die &lt;a href="http://www.ccc.nps.navy.mil/si/apr03/wmd2.asp"&gt;Schweizer Armee selbst entwickelte Streumunition&lt;/a&gt; „anwendet“ (das englische Wort „use“ wird benutzt), die statt den normalen 10% Blindgängern nur deren 2% hinterlässt, da diese Schweizer Munition, wenn sie nicht explodiert, sich mittels einem Mechanismus als Blindgänger selbst zerstört. In obigem Link ist darüber im Abschnitt „How to Effectively Reduce the Amount of ERW“ zu lesen. Ich schlage vor, dem Bundesrat zu raten, die humanitäre Tradition der Schweiz in der Praxis anzuwenden und dieses Schweizer Qualitätserzeugnis Israel zu einem Vorzugspreis zu offerieren. Das wäre gut für die Schweizer Wirtschaft und würde einigen von Israels Feinden das Leben retten. Zudem muss ich unbedingt wissen, gegen welchen Feind die Schweiz zur Zeit diese Streumunition anwendet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu einem anderen Thema. Die Existenz Israels wird in der letzten Zeit in Frage gestellt und entsprechend diskutiert. Besonders das Recht, dass sich Israel als jüdischer Staat definiert und das auch bleiben will, wird ihm abgesprochen, obwohl es dabei die im Land lebenden Minderheiten nicht diskriminiert und diese in demokratischer Facon an (fast) allem teilhaben lässt. Es geht um „das Recht zur Rückkehr“ des jüdischen Volkes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über dieses Thema hat der Jurist Professor David Bernstein der George Mason University School of Law,  im Wall Street Journal unter dem Titel „Hat Japan das Recht als japanischer Staat zu existieren?“ einen Essay geschrieben. Einen Link dazu kann ich leider nicht offerieren, denn ich habe kein Internet Abo für diese Zeitung. Aber der Artikel hat zu Diskussionen geführt und eine der Fragen war, ob es noch andere Länder mit ähnlicher Gesetzgebung zur Förderung der Rück- oder Einwanderung des eigenen Volkes gibt. Für die meisten, die diese Frage stellen ist das Judentum nur Religion (viele Diaspora-Juden teilen diese für sie bequeme Ansicht, der Schweizer oder Deutsche „mosaischen Glaubens“ kommt mir da in den Sinn), mit Rasse hat das Judentum gar nichts mehr zu tun, was jeder Besuch in Israel innert kürzester Zeit beweist.&lt;br /&gt;Bernstein gibt eine ganze Reihe von Ländern an, die solche Bestimmung besitzen. Das israelische Recht zur Rückkehr bestimmt, dass jeder, der einen jüdischen Grosselterteil hat, von diesem Recht Gebrauch machen kann. Hier einige ähnliche Beispiele aus anderen Ländern:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;·        Japanisches Bürgerrecht basiert auf Jus sanguinis (Recht des Blutes). Anderssprachige Minderheiten leben in Japan seit Generationen ohne japanische Bürger zu sein.&lt;br /&gt;·        In Irland genügt es im Ausland geboren zu sein und einen der Grosseltern als irischen Bürger zu haben, zur irischen Bürgerschaft berechtigt.&lt;br /&gt;·        Armenien: „Menschen armenischen Ursprungs werden in der Republik Armenien in einem vereinfachten Verfahren eingebürgert.“&lt;br /&gt;·        Bulgarien: „Jede Person ... deren Vorfahren bulgarische Bürger waren und das von einem Gericht bestätigt worden ist, ist bulgarischer Bürger“&lt;br /&gt;·        Finnland: Alle Personen finnischen Ursprungs erhalten permanente Niederlassung.&lt;br /&gt;·        Deutschland: Deutsches Recht erlaubt Personen deutschen Ursprungs aus Osteuropas nach Deutschland zurückzukehren und deutsche Bürgerschaft zu erhalten.&lt;br /&gt;·        Griechenland: Ausländische Personen griechischen Ursprungs, die nicht in Griechenland wohnen oder nicht griechische Bürger sind oder nicht in Griechenland geboren wurden können griechische Bürger werden, wenn sie in die griechischen Armee eintreten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soweit der internationale Vergleich zum israelischen Gesetz „Recht zur Rückkehr“. Israel hat allerdings ein zusätzliches Problem, nämlich das der Palästinenser, die in 1948 flohen und heute den Anspruch stellen bis zur vierten Generation das selbe „Recht zur Rückkehr“ zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eines muss klargestellt werden: Israel ist alles andere als ein ausschliesslich religiöser Staat, wie es von Leuten, die sich nicht auskennen, angesehen wird. Es ist anzunehmen, dass der Ausdruck „von Gott auserwähltes Volk“, der oft zu Missverständnissen und Manipulationen führt, daran schuld ist. Israel ist keine Ausnahme in seiner Einwanderungs- und Bürgerrechtspolitik, wenn sie ethnisches und kulturelles Erbe in den Vordergrund stellt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-115739904293086296?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/115739904293086296/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=115739904293086296&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115739904293086296'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115739904293086296'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/09/die-schweizer-armee-streumunition-und.html' title='Die Schweizer Armee, Streumunition und das Recht zur Rückkehr'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-115739895117866523</id><published>2006-09-04T22:39:00.000+03:00</published><updated>2006-09-04T22:42:35.626+03:00</updated><title type='text'>Eine Begegnung und zurück zur Politik</title><content type='html'>24.8.2006 – Eine Begegnung und zurück zur Politik&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den ersten Jahren meines Tagebuches schrieb ich viel über Erlebnisse und Menschen, die ich kenne oder gerade kennen gelernt habe. In den letzten zwei bis drei Jahren sind diese Themen etwas zu kurz gekommen. Eines meiner Vergnügen ist der Umgang mit interessanten Menschen und davon mangelt es in Israel nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute früh wachten wir als Schweizerbürger auf, zogen uns schön an und fuhren nach Tel Aviv zur Botschaft. Dazu waren wir von der „Schweizer Revue“, dem Hausblatt jedes Auslandschweizers, aufgefordert worden, denn unsere roten Pässe mussten erneuert werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit es alle wissen, digitale, das heisst selbst am Computer gedruckte Passföteli werden von Frau Calmi-Rey, die offenbar auch von Fotografie nichts versteht, nicht akzeptiert, obwohl wenigstens in unserem Fall meine Bilder unendlich viel besser waren, als die billigen gebleichten Helgen, die professionell vom Fotografen auf einer Polaroid Kamera im Dreiminutentakt hergestellt werden. Aus diesem Grund marschierten wir von der Schweizer Botschaft an der Yarkonstrasse zum Mograbiplatz, wo es Fotostudios gibt und das, wie man in Englisch sagt, „made my day“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Geschichte Israels, vor und nach der Staatsgründung, ist von wenigen Fotografen dokumentiert worden. Wenn ich hier Namen nenne, dann sind das Photojournalisten, die sich vor allem mit der Dokumentation politischer Prozesse und Persönlichkeiten befasst haben. Dass sie gelegentlich auch künstlerisch wertvolle Bilder produzierten, sei ihnen unbenommen. Einer von ihnen ist Nachum Gutman (nicht zu verwechseln mit dem israelischen Maler gleichen Namens, der auch fotografierte), ein anderer war Rudi Weissenstein. Beide Läden sind an der Allenbystrasse am Mograbiplatz zu finden, fünfzig Meter voneinander entfernt. Nachum verkauft Occasionkameras und andere fotografische Hardware, in einem Laden, in dem es gerade einen Quadratmeter Platz für Kunden gibt, während Rudis Geschäft ein Fotostudio ist. Beide Geschäfte sind alt, staubig und verstopft – kurz, romantisch. Bei Nachum waren Lea und ich schon verschiedene Male, jetzt war Rudi Weissenstein an der Reihe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rudi lebt nicht mehr. Als wir sein Geschäft betraten um die Passfotos machen zu lassen, wurden wir von einer jungen Philippinin empfangen, die Fotos schoss jemand mit einem russischen Akzent. An einem uralten Schreibtisch sass eine ältere Dame. An den Wänden und Schränken hingen grossformatige Fotos von Israels vergangenen Grössen, vor allem aus Politik und intellektuellen Kreisen. Einige kannte ich, den David Ben Gurion, Menachem Begin, Haim Herzog, Martin Buber sollte ein Israeli meines Alters sofort erkennen (die heutige Jugend hat, wenn gefragt, meist noch nie von Ben Gurion gehört und denkt Dayan sei eine Kaugummisorte). Aber viele kannte ich nicht und fragte die alte Dame. Es stellte sich heraus, dass sie nicht nur Hebräisch, sondern auch Deutsch der besten Sorte spricht, dass sie Miriam, die Witwe des Rudi Weissensteins ist und erst 93 Jahre alt sei. Miriam leitet nun das Studio, zusammen mit einem Fotografen (der mit dem russischen Akzent) und der hübschen Philippinin, die ihr, wie vielen Israelis ihrer Altergruppe, als Pflegerin dient. Seit dem Tod ihres Mannes Rudi, führt Miriam das Studio und hütet seine Negative.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;1940                                           2006&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie war es, die auf einem Bild als Turnerin zu sehen war – heute hat sie’s in den Knien und stehen tut ihr weh. Sie zeigte uns einen Sammelband von Rudis fotografischem Werk, 2002 herausgekommen und wir waren begeistert und kauften es auf der Stelle. Miriam bestand darauf eine Widmung für Lea und Uri hineinzuschreiben, was ziemlich viel Zeit brauchte, denn erst schrieb sie einen Entwurf, las ihn uns vor und fragte, ob wir damit einverstanden seien und dann erst trug sie es in das Buch ein. Wir redeten viel, sie führte uns durch das Buch in dem Teile der dreissiger Jahre gezeigt sind, sie konnte sich jeder Einzelheit erinnern. Miriam erzählte über ihr ärztliches Problem mit den Knien, da konnte Lea mitreden. Beide waren beim selben Professor der Orthopädie, der gerne operieren möchte. Aber Miriams Sohn, selbst Arzt, findet, dass eine 93-jährige Dame das wohl kaum überleben würde, auch wenn es ihr sonst blendend geht. Es bedrückt sie, die schönen Turnübungen und Luftsprünge, die sie als Gymnastiklehrerin anderen beigebrachte hatte, nicht mehr selbst ausführen zu können. Schön war es mit ihr Deutsch zu sprechen, ohne Akzent, in der Art der alten Jeckes, für die ich so viel übrig habe und von denen es kontinuierlich weniger gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Solche Begegnungen liebe ich. Weit mehr, als Politik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deshalb zurück zur Politik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man muss Netanjahu und seine Politik nicht mögen, aber er hat Köpfchen und redet überzeugender als sämtliche seiner Berufskollegen. Sich mit ihm anzulegen kann blamabel sein. Hier eine kurze und wahre Geschichte:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein britischer Journalist interviewte Netanjahu: „Wie kommt es, dass viel mehr Libanesen als Israelis in diesem Krieg getötet wurden?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Netanjahu: „Sind sie sicher, dass sie darauf eine Antwort wollen?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Journalist stolperte in die Falle: „Warum nicht?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Netanjahu: „Im Zweiten Weltkrieg kamen mehr Deutsche ums Leben als Briten und Amerikaner zusammen, aber niemand zweifelt, dass dieser Krieg durch deutsche Aggression verursacht worden ist. Als Antwort auf den deutschen Blitz auf London radierten die Briten die gesamte Stadt Dresden aus und es verbrannten dort mehr deutsche Zivilisten als in Hiroshima durch die Atombombe den Tod fanden. Zudem will ich sie daran erinnern, dass in 1944 die [britische] RAF versuchte das Gestapo Hauptquartier in Kopenhagen zu bombardieren, wobei einige Bomben das Ziel verfehlten und auf ein dänisches Kinderspital fielen und dabei 83 kleine Kinder töteten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Haben sie noch eine Frage?“, schloss Netanjahu.   &lt;br /&gt;(übersetzt aus dem Englischen von Uri Russak)&lt;br /&gt;           &lt;br /&gt;Zum Abschluss ein interessanter Artikel von &lt;a href="http://www.iht.com/articles/2006/08/22/opinion/eddromi.php"&gt;Uri Dromi aus der Herald Tribune&lt;/a&gt; vom 22. August mit den Titel „Die vielen Fehler der Hisb’allah“ (Hisbollah’s many mistakes), Im Unterschied zu anderen Meinungen denkt er, dass die Hisb’allah in diesem Krieg sehr viel verloren und das israelische Publikum es nicht gemerkt hat. Ich selbst kann mich zu Dromis Ansicht nicht aufraffen, zu vieles ist schiefgelaufen und falls es positives gibt, dann, so denke ich, trotz und nicht wegen der Politik unserer Regierung. Nur eine seiner Fakten akzeptiere ich und es könnte vielleicht sein hauptsächliches Argument sein: die 4000 Raketen, mit ihren Schrapnellköpfen, haben dem Durchhaltevermögen und der geistigen Stärke keinerlei Schaden verursacht, ja diesen sogar noch verstärkt. Aber lesenwert ist dieser Artikel auf jeden Fall, vor allem weil es schädlich ist ausschliesslich die eigene Meinung bestätigendes zu lesen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-115739895117866523?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/115739895117866523/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=115739895117866523&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115739895117866523'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115739895117866523'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/09/eine-begegnung-und-zurck-zur-politik.html' title='Eine Begegnung und zurück zur Politik'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-115739873732913540</id><published>2006-09-04T22:37:00.000+03:00</published><updated>2006-09-04T22:39:31.536+03:00</updated><title type='text'>Die Mär der Streubomben und der Sex</title><content type='html'>22.8.2006 – die Mär der Streubomben und der Sex&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Streubomben (in Englisch Cluster Bombs) sind eine amerikanische Erfindung und werden ausschliesslich in den USA hergestellt. Die Waffe, die anzuwenden Israel nun angeklagt wird, sind Artilleriegeschosse (nicht, wie viele meinen, Bomben aus Flugzeugen), die mit diesen amerikanischen Bomben nicht viel zu tun haben. Diese Geschosse, so mein Berater, ein pensionierter Oberst, sind weit weniger gefährlich als eine Handgranate, streuen in einem kleinen Umkreis und töten nicht, sondern verwunden „nur“. Sie sind nicht geächtet, wie die grossen echten Streubomben, die aus Flugzeugen abgeworfen werden und eine Art Minen streuen, die grauenhafte Schäden anrichten können. Bei beiden soll es etwa 10% Blindgänger geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist insofern interessant, als diese Artilleriegeschosse gemäss internationalem Recht und im Gegensatz zu den Cluster Bombs nicht verboten sind. Diese Streubomben sind nun das neueste Argument krankhaft antiisraelischer Kreise, die das im Zusammenhang mit dem soeben unterbrochenen Libanonkrieg in die Diskussion einbringen. Es war ausschliesslich die Organisation Human Rights Watch, die das festgestellt haben will und auf die sich alle anderen berufen. Human Rights Watch hat durch das Verwechseln zweier verschiedenartiger Munitionsarten „Munition“ für Israelkritiker geliefert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ähnlich, aber weit gefährlicher sind die von der Hisb’allah nach Israel abgeschossenen 3500 Katjushas und andere Raketen, die alle mit Schrapnell und Schrottkugeln vollgestopft waren. Diese Raketen dienen dem ausschliesslichen Ziel, möglichst viele Zivilisten zu töten. Militärisch sind sie wertlos, da sie nicht gezielt eingesetzt werden können. Ihren Effekt konnte die ganze Welt beobachten, bisher hat sich noch keine Menschenrechts-organisation beklagt. Diese Raketen mit ihrem streuenden und tödlichen Inhalt sind noch recht neu und vielleicht deshalb noch nicht in der Liste geächteter Waffen. Im übrigen wurde mitgeteilt, das im ganzen Galiläa einige Hundert Blindgänger liegen. Das Publikum wurde gewarnt, diese nicht zu berühren und sofort zu melden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe mich umgehört, neben Louis und Amos noch mit einigen anderen Sachkundigen gesprochen, darunter keine Apologeten oder „Colonel Blimps“, und bin zum Schluss gekommen, dass die israelische Armee im Libanon keine Streubomben benutzt hat. Dafür gibt es einleuchtende Argumente:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;· Ich sprach auch mit meinem Freund Louis Loewenthal über das Thema. Louis, in England geboren und schon fast fünfzig Jahre in Israel, wohnt im arabischen Quartier Jaffas, politisiert dort (sehr links) und ist Publizist und Übersetzer. Im ersten Libanonkrieg von 1982 war er, der ehemalige Fallschirmspringer, wegen seinen Englischkenntnissen bei der Pressestelle der Armee tätig. Im ersten Libanonkrieg befasste er sich mit dem Vorwurf, Israel habe Streubomben eingesetzt. Die Situation war fast identisch. Auch in 1982 wurde Israel der Einsatz von Streubomben vorgeworden, doch musste dieser Vorwurf zurückgezogen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;· Die Anwendung von Streubomben wurde während dem Krieg von der überall anwesenden internationalen und nationalen Presse nie erwähnt. Da es heute praktisch keine Pressezensur mehr gibt (die Satellitensysteme der Geheimdienste und der Medien haben dafür gesorgt), kann man sich darauf verlassen. Sogar ein extrem israelkritischer Reporter wie der seit Jahren im Mittleren Osten tätige englische Journalist Robert Fisk, der nicht nur Schreibtischjournalismus betreibt, sondern mutig von der Front wirkt, hat diese verbotene Waffe nicht erwähnt. Ebenso wäre es ausgesprochen lächerlich zu behaupten, die israelische Armee würde vor den überall gegenwärtigen UNIFIL-Beobachtern eine solche Waffe einsetzen.