Letzte Worte eines Fatah-Aktivisten
In Gaza hat Hamas die Fatah besiegt. Im Bericht des Daily Telegraph ist etwas zu lesen, das uns Juden eigentlich einfahren sollte: Hamas stürmte das Haus von Jamal Abu Jediyan, Generalsekretär der Fatah in Nordgaza und ermordeten ihn. Zwanzig Minuten früher hörte der Reporter des Daily Telegraph im palästinensischen Radiosender „Sawt Al Hurriya“ den Bruder Jediyans, der panisch den Sender anrief: „Die schiessen auf uns mit RPGs, Minenwerfern. Wir sind keine Juden!“, während im Hintergrund Gewehrfeuer zu hören war. Kurz darauf war er tot.
„Wir sind keine Juden“, sagte der Fatahkämpfer und meinte „deshalb sollte er eigentlich nicht sterben“. Palästinenser, inklusive Fatah, waren so fixiert auf ihre Idee des „Widerstands“ und so fasziniert mit ihrem nationalen Genozid-Projekt, dass sie gar nicht auf den Gedanken kamen, Hamas Waffen könnten auf sie gerichtet werden. Hamas ist auf Islamisierung des palästinensischen Volkes aus, das Projekt eines palästinensischen Staates ist für sie kein Thema. Jetzt wird es das erste Opfer dieser von Iran gesteuerten Islamisierung, noch vor den Juden. Die Palästinenser verinnerlichten nie die Idee eigener Souveränität und was es eigentlich heisst einen eigenen Staat aufzubauen. Dazu hätten sie ihr Völkermordprojekt und ihren Rassismus für den Aufbau eines eigenen Staatswesens aufgeben müssen.
Islam Shahawan, Sprecher der Hamas Miliz gab am Hamas Radio bekannt: „Wir sagen unserem Volk, die Vergangenheit ist beendet und die Zeit der Gerechtigkeit und islamischer Herrschaft hat begonnen“.
Ebenso interessant ist mein eigenes Erlebnis vor wenigen Tagen. Ich machte Bekanntschaft mit Yael Kaynan, einer hübschen blonden Amerikanerin, etwa 30 Jahre alt und, das gab bei mir den Ausschlag, aus New Orleans. Yael (früher trug sie den typisch jüdischen Namen Katelyn Y.A. McKenna) hat Israel ihr Heim gemacht hat. Sie promovierte an der Ohio University und arbeitet heute an der Ben Gurion Universität in Sde Boker und am Interdisciplinary Center (IDC) in Herzliya. Ihre Fachgebiete sind Kommunikation und Sozialwissenschaften. Yaeli spricht Deutsch, weil sie einige Zeit an der Universität Konstanz verbracht hat.
Von ihr hörte ich, dass in der palästinensischen Gesellschaft, vor allem in der Westbank, das Thema eines föderativen Zusammenschlusses des dahinsiechenden Planes eines Staates Palästina an das Königreich Jordanien immer mehr diskutiert wird. Das wäre die einzig mögliche Alternative zum Kleinstaat Palästinas neben Israel. Die Einstaatenlösung ist ein feuchter Traum extremistischer Pelästinenser, der ausschliesslich das Ziel hat den jüdischen Staat Israel zu liquidieren. Die Diskussion über eine Föderation begann auf Initiative von Abdul Salam Majali, ehemaliger Premierminister Jordaniens. Er rief Anfang 2007 etwa siebzig palästinensische Professoren, Geschäftsleute und Parlamentarier nach Akaba zu einer Konferenz zusammen. Das Datum fiel ungefähr auf den vierzigsten Jahrestag von Jordaniens Verlust der bisher von ihr besetzten Westbank. Die Idee einer Föderation oder Konföderation würde, so denkt zum Beispiel Bibi Netanyahu, grosser Fan dieser Idee, würde die Friedensaussichten der Region enorm verbessern. Einige Jordanier sind besorgt um die Stabilität des Königreiches. Jetzt schon hat Jordanien über eine Million irakischer Flüchtlinge aufgenommen. Palästinenser waren und sind ein Unruhefaktor für denen Staat, der sich mit ihnen abgibt. Ein Palästinenser findet die Idee israelische Panzer gegen jordanische Panzer auszutauschen einen Unsinn und erinnert, vielleicht unbewusst, an den palästinensischen Hass gegen das Königreich Jordanien und seine Armee, die gefürchtete arabische Legion. Einige Jordanier finden, dass Jordanien zwar mit der Westbank historische Verbindungen habe, doch Gaza unregierbar sei. Zudem wäre es interessant darüber von der Hamas zu hören, sind doch seine Beziehungen zu Jordanien, einem relativ modernen arabischen Staat mit einer vernünftigen Regierung, nicht die Besten.
Bis jetzt ist die offizielle Stellung Jordaniens, dass eine föderative Regelung mit Palästina erst nach dem Entstehen des offiziellen Staates Palästina zur Diskussion gebracht werde. Doch, wie im Mittleren Osten üblich, sagt keiner was er meint und meint keiner was er sagt.
Warum kommt die Idee einer Föderation gerade heute zur Sprache? Die frühere Verbindung zwischen den beiden Völkern endete in Scheidung, als König Hussein 1984 die Westbank aufgab, obwohl die arabische Welt und die Palästinenser dies schon seit 1974 verlangt hatten, als sich die Letzteren als eigenes Volk entdeckten. Deswegen ist es recht interessant, dass die Idee der Wiedervereinigung mehr Zustimmung auf der palästinensischen Seite findet. Sie könnte mit wirtschaftlichen Erwägungen zusammenhängen, denn wirtschaftlich hat Israel zu Jordanien gute Beziehungen.
Meine erste Reaktion zu dieser Idee war reflexartig: „Das wäre doch Selbstmord für das Königreich!“ Vielleicht aber auch nicht. Möglicherweise wird Jordanien sich wirklich erst für eine Partnerschaft mit den Palästinensern erwähnen, falls Israel sich wirklich aus der Westbank zurückziehen sollte und in der Folge die heutigen Zustände Gazas auch dort ausbrechen würden – was aus heutiger Sicht nicht anders zu erwarten wäre.
Immerhin, es werden Alternativen diskutiert, über die leider in den Medien kaum etwas zu lesen oder zu hören i

<< Home