&lt;br /&gt;· Beim Suchen im Internet über dieses Thema fand ich ausschliesslich Hinweise über Streubomben in den Websites politisch extremer Organisationen oder Hinweise, die aus diesen Kreisen übernommenen worden sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein weiteres Thema, das angeschnitten werden sollte sind die von Israel erlittenen Verluste und Schäden an Menschen und Besitz. Man liest und hört eigentlich wenig darüber und ich denke, der eine Grund ist, dass Israel, nicht wie seine arabischen Gegner, sich als „Nebbische“ (aus dem Jiddischen: Schlappschwanz, weinerlicher Schwächling oder „professionelles“ ebenso weinerliches Opfer) darstellen wollen. Dem israelischen Macho liegt das nicht. Der zweite Grund ist, so denke ich, der, dass Israel den durch den Krieg geschwächten Tourismus und andere Branchen der Wirtschaft nicht durch Klagen über Schäden der Infrastruktur schwächen wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was mich an dieser Diskussion – falls sie überhaupt eine ist – ärgert, ist die Tatsache, dass Israel über den erfundenen Gebrauch nicht legaler Waffen gegen einen Gegner, der sich hinter dafür hinter festgehaltenen zivilen Menschen versteckt, angeklagt wird, während wegen den rund 3500 arabischen Raketen, die ausschliesslich gegen israelische Zivilisten eingesetzt worden sind, sich niemand für die toten Israelis einsetzt. Jene, die den Feinden Israels unreflektiert jede Lüge abkaufen, sollten sich dies überlegen. Aber nochmals, wir Israelis wollen nicht als Nebbische angesehen werden. Das ist auch etwas wert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All das ändert gar nichts an der Tatsache, dass unsere Regierung und Militärführung für diesen äusserst schlecht geführten Krieg zur Kasse gebeten werden müssen. Es gibt schon ganze Volksbewegungen zusammengesetzt aus Politikern, Journalisten, Reservesoldaten die sich verheizt vorkommen, die heute demonstrieren und den Rücktritt oder gar Rauswurf von Olmert, Peretz und Halutz fordern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weit interessanter finde ich die sexuellen Eskapaden unserer Politiker. Justizminister Ramon ist zurückgetreten und Staatspräsident Katzav, der es mit drei Mädchen getrieben haben soll, wird unter fröhlicher Anteilnahme aller Bürger polizeilich verhört. Sogar seinen Computer habe die Polizei konfisziert – was dieser mit seinen Tändeleien zu tun haben kann, weiss ich nicht. Vielleicht hat er im Internet nach Sex gesurft. Ramon und Katzav führen die Tradition früherer Prominenter weiter, die zum Teil sogar für solche Delikte verurteilt worden sind, wie der ehemalige General und Verteidigungsminister Mordechai. Jetzt bleibt es der Polizei überlassen, die noch nicht geouteten politischen Prominenten-Casanovas zu finden. Ohne eine extrem ausgeprägte Libido kann in Israel ganz offensichtlich niemand in hohe Ämter einsteigen. Wie schön waren die Zeiten mit Golda Meir.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-115739873732913540?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/115739873732913540/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=115739873732913540&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115739873732913540'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115739873732913540'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/09/die-mr-der-streubomben-und-der-sex.html' title='Die Mär der Streubomben und der Sex'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-115615526169204137</id><published>2006-08-21T13:11:00.000+03:00</published><updated>2006-08-21T13:14:21.973+03:00</updated><title type='text'>Rabbiner Tovia Ben Chorin in der NZZ</title><content type='html'>21.8.2006 – Tovia Ben-Chorin in der NZZ (siehe Ende dieses Blogs)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich äussert sich jemand aus der jüdischen Prominenz über den Krieg Israels gegen die Hisb’allah. Dass es mein lieber Freund Rabbiner Tovia Ben-Chorin ist verwundert mich nicht und ich bin ihm unendlich dankbar für seinen Essay in der NZZ am Sonntag von gestern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Überschrift sagt pointiert die Essenz in zwei Sätzen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wenn dich jemand töten will, so komme ihm zuvor“&lt;br /&gt;Israel bekämpft in Libanon den islamistischen Extremismus. Scheitert dies, dann wird sich dieser Kampf auf Europa ausdehnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem ruhigen aber beunruhigenden Essay zeugt Tovia von seinem auf Wissen beruhender Durchsicht der Probleme Israels und der Welt mit dem Islam und deren Hintergründe, sowie die Bösartigkeit der Projektion auf nichtislamische Kulturen, besonders aufs Judentum und aus Christentum. Tovia, ein sehr versöhnlicher Mensch, der Purzelbäume schlägt um einen Dialog zu erreichen, hat, wenigsten in bezug auf die Hisb’allah, den versöhnlichen Weg aufgegeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur in zwei Dingen habe ich kleine Vorbehalte und bin mit ihm nicht ganz einverstanden. Das eine ist sein Verständnis für arabische „Ehre“. Zum Wiedererlangen der ägyptischen Ehre in 1973 wurden 2700 israelische Tote und weit mehr Verletzte geopfert. Dieses fast ausschliessliche und krankhafte Beschäftigtsein der islamischen Welt mit „Ehre“ darf nicht auf Kosten der westlichen Welt akzeptiert werden. Nicht nur Israel, sondern alle, die mit islamischem Krieg und Terror „beehrt“ werden und nicht weniger die unzähligen Frauen, die aus Gründen dieser perversen „Ehre“ ermordet werden, sind zu deren Opfer geworden. Es ist gut den Faktor Ehre in der arabische Gesellschaft zu kennen, zu analysieren und zu verstehen, aber verstehen darf nicht zu Akzeptanz führen. Das wäre die Aufgabe einer unserer eigenen kulturellen Errungenschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der zweite Punkt ist Tovias Beschreibung der Absichten von Hisb’allah gegenüber Israel und den Juden. Er bringt das als „Understatement“. Ziel von Hisb’allah ist es nicht, das Leben der Israel unerträglich zu machen, sondern den Staat Israel zu zerstören und seine Juden zu vernichten, ganz im Sinne Irans und dessen Präsidenten Ahmedinejad. Diese Tatsache ist in den vergangenen Monaten und Wochen mehr als genügend dokumentiert worden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beide meiner Einwände mindern den Wert von Tovia Ben-Chorins Aussage um nichts. Nun hat sich ein Schweizer Jude von Rang (eigentlich müsste man schreiben: ein Jude in der Schweiz von Rang) gemeldet, der etwas zu sagen hat und tut das auch in seinem unnachahmlichen sympathischen und sachlichen Stil.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Toda, Tovia.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;NZZ am Sonntag, 20.08.2006, Nr. 34, S. 17&lt;br /&gt;Meinungen&lt;br /&gt;AA Auswärtige Autoren&lt;br /&gt;"Wenn dich jemand töten will, so komme ihm zuvor"&lt;br /&gt;Israel bekämpft in Libanon den islamistischen&lt;br /&gt;Extremismus. Scheitert dies, dann wird sich dieser&lt;br /&gt;Kampf auf&lt;br /&gt;Europa ausdehnen, schreibt Rabbiner Tovia Ben-Chorin&lt;br /&gt;Zwei Tendenzen lassen sich ausmachen im Nahen Osten: ein westlicher Einfluss, der sich&lt;br /&gt;im Nationalismus äussert, und das Gefühl der islamischen Einheit.&lt;br /&gt;Die zionistische Bewegung entstand als eine Antwort auf den europäischen&lt;br /&gt;Antisemitismus und forderte die Rückkehr der Juden ins Land Israel und die Errichtung&lt;br /&gt;eines jüdischen Staates. Die Juden hatten inmitten der westlichen Kultur gelebt und&lt;br /&gt;schufen einen Nationalismus, der auf die Bibel gründete und welchen sie im Land Israel&lt;br /&gt;verwirklichten. Dort hatten seit der Zeit des Erzvaters Abraham bis in unsere Zeit Juden&lt;br /&gt;gelebt - unabhängig oder unter fremder Herrschaft.&lt;br /&gt;Der Nationalismus der Araber schöpfte nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches&lt;br /&gt;demgegenüber aus französischem und englischem Gedankengut. Der europäische&lt;br /&gt;Kolonialismus unterstützte dabei zum einen traditionelle lokale Herrschaftsformen&lt;br /&gt;(reiche Familien, Notabeln und Könige); andererseits versuchte er, der Region die&lt;br /&gt;westliche Demokratie "einzupflanzen". Natürlich führte die wirtschaftliche Ausbeutung&lt;br /&gt;durch den Westen zu Korruption, und in islamischen Kreisen entwickelte sich Widerstand&lt;br /&gt;gegen den Einfluss von aussen, der sich im Land Israel zudem gegen die Rückkehr der&lt;br /&gt;Juden richtete.&lt;br /&gt;Dieser Widerstand erreichte seinen Höhepunkt nach dem Holocaust in Europa, als die&lt;br /&gt;Völkergemeinschaft mit der Entscheidung der Uno vom 29. 11. 1949 das Recht der&lt;br /&gt;Juden auf das Land Israel an der Seite eines arabischen Staates anerkannte. Während&lt;br /&gt;die Juden den Teilungsplan annahmen, kämpften die Palästinenser dagegen. Seither&lt;br /&gt;folgt ein Krieg auf den anderen.&lt;br /&gt;Die schiitische Revolution, die unter der Führung Khomeinys 1979 gegen das korrupte&lt;br /&gt;Regime des Schahs und gegen den amerikanischen Einfluss gerichtet war, kämpft heute&lt;br /&gt;gegen die gesamte christlich geprägte westliche Kultur. Um ihre Ziele zu erreichen,&lt;br /&gt;arbeiten die Iraner an der Entwicklung einer Atombombe. Im Irak stellen die Schiiten,&lt;br /&gt;die nur zehn Prozent der islamischen Weltbevölkerung ausmachen, die Mehrheit. In&lt;br /&gt;Libanon bilden sie eine starke Minderheit, die durch ihre Miliz, den Hizbullah ("Partei&lt;br /&gt;Gottes") - Kommandotruppen, die von Iran ausgebildet und bewaffnet wurden -, die&lt;br /&gt;Macht im Süden Libanons an sich gerissen hat. Ironischerweise haben sie Anteil an der&lt;br /&gt;"libanesischen Demokratie", da sie im Beiruter Parlament und in der Regierung&lt;br /&gt;vertreten sind. Die libanesische Regierung hat ihnen nachgegeben - in der Hoffnung, auf&lt;br /&gt;diese Weise inneren Frieden zu bewahren.&lt;br /&gt;Der Staat Israel ist in den Augen der Iraner eine Filiale des amerikanischen&lt;br /&gt;Imperialismus im Nahen Osten. Daher unterstützen sie die Hamas und den Hizbullah,&lt;br /&gt;um den Staat Israel zu eliminieren. Der iranische Präsident Ahmadinejad redet einerseits&lt;br /&gt;immer wieder von einem Waffenstillstand, andererseits aber von der Notwendigkeit,&lt;br /&gt;Israel zu vernichten. So bekämpft Israel mit den Schiiten im Süden Libanons zugleich&lt;br /&gt;den islamischen Fundamentalismus. Sollten wir dort scheitern, wird der Kampf sich auf&lt;br /&gt;Europa und andere Regionen der Welt ausweiten. In diesem Krieg geht es um die&lt;br /&gt;Befreiung Libanons von der schiitischen Umklammerung und in der Hauptsache um das&lt;br /&gt;Recht der Bürger des Staates Israel (Juden, Muslime, Christen, Drusen und andere), in&lt;br /&gt;Frieden zu leben.&lt;br /&gt;Die Kämpfe brachen aus nach der Entführung zweier Soldaten und einer Reihe von&lt;br /&gt;Provokationen gegenüber Israel, obwohl Israel sich längst aus Libanon zurückgezogen&lt;br /&gt;hatte. Leider wurde dieser Rückzug nicht mit der libanesischen Regierung abgestimmt,&lt;br /&gt;so wie der Rückzug aus dem Gazastreifen im vergangenen Jahr nicht mit der&lt;br /&gt;palästinensischen Behörde koordiniert war. In beiden Fällen wurde der leere Raum durch&lt;br /&gt;radikale Kräfte ausgefüllt, die nur am Terror gegen die Zivilbevölkerung und keinesfalls&lt;br /&gt;an einer Verständigung interessiert sind. Sie wollen das Image des militärisch "starken&lt;br /&gt;Israel" brechen, wie im Oktoberkrieg 1973, als Israel hohe Verluste durch die Ägypter&lt;br /&gt;hinnehmen musste. So wie dieses Ereignis zu einem Frieden mit Ägypten und dem&lt;br /&gt;Königreich Jordanien beitrug, so könnte heute nun ebenso in Libanon eine&lt;br /&gt;Neuorientierung gegenüber Israel in Gang kommen. In beiden Fällen haben die Araber&lt;br /&gt;nach vorherigen Niederlagen ihre Ehre wiedererlangt.&lt;br /&gt;Wenn Menschen sich als Opfer des westlichen Kolonialismus sehen und sie die Neigung&lt;br /&gt;haben, andere für sich "die Kastanien aus dem Feuer holen zu lassen" - etwa im&lt;br /&gt;Hinblick auf den Kampf gegen Korruption und Armut -, so bleibt ihnen nur ihre&lt;br /&gt;persönliche Ehre. Wir sind im Westen, auch in Israel, nicht sensibel für Fragen des&lt;br /&gt;Ehrgefühls, die bei den Palästinensern mit ihrer Katastrophe ("Nakba") des Jahres 1948&lt;br /&gt;und dem Flüchtlingsproblem zu tun haben. Es geht zunächst darum, die Existenz eines&lt;br /&gt;Problems anzuerkennen, für das man danach eine Lösung finden kann.&lt;br /&gt;Was den Hizbullah anbelangt, so gehe ich von dem jüdischen Grundsatz aus, welcher&lt;br /&gt;lautet: "Wenn dich jemand töten will, so komme ihm zuvor, und töte ihn"&lt;br /&gt;(babylonischer Talmud, Traktat Sanhedrin 72a). In keinem der vorherigen Kriege wurden&lt;br /&gt;so viele Raketen auf die Bürger des Staates Israel abgefeuert wie in dem gegenwärtigen&lt;br /&gt;durch den Hizbullah. Das Ziel des Hizbullah ist es, das Leben der Israeli unerträglich zu&lt;br /&gt;machen. Unser Verhältnis zu den Palästinensern sieht anders aus. Es wird ein&lt;br /&gt;palästinensischer Staat an unserer Seite entstehen, und zwangsläufig werden beide&lt;br /&gt;Staaten voneinander abhängig sein. Hier suche ich Zuflucht bei einem anderen jüdischen&lt;br /&gt;Grundsatz: "Wer ist weise? Wer seinen Feind zu seinem Freund machen kann" (Avot de&lt;br /&gt;Rabbi Nathan, 23a).&lt;br /&gt;Aus dem Hebräischen von Matthias Morgenstern.&lt;br /&gt;928028, NZZ , 20.08.06; Words: 860, NO: EDW5D&lt;br /&gt;www.gbi.de GBI-Genios Deutsche Wirtschaftsdatenbank&lt;br /&gt;GmbH&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-115615526169204137?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/115615526169204137/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=115615526169204137&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115615526169204137'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115615526169204137'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/08/rabbiner-tovia-ben-chorin-in-der-nzz.html' title='Rabbiner Tovia Ben Chorin in der NZZ'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-115610413319028553</id><published>2006-08-20T23:01:00.000+03:00</published><updated>2006-08-20T23:09:10.306+03:00</updated><title type='text'>Ein Gutmensch ist tot</title><content type='html'>20.8.2006 – Ein Gutmensch ist tot&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soeben wurde von berufener Stelle eine Korrektur der jenseitigen Freuden eines Shahid (Märtyrer) durchgegeben, die den Zulauf zu dieser Karriere beeinträchtigen könnte. Die neue Regelung sagt, dass ein muslimischer Shahid nicht mehr wie bisher im Paradies von 72 Jungfrauen verwöhnt werden wird, sondern nur von einer Jungfrau von 72 Jahren. Das ist, so stelle ich es mir vor, weniger ermüdend und der glückliche Shahid bleibt länger jung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Jerusalem wurde ein junger Italiener erstochen. Ein lieber Mensch, 26 Jahre alt, ein Student, der kam um den lieben Palästinensern zu helfen, sich im Kampf gegen die bösen Israelis durchzusetzen. Angelo war Mitglied der „Refondazione Comunista“, einer Bewegung, die den irakischen Widerstand, andere nennen das Terror, unterstützt und anscheinend von diesen hierher gesandt worden ist. Er gab sich pazifistisch und unterstützte Drittweltländer, wozu er, wie es scheint, die Unterstützung irakischer Selbstmordterroristen benötigte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angelo Frammartino wurde in den Rücken gestochen, als er am 10. August mit vier Freunden in der Nähe der Jerusalemer Altstadt spazieren ging. Sein Mörder, der kurz darauf gefasst wurde, ist Mitglied des Islamischen Jihad, einer besonders blutrünstigen Bande von Juden- und Christenmördern. Er hat den Mord gestanden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man sollte denken, dass dieser Mord, bei den „pazifistischen“ Gutmenschen von der Sorte Frammartinos einige Zweifel an den Zusammenhängen zwischen „Widerstand“ und „Humanitarismus“ auslösen sollte – aber weit gefehlt. Der Mord wird von seinen Genossen noch immer als von unbekannten Tätern begangen, bezeichnet. Von einem palästinensischen Täter wird nichts schlechtes gedacht oder berichtet, hätte der Mörder versehentlich einen anderen als den Angelo erwischt, wie eigentlich vorgesehen einen Juden, wäre er als Held bejubelt worden, jetzt wird er fast totgeschwiegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer war Angelo Frammartino eigentlich? Er war ein kleines Rädchen einer Partei, die Terror und Mord unterstützt. In einem italienischen Lokalblatt schrieb er:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wir müssen erkennen, dass eine Situation ohne Gewalt in vielen Teilen der Welt ein Luxus ist, aber wir werden legitime Selbstverteidigungsaktionen nicht verhindern oder verurteilen. Nicht im Traum würde ich den Widerstand, das Blut der Vietnamesen, das Blut der Nationen unter kolonialistischer Besetzung oder das Blut palästinensischer Jugend der ersten Intifada verurteilen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er wollte ein Sommerlager für palästinensische Kinder durchführen. Man wundert sich, was sie dort zu lernen bekämen. Vielleicht wollte er wirklich Gutes tun. Im Tode wurde er zu einem Franz von Asisi. Der Mann der Mord unterstützte wurde von einem Nachbarn so beschrieben: „Er war ein Golden Boy. Er politisierte aber war kein Extremist. Er war ein Pazifist, der Arme“. Sein Vater sagte: „Mein Sohn glaubte an Frieden und das gibt mir die Kraft weiterzumachen. ....“). Sein Sohn glaubte an Frieden und unterstützte irakischen Terroristen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was sage ich dazu:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Terroristen töten erbarmungslos unschuldige Menschen, Kinder, Jugendliche in Diskotheken, schwangere Frauen, alte Menschen und irregeleitete Pazifisten, die hierher kommen um Ferienlager für Kinder zu veranstalten. Terrorismus ist nie „legitim“. Es ist Mord. Jeder, der Terrorgruppen unterstützt, ihre Aktionen rationalisiert oder rechtfertigt, verübt Beihilfe zu Mord. Diese Lektion kann von Angelo Frammartinos Tod gelernt werden. Er bezahlte einen hohen Preis um uns dies zu bestätigen, aber hat jemand, der ebenfalls solche Ansichten vertritt, das auch gelernt? Es kommt auch darauf an, wie diese Lektion von den Medien vermittelt wird.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-115610413319028553?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/115610413319028553/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=115610413319028553&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115610413319028553'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115610413319028553'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/08/ein-gutmensch-ist-tot.html' title='Ein Gutmensch ist tot'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-115610406514342950</id><published>2006-08-20T23:00:00.000+03:00</published><updated>2006-08-20T23:01:05.286+03:00</updated><title type='text'>Freunde</title><content type='html'>18.8.2006 – Freunde&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Zusammenhang mit einer Korrespondenz mit jemand anderem (!) habe ich von Hanna Zweig folgende Geschichte erhalten:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anfangs 1943 hat Joe Schwartz, Europa Direktor des Joint bei einem Besuch bei Rothmund, der SNB, des IKRK und noch ein paar andern Grössen in der Schweiz auf die Anspielung über das "Internationale Judentum" einmal gesagt, ja das existiere, allerdings nur bezüglich der karitativen Seite, da ausser den Juden niemand den Juden helfe. DAS sollten wir uns hinter die Ohren schreiben, auch bezüglich unserer eigenen Existenz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grundsätzlich stimmt das noch immer, auch wenn ich selbst dankbar feststellen darf, dass es heute zahlreiche nichtjüdische Freunde gibt, die uns vorbehaltlos und aus vollem Herzen unterstützen. Sie haben verstanden, dass es schon lange nicht mehr um Land, sondern um Sein oder Nichtsein geht. Das sind meine persönlichen Erfahrungen durch mein Tagebuch und dem durch dieses ausgelösten Dialog. Gerade in den letzten Wochen hat das Tagebuch aus nichtjüdischen politisch bewussten, aus christlichen Kreisen und ebenso von wenigen, aber denkenden Medienvertretern Reaktionen ausgelöst hat, die mich rührten und mir viel Kraft geben. Es sind die selben Kreise, die in der Schweiz die Aufgaben der in unüberbietbarer Feigheit verharrenden offiziellen Vertreter des dortigen Judentums übernommen haben. Nochmals, Freunde, herzlichen Dank.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Plan des israelischen Abzugs aus der Westbank ist weg vom Tisch. Olmert hat sich durch die Vorgänge der letzten Monate in Gaza und vor allem im Libanon überzeugen lassen, dass dies Israel nicht nur nichts bringen, sondern es gefährden würde. Er hat begonnen, die arabische Welt durch nicht-europäische Augen zu sehen und versucht, in orientalisch-arabischer Denkart unsere Gegner zu analysieren. Kurz, er scheint lernfähig zu sein. Das gilt auch für einfache Leute wie mich selbst, die bis vor nicht allzu langer Zeit sehr friedensbewegt dachten und agierten, in der Meinung, dass Rückgabe palästinensischen Landes zu einer friedlichen Regelung führen würde. Doch erst jetzt haben wir begriffen, dass das jahrzehntelange Mantra „Land für Frieden“ zur Totgeburt mutiert ist und im besten Fall für lange Zeit auf Eis gelegt werden muss. Es geht heute um weit mehr. Es geht nicht mehr um „Rechte“, weder der Araber noch der Juden, es geht nicht um Materielles, sondern um Grundsätzliches, um unsäglichen Hass gegen uns Juden, um Neid des Nichtskönners gegenüber dem Erfolgreichen, es geht um die Rückkehr in tiefes Mittelalter gegen die Moderne, es geht um religiösen Wahn (auch aus unseren eigenen Reihen bekannt), es geht um Tyrannei gegen das Prinzip der freien Gesellschaft. Das alles ist keine Spezialität des Israel-Palästina Konflikts, sonders gilt genau so im Irakkrieg, in Afghanistan und überall dort, wo Islam zu gewalttätigen Vorgängen führt und geführt hat, also auch in Europa und in Amerika.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-115610406514342950?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/115610406514342950/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=115610406514342950&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115610406514342950'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115610406514342950'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/08/freunde.html' title='Freunde'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-115610401537997931</id><published>2006-08-20T22:59:00.000+03:00</published><updated>2006-08-20T23:00:15.493+03:00</updated><title type='text'>Hochzeitstag</title><content type='html'>17.8.2006 – Hochzeitstag&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lea und ich sind heute 47 Jahre lang verheiratet. Lea sorgt dafür, dass ich es nie vergesse. In diesen paar Jahren ist viel passiert und wir haben Erfahrungen gesammelt, Kriege überstanden, viele Freunde gewonnen, die Welt gesehen und, sehr wichtig, die Familie vergrössert. Aus drei Kindern neun Enkel zu produzieren ist, so denke wenigstens ich, eine stolze Leistung. Es mag altmodisch klingen dies zu erwähnen, aber die jüdische Linie der Russaks ist nach uns für weitere zwei Generationen gesichert, die Schwägerschaft kann sich sehen lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soweit zum persönlichen Glück der Familie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur Entwicklung des Waffenstillstandes gibt es nur eine treffende Bezeichnung: Scheisse! Die im allgemeinen negative Sicht der Dinge im Volk teile ich, auch wenn die Regierung sich bemüht, dass Gegenteil zu behaupten. Die Vorstellung, die noch vor zwei Tage existierte, dass wenigstens Teile des Kriegsziels realisiert worden sind, wird kontinuierlich illusorischer. Dabei waren diese Ziele sehr klar, aber der Weg diese zu erreichen war das nicht. Keiner versteht warum grosse Teile der Armee abgezogen werden bevor europäischer Ersatz eintrifft. Heute wurde bekannt, dass die Hisb’allah wieder im Süden des Libanons sind, bewaffnet wie zuvor – nur dürfen sie Waffen, gemäss einem Abkommen mit der libanesischen Regierung, in der Öffentlichkeit nicht auf sich haben. Wer’s glaubt wird selig. Die internationale Truppe, von der wir sowieso wenig halten, brauche noch Monate der Vorbereitung. Aber steht noch nicht fest, von welchen Ländern und ob überhaupt, diese Truppen gesendet werden sollen. Alles ist in der Luft, niemand begreift warum das Ganze so eine Wendung genommen hat. Man ist sich mehrheitlich einig, dass die Regierung keine vernünftigen Weisungen an die Armee gegeben hat, das klare militärische Ziel durch die Armee nicht mit genügend Kraft durchsetzen liess, obwohl dies ohne weiteres möglich gewesen wäre. Colin Powell sagte in 1991 “[Militärische] Macht, falls angewendet, muss überwältigend und unverhältnismässig sein im Vergleich zur [militärischen] Macht des Feindes” (the force, when used, should be overwhelming and disproportionate to the force used by the enemy). Daran hat sich Israel überhaupt nicht gehalten, auch wenn einige Gutmenschen das genaue Gegenteil behaupten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz und gut, wir denken, alles wird bald wieder von vorne anfangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Said Abu-Shakra, ein enger Freund und Leiter der Galerie für moderne Kunst in Umm El-Fahm hat mir über Jahre hinweg verschiedentlich versichert, dass israelische Araber, von den Palästinensern der Westbank und Gaza genannten „Araber von  1948“, von diesen gehasst werden. Diese Feststellung hat mich immer von neuem überrascht und ich zweifelte daran, denn ich dachte, dass verwandtschaftliche Beziehungen und gemeinsame Vergangenheit, so etwas einfach nicht möglich machen. Nun habe ich die Bestätigung für Saids Aussage  gefunden. Gestern las ich in der Zeitung „Yediot Ahronot“ über von arabischen Raketenflüchtlingen aus Haifa gemachte Erfahrungen in Bethlehem, Ramallah und Ostjerusalem. Sie wurden beschimpft, ihre Kinder geschlagen, sie wurden betrogen und ihnen gesagt, sie seien schlimmer als die Juden. Israelische Araber, durchschnittlich weit wohlhabender als Araber in den um Israel liegenden Ländern, spenden Geld für Wohltätigkeit in den besetzten Gebieten. Viele haben dafür einen ständigen Bankauftrag bei ihrer Bank, die monatlich eine Summe an palästinensische Wohltätigkeitsfonds überweisen, ähnlich uns Juden, die aus dem Ausland Gelder an zionistische Fonds, Schulen, Spitäler und soziale Einrichtungen überweisen und so ihre Solidarität kundtun. (Es scheint allerdings schon passiert zu sein (Beweise habe ich keine gesehen), dass arabische Gelder vom unwissenden Spender auf Konti der Hamas und ähnlichen Terrorinstitutionen gelandet sind, was dann von rechtsextremen jüdischen Kreisen mit den Worten „wir haben’s ja immer gesagt“ zur Delegitimierung arabischer Israeli missbraucht wird). Auf jeden Fall, diese arabischen Familien flohen nach wenigen Tagen wieder ins heimatliche Haifa zurück. Ein Familienvater sagte, er werde keinen müden Schekel mehr für die Palästinenser spenden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Zusammenhang soll festgestellt werden, dass analog zu 1948, auch in diesem Krieg die Araber Israel aufgefordert wurden Haifa zu verlassen, damit Hisb’allah in Ruhe die dortigen Juden abschlachten könne. Allerdings soll der Prozentsatz jüdischer Flüchtlinge weit grösser gewesen sein, als die paar arabischen Familien, die von Haifa in südlichere Ferien reisten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-115610401537997931?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/115610401537997931/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=115610401537997931&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115610401537997931'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115610401537997931'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/08/hochzeitstag.html' title='Hochzeitstag'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-115610393954099437</id><published>2006-08-20T22:58:00.000+03:00</published><updated>2006-08-20T22:58:59.793+03:00</updated><title type='text'>Warum Israel den Krieg verlor</title><content type='html'>16.8.2006 – Warum Israel den Krieg verlor&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute fuhr ich meine Tochter Dvorith und die zwei Buben Dan und Eran zurück nach Hause, nach Eshchar neben Carmiel. Es war meine erster längerer Ausflug nach zwei Monaten täglicher Fahrt nach Haifa. Es wird nicht mehr geschossen, die einzigen Raketen der Hisb’ollahis landeten im südlichen Libanon, noch vor der Grenze. Auf dem Heimweg sah ich lange Kolonnen Militärlastwagen auf dem Weg in den Süden. Mir wurde dabei etwas mulmig, wie vielen Israelis gefällt mir dieser frühe Abzug aus dem Libanon nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während die muslimische Welt den Waffenstillstand im Libanon als grossen Sieg der Hisb’allah und des Islams feiert, Irans kleiner Hitler Ahmedinejad bei einem riesigen Siegesfest in Teheran Tel Aviv mit Langsteckenraketen drohte, falls die USA oder Israel Iran angreifen würden, ärgert man sich in Israel über die Regierung und den Generalstab. Die Mehrheit israelischer Bürger denkt, der Krieg sei ohne Nachdruck und ohne wirkliche Unterstützung der verantwortlichen Politiker und ohne ganzheitliche Sicht des Generalstabchefs geführt worden; auf Deutsch nennt man das „verschlampt worden“. Die selbe Mehrheit ist ebenfalls überzeugt, dass dieser Krieg nicht zu Ende geführt worden ist und bald wieder weiter gehen wird. Ein Teil dieser Anschuldigungen sind sicher richtig, aber einiges wird dabei nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein demokratisches und modernes Land (das Wort erleuchtet möchte ich nicht benutzen, obwohl es treffend ist) muss über seinen eigenen Schatten springen können, um in einem Krieg gegen lebensfeindliche Fanatiker mit barbarisch-religiöser Motivation, die erst noch von ihren Gönnern im Iran erstklassig ausgerüstet worden sind, bestehen zu können. Aus dem selben Grund verlor die USA in Vietnam und kommt im Irak und in Afghanistan nicht vom Fleck. Das Adjektiv „todesmutig“ wäre unzutreffend, denn diese Männer sind grundsätzlich feige und verstecken sich unter den Röcken von Frauen und hinter Kindern, die sie zu Geiseln gemacht haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am vergangenen Montag erklärte die Washington Post die Hisb’allah als „die beste Guerilla Truppe der Welt“. Das ist inzwischen auch anderen klar geworden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Israel akzeptierte einen Waffenstillstand, ohne die meisten seiner Ziele erreicht zu haben. Dafür gibt es Gründe und einer davon ist die Tatsache, dass Israel wegen seiner westlichen Ethik und dem Druck seiner demokratischen Gesellschaft und der Demokratien des Westens vorerst gescheitert ist. Man spricht von asymetrischen Kriegen und meint damit die übermächtige Feuerkraft der modernen Armee gegenüber Guerillas. Diese Zeiten sind vorbei. Die Asymetrie liegt heute darin, dass sich die moderne Armee eines westlichen Staates durch ihr Wertesystem, das Leben als oberstes Gut sieht, sich im Nachteil befindet. Ralph Peters, ein pensionierter Oberstleutnant der amerikanischen Armee, der sich heute als Buchautor, Publizist und cholerischer Kritiker einen Namen gemacht hat, ist überzeugt, dass Kriege im Orient nicht mit westlichen Werten gewonnen werden können. Wenn man sich umschaut, muss man ihm wohl beipflichten. Er weiss, dass Israel, trotz den Verleumdungen über seine angeblichen Massaker, viel tat um Zivilisten zu schonen. Das beste Beispiel für diese These (die ich als Tatsache akzeptiere) sind die vielen riskanten Kommandounternehmen auf Hisb’allah Zentralen in Wohnhäusern, statt diese Gebäude einfach aus der Luft flach zu bomben. Israel und der Westen müssen lernen nach den Regeln des Feindes zu kämpfen. Allerdings scheint Peters zu übersehen, dass gerade jedes zerbombte Wohnhaus mit zivilen Opfern ein Sieg der Guerillas ist. (In unserer Region möchte ich allerdings statt Guerillas eher von Terroristen reden).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein anderes Talent orientalischer Kriegsführung ist die Manipulation der oft willigen Presse, der Welt all die toten Kinder und Frauen vorzuführen, Bilder, die in der arabischen Öffentlichkeit zur Ausweitung des Hasses auf den Westen führt, unabhängig davon, ob diese Bilder echt oder gestellt sind. Über das Arrangieren solcher Reportagen habe ich schon verschiedentlich berichtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fasse hier einige der Punkte Ralph Peters zum Thema des nun unterbrochenen (meine Auslegung) Libanonkrieges zusammen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Die grundlegende Tatsache ist, dass unsere Zivilisation zu einem Defensivkrieg, in dem es gegen eine fanatische Abart des Islams um Leben oder Tod geht, gezwungen worden ist. Wir haben diesen Krieg nicht ausgelöst. Bis diese Tatsache mehrheitlich akzeptiert wird, werden wir kaum Fortschritte machen.&lt;br /&gt;2. Man kann taktisch Schlachten gewinnen aber strategisch Kriege verlieren. Israel hat gut gekämpft, tanzte jedoch ein höfliches Menuett währen der Feind einen wilden Strassentanz ausführte.&lt;br /&gt;3. Die weltweiten Medien können die Erfolge auf dem Schlachtfeld zunichte machen.&lt;br /&gt;4. Technologie allein kann in diesem Jahrhundert keinen Krieg gewinnen.&lt;br /&gt;5. Terrorismus ist nicht mehr eine undurchsichtige desorganisierte Bedrohung. Hisb’allah hat eine Armee, neuartig und innovativ. Iran und Syrien sorgen für den Nachschub, es gibt ein Hinterland und es herrscht Durchhaltewille.&lt;br /&gt;6. Kriege im Orient können nicht mit westlichen Werten gewonnen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit diesen Zeilen möchte ich etwas Realismus in die Diskussion bringen, denn noch scheinen Liebe, Dialog und Verständigung oder Friede, Freude, Eierkuchen die einzige Lösung für viele westliche Bürger zu sein, die noch immer nicht verstehen wollen, um was es eigentlich geht. Sie warten, wie ich vor kurzem schrieb, bis uns die Tatsachen im Gesicht explodieren. Was eigentlich schon geschehen aber nicht realisiert worden ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-115610393954099437?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/115610393954099437/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=115610393954099437&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115610393954099437'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115610393954099437'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/08/warum-israel-den-krieg-verlor.html' title='Warum Israel den Krieg verlor'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-115562332415124708</id><published>2006-08-15T09:26:00.000+03:00</published><updated>2006-08-15T09:31:01.253+03:00</updated><title type='text'>Der Nichtzyniker und das Wort "Faschismus"</title><content type='html'>14.8.2006 – Der Nichtzyniker und das Wort „Faschismus“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist zwar schon zwei Wochen her, seit Joe Farah, ein Libanese in Amerika, der sich nicht von arabischen Totalitärideologien, ob nationalistisch oder religiös, vereinnahmen lässt. Ich habe ihn schon früher einmal erwähnt. Er soll für sich selbst sprechen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;All eyes on Lebanon&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Joseph Farah&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;You know, it's funny.&lt;br /&gt;For years I've been trying to get people to pay attention to the deaths and destruction and injustices being perpetrated on my beloved Lebanon.&lt;br /&gt;And nobody cared .&lt;br /&gt;When Yasser Arafat's Palestinian Liberation Organization tried to take over the country and make it his terrorist playground, nobody cared.&lt;br /&gt;When people were dying by the thousands in the civil war, nobody cared.&lt;br /&gt;When Syria had its boot on the neck of its tiny neighbor for 25 years, nobody cared .&lt;br /&gt;When Iran dispatched Hezbollah terrorists into the country to undermine home rule by Lebanese, nobody cared.&lt;br /&gt;When Muslims chased millions of Christians from the country, tipping the balance of power, nobody cared.&lt;br /&gt;But now, all eyes are on Lebanon.&lt;br /&gt;Do you know why?&lt;br /&gt;Because Israel has tried to clean up this hornet's nest. Yet, all we hear about is how many Lebanese are dying.&lt;br /&gt;Can I let you in on a little secret?&lt;br /&gt;Guess what the total death toll is among Lebanese during the extent of this war including Hezbollah terrorists, many of whom are not really Lebanese?&lt;br /&gt;You better sit down.&lt;br /&gt;The total death toll is just over 500.&lt;br /&gt;Now, far be it for me to minimize death tolls. One innocent death is a tragedy. But this is the total all terrorists, civilians, Lebanese army, everything.&lt;br /&gt;The whole world is going nuts over this "slaughter". &lt;&gt;&lt;br /&gt;What is needed is some perspective here. May I offer it?&lt;br /&gt;Last month alone, U.S. troops in Afghanistan announced killing 600 "suspected" Taliban. That's one month alone.&lt;br /&gt;We've been occupying this foreign country since 2002. It began in response to the Sept. 11 terrorist attacks. U.S. forces went halfway around the world to attack a sovereign nation, to overthrow the government and kill as many people as it deemed necessary over the last five years to prevent more terrorist attacks in the future. Few would suggest that Afghanistan represents any imminent threat to the U.S. today. By the way, according to U.S. military spokesmen, a total of 1,700 Afghanis have been killed since the start of the year. That includes some civilians, some aid workers and more than 70 foreign troops.&lt;br /&gt;But, last time I checked, there weren't demonstrations in the streets of the U.S. or elsewhere around the world over this war.&lt;br /&gt;Instead, everybody is going ape over Lebanon.&lt;br /&gt;By the way, the government of Afghanistan, installed by the U.S., is happy about the war. President Hamid Karzai wants to see the terrorists rooted out of his country. He recognizes it represents the best chance for his nation to be free.&lt;br /&gt;Meanwhile, back in Lebanon, a government that has tolerated terrorist bases on its soil for years and years is suddenly indignant about Israel's retaliation against incessant attacks from those strongholds. Does any of this make sense?&lt;br /&gt;Do you think those screaming about the bloodshed in Lebanon really give a hoot about Lebanon? If so, where have they been for the last 30 years?&lt;br /&gt;Why is Lebanon the top story in every newscast? Why is Lebanon on the front page of every newspaper? Don't you get the impression that the violence there is probably worse than anywhere else on the planet from this focus? Clearly it is not.&lt;br /&gt;And the only difference is who's doing the butt kicking in Lebanon.&lt;br /&gt;As for me, an American of Lebanese and Syrian heritage, I don't want to see a "cease-fire." I want to see Lebanon freed of the terrorist blight, once and for all. I want to see Lebanon freed from domination by Iran and Syria. I want to see Lebanon be Lebanon. I don't want to see Lebanon suffer for another 30 years. It's time to clean up the mess and allow this poor, little country to heal.&lt;br /&gt;And that means getting rid of the disease of Hezbollah now.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Joseph Farah is founder, editor and CEO of WND and a nationally syndicated columnist with Creators Syndicate . His latest book is " Taking America Back ." He also edits the weekly online intelligence newsletter Joseph Farah's G2 Bulletin , in which he utilizes his sources developed over 30 years in the news business&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Islamic fascists oder in Deutsch Islamo-Faschisten ist eine Bezeichnung, die bisher für Jihadisten nur verschämt benutzt worden ist. Seit in England 22 mutmassliche Terroristen, die zehn Flugzeuge in die Luft sprengen wollten, verhaften worden sind, liest man dieses Wort öfter. Deshalb sollte der Begriff Faschist genauer definiert und dem Publikum erklärt werden. Wenn man diesen Begriff gerne anwendet, sollte man sicher sein, dass er auch zutrifft. Ehrbare Zeitungen und Zeitschriften wie die Zeit, der Spiegel, die Washington Times, Cicero benutzen diesen „Titel“, die Washington Times sogar als Überschrift eines Editorials „It’s Fascism.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Faschismus, so die Definition dieser Zeitung, ist eine chauvinistische politische Philosophie, die Gruppe über das Individuum stellt, meiste eine Rasse oder eine Nation, aber im vorliegenden Fall einer Religion. Faschismus steht für zentralisierte autokratische Herrschaft dieser Gruppe zur Unterdrückung anderer. Im allgemeinen befürwortet er starke wirtschaftliche und gesellschaftliche Reglementierung und totale Unterwerfung des Einzelnen unter die politische Führung. Diese Beschreibung beschreibt präzise die Philosophien von Hitler, Mussolini, die Führung des kaiserlichen Japans und anderer faschistischer Regime der Geschichte. (…) Es beschreibt sehr genau die Philosophie der Qua’eda, Hisb’allah, Hamas und anderer Typen des Islams der Welt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt Leute, ein paar meiner Leser darunter, die es nicht gerne sehen, wenn das Wort Faschismus im heutigen Kontext gebraucht wird, nicht von mir und anscheinend überhaupt nicht. Das kommt daher, so denke ich, dass Faschismus als Synonym für Nazismus steht, und deshalb unter keinen Umständen für heutige Ideologien und Politik angewendet werden darf. Es ist eines der Themen, die sich schwer diskutieren lassen, da zu viele Emotionen und persönliche Schicksale darin verwickelt sind. Trotzdem, in der Definition der Washington Times finde ich sie sehr passend und im heutigen Kontext ohne weiteres anwendbar. Denn die Nazis haben ihre Theorien und Absichten verkündet und dann ausgeführt, die heutigen Islamo-Faschisten sind noch nicht bei der Ausführung angekommen oder üben diese vorläufig noch in relativ kleinem Rahmen, wie im Irak oder Iran, aus. Aber die Absichten verkünden sie lauthals und über alle Medien. Trotzdem muss man diesen Ausdruck mit Bedacht und Vorsicht benutzen, um ihn nicht abzuwerten oder gar falsch anzuwenden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kinder sind vorläufig noch bei uns. Niemand traut dem Waffenstillstand. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die angesagten europäischen Truppen im Libanon eintreffen werden. Ich überlege mir, ob es überhaupt fair ist, dass Deutsche, Franzosen, Engländer und andere ihr Leben für die Libanesen und Israel riskieren. Israel hat bisher immer für sich selbst gesorgt, diesmal mit etwas weniger, so scheint es, durchschlagendem Erfolg. Zudem besteht ein tiefes israelisches Misstrauen gegenüber UNO-Truppen, die sich kaum je als Friedenswächter bewährt haben. Auch wenn die 15'000 Soldaten aus Europa ihre Aufgabe, falls nötig, mit Waffengewalt durchsetzen sollen, werden sie vor allem mit ihrer eigenen Sicherheit beschäftigt sein und ich hoffe sehr, dass sich die Erfahrung der UNO-Soldaten in Somalia nicht wiederholen wird. Auf der anderen Seite ist es nun wirklich so, politisch höchst unkorrekt gesagt, dass der Westen Israel die Drecksarbeit hat machen lassen, von Israel mehr schlecht als recht ausgeführt, und es dann die Arbeit nicht vollenden liess. Mein Eindruck ist heute, dass die Mehrheit der Israelis eine Wiederaufnahme des Raketenbeschusses erwartet. 3'500 Raketen sollen es bisher sein, die Hisb’allah sollte also noch 10'000 parat haben, die amortisiert werden müssen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-115562332415124708?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/115562332415124708/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=115562332415124708&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115562332415124708'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115562332415124708'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/08/der-nichtzyniker-und-das-wort.html' title='Der Nichtzyniker und das Wort &quot;Faschismus&quot;'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-115553153495648264</id><published>2006-08-14T07:57:00.001+03:00</published><updated>2006-08-14T07:59:00.176+03:00</updated><title type='text'>Die jüdische Linke heute</title><content type='html'>13.8.2006 – Die jüdische Linke heute&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die politische Linke der Juden in Israel und im Ausland hat ein Problem, das sie nicht zu lösen weiss. Mit Ausnahme einiger weniger, die mit ihrem mangelnden Sinn für Rationalität sogar die Realität von heute nicht begreifen wollen oder können, ist die grosse Mehrheit bisheriger friedensbewegter in eine Depression gefallen. Sie versteht die Welt nicht mehr und begreift, dass die ideologische Untermauerung ihres Gewissens und ihres Einsatzes neu überdacht werden muss. Ich zähle mich auch dazu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden, Wohlstand für alle, Gleichberechtigung der Geschlechter, der Religion und Volkszugehörigkeit sind Grundbedingungen friedlichen Zusammenlebens. Sich dafür einzusetzen zeigt Menschlichkeit und Sinn für Gerechtigkeit. Nur – wie für alles, das wir für die menschliche Gesellschaft unternehmen - braucht es einen Partner, der ähnlich denkt, ähnlich funktioniert und bereit ist uns zu akzeptieren. Das ist nicht immer der Fall und die Grundlage des westlichen Gutmenschentums, dass alle Menschen grundsätzlich identische Ansichten und Ansprüche besitzen, stellt sich als Fehleinschätzung heraus. So wie es uns in den letzten Jahren der Jihadismus lehrt. Gemerkt haben das allerdings noch lange nicht alle. Sie wollen warten, bis uns die Tatsache im Gesicht explodiert. Der Vergleich mit den bürgerlichen Idealen der dreissiger Jahre in Deutschland bietet sich an – Ideale, die den Nazis nichts entgegenzusetzen hatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um was geht es? Hier ein Beispiel: Viele von uns Linken haben erkannt, dass die arabische Welt, besonders nach dem 11. September, sich geoutet hat. Die arabische Welt von heute identifiziert sich mit Bomben und Köpfungen, mit der demokratischen Wahl von Mordbanden wie Hamas und Hisb’allah, die paradoxerweise, das erste Prinzip einer Demokratie, nämlich die&lt;br /&gt;Volkssouveränität als verfassungsrechtliches Prinzip ablehnen, denn die islamische Welt ist für sie eine Welt der Menschen als Objekte ihrer Religion. Es tut ebenso weh, seine Welt humanistischer Ideale zusammenbrechen zu sehen, als seine Naivität zu erkennen. Das kann plötzlich geschehen, ausgelöst wie durch den momentanen Krieg gegen die Hisb’allah, oder über längere Zeit hinweg, durch die fast täglichen Enttäuschungen mit der arabischen Welt und ihren hysterischen Massen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für politisch aufgeklärte Linke war Antisemitismus ein Ding des irren Rechtsextremismus. In unseren Tagen, Monaten und Jahren ist nun ein Antisemitismus entstanden, mit dem Jihadismus grossgeworden oder wieder erwacht – ob Zufall oder nicht – ein Teil der westlichen Welt hat sich davon anstecken lassen. Es ist uns klar geworden, dass nicht alle unserer Nachbarvölker das selbe Ideal in sich tragen, wie wir es uns fälschlicherweise mit Überzeugung vorgestellt hatten, nämlich ihre Gesellschaft verbessern und ihre Kinder erziehen, statt ihnen Bomben um den Leib zu binden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist uns klar geworden, dass in einer Region, in der Israel wohl Frieden mit Regierungen geschlossen hat, der aber von ihren Völkern nicht geteilt wird, es schon lange nicht mehr – wenn überhaupt jemals – es nicht um die Gleichung Land gegen Frieden geht, sondern um arabische Animosität, die zusammen mit einem gewissen spirituellen Niedergang in Israel (der Pionierstaat und seine Mentalität durch extremen Materialismus ersetzt), durch die Besatzung und die ununterbrochenen Angriffe durch negative Schlagzeilen uns in diese Situation geführt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Israel ist heute durch diese Umstände ein Staat der Zyniker geworden. Ohne Nationalist oder gar ein Hurrapatriot zu sein, müssen wir uns eingestehen, dass sich die Einstellung der arabischen Welt um nichts geändert hat. Der Mittlere Osten ist nur für Araber. Punkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Politische Parteien wie Meretz, Friedensorganisationen wie „Frieden Jetzt“, Peaceniks der Arbeitspartei sind aufgewacht und stehen nicht mehr für Frieden um jeden Preis, auch dem der eigenen Selbstaufgabe. Juden in der Diaspora, ob Zionisten oder nicht, müssen sich mit der neuen, durch den Krieg in Gaza und im Libanon erkennbarer und klarer gewordenen Situation abfinden, sie akzeptieren und sich, statt den Kopf in den Sand zu stecken, damit auseinandersetzen. Die zwei katastrophalen Kriege in Gaza und im Libanon, der eine mit den Palästinensern, der andere gegen Iran, bietet immerhin die Chance das jüdische Volk zu vereinigen, Linke und Rechte einander näher zubringen und den wachsenden Zynismus, der das Leben in Israel gefährdet, zu unterbrechen. Das Land und besonders seine Bürger sollten wieder in den Mittelpunkt rücken und sich nicht in Ideologien, vom Faschismus bis zum Stalinismus und Religion, die sich nur mit sich selbst beschäftigen, verzetteln. Es sind diese Kreise, die sich – leider – besonders gut dem in unserer Region prävalenten autoritären, manchmal totalitären, Herrschaftsstil angepasst haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir müssen uns wieder auf uns selbst besinnen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-115553153495648264?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/115553153495648264/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=115553153495648264&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115553153495648264'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115553153495648264'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/08/die-jdische-linke-heute.html' title='Die jüdische Linke heute'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-115553146614733607</id><published>2006-08-14T07:57:00.000+03:00</published><updated>2006-08-15T09:35:21.266+03:00</updated><title type='text'>Eine Erinnerung und heutiges</title><content type='html'>12.8.2006 – Eine Erinnerung und heutiges&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor ungefähr dreissig Jahren besuchte ich einen älteren Arzt in seiner Praxis an der Bahnhofstrasse in Zürich. Er erzählte mir, er sei &lt;a href="http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/kulturzeit/tips/79107/index.html"&gt;Mitglied der Schweizer Ärztedelegation in Polen&lt;/a&gt; gewesen und habe auch mehrere Male das Warschauer Ghetto besucht. Gemäss meinen Recherchen hat diese Ärztedelegation, geleitet vom Nazisympathisanten Oberstdivisionär Bircher, keine Juden behandelt. Er verstehe schon, dass die Deutschen auf die Juden dort zurückgeschossen hätten, denn diese Juden hätten ja auf die deutschen Soldaten gefeuert und überhaupt viel Unruhe verursacht. Ich will den Namen dieses Arztes nicht nennen, ich bezweifle, dass dieser Neurologe noch unter uns weilt. Aber ich hatte nicht den Eindruck, er sei ein Antisemit gewesen, dazu war er zu unschuldig. Er war ein Mensch, der einfach nichts hinterfragte. Oder er hat mich hinters Licht geführt. Was er eindeutig nicht besass, war ein Minimum von Empathie, ein heute wieder anzutreffender Mangel – doch ist mir weit wohler in diesen Tagen (1943 war ich noch keine sechs Jahre alt), in denen ich fast täglich mit vorwiegend nichtjüdischen Freunden in Kontakt stehe. Das ist für mich nicht ganz selbstverständlich, sollte es aber sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Welt ist voll von Filmen und Fotos der von Israel angerichteten Schäden im Libanon. Die bisher 3000 Hisb’allah Raketen haben in Israel auch Schäden an Menschen und Besitz angerichtet, von denen aber kaum Kenntnis genommen wird. Ein klein wenig will ich mit diesen als Attachment mit einer mir geschickten Diashow dieses Manko ausgleichen. Im Gegensatz zu „einigen“ Fotografien aus dem Libanon, sind sie weder arrangiert noch gefälscht. Einige der Schäden in der Nähe des Rambamspitals in Haifa habe ich selbst besucht und gesehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin seit langem nicht mehr im Norden Israels gewesen, mein nördlichster Besuch galt Haifa. Dort herrscht Geisterstadt-Stimmung, noch schlimmer soll es in den Städten und Dörfern in Galiläa sein. Nur mein Sohn Jehoschua ist in Koranit geblieben, er liebt sein eigenes Bett und hat zu arbeiten. Frau und Kinder sind unter der Familie verteilt, die alle im Süden wohnen. Dasselbe gilt für unser Tochter Dvorith, deren Kinder bei uns sind oder in speziellen Sommerlager für Kinder aus dem Kriegsgebiet teilnehmen. Sie sind Flüchtlinge, es kommt ihnen aber nicht in den Sinn, sich als Opfer darzustellen, sie haben genügend stolz und Rückhalt bei der gesamten Familie, um sich nicht heulend vor den Medien zu präsentieren. Das hat nichts mit der zusätzlichen Tatsache zu tun, dass sich Medien kaum für jüdische „Opfer“ interessieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inzwischen habe ich festgestellt, wie verschieden Israelis reagieren. Hier in Zichron Ya’akov, wo bisher sechs Mal die Sirenen geheult haben, gibt es kaum „Flüchtlinge“, aber nicht alle meine Freund trauen sich aus dem Haus. Einer will deswegen nicht mehr ins Kaffeehaus, ein anderer schleppt immer ein Radio herum und alle wissen die Telefonnummer (1207) des Zivilschutzes der Armee.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ebenso ist inzwischen klar geworden, dass hauptsächlich jene Nordisraelis, die weder Familie im Süden noch finanzielle Mittel besitzen, in ihren Häusern und Wohnungen ausharren. Die Regierung, auf Vorwürfe reagierend, will das ändern und diesen Leuten helfen, die verbleibenden Kriegstage (wie viele noch?) im sicheren Süden zu verbringen. Wie sie das anstellen will, ist mir unklar.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-115553146614733607?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/115553146614733607/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=115553146614733607&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115553146614733607'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115553146614733607'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/08/eine-erinnerung-und-heutiges.html' title='Eine Erinnerung und heutiges'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-115553139752477402</id><published>2006-08-14T07:55:00.000+03:00</published><updated>2006-08-14T07:56:38.123+03:00</updated><title type='text'>Tachles und verkehrte Welt 2</title><content type='html'>10.8.2006 – Tachles und verkehrte Welt 2&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern Nachmittag heulten in Zichron Ya’akov die Sirenen. Wenige Minuten später klingelte das Telefon – Said Abu-Shakra wollte wissen, ob wir in Ordnung seien. Scheich Nasrallah, der Welt prominentester Israelfan, habe soeben gesagt, die "Siedlung" Zichron Ya’akov sei von seinen Langstreckenraketen zum grössten Teil zerstört worden. (Nebenbei bemerkt, ist Zichron Ya'akov wesentlich älter als eine sehr grosse Zahl arabischer Dörfer und Städtchen in Israel). Hiermit teile ich offiziell mit, dass in unserer Stadt und ihrer näheren Umgebung keinerlei Raketen gesichtet worden sind. Später vernahm ich, eine Langstreckenrakete sei auf dem Weg zu seinem Ziel über dem Wasser der Bucht von Haifa explodiert. Neu an dem ganzen ist nur, dass wir nun „Siedler“ sind. In der Realität eines Judenhassers wie Nasrallah ist das nur logisch, denn jeder Jude in Israel ist für ihn ein „Siedler“, ob in Tel Aviv, Zichron Ya’akov, Jerusalem oder in der Westbank.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Tachles Newsletter fand ich heute unter dem Titel „Schweizer denken schlecht über Israel“ einen Bericht über das Ansehen Israels unter den Schweizern. Wir kommen da sehr schlecht weg. Was sind die Gründe dafür? Eine davon ist die professionelle Öffentlichkeitsarbeit der Hisb’allah und ihr erfolgreiches Motivieren aller als Antiisraelismus getarnten antisemitischen Gesinnungen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass diese PR-Arbeit nicht auf fruchtbaren Boden fällt, eine Neigung zum Israelhass muss latent vorhanden sein. Hisb’allah hat zur Zeit die Palästinenser abgelöst, von denen man kaum noch spricht. Das Wissen über die Fakten des Libanonkrieges und ihre Manipulation sind, so denke wenigstens ich, inzwischen genügend bekannt, um von allen zur Kenntnis genommen zu werden. Es sei denn, man will einfach nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Interessanter an dieser Umfrage und ihrem Resultat ist die Frage, wie Schweizer Juden damit umgehen werden. Wird es weiterhin alles ignorieren, diskret dicht den Wänden entlang gehen, um ja nicht aufzufallen und Gott behüte, keine Wellen zu verursachen? Oder wird es sich dieser Herausforderung stellen, denn auch nicht zionistische Juden (es soll einige geben) sind dazu aufgefordert, denn auch sie werden doppelter Loyalität bezichtigt, auch wenn ihnen das weh tut und sie alles unternehmen das Gegenteil zu demonstrieren. Alles schon da gewesen, besonders die Erfolglosigkeit dieses Benehmens. Es gibt sogar in Amerika schon prominente Juden, die das Ende des goldenen Zeitalters der Juden eingeläutet sehen, was mir jedoch stark übertrieben scheint.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verkehrte Welt 2&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 10.7.2006 widmete ich meinen Tagebucheintrag dem Titel „Verkehrte Welt“. Jetzt, nachdem der 8. Krieg (wie ihn die arabische Welt  heute nennt) schon ein Monat alt ist, steht eine kleine Zusammenfassung an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist eher amüsant, statt ärgerlich oder traurig, mitzuverfolgen welche Purzelbäume amerikanischen und europäischen Medien machen um eine moralische Rechtfertigung der Hisb’allah für die momentane Krise zu fabrizieren. Alle sind sich zwar einig, dass die Ermordung und Entführung von Soldaten auf israelischem Territorium unzulässig sei. Doch dann werden auf verschlungenen Wegen moralische Prinzipien bemüht um zu beweisen, wie Israel eine Gräueltat nach der anderen vollbringt, während die Anstifter des Kriegs entschuldigt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Akzeptiert ist, um das erst einmal festzustellen, dass eine Privatmiliz, deren erklärtes Ziel es ist ein benachbartes Land und UNO-Mitglied zu zerstören, die Grenze zu diesem Land überschritten hat und dessen Soldaten entführte und tötete. Es scheint mir wichtig zu sein, ebenso festzustellen, dass im Gegensatz zur PLO, Hisb’allah kein Volk unter Besetzung repräsentiert, sondern ausschliesslich eine Filiale iranischer Machtansprüche und Kriegstreiberei ist. Deshalb kann es keinen Anspruch auf irgendwelche legitime Ansprüche erheben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist wahr, dass Israels Verteidigungsmassnahmen im Libanon mehr zivile Opfer als Hisb’allahs Angriffe in Israel kosten. Wäre Hisb’allah in der Lage die Zahl seiner Opfer in Israel zu vergrössern, würde es dies liebend gerne tun. Israel versucht zwar, die Zahl libanesischer Opfer möglichst niedrig zu halten, aber es ist gar nicht klar, wie das, ausser mit abgeworfenen Flugblättern, die 24 Stunden vor der Aktion die Menschen auffordern ihre Häuser zu verlassen, zu tun ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann wird von israelfeindlichen Kreisen (die gar nicht hisb’allahfreundlich zu sein brauchen) vorgebracht, die armen Hisb’allahs hätten doch keine andere Wahl, als „nur“ Raketen nach Israel zu schicken, denn sie seien nicht mächtig genug mit schwererem Geschütz aufzufahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gutmenschen, die Schuld überall suchen, ausser beim Täter, haben eine Anschauung entwickelt, die sich mit der Verarbeitung des pathologischen Hasses beschäftigen, der durch den 11.9. der Welt nahe gebracht worden ist. Der 11.9. war nur die bisher mächtigste Demonstration dieses Hasses, der sich schon seit Jahrzehnten entwickelt hat und sich weiter entwickeln wird. Nach dem Motto, wo Rauch ist muss auch Feuer sein, wird angenommen, dass für diesen allumfassenden psychotischen Hass auf alles jüdische und schlussendlich westliche es einen guten Grund geben muss. Jetzt, da sich Israel gegen diese Hasser verteidigt, wird vorgebracht, Israels machtvolle (aber nicht genügend machtvolle) Aktion werde diesen Hass noch weiter vergrössern. Damit wird die alte Leier angetönt: das Opfer ist schuld.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Womit wir wieder bei der „Verhältnismässigkeit“ der Mittel angekommen sind, dem Lieblingsthema des Schweizers grössten Staatsmännin, MCR. Womit für diesen Tag der Tagebuchschluss erreicht ist, denn mir geht der Laden runter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch noch ein Nachtrag: Das inzwischen jedes Inhalts entleerte Wort „Verhältnismässigkeit“ könnte, so ist mir eingefallen, auf das weltweite Interesse der Medien auf die verschiedenen Krisenregionen dieser Welt angewandt werden, von den der unsere an Grösse und Zahl der Opfer weit unten rangiert. Es sind die Medien, die durch ihre Gewichtung das Interesse des Publikums bestimmen. Rein objektive betrachtet, sollte doch das, was in Darfur im Sudan, im Irak, Afghanistan, Algerien, Tschetschenien und Zentralafrika passiert weit mehr Interesse wecken, als der Hass der islamischen Welt auf das kleine Israel. Das Interesse am israelischen-arabischen Konflikt wäre nur dann in diesem Umfang berechtigt, wenn die Medien endlich den Zusammenhang zwischen ihm und dem weltweiten Jihadismus erklären würden, ein Zusammenhang, der  den meisten Medienkonsumenten noch immer vorenthalten wird. Eine „Verhältnismässigkeit“ der Medienaufmerksamkeit wäre nicht nur fair, sondern eine Erfordernis der Zeit.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-115553139752477402?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/115553139752477402/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=115553139752477402&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115553139752477402'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115553139752477402'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/08/tachles-und-verkehrte-welt-2.html' title='Tachles und verkehrte Welt 2'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-115553130730361553</id><published>2006-08-14T07:48:00.000+03:00</published><updated>2006-08-14T07:55:08.733+03:00</updated><title type='text'>Kommentare</title><content type='html'>7.8.2006 – Kommentare&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;  Lobbing rockets blindly into civilian areas is without doubt a war crime. Nothing can justify this assault on the most fundamental standards for sparing civilians the hazards of war.&lt;br /&gt;Kenneth Roth, executive director of Human Rights Watch/5.8.2006&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit diesen Worten ist &lt;a href="http://www.hrw.org/english/docs/2006/08/05/lebano13921.htm"&gt;Human Rights Watch&lt;/a&gt; zweifellos ganz auf israelischer Linie. Vielleicht nicht ganz beabsichtigt, aber die Wahrheit obiger Feststellung ist so eindeutig, dass es nichts mehr zu diskutieren gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir die bisherigen Vorgänge im Libanon und im Norden Israels genau anschauen, sehen wir die israelische Flugwaffe Häuser, Dörfer, Stadtteile, Verbindungsstrassen und andere Ziele angreifen, in denen der Feind – die Hisb’allah – ihre Befehlszentren, ihre Raketen, ihren Nachschub und andere völlig legitime Ziele hat. Dass sie diese Zentren prinzipiell durch die Geiselnahme von unschuldigen Zivilisten zu sichern versuchen, entspricht terroristischer Tradition und macht nicht Israel, sondern die Hisb’allah des Mordes an Zivilisten schuldig. Auf der anderen Seite schiessen die Hisb’allah ihre Raketen in die allgemeine Richtung Israel, denn zielen können sie nicht. Daran sind sie auch nicht interessiert, denn ihr Ziel ist ganz einfach: so viele tote Israelis, wie nur möglich. Damit treffen sie Soldaten nur aus Zufall, wie gestern im Kibbuz Kfar Giladi, wo zwölf Reservisten getötet wurden, die dort eine Pause einlegten, bevor sie an die Front weiterfahren wollten. Das ist untypisch – typisch sind die Katjuschas die in Haifa, Naharia und in Kiriat Schmona einschlagen, auf rein zivile Ziele, ob jüdisch oder arabisch, ob Spital, Kindergarten oder Altersheim. Alles ist erwünscht. Ich hoffe mich klar genug ausgedrückt zu haben. Hisb’allahs Freude am Töten ist absolut. Damit bestätigen sie nur jihadistische Tradition, sunnitisch oder schiitisch, Al-Kaida, Hamas und was noch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine &lt;a href="http://www.video.exposetheleft.net/video/brigitte-gabriel.wmv"&gt;christliche Libanesin namens Brigitte Gabriel&lt;/a&gt; spricht in einem CNN Interview aus ihrem Herz. Es lohnt sich ihren fünf Minuten zuzuhören. Sie spricht in Englisch. Brigitte Gabriel ist soeben mit einem Buch herausgekommen (es wird Mitte September ausgeliefert) das den Titel „Because they hate“ (Weil sie hassen) trägt und zum Thema islamistischer Unterwanderung der westlichen Welt und ihrer Zivilisation einiges zu sagen verspricht. Das Buch trägt den Untertitel „Eine Überlebende islamischen (islamic!) Terrors warnt Amerika“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dvorith und ihre Kinder sind bei uns. Jeshoshuas Kinder sind zum Teil zu Hause in Koranit oder bei den anderen Grosseltern in Ramat Gan oder beim Onkel in Sde Boker. Salit, die zur Zeit ohne Arbeit ist – wer braucht schon einen Caterer in dieser Zeit der Raketen, erzählt uns über ein Gespräch mit zwei ihrer arabischen Angestellten, beide aus Sachnin, der arabischen Fussballstadt. Die eine nannte jüdische Israelis Terroristen und plapperte unreflektiert die arabische Propaganda nach, die vor allem vom Fernsehsender „Al Jazira“ verbreitet wird. Salit sagte, diese Mitarbeiterin wurde von Samira, Salits Nummer Zwei und Küchenchefin in Arabisch zurechtgewiesen und über die Tatsachen aufgeklärt – wenigsten nimmt Salit das an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute mit Hani und Badi Hasisi in Majunkas Kaffeehaus hörte ich zu, wie die beiden über die Regierung herfielen und sie beschuldigten, den Krieg nicht resolut genug zu führen. Beide sind besorgt ums Vaterland, eine Sorge, die ich beginne mit ihnen zu teilen. Badi, der vor einem Jahr seinen Doktor erhielt, übersiedelt in einem Monat für ein Jahr in die USA für sein Post-Dok. Er ist einer der wenigen Drusen, die ich kenne, der nicht eine begeisterte „Kampfsau“ (um einen Schweizer Armeeausdruck zu benutzen) ist, sondern der Armee als Historiker dient. Er ist zwar begeisterter Zionist, drusischer Zionist von der ganz patriotischen Sorte und ich hätte gerne gewusst wie er mit seinen arabischen Studenten an der Universität Haifa zurande kommt. In Israel sind Studenten im allgemeinen nicht politisch tätig, weil, wenn sie ihr Studium beginnen, schon „alt“ sind und den dreijährigen Armeedienst gerade erst abgeschlossen haben. Da haben wenige noch Interesse mit Politik ihre Zeit zu vertrödeln. Bei arabischen Studenten, die gerade an der Universität Haifa rund vierzig Prozent aller Studenten repräsentieren, ist das anders. Sie gehen nicht zur Armee und sind so in der Lage, ihr Studium gerade in dem Alter mit einem B.A. oder manchmal sogar mehr abzuschliessen, wenn jüdische und drusische Studenten ihr erstes Semester beginnen. Da bleibt mehr Zeit für Politik und Agitation. In der freien Gesellschaft Israels nutzen arabische Bürger dieses Recht oft ad extremis. Das ärgert manchmal, ist aber, kühl betrachtet, DAS rieisige Plus der israelischen Gesellschaft, mit der diese sich vom gesamten Rest der arabischen und islamischen Welt mehr als nur angenehm abhebt. Etwas, das immer wieder in  Erinnerung gebracht werden muss, denn es ist in meinen Augen der endgültige Beweis israelischer Demokratie und wir werden deswegen von vielen gebildeten Arabern schlicht beneidet. Neid ist ein wesentlicher Teil des Konfliktes zwischen Israel und der arabischen Welt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute heulten in Zichron Ya’akov keine Sirenen. Dafür erhielten wir von Eli, unserem Bürgermeister, einen Telefonanruf. Er teilte mit, dass eine der Sirenen nicht heule, sondern kaputt sei und der Luftschutzdienst der Armee aus Gründen die ich nicht verstand, nicht in der Lage sei, sie wieder zum heulen zu bringen. Deshalb, sagte Eli Aboutboul, solle man im Zweifelsfall die dafür angegebene Telefonnummer anrufen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-115553130730361553?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/115553130730361553/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=115553130730361553&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115553130730361553'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115553130730361553'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/08/kommentare.html' title='Kommentare'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-115553085220341756</id><published>2006-08-14T07:46:00.000+03:00</published><updated>2006-08-14T07:47:32.320+03:00</updated><title type='text'>Mut des Einzelnen statt Mut der Gemeinschaft</title><content type='html'>3.8.2006 – Mut des Einzelnen, statt Mut der Gemeinschaft&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist halb zehn abends, bis jetzt hat der Tag Israel acht tote und 28 verletzte Zivilisten beschert, sowie drei gefallene und eine nichtgenannte Anzahl verletzter Soldaten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe mir von Dany Däster erklären lassen, dass nicht nur in Wohnhäusern, sondern auch unter Fruchtbäumen Katjuschas versteckt sind und aus grossen   Kiwi-, Orangen und anderen Hainen diese Raketen abgeschossen werden. Sie zu finden und unschädlich zu machen ist zeitaufwendig und noch schwieriger, als Katjuschas in Wohnhäusern zu finden. Ergo, auch für das müssen Israel und seine Freunde Zeit gewinnen und so wie es aussieht, machen da sogar die Franzosen mit, die, so scheint mir, sich mit den USA ein Scheingefecht liefern. Inzwischen hat Israel mehr Zeit bekommen, um seine militärischen Ziele zu erreichen und allein die Drecksarbeit für die westliche Welt zu tun. Womit ich bei der Aussage eines guten Freundes angelangt bin. Roman Rosenstein, der, wie andere aktive Schweizer Juden, sich um das israelische Verhalten gegenüber den Palästinenser sorgte, aber, und das ist keine kleine Leistung, als ADL-Schweiz Chef eine sehr seriöse Website mit Namen „&lt;a href="http://www.anti-defamation.ch/"&gt;Tatsachen und Argumente&lt;/a&gt;“ einführte, die schnell populär wurde und viele Schlüsselthemen von namhaften Fachleuten erklären lässt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Roman setzt sich für Israel ein. Ohne wenn und aber, doch stets kritisch. In einem Kommentar zu Vreni Müller-Hemmis Kritik an der einfältigen 1. August-Rede von Micheline Calmy-Rey (ab jetzt MCR genannt), in der MCR ausschliesslich die „Missetaten“ Israels anprangerte,  ging Vreni Müller-Hemmi nicht weit genug. Roman schrieb unter anderem folgendes:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geht doch nicht darum, dass „auch die Missetaten der Hisbollah“ angeprangert werden. Der kritische Punkt heute ist doch, dass Israel als einzige Macht Soldaten und Ansehen riskiert um dem ständig aggressiver auftretenden islamischen Fundamentalismus Einheit zu gebieten. Wann immer von humanitärem Völkerrecht die Rede ist, sollte doch auch an unsere Rechtsgrundsätze, die zivilisatorischen Errungenschaften abendländischer Kultur (Rechtsgleichheit, Frauen-Emanzipation, …) und damit deren still aber unaufhaltsame Unterwanderung seitens islamistischer Kräfte (Iran, Hizbollah, ….) hingewiesen werden. Der Ausbruch des Libanon-Konflikt am 12. Juli war doch nicht nur das Resultat von zwei Soldaten-Entführungen, sondern aufgrund des grünen Lichts aus Teheran eine Reaktion der gleichentags erfolgten Übergabe des Atom-Mandats an die UNO! Verlieren wir doch nicht wegen unsorgfältig abgewogener MCR-Worte die grossen Zusammenhänge aus den Augen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Roman Rosenstein hat den Mut, die Vorgänge im Libanon und Nordisrael in den grossen Zusammenhang zu stellen, etwas, dass kaum in den Medien zu finden ist. Dazu braucht es unheimlichen Mut, besonders in einem Land, in dem beschwichtigen und unter den Teppich kehren beinahe zur Kultur gehört oder zumindest im heutigen Trend liegt. Ich wünsche ihm, dass man ihm zuhört.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-115553085220341756?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/115553085220341756/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=115553085220341756&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115553085220341756'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115553085220341756'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/08/mut-des-einzelnen-statt-mut-der.html' title='Mut des Einzelnen statt Mut der Gemeinschaft'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-115553077369807089</id><published>2006-08-14T07:44:00.000+03:00</published><updated>2006-08-14T07:46:21.233+03:00</updated><title type='text'>Lügen oder Missverständniss?</title><content type='html'>3.8.2006 – Lügen oder Missverständnisse?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach den Erfahrungen mit der skandalösen Lügenaktion über den fiktiven Massenmord in Jenin in 2002, sollten auch die Vorwürfe über die Bombardierung Beiruts in richtiges Licht gestellt werden. Kleine genau ausgewählte Teile dieser Stadt, in denen Hisb’allah ihre militärischen, logistischen und Befehlsinfrastrukturen hatten, wurden zerstört.&lt;br /&gt;Auf der als Attachment aufgeführten Stadtkarte Beiruts, ist genau zu sehen, wo diese Anlagen sind (oder waren). Sie sind genau beschrieben und bilden kaum ein Prozent der gesamten Stadtfläche. Mit geeigneter Filmtechnik bringt es Kameramann ohne weiteres zustande die Schäden so aussehen zu lassen, als wäre die Stadt Beirut ein Totalschaden. Genau wie im Fall Jenin vor vier Jahren, versucht man die Welt zu überzeugen, eine ganze Stadt sei zerstört worden. Mehr möchte ich auf das Thema nicht eingehen, denn es erklärt sich von selbst. Die Beiruter Stadtkarte mit den Erklärungen stammt von Charles Moore, ehemaligem Chefredaktor des London Daily Telegraph.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute war Tag der Rekorde – es wurde die höchste Zahl in Israel einschlagender Raketen gezählt. Eine davon fiel im Ausland, nämlich bei Jenin – man stelle sich vor, was geschehen wäre, wenn die Terroristenrakete die Terroristenstadt getroffen hätte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem kürzlich stattgefundenen Interview wurde General Norman Schwartzkopf, Kommandant des ersten Golfkrieges (frustriert, weil ihn seine politischen Chefs den Krieg nicht gründlich abschliessen liessen) gefragt, ob er denke, dass den Hisb’allahis vergeben werden könnte. Er sagte, das sei allein die Entscheidung Gottes und es sei die Aufgabe der Israelis, dies zu arrangieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Editorial des „Toronto Daily Star“ vom 1. August 2006 wurde eine sehr exakte Beschreibung der Kriegssituation gegeben, unter dem Titel „Ein Waffenstillstand würde Gewalt nicht abschrecken“. Dieser kurze und präzise Artikel ist es Wert  wiedergeben zu werden. Die Übersetzung ist, wie immer, von mir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Gegensatz zu den traurigerweise vorauszusehenden Ansichten gewisser Beschwichtiger des islamistischen Terrors, ist es überhaupt nicht schwierig zu sehen, was Ministerpräsident Olmert hofft im Libanon zu erreichen. Das israelische Ziel ist ganz einfach und wurde offen von Israel dargelegt – die Kapazität der Hisb’allah Raketen in zivile Bevölkerungszentren in Israel zu schiessen. Das israelische Ziel ist ganz einfach und wurde offen von Israel dargelegt – die Kapazität der Hisb’allah Raketen in zivile Bevölkerungszentren in Israel zu schiessen zu zerstören.&lt;br /&gt;Zivile Opfer in Libanon werden von Israel nicht gewünscht und sind auch nicht in seinem Interesse. Sie sind jedoch ein unvermeidliches Resultat von was Jan Egeland von der UNO selbst „Hisb’allahs feiges Vermischen“ genannt wurde, d.h. das Benützen unschuldiger Zivilisten als menschliche Schilder für seine Raketenabschussrampen. Es ist sehr leicht eine Seite zu kritisieren ohne eine konstruktive und praktische Alternative bieten zu können. [Was genau dem entspricht, das ich schon verschiedentlich angeprangert habe. Uri]. Ebenso ist es leicht mit dem Finger auf jemanden zu zeigen und das alte abgedroschene Argument über die wirklichen Probleme vorzubringen, während die klaren gegenwärtigen Gefahren ignoriert werden. Wenn jemand eine besser Art die momentane existenzielle Gefahr für Israel durch Hisb’allah zu beseitigen anzubieten hat, soll er sich melden, denn wir alle würden sie sehr gerne hören. Bis dann aber, würde der Ruf nach einem sofortigen Waffenstillstand durch Israel ohne auch die Hisb’allah zu entwaffnen die gegenwärtige Bedrohung für Israels zivile Bevölkerung unverändert bestehen lassen und muss deshalb für jeden fair denkenden Menschen unannehmbar sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Fernsehen „Manara“ der Hisb’allah sind für uns befremdende Filme zu sehen, in denen die Beschiessung der israelischen Zivilbevölkerung als „Ehrenrettung“ des eigenen Volkes bezeichnet und gefeiert wird. Davon kann ich hier &lt;a href="http://www.pmw.org.il/asx/PMW_Manar_Propoganda.asx"&gt;zwei kurze Filme anbieten&lt;/a&gt;, die diese „Kultur“ beschreiben oder wenigsten das, was von diesen Filmemachern dafür gehalten wird. Darin wird gefeiert, geschossen und martialische Musik gesungen. Die Filme habe ich im Palestinian Media Watch Bulletin vom 2. August 2006 gefunden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-115553077369807089?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/115553077369807089/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=115553077369807089&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115553077369807089'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115553077369807089'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/08/lgen-oder-missverstndniss.html' title='Lügen oder Missverständniss?'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-115442789126475535</id><published>2006-08-01T13:24:00.000+03:00</published><updated>2006-08-01T13:24:52.226+03:00</updated><title type='text'>Verborgenes</title><content type='html'>1.8.2006&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Berliner &lt;a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/archiv/30.07.2006/2660279.asp"&gt;„Tagesspiegel“ war am 30.7.2006&lt;/a&gt; ist folgender Leserbrief zu finden:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wohnte bis 2002 in einem kleinen Dorf im Süden nahe Mardschajun, das mehrheitlich von Schiiten wie mir bewohnt ist. Nach Israels Verlassen des Libanon dauerte es nicht lange, bis die Hisbollah bei uns und in allen anderen Ortschaften das Sagen hatte. Als erfolgreiche Widerstandskämpfer begrüßt, erschienen sie waffenstarrend und legten auch bei uns Raketenlager in Bunkern an. Die Sozialarbeit der Partei Gottes bestand darin, auf diesen Bunkern eine Schule und ein Wohnhaus zu bauen! Ein lokaler Scheich erklärte mir lachend, dass die Juden in jedem Fall verlieren, entweder weil die Raketen auf sie geschossen werden oder weil sie, wenn sie die Lager angriffen, von der Weltöffentlichkeit verurteilt werden ob der dann zivilen Toten. Die libanesische Bevölkerung interessiert diese Leute überhaupt nicht, sie benutzen sie als Schilder und wenn tot als Propaganda. Solange sie dort existieren, wird es keine Ruhe und Frieden geben. Dr. Mounir Herzallah,Berlin-Wedding&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Leserbrief bestätigt meine immer stärker werdende Überzeugung, dass Israel mit der Bombardierung in Kafr Kana ganz offensichtlich in die Falle getappt ist. Die Toten von Kafr Kana sind Objekte des grenzenlosen Zynismus hisb’allahscher Menschenverachtung, welche die Hisb’allah mit allen anderen Jihadisten wie Hamas und Al Kaida teilt. Jeder, der im Westen an einer antiisraelischen Demonstration teilnimmt, ist Teil davon, ob er sich darüber im klaren ist oder nur aus vermeintlicher Gutherzigkeit und Mitleid um nichtisraelische Opfer trauert. Gutmenschen eben, entweder bösartig oder dumm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im französischsprachigen christlich-libanesischen Website „Libanoscopie“ wird beschrieben, wie Hisb’allah &lt;a href="http://www.libanoscopie.com/fulldoc.asp?doccode=994&amp;amp;cat=2"&gt;behinderte Kinder in ein Haus brachten&lt;/a&gt;, darauf eine Raketenbatterie installierten und so israelische Angriffe auf Kafr Kana provozierten. Es wird darauf hingedeutet, dass die Hisb’allah bei dieser Katastrophe Regie geführt hat. Weiter sind gemäss Rotem Kreuz nur 26 Menschen in diesem Vorfall umgekommen, aber das sind noch immer 26 zu viel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit der gestrigen Ansprache von Olmert, dass es keinen Waffenstillstand gebe, ging ein allgemeines Aufatmen durchs Land. Mit seiner Churchill ähnlichen Rede hat er sich als Politiker mit Rückgrat gezeigt. Es liegt nun an der Armee, den Ware zu liefern. Zwar neige ich dazu ihm recht zu geben, denn eine Alternative dazu sehe ich nicht. Vor allem gilt es weitere Hisb’allah Fallen zu umgehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch immer fahre ich täglich zum Rambam Spital in Haifa. Teil dieses Universitätsspitals ist die Mayer Klinik für Kinder. Nun habe ich herausgefunden, dass dort palästinensische Kinder im Alter von drei bis neun Jahre aus den besetzten Gebieten liegen, die auf eine Rückenmarktransplantation warten. Da die Hämatologie neben der Onkologie, die ich besuche, liegt, habe ich entdeckt, dass zur Zeit fünf palästinensische Kinder stationär für Leukämie und Thalassemia, einer anderen Blutkrankheit behandelt werden. Insgesamt sind dreizehn Kinder, zum Teil ambulant, wegen diesen Krankheiten im Mayer Spital in Pflege. In den besetzten Gebieten gibt es keine Möglichkeit, diese Behandlungen durchzuführen. Die Kinder werden für Rückenmarktransplantationen vorbereitet. Die Kosten werden von einer italienischen Organisation und dem Schimon Peres Friedenszentrum getragen. Das Rambam, wie ihr inzwischen aus meinem Tagebuch wisst, ist seit Beginn des Krieges Zielscheibe der Hisb’allah, deren Raketen rund um den Spital eingeschlagen, aber es bisher verfehlt haben. Die Eltern und ihre Kinder stehen die heutige Situation im Spital ohne Aufregung durch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bitte Euch, meine Tagebuch-Informationen der letzten Tage unter die Leute zu bringen. Die Medien bringen solche weniger sensationelle aber nicht weniger wichtigen Informationen kaumt – ob aus mangelndem Interesse oder Bösartigkeit weiss ich nicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-115442789126475535?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/115442789126475535/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=115442789126475535&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115442789126475535'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115442789126475535'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/08/verborgenes.html' title='Verborgenes'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-115433975532223839</id><published>2006-07-31T12:55:00.000+03:00</published><updated>2006-07-31T12:58:21.306+03:00</updated><title type='text'>Dokumentierte Tatsachen - bis zum letzten Zivilisten</title><content type='html'>31.7.2006&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.mfa.gov.il/NR/rdonlyres/3703F015-328D-4D9D-A287-C86BD52C7908/0/HizbullahKatyushas.wmv"&gt;IDF video: Hizbullah deploys Katyushas near Lebanese homes&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.mfa.gov.il/NR/rdonlyres/0EC08413-7A4C-46D1-AA0E-773B259B318A/0/HizballaUseofcivilianShields.wmv"&gt;IDF video: Hizbullah use of civilian shields&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.mfa.gov.il/NR/rdonlyres/B883D7F6-FF7B-4E46-A639-643ED03F477E/0/FiringBehindBuilding.wmv"&gt;IDF video: Hizbullah firing rockets from behind buildings&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oben Links zu drei Kurzfilmen der israelischen Flugwaffe, die den Beweis liefern, wie Hisb’allah in ihrem menschenverachtenden Wahn, ihre eigenen Landleute ans Messer liefert. Hamas tut dasselbe im Gazastreifen. Inzwischen mehren sich Aussagen von UNIFIL-Soldaten und Offizieren, dass auch sie von der Hisb’allah zur Geisel genommen werden. Raketen werden von oder neben ihren Stellungen nach Israel abgefeuert. Der kanadische Generalmajor Lewis MacKenzie bezog sich bei einen CBC Radiointerview vom 26. Juli 2006 auf ein E-Mail, das er von Major Paeta Hess-von Kruendener erhalten hatte, kurz bevor dieser in einem israelischen Angriff getötet wurde. Major Hess habe darin beschrieben, wie die Hisbollahs sich in und neben dem UNIFIL-Posten aufhalten würden und diesen als Schild gegen israelische Angriffe missbrauchten. General McKenzie anerkennt diese Angriffe nicht als absichtlich gegen die UNIFIL gezielt, sondern als taktische Notwendigkeit.&lt;br /&gt;Hier einige Ausschnitte aus UNIFIL Berichten:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;· Am 24. Juli berichtete UNIFIL, das ein unbewaffnetes Mitglied der UN-Beobachtergruppe durch leichte Waffen von der Hisb'allah schwer verwundet worden sei. Heute liegt dieser Offizier in einem Spital in Haifa. (Kofi Anan schweigt darüber und hat sich auch nicht bei Israel bedankt)&lt;br /&gt;· Am 25. Juli wurde berichtet, dass Hisb’allah das Feuer mit leichten Waffen auf einen UNIFIL Konvoi bestehend aus zwei gepanzerten Truppentransportern eröffnet habe. Das geschah auf der Strasse die Kunin und BinJubayl verbindet.&lt;br /&gt;· Am 27. Juli, so wurde berichtet, habe die Hisb’allah neben den vier UN-Stellungen Marwahin, Alma AshShab, Brashit und At Tiri das Feuer eröffnet.&lt;br /&gt;· Am 28. Juli berichtet ein UNIFIL-Rapport, die Hisb’allah hätte das Feuer neben den fünf UN-Stellungen Alma AshShab, At Tiri, Bayt Yahoun, Barshit und Tibnin eröffnet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die UNIFIL Soldaten tun mir leid.&lt;br /&gt;Fast so mutig wie Schweizer Juden (Ausnahmen werden von mir ehrlich anerkannt), nahmen rund 8000 kanadische Juden und andere Freunde Israels am 28. Juli 2006 &lt;a href="http://www.cbc.ca/canada/toronto/story/2006/07/27/toronto-rally-israel.html"&gt;an einer Solidaritätsdemonstration in Toronto teil.&lt;/a&gt; Der oben erwähnte General McKenzie war auch dabei und sagte, er würde auch an einer Solidaritätsdemonstration für den Libanon teilnehmen. Er impliziert damit den feinen aber wichtigen Unterschied zwischen diesem Land selbst und seinem Geiselnehmer, der gottesgläubigen Hisb’allah.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem Resultat der Bombardierung der libanesischen Stadt Kafr Kama ist genau das passiert, wovor sich die israelische Regierung gefürchtet hatte. Eine grosse Menge Opfer, davon sehr viele Kinder. Ob Israel daran schuldig ist, warum die von ihm seit langem vorgewarnte Bevölkerung in der Stadt geblieben ist oder wahrscheinlicher und genau der Ethik arabischer Terroristen entsprechend, zum Bleiben gezwungen worden war, ist inzwischen nicht mehr wichtig. Die Hisb’allah hat ein Traumziel erreicht, das nun bis zum geht nicht mehr gemolken wird. In Israel sollte für diese Opfer, genau so wie für israelische, getrauert werden, denn verantwortlich oder nicht, es waren unsere Bomben, die diese Menschen töteten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Dauerthema in Gesprächen und Gedanken ist die Frage: Was ist die Alternative zur gegenwärtigen Gewalt, wie ist islamischem Hass und Gewalt entgegenzutreten? Dialog gegen Hass ist Unsinn, eine Lösung weiss ich (noch?) nicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-115433975532223839?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/115433975532223839/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=115433975532223839&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115433975532223839'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115433975532223839'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/07/dokumentierte-tatsachen-bis-zum.html' title='Dokumentierte Tatsachen - bis zum letzten Zivilisten'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-115433956766380847</id><published>2006-07-31T12:51:00.000+03:00</published><updated>2006-07-31T12:52:47.666+03:00</updated><title type='text'>Raritäten, Menschliches und Schadenfreude</title><content type='html'>30.7.2006&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Hisb’allah und der Hamas läuft heute garantiert das Wasser im Mund zusammen. In Kfar Kana, einem südlibanesischen Dorf, aus dem schon Hunderte von Katjuscha Raketen abgeschossen worden sind und dessen  von der Hisb’allah  zur Geisel genommene Einwohner, die von Israel schon vor Tagen gewarnt und aufgefordert worden waren das Dorf zu verlassen, wurde heute früh von der israelischen Luftwaffe bombardiert. Es gab viele Tote, darunter eine grosse Zahl Kinder – sehr sehr traurig und Propagandaerfolg für die Hisbollah, denn genau dafür halten sie zivile Bewohner dieser Dörfer und Städte davon ab, ihre Heimstätten zu verlassen. Ein Ruhmesblatt für die israelische Luftwaffe ist es ebenso wenig. Zur etwa gleichen Zeit landete eine Rakete in einem Kindergarten in Akko und mehrere Raketen sind in den vergangenen Tagen im Spital von Nahariah eingeschlagen, haben aber, weil der Kindergarten leer und die Patienten in den unterirdischen Luftschutz-Spital gebracht worden waren, keinen Schaden an Menschen verursacht.&lt;br /&gt;Das alles mag sehr zynisch klingen, ist es auch, aber es entspricht den Tatsachen, dass Israel aus Umständen, über die es wenig Kontrolle hat,  zivile Opfer verursacht. Hisb’allah und Hamas hingegen schossen bisher 2000 oder mehr Raketen nach Israel hinein (mit diesem Casus Belli entfachten sie diesen Krieg), haben zwar auch beträchtliche Sachschäden verursacht, aber die Zahl der Toten und Verletzten ist – relativ – klein, auch wenn dieses „relativ“ nicht akzeptabel ist. Jeder tote Mensch ist einer zu viel, eine Ansicht, die vom Terrorismus nicht geteilt wird. Die Frustration der Terroristen muss beträchtlich sein, denn ihr Raison d’être ist die Zerstörung Israels, mit allem, dass dazu gehört, Bevölkerung, Infrastruktur, westlicher Kultur, das Zusammenleben mit seinen Minderheiten und die moderne, erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung des Landes.&lt;br /&gt;Die Situation ist schrecklich. Doch bei aller Kritik über die riesigen Schäden, die dieser Krieg in Israel und im Libanon anrichtet, sollte eine Frage nicht vergessen werden: Was ist für Israel die Alternative? Soll sich Israel von aussen her beschiessen, seine Bürger und Soldaten töten und entführen lassen, ohne sich zu wehren? Es ist Israels ureigene Verantwortung, die Sicherheit seiner Bürger zu sichern und kann nicht an andere delegiert werden. Deshalb muss allen Kritikern die Kernfrage gestellt werden: was ist die Alternative zu Israels Selbstverteidigung? Punkt. Reflexartig wird von einigen Kritikern die Standardantwort kommen: „Dialog!“. Mit dem eigenen Henker? Aus den Antworten sollte unschwer zu erkennen sein, wessen Geistes Kind der Gefragte ist.&lt;br /&gt;Gestern schrieb ich einige Kommentare über Medienberichte und erhielt umgehend die Bitte, solches weiterhin zu tun. Dem komme ich gerne nach.&lt;br /&gt;FOCUS berichtet, Passagiere an Bord eines der Evakuationsschiffe für ausländische Flüchtlinge aus dem Libanon, hätten dem Münchner &lt;a href="http://focus.msn.de/politik/nahost/libanon_nid_32655.html"&gt;Arzt Boris Buck&lt;/a&gt; erzählt im südlibanesischen Tyros, das von der Hisb’allah beherrscht wird und von wo ein grosser Teil der fast 2000 Raketen abgeschossen worden sind, bisher achtzehn Libanesen als Sympathisanten Israels ermordet wurden. Das war in Tyros. Im gleichen Bericht steht übrigens, dass die Hisb’allahs erst begonnen hätten Israel mit Raketen zu beschiessen, nachdem Israel auf die Soldatenentführung (aus Israel!) reagiert hätte. Das ist schlicht gelogen. Der Norden Israels wird schon seit Jahren mit Katjuschas beschossen, wenn auch nicht in vergleichbarer Intensität wie jetzt.&lt;br /&gt;In der Herald Sun, einer australischen Zeitung ist ein &lt;a href="http://www.news.com.au/heraldsun/story/0,,19955774-5007220,00.html"&gt;Artikel mit Fotos&lt;/a&gt; zu finden, der zeigt, wie Hisb’allah Männer im christlichen Wohnviertel Wadi Chahrour in Ostbeirut mit Flugabwehrkanonen bereitstehen und dieses Quartier durch ihre Anwesenheit und Aktivität gefährden. Sie sind in ziviler Kleidung und können so schnell unter der Zivilbevölkerung verschwinden.&lt;br /&gt;Ein anderes, nicht weniger interessantes Foto fand ich in der Website der &lt;a href="http://www.scottishfriendsofisrael.org/"&gt;Schottischen Freunde Israels&lt;/a&gt;. Bei einer militärischen Stellung der UNIFIL weht neben deren Flagge auch die gelbe Fahne der Hisb’allah. Daraus können verschiedene interessante Kombinationen abgeleitet werden. Sind die UNIFIL oder deren Soldaten mit den Terroristen befreundet? Ohne weiteres führt der Verdacht zur Vermutung, dass unter solchen Vorbedingungen auch Raketen oder ähnliches neben dieser UNIFIL-Station in Stellung gebracht werden. Vielleicht hat sich Hisb’allah mit der UNIFIL diese Stellung geteilt. Viele Möglichkeiten bieten sich an, auf jeden Fall stimmt hier etwas nicht.&lt;br /&gt;Im Wochenendmagazin der Zeitung &lt;a href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/743694.html"&gt;Haaretz&lt;/a&gt; und bei &lt;a href="http://thestar.com.my/news/story.asp?file=/2006/7/29/worldupdates/2006-07-29T023533Z_01_NOOTR_RTRJONC_0_-261517-2&amp;sec=Worldupdates"&gt;Reuters&lt;/a&gt; ist ein spannender und eigentlich trauriger Artikel über die „Vier Mütter“ zu lesen. Drei dieser vier Frauen, die im ersten Libanonkrieg (1982) Söhne verloren  und wegen der Sinnlosigkeit dieses Krieges eine Frauenorganisation auf die Beine gestellt hatten, trugen stark dazu bei, dass Israel die Armee von dort abzog. Sie erzählen über ihren Werdegang zu Antikriegsaktivistinnen und ihrer Stellung zum gegenwärtigen Krieg, der die Armee in den Libanon zurückbrachte. Nicht erstaunlich, haben sie ihre geändert. Sie sind keine Pazifistinnen und sind übereinstimmend der Meinung, dass dieser Krieg mit Scharons Feldzug von 1982 nichts gemeinsam hat. Er sei existenziell und müsse durchgestanden werden. Ich hatte diese „Vier Mütter“ zu ihrer Zeit sehr bewundert. Ähnlich wie die „Frauen in Schwarz“ zeigten sie viel Zivilcourage und im Gegensatz zu den faschistischen „Frauen in Grün“ vertraten sie eine humanistische Philosophie, die ihnen auch heute wieder hilft, die Vorgänge so zu sehen, wie sie wirklich sind. Wenig wichtig, aber interessant ist die Stellungnahme der vierten der „Vier Mütter“, die heute in den USA lebt und separat interviewt wurde. Sie stellt sich vor allem selbst in den Vordergrund, beansprucht den alleinigen Kredit für den Erfolg der Gruppe und ist zutiefst beleidigt, dass man von ihr nicht mehr spricht, sie vergessen hat. Zu den heutigen Vorgängen nimmt sie höchstens mit einigen Allgemeinplätzen Stellung. Womit ich zu einem anderen Egotrip überleite.&lt;br /&gt;(Schaden)Freude machte mir die Mitteilung, dass Frau Calmi-Rey vom Gesamtbundesrat zurückgepfiffen worden ist. Ihre Aktivitäten als selbstverliebte Friedenstaube und einseitige Schuldzuweiserin haben ihren Kollegen in der Landesregierung nicht eingeleuchtet, sind ihnen peinlich und nun ist Frau Aussenministerin zurück auf dem Teppich. Bei ihrem &lt;a href="http://www.ruf-ch.org/RF_Archiv/2003/01-2/KolNidre.html"&gt;nächsten Teilnahme an einem Gottesdienst bei der Liberalen Jüdischen Gemeinde&lt;/a&gt; (GIL) in Genf, könnte sie sich neu über die Realitäten im Mittleren Osten orientieren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-115433956766380847?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/115433956766380847/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=115433956766380847&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115433956766380847'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115433956766380847'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/07/raritten-menschliches-und.html' title='Raritäten, Menschliches und Schadenfreude'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-115433949367530090</id><published>2006-07-31T12:50:00.000+03:00</published><updated>2006-07-31T12:51:33.680+03:00</updated><title type='text'>Neue Beaknntschaften und Interessantes aus dem Medien</title><content type='html'>29.7.2006&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern Freitag traf ich mich mit Adam Teller im Café Mokka. Adam erblickte einen Kollegen der Universität Haifa mit Frau und Tochter. Wir setzten uns mit ihnen zusammen. Menachem Kellner ist Professor und lehrt Religionsphilosophie, befasst sich in Haifa aber auch mit geschichtlichen Themen wie der Abteilung für Zivilisationen seefahrender Völker. Vor allem ist er einer der grossen Experten für Rambam, allgemein bekannt als Maimonides. Seine Tochter, Literaturstudentin, arbeitet gerade an ihrem Doktorat an der Bar Ilan Universität. Über die Arbeit sprachen wir nicht, mit einer Ausnahme. Papa und Tochter präsentierten ein Paper zum &lt;a href="http://www.jpost.com/servlet/Satellite?pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull&amp;amp;cid=1145961357469"&gt;Thema „Die Magie der Wissenschaft und die Wissenschaft der Magie - Harry Potter und Maimonides“&lt;/a&gt;, das Sie im vergangenen Mai an einem Kongress der Universität Haifa präsentierten. Das ganze scheint ein Fall esoterischen Humors zu sein, der mir gefällt und mit den beiden zu sprechen ist nicht nur interessant und unterhaltend, sei scheinen auch enormen Spass zu haben. Die Familie Kellner wohnt in Haifa und waren als Tagesflüchtlinge nach Zichron Ya’akov gekommen. Ich schien dem Fräulein Kellner zu gefallen, sie setzte sich mit gekreuzten Beinen neben mich und nahm mich völlig in Beschlag. In meinem Alter wird das geschätzt, was ich später auch meiner Lea sagte. Auf jeden Fall, bestätigte sich heute das Mantra von Leas Freundin Nechama, die allen erzählt, der Uri lese dauernd neue Freunde auf – sozusagen aus dem Nichts. Worauf ich übrigens stolz bin.&lt;br /&gt;Hier einige Aussagen aus den Medien, die ich in den letzten zwei Tagen fand und gerne weitergeben möchte. Einige sind mit Links versehen.&lt;br /&gt;In der heute erhaltenen Ausgabe des Magazins „Cicero“, in meinen Augen die beste politische Zeitschrift in deutscher Sprache überhaupt, steht ein Aufsatz von Peter Sloterdijk, Europas heute wohl populärstem Philosophen. Er schreibt über „die Bevölkerungswaffe der Islamisten“, einer Bedrohung, die ja immer wieder als demographische Zeitbombe genannt und gefürchtet wird und sich nicht nur ausschliesslich auf Israel bezieht. Er nennt den Islamismus eine Ideologie, die nichts hervorbringt. Als eine Art Zusammenfassung des langen Essays will ich daraus hier folgende Aussagen zitieren „Sosehr es zutrifft, dass die islamistische Theokratie auf dem formal und materiell totalitären Anspruch beruht, alle Lebensvollzüge in einer virtuell islamisierten Weltgemeinschaft nach koranischem Recht zu ordnen, so wenig wäre sie imstande, den ökonomischen, politischen, technischen und künstlerischen Tatsachen des gegenwärtigen Zeitalters zu begegnen.“. „Wenn einer der Hamas-Führer, der palästinensische Arzt Abdel Aziz Rantisi [seligen Angedenkens], jüngst verkündete, das kommende Jahrhundert werde das Jahrhundert des Islam sein, unterläuft ihm die zeitübliche Verwechslung von Kultur und Biomasse“. Sloterdijk meint, Rantisi könnte nur recht haben, wenn der islamischen Welt als Ganzes bald der Ausgang aus ihrer selbst verschuldeten Rückständigkeit gelänge. Das ist interessant und leuchtet ein. Auf der anderen Seite, so denke ich, sollten wir aus der Geschichte Beispiele wie den Attila und seine Hunnen aus dem Osten einritten und Europa verwüsteten oder die Barbaren, die aus dem Norden einbrechend das Römische Reich zu Fall brachten in Erinnerung rufen. Zum Verwüsten und Morden braucht es nicht unbedingt ein hochstehendes wissenschaftliches und kulturelles Niveau. Hass genügt, Waffen werden (man denke an die Geschäfte westlicher Staaten und Firmen mit arabischen Diktatoren) von den verblendeten Opfern frei Haus geliefert, ein Phänomen, das wir in den vergangenen paar Jahrzehnten und bis heute beobachten können.&lt;br /&gt;Im Guardian von heute steht ein &lt;a href="http://www.guardian.co.uk/syria/story/0,,1832931,00.html"&gt;Interview mit Hisb’allah Terroristen&lt;/a&gt;. Daraus geht hervor, dass, falls Israel sein Kriegsziel der weitgehenden Schwächung der Hisb’allah nicht erreicht, dies für die nicht schiitischen Libanesen äussert peinlich werden dürfte. Die Hisb’allah plant schon jetzt rächende Massnahmen. „Die richtige Schlacht“, sagt einer und meint damit bestimmt Schlächterei, „wird nach dem Krieg stattfinden. Wir werden noch offene Rechnungen mit den libanesischen Politikern begleichen. Erst werden wir die Israelis fertig machen und dann werden wir abrechnen“.&lt;br /&gt;Youssef Ibrahim, schrieb am 17. Juli in der &lt;a href="http://www.nysun.com/pf.php?id=36110"&gt;New York Sun&lt;/a&gt; über die schweigende muslimische Mehrheit, die langsam erwache und eine Stimme bekommt. Er zählt all die arabischen Staaten auf, die sich von den Hisb’allahs distanzieren und dieser sagen: „Macht euren Dreck alleine“ [sehr frei übersetzt]. Ibrahim behauptet, die arabische Mehrheit glaube nicht mehr an den Islam des siebten Jahrhunderts, sondern denke, sie sei fit für das 21. Jahrhundert. Frauen müssen nicht mehr wandelnde schwarze Zelte sein, Männern müssen nicht mehr gezwungenermassen Bärte und lange Kleider tragen, sich wie Verrückte benehmen, herumrennen und sich in die Luft jagen um 72 Jungfrauen zu vernaschen. Die selbe Mehrheit denkt, dass nicht die islamische Scharia, sondern säkulare Gesetze das Leben bestimmen sollen. Ich bin mir nicht sicher, ob er da nicht zu optimistisch ist, aber auf der anderen Seite sollte er besser in der Lage sein, dies zu beurteilen.&lt;br /&gt;Am 26. Juli schrieb derselbe Youssef Ibrahim in der &lt;a href="http://www.metimes.com/print.php?StoryID=20050726-073844-6818r"&gt;Middle East Times&lt;/a&gt;, dass im Durchschnitt täglich 33 Irakis von irakischen und ausländischen Terroristen und Selbstmordbombern umgebracht werden. Die Zahl getöteter amerikanischer und britischer Soldaten nehme ab. Ibrahim beschreibt die innerarabischen Massaker, meistens im Namen des Islam. Touristen werden ermordet in Marokko, Ägypten, Afrika, Indonesien und Jemen – alle durch Muslime, die sagen, sie seien besser als andere Muslime. Es wird gemordet in Indien, Thailand und sie reden nun von Deutschland, Dänemark und anderen. In Kirchen und Synagogen in der Türkei und Tunesien wird gebombt, wo islamische Prediger verkünden es sei o.k. Juden und Christen zu killen. Ibrahim schreibt, das einzig wirklich Erreichte der Jihadisten sei die Tatsache den „Westlichen Tiger“ aus seinem Schlaf geweckt zu haben. Diese naiven Muslime hätten damit ihr grösstes Verbrechen begangen, denn nun werde der Westen nicht nur gegen Muslime kämpfen, sondern gegen den Islam als Religion. Diese letzte Aussage ist, so glaube ich, als Prophezeiung gemeint.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-115433949367530090?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/115433949367530090/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=115433949367530090&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115433949367530090'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115433949367530090'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/07/neue-beaknntschaften-und-interessantes.html' title='Neue Beaknntschaften und Interessantes aus dem Medien'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-115433940943733686</id><published>2006-07-31T12:49:00.000+03:00</published><updated>2006-07-31T12:50:09.440+03:00</updated><title type='text'>Tachles, Familiäres und der Krieg</title><content type='html'>28.7.2006&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich muss Yves Kugelmann, dem Chefredaktor des „Tachles“, gratulieren. Mutig und als einer der seltenen repräsentativen Schweizer Juden, hat er in seinem Editorial der heutigen Ausgabe die Apathie, Furcht oder Feigheit der offiziellen Organisationen des „jüdischen Schweizertums“ blossgestellt. Hoffentlich bewirkt es ein, wenn auch zögerliches. vielleicht ein wenig furchtsames Aufrichten des kollektiven jüdischen Rückengrates der SIG, ICZ, JLG, IGB und anderer. In Hebräisch kann ich ihnen nur zurufen: „Toziu et haEzba!“. Sind Hackenkreuze in der Schweiz nicht Warnung genug.&lt;br /&gt;Eines am Editorial stört mich. Nach dem Untertitel „Solidarität“ steht: Man muss nicht für diesen Krieg sein, ...... . Wenn man in diesem Fall gegen diesen Krieg ist, wofür ist man denn? Was ist die Alternative? Genau so wenig wie man von sechzig Jahren nicht gegen den Krieg sein konnte, denn was wäre in 1939 die Alternative gewesen? Pazifismus habe ich vor Jahren abgestreift, denn es gibt eigentlich, so scheint mir, bei Kriegen nur die Wahl zwischen einem gerechten, notwendigen Krieg wie der heutige Israels gegen die Hisb’allah (nicht gegen Libanon) und einem ungerechten oder unnötigen Krieg, wenigstens was Israel betrifft. Von verbrecherischen Kriegen wollen wir hier nicht reden, da gibt es nichts zu diskutieren. Aber um die Wahl Stellung zu beziehen, statt die Augen geschlossen zu halten, kommt man nicht herum.&lt;br /&gt;Von Yves und inzwischen von einigen anderen habe ich vernommen, dass es diskrete aber hervorragende Aktionen von privater Seite gibt. Ich habe einige Freunde mit meinen Beschimpfungen im Tagebuch dazu gebracht selbst zu denken, zu schreiben und zu tun. Ein  wirklich hervorragender Brief wurde an Frau Calvi-Rey geschrieben – ich will diesen Freunden ein Kränzchen winden, ich bin stolz auf sie. Sie retten die Ehre des Schweizer Judentums, solange sich jüdische Offizielle nicht als Juden outen.&lt;br /&gt;Genug damit. Heute holten wir unseren ältesten Enkel Adam vom Bahnhof Binjamina (zur Zeit die nördlichste Bahnstation des Landes) ab. Vor einer Woche begann er seine Rekrutenschule und hat seinen ersten Urlaub. Sein Opa fotografierte ihn sofort und voller Stolz gebe ich hier das Bild wieder. Auch wenn er am momentanen Feldzug nicht teilnehmen wird (so hoffe ich wenigstens), sorgen wir uns und haben gelegentlich ein wenig Angst um ihn.&lt;br /&gt;Ich wünsche allen meinen christlichen und jüdischen Freunden ein schönes und erholsames Wochenende. In der Schweiz ohne Hitze, in Israel ohne Raketen. Ich hoffe, dass die Million israelischer Flüchtlinge bald nach Hause in den Norden zurückkehren können.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-115433940943733686?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/115433940943733686/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=115433940943733686&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115433940943733686'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115433940943733686'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/07/tachles-familires-und-der-krieg.html' title='Tachles, Familiäres und der Krieg'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-115433933742129167</id><published>2006-07-31T12:47:00.000+03:00</published><updated>2006-07-31T12:48:57.423+03:00</updated><title type='text'>Der israelische Botschaft in Bern</title><content type='html'>26.7.2006&lt;br /&gt;Von meinem Freund Roger Guth erhielt ich diesen Appell des Schweizer Botschafters in Bern an das Schweizer Volk. Man sollte annehmen, dass er durch die Schweizer Presse gestreut wird, bin aber nicht so sicher und verteile ihn hier in meinem Tagebuch. Kommentar braucht es keinen, der Offene Brief spricht für sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Berne, Wednesday, July 26, 2006&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Israel’s Ambassador appeals to the Swiss people&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;We, Israelis, Lebanese, and Palestinians, we all hate war. It hurts us all alike to see innocent people who pay the price of violent actions and terror attacks of the fanatics in our region.&lt;br /&gt;I can understand if someone demonstrates for peace, or if someone demonstrates for Lebanon, (a country that unfortunately still maintains a state of war with Israel) or a Palestinian State alongside with Israel. But if in the center of Bern, on the Bundesplatz in front of the Swiss Parliament, the democratic organ of a neutral country, people demonstrate with the Swastika in one hand and the flag of the Hezbollah – a well known radical Islamic terror organisation who is responsible for the latest tragic developments – in the other, I think you should be worried. You are witnessing in the heart of your capital the exact reasons for the ongoing violence in the Middle East. It is the total refusal of many in our region to accept an independent Jewish State. The anti-Semites join the Islamic fanatics and use violence and terror to kill Jews and chase them out of Jerusalem, the ancient historical homeland of the Jewish People. There is no “Cycle of violence” in the Middle East. There is war and terror against Israel since 1948 and even before, and there is Israel defending itself and its existence. The fact that we are today stronger than we were 60 years ago has not changed the fact that the cause of Israel is right and justified.&lt;br /&gt;We left Gaza, we left South Lebanon in order to achieve peace, or at least a better and calmer situation, and it is exactly from those areas that our civilians are under constant attacks of those who not only don’t like peace, but who say clearly that they want to destroy us by force! The Kalaschnikow on the Hezbollah flag stands exactly for that. The anti-Semitic Swastika and the flag of the Hezbollah are the same unholy alliance that existed between Hitler and Al-Husseini, the Islamic leader of Jerusalem. The one wanted to kill the Jews and the other to destroy the Jewish State. It should worry you the same as it worries me, because after having achieved their aims in the Middle East, they might be after you as well. Don’t forget the 3000 km range missiles in the hand of the Iranians, who created the Hezbollah, trained them and gave them the rockets that kill Israeli civilians and destabilize the whole region.&lt;br /&gt;If Switzerland is democratic, if it’s peace loving, if it’s a champion of preserving international law and if it’s aware of what is really going on, then it should be worried of what took place on the Bundesplatz last Friday, because it is not only a misuse of democracy and the freedom of speech in this country, it is simply dangerous, and not only for Jews and Israelis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aviv Shir-On&lt;br /&gt;Ambassador of the State of Israel&lt;br /&gt;Mein Wettern über die Passivität der Schweizer Juden in Hinblick auf den gegenwärtigen Krieg in Nordisrael und im Libanon trägt Früchte. Von zwei Freunden erhielt ich Kopien ihrer Briefe, der eine an Frau Calmi-Rey, der zweite ein Leserbrief. Ich bin zufrieden, erwarte aber noch weit mehr.&lt;br /&gt;Damit der israelischen Flugwaffe die Munition nicht ausgeht, schickt die USA Bomben, Raketen und Ersatzteile für Flugzeuge und Helikopter. Sie kommen in riesigen Galaxy C141 Flugzeugen, wie während dem Jom Kippur Krieg in 1973. Damals, als Tourist in Israel, wurde ich eingezogen, weil ich ein Chablan war, was ein Deutsch vielleicht Sprengspezialist heisst, und die oberen wirklich dachten, ich würde gebraucht. In den acht Wochen dieses Einsatzes hatte ich mein persönliches Auto mit einem Korporal als Chauffeur, dessen Piloten der Galaxys betreute, mit denen damals die USA Israel versorgten und, davon bin ich überzeugt, damit in diesem die Existenz Israels bedrohenden Krieg, enorm dazu beitrugen das Land zu retten. Ich wurde in einer freien Stunde eingeladen ein solches Riesenflugzeug zu besichtigen und ich muss noch heute sagen – ich war beeindruckt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Airlift wird durch die Luftstrasse geführt, die für syrische  (letztlich iranische) Waffenlieferungen an die Hisb’allah eingerichtet worden ist und nun den amerikanischen Verbündeten Israel für ihre Flüge aus dem Irak sehr zu statten kommt. Im Bericht der Debkafile darüber, steht auch, dass Hassan Nasrallah, Führer der Hisb’allah vom iranischen Brigadegeneral Yahya Rahim Safavi als oberster Kommandant im Krieg gegen Israel abgelöst worden ist und von den iranischen Botschaften in Beirut und Damaskus aus wirke. Das ist ein weiterer Beweis, für die letztendliche Verantwortung Irans für die Aktionen der Hisb’allah.Haifa sah heute Nachmittag noch ausgestorbener aus, als gestern und den Tagen davor. Es hat sich eingebürgert, dass  an jedem zweiten Tag, wenn ich schon nahe beim Rambamspital bin, die Sirenen ertönen. Doch dann fahre ich die paar Hundert Meter dorthin, parkiere das Auto und eile in die sichere Onkologie.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-115433933742129167?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/115433933742129167/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=115433933742129167&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115433933742129167'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115433933742129167'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/07/der-israelische-botschaft-in-bern.html' title='Der israelische Botschaft in Bern'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-115433924587304752</id><published>2006-07-31T12:46:00.001+03:00</published><updated>2006-07-31T12:47:25.876+03:00</updated><title type='text'>Das Uebliche</title><content type='html'>25.6.2006&lt;br /&gt;Im Debka File sind, wenn’s kracht, interessante Neuigkeiten zu finden, nicht immer ganz wahr, aber wem, ausser mir, kann man heute glauben. In Tagen des Kriegs, dessen erstes Opfer, so heisst es, die Wahrheit ist, muss man seine Vernunft, unbeeinflusst von Ideologie und Hass, sondern von echten Tatsachen (mehrheitlich sind erlogene Tatsache marktführend), Respekt vor denen, die unschuldige Opfer des Krieges werden, eiten lassen. Letztlich braucht es den Mut, seine eigene Sache nachdrücklich zu vertreten, womit ich Israel und das weltweite Judentum meine. In diesem Zusammenhang eine Neuigkeit: Die Leitung des Europäischen Jüdischen Kongresses &lt;a href="http://www.eurojewcong.org/ejc/news.php?id_article=532"&gt;stattete Israel einen Solidaritätsbesuch&lt;/a&gt; ab. In seiner&lt;a href="http://www.eurojewcong.org/ejc/news.php?id_article=531"&gt; Website&lt;/a&gt; sind auch verschiedene Solidaritätsaktivitäten aufgeführt, die in europäischen Ländern durchgeführt werden. Das Wort Schweiz ist nicht zu finden. Ich lasse mit diesem Thema nicht locker, denn ich schäme mich für jeden einzelnen Schweizer Juden, der voller Panik hofft nicht zu einer Stellungsnahme aufgefordert zu werden.&lt;br /&gt;Einige meiner Tagebuchleser, Freunde darunter, haben mir geschrieben und versuchen zu erklären, warum Schweizer Juden nicht wie richtige Juden Stellung beziehen können. Andere, und das hat mich gefreut, wollen wissen was sie tun könnten. Ich mailte Vorschläge. Aber entscheiden muss jeder für sich.&lt;br /&gt;Zwei Artikel über das Thema Hisb’allah und Hamas möchte ich hier erwähnen. Der eine ist von &lt;a href="http://www.nzz.ch/2006/07/25/al/articleEBSZF.html"&gt;George Szpiro der NZZ&lt;/a&gt;, der zusammen mit Jacques Ungar der nördlichen Front einen Pressebesuch abstattete. Dabei verbrachten sie ein paar Stunden bei Dany Däster im Kibbuz Malkija. Der Artikel, heute herausgekommen, ist lesenswert und macht mir Freude.&lt;br /&gt;Der  zweite Artikel ist ein Leserbrief, ebenfalls in der NZZ vom 24.7.2006, geschrieben von „Der Seele Israels“, auch bekannt als Ernest Goldberger. Er besetzt mit anderen, wie Ilan Pappe, die Marktnische jüdischer Selbsthasser und Querulanten, deren Äusserungen leider von Teilen des weltweiten Publikums unbedarft und unreflektiert als einzige Wahrheit betrachtet werden. In diesem Brief wiedergibt er arabische Propaganda, wie die Mär von den 22% des früheren Palästinas und redet über Recht und Würde der Palästinenser ohne überhaupt geschichtliche Hintergründe oder gar die heutige Haltung des palästinensischen Extremismus, der nun mal deren Regierung stellt, zu berücksichtigen. Immerhin wagt er nicht zu behaupten, das Schicksal der Palästinenser liege der Hisb’allah am Herzen und gibt zu, dass es nur ein vorgeschobenes Argument ist. Den wirklichen Grund dieser Feindschaft, nämlich das religiöse islamische Dogma, dass keine Nichtmoslems auf arabischem Boden leben dürfen (bestenfalls als Dhimmis), den nennt er nicht. Dass mit religiösem Wahn, der ja genau so für Hamas, der heutigen Regierungspartei Palästinas gilt, keine rationale Verhandlungen geführt werden können, sollte jedem vernünftigen Menschen verständlich sein. Mit Fatah und der PLO vielleicht, doch die bisherigen Erfahrungen lassen zweifeln.&lt;br /&gt;Soeben ist aus verschiedenen Nachrichtenquellen zu entnehmen, dass Condy Rice in drei Wochen wiederkommen will implizierend, dass Israel ruhig weiter machen soll. Es soll nun doch eine internationale Sicherheitstruppe auf die Beine gestellt werden, die von der israelischen Armee übernehmen kann. Dabei teilnehmen sollen Deutschland, England, Frankreich, Jordanien, Ägypten und Saudiarabien. Ich fände besonders saudische und jordanische Soldaten sehr gut für einen solchen Einsatz. Im Gegensatz zu Israel hätten diese sunnitischen Soldaten nicht die Hemmungen der israelischen Armee richtig durchzugreifen, wie es Jordanien seinerzeit währende dem „Schwarzen September“ gezeigt hatte. Dieser ganze Plan hat jedoch nur dann einen Wert, wenn diese Sicherheitstruppe stark und durchschlagend agieren darf. Es darf betont werden, dass die Hisb’allah und deren Puppenmeister Iran von den arabischen Staaten als die grosse existenzielle Bedrohungen gesehen wird und von Europa und dem ganzen Westen als solche gesehen werden sollte. In der westlichen Presse scheint diese Entwicklung langsam erkannt zu werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-115433924587304752?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/115433924587304752/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=115433924587304752&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115433924587304752'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115433924587304752'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/07/das-uebliche.html' title='Das Uebliche'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-115433919278927918</id><published>2006-07-31T12:46:00.000+03:00</published><updated>2006-07-31T12:46:32.793+03:00</updated><title type='text'>Adam geht in die Rekrutenschule</title><content type='html'>23.7.2006&lt;br /&gt;Vorhin sass ich mit Howard im Café Mokka. Die Alarmsirenen fingen zu heulen an und wir begaben uns alle in die Küche, in der es am sichersten sei. Die Kellnerin, ein blutjunges Mädchen, begann zu zittern und zu weinen, eine extreme Panik hatte sie ergriffen. Wir hielten sie, redeten ihr gut zu, gaben ihr zu trinken – ihr Alptraum hielt an, bis der Alarm vorbei war. Sie nahm die Arbeit wieder auf, doch noch weinte sie.&lt;br /&gt;Etwas später vernahmen wir, dass der Süden Haifas beschossen worden war und sicherheitshalber auch die Sirenen in Zichron Ya’akov eingeschaltet wurden. Die Tochter des Cafébesitzers, die rassige Keren, teilte uns mit die Konsumation sei frei, „on the house“.&lt;br /&gt;Unser Enkel Adam, wohnhaft in Koranit im westlichen Galiläa, dort wo Raketen fliegen, geht morgen zur Armee. Gerade heute, wo im Süden und im Norden Israels Krieg herrscht. Wir sind gar nicht glücklich, seine Eltern auch nicht – wie er selber denkt, wissen wir nicht. Er schweigt. Ich könnte an dieser Stelle den üblichen Stuss über Vaterland, Pflicht, Überleben und ähnliches schreiben, tue es aber besser nicht. Es liegt mir nicht. Ich glaube nicht, dass er sich freut, Angst scheint er nicht zu haben. Sein Vater, beide Grossväter, die Onkel und viele der Familie sind da auch hindurch, haben in Kriegen mitgekämpft, viel gesehen und getan, was getan werden musste – geschadet hat es keinem. Keiner von uns ist in einen superpatriotischen Rechtsextremismus abgerutscht. Im Gegenteil – Kriegserfahrungen und das Leben in Israel überhaupt, haben uns eine bessere Durchsicht regionaler Politik und Verhaltensmuster vermittelt. Es ist nicht, wie es manchen aus der Ferne des Auslands erscheint. Nicht ohne Grund sind viele Friedensorganisationen Israels, meist während Kriegen, in der Armee entstanden. Man denke an „Frieden jetzt“ und die Verweigerer des Militärdienstes in den besetzten Gebieten und ähnlichen, absolut zionistischen und ehrenhaften Gruppierungen, deren Eigenheit ganz besonders augenfällig auch in dem besteht, dass es etwas auch nur entfernt ähnliches in der arabischen Welt nicht gibt. Das ist der Grund, dass es dort nur Demonstrationen des Hasses gegen alles israelische und jüdische gibt. Das kann nicht genug betont werden, in der Hoffnung es werde endlich vom westlichen Gutmenschentum verstanden.&lt;br /&gt;Ich muss hier einen Abschnitt aus dem letzten Tagebucheintrag (21.7.2006) nochmals bringen, da er in der ersten Fassung einen sinnentstellenden Fehler enthielt. Ich bitte um Entschuldigung.&lt;br /&gt;Allen voran marschiert Bundesrätin Calmy-Rey mit ihrer neuesten Selbstverwirklichungsaktion. Es scheint, dass sie und viele andere Schweizer, in Politik und Medien, sich auf Kosten Israels profilieren wollen. Die Genfer Konvention scheint nur für den Libanon und den Gazastreifen zu gelten. In Israel landen ja keine Raketen, werden keine Leute getötet und verwundet scheinen sie zu denken. Diese Blindheit auf dem israelischen Auge ist zum Kotzen. Natürlich gibt es einen Unterschied, der jedem Nachrichtenkonsumenten nicht klarer sein könnte: Hamas und Hisb’allah schiessen um möglichst viele Zivilisten zu töten, die israelische Armee schiesst zur Ausschaltung der Hisb’allah und der Hamas, die sich hinter den Rockschössen von Frauen und Kindern verstecken und so möglichst viele Opfer ihres eigenen Volkes provozieren wollen. Neu ist das gar nicht, es ist ein alter aber noch immer erfolgreicher Trick um eine positive Presse zu gewinnen. Auch das ist selbstgefertigte Munition gegen Israel – will die Welt darauf hereinfallen? Wenn ich es aus Informationen der Presse und von Freunden richtig verstehe, sind es vor allem bürgerliche Schweizer Politiker, die den Kopf bewahren und eine Steigerung in den antiisraelischen Wahnsinn verhindern.&lt;br /&gt;Wo sind die Alternativen?&lt;br /&gt;Es ist peinlich, den vorgeschobenen oder bestenfalls vermeintlichen Humanismus einiger Politiker und Anhänger der politisch linken Seite zu beobachten. Sie sehen nur die Verwüstungen, die Israel anrichtet – dass sie schlimm sind, ist nicht abzustreiten. Es interessiert sie nicht, dass es mit Verwüstungen und Übergriffen der Hisb’allah und der Hamas begann, unprovoziert in Israel morden und entführen. Es interessiert sie nicht, dass diese Terroristen ihre eigenen Landsleute zu Geiseln nehmen, um sie als Kollateralschaden zu verheizen. Ich gebe zu, „unprovoziert“ gilt für diese gottesfürchtigen Verbrecher und den grossen Teil der arabischen Welt nicht, schon die Existenz Israels allein ist für sie die Mutter aller Provokationen. Wer ist nicht für Frieden, Liebe und Eierkuchen? Ich gehöre auch dazu. Nur werden von diesen Friedensaposteln keine Alternativen angeboten, ausser Dialog. Wer ist nicht für Dialog. Wenn gesprochen wird, heisst es, werde nicht geschossen. Die Realität ist aber anders: es wird geredet, gesprengt und geschossen. In einen Dialog mit jemandem, der mich umbringen will zu treten, will leuchtet mir nicht ein. Über was soll verhandelt werden? Über das Abschlachten der Juden? Deshalb ist unglücklicherweise Dialog mit fanatisierten Feinden, deren alleiniger Lebensinhalt es ist Juden und Israel zu zerstören und eine Steinzeitkultur zu vertreten, die dem wirklichen Islam, wie mir von israelischen Muslimen erklärt worden ist, diametral entgegen steht, sinnlos. Trotzdem hoffe ich weiterhin, dass Alternativen zu Hass, Krieg und gegenseitige Ausgrenzung gefunden werden, um diese durch gegenseitigen Respekt, produktive Arbeit und Kooperation abzulösen. Vorläufig ist das noch ein Traum. Auch Israel begann als Traum.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/24604175-115433919278927918?l=uristagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://uristagebuch.blogspot.com/feeds/115433919278927918/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=24604175&amp;postID=115433919278927918&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115433919278927918'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/24604175/posts/default/115433919278927918'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://uristagebuch.blogspot.com/2006/07/adam-geht-in-die-rekrutenschule.html' title='Adam geht in die Rekrutenschule'/><author><name>Uri's Tagebuch/Diary</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09713851306615792608</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-24604175.post-115433911712217770</id><published>2006-07-31T12:43:00.000+03:00</published><updated>2006-07-31T12:45:17.140+03:00</updated><title type='text'>Israel, der Krieg und seine arabischen Bürger</title><content type='html'>21.7.2006&lt;br /&gt;Wir haben in Zichron Ya’akov zahlreiche Bürger aus England. Einer meinte zum Thema ausgewogenem militärischem Verhaltens, auch Verhältnismässigkeit genannt: Natürlich ist Israels Verhalten gegenüber den Angriffen und Morden der Hisb’allah und der Hamas höchst unausgewogen. Wäre es ausgewogen, müsste sich Israel der Vernichtung der muslimischen Staaten widmen, Selbstmordterroristen in palästinensische Kaffeehäuser und Märkte senden, in der ganzen Welt Moscheen angreifen und eine massive und beleidigende Lügenkampagne durchführen, in der Muslims für alles, das in der Welt falsch läuft, verantwortlich gemacht werden. Schön sind diese Worte sicher nicht, sie sind aber wahr und entsprechen der tatsächlichen, für alle sichtbaren Situation. Es zeigt auch den grundlegenden Unterschied zwischen Israel und seinen Nachbarn – wir tun so etwas einfach nicht.&lt;br /&gt;Allen voran marschiert Bundesrätin Calmy-Rey mit ihrer neuesten Selbstverwirklichungsaktion. Es scheint, dass sie und viele andere Schweizer, in Politik und Medien, sich auf Kosten Israels profilieren wollen. Die Genfer Konvention scheint nur für den Libanon und den Gazastreifen zu gelten. In Israel landen ja keine Raketen, werden keine Leute getötet und verwundet. Diese Blindheit auf dem israelischen Auge ist zum Kotzen. Natürlich gibt es einen Unterschied, der jedem Nachrichtenkonsumenten nicht klarer sein könnte: Hamas und Hisb’allah schiessen um möglichst viele Zivilisten zu töten, die israelische Armee schiesst zur Ausschaltung der Hisb’allah und der Hamas, die sich hinter den Rockschössen von Frauen und Kindern verstecken und so möglichst viele Opfer ihres eigenen Volkes provozieren wollen. Neu ist das gar nicht, es ist eine alte aber noch immer erfolgreicher Trick eine positive Presse zu gewinnen. Auch das ist selbstgefertigte Munition gegen Israel – will die Welt darauf hereinfallen? Wenn ich es aus Informationen der Presse und von Freunden richtig verstehe, sind es vor allem bürgerliche Schweizer Politiker, die den Kopf bewahren und eine Steigerung in den antiisraelischen Wahnsinn verhindern.&lt;br /&gt;Neu ist es nicht, aber noch nie war die Reaktion arabischer Bürger Israels so besorgniserregend. Für ihren Aufstand im September 2000 hatte ich weitgehend Verständnis, heute nimmt dieses Verständnis ab. Ein arabisch-christlicher Knessetabgeordneter unterstützt öffentlich Nasrallah und dessen Hisb’allah und schiebt die Schuld für den gegenwärtigen Krieg voll auf die israelische Regierung. In Nazareth wird der Tod zweier Kleinkinder ebenso Israel belastet, ähnliches ist in Akko und Haifa zu hören, 
