Leben in Israel - Uris Tagebuch

Uri Russak schreibt Persönliches. Er schreibt über Politik, angewandten Zionismus und über seine Freunde - Juden, Araber, Drusen, Christen in Israel und ausserhalb. Er selbst sieht sich als Realist, kann Exremisten jeder Art nicht ausstehen. In Israel wird er oft Linksextremist genannt, im Ausland, besonders in der Schweiz, wo er geboren wurde, wird er als Rechter beschimpft. Das gefällt ihm.

Name:
Standort: Zichron Ya'akov, Israel

Das Leben in Israel ist nie langweilig. Von vielen gehasst und von vielen respektiert ist unser Land das erfolgreichste Projekt seit dem zweiten Weltkrieg, was natürlich nicht von allen gern gehört wird aber dennoch stimmt. Ich lebe und atme dieses Land, kritisiere viel und bin täglich wieder beeindruckt über die Energie und die Kreativität der Israelis und ihrer ans Anarchische grenzende Demokratie. Ich bin Aktivist für Koexistenz mit den arabischen Mitbürgern, gelte hier als politisch Linker, während ich in der Schweiz, wo mein Zielpublikum mehrheitlich lebt, bei einigen als Rechtsextremist verschrien bin, womit ich ganz gut leben kann.

Donnerstag, März 15, 2007

Die damalige arabische Presse zum Flüchtlingsproblem

24.2.2007
Zwei Astronauten, soeben auf dem Mars angekommen, gehen auf dem Planeten spazieren. Der eine wundert sich, ob es auf dem Mars wohl Sauerstoff gäbe. Sein Kollege schlägt vor: „Zünden wir doch ein Streichholz an, wenn es brennt wissen wir, dass es Sauerstoff gibt.“ Er zieht eine Streichholzschachtel aus der Tasche seines Weltraumanzugs und will ein Streichholz anzünden. Da rennt ihm ein grünes Marsmännchen entgegen und ruft ihm zu: „Gott behüte, nicht anzünden!“ Es kommen noch weitere grüne Marsmännlein und Marsweiblein und rufen: „Nicht anzünden, nicht anzünden!“ Der Astronaut will wissen warum er das Streichholz nicht anzünden soll, es sei doch im Namen der Wissenschaft. Die grünen Marsmenschen rufen ihm zu: „Heute ist Schabbes, heute ist Schabbes!.“

Soviel zur Universalität des Judentums.

Aus der linken Hasbara Szene (Hasbara heisst auf Hebräisch Öffentlichkeitsarbeit und ist die Bezeichnung dessen, das vom offiziellen Israel auf einem Niveau fast vollkommener Talentlosigkeit betrieben wird) wurden mir Zitate mit Quellenangaben unter die Nase gehalten, die ich unbedingt weiter geben will. Sie beweisen, dass arabische Propaganda zu einem wesentlichen Teil erlogen ist. Doch ist ebenso belegt, dass Israel die Gelegenheit des arabischen Angriffs in 1948 auf seine Art benutzte, einen Teil der Araber Palästinas loszuwerden – etwas, das ohne diesen von den arabischen Staaten ausgelösten Krieg und der arabischen Missachtung des UNO-Beschlusses 181 nicht geschehen wäre.

Hier, bitteschön, die Zitate aus der arabischen Presse und einem Zitat aus einer holländischen Zeitung. Ich habe jedes Zitat ins Deutsche übersetzt.

QUOTE: "The Arab states which had encouraged the Palestinian Arabs to leave their homes temporarily in order to be out of the way of the Arab invasion armies, have failed to keep their promise to help these refugees." The Jordanian daily newspaper Falistin, Feb 19, 1949.
“Die arabischen Staaten, die die palästinensischen Araber ermuntert haben, ihr Heim zeitweilig zu verlassen, um den arabischen Invasionsarmee nicht im Wege zu stehen, haben ihr Versprechen diesen Flüchtlingen zu helfen, nicht gehalten”. (Die jordanische Tageszeitung Falastin, 19. Feb. 1949)QUOTE: "For the flight and fall of the other villages it is our leaders who are responsible because of their dissemination of rumours exaggerating Jewish crimes and describing them as atrocities in order to inflame the Arabs..." The Jordanian daily newspaper, Al Urdun, April 9, 1953.
„Für die Flucht und den Fall anderer Dörfer sind unsere Führer verantwortlich, denn sie waren es, die weit übertriebene Gerüchte über jüdische Untaten streuten und diese Gräueltaten nannten, um die Araber aufzuhetzen…..”.
(Die jordanische Tageszeitung Al Urdun, 9. April 1953)QUOTE: "The 15th May, 1948 arrived... on that day the Mufti of Jerusalem appealed to the Arabs of Palestine to leave the country, because the Arab countries were about to enter and fight in the stead." The Egyptian daily Akhbar El Yom, Oct 12, 1963.
"Der 15. Mai 1948 traf ein ...... an diesem Tag appellierte der Mufti von Jerusalem an die Araber Palästinas, das Land zu verlassen, weil die arabischen Staaten bereit waren einzumarschierenund zu kämpfen.”
(Die ägyptische Tageszeitung Akhbar El Yom, 12. Oktober 1963).: QUOTE: "The fact that there are these refugees is the direct consequence of the act of the Arab states in opposing partition and the Jewish state. The Arab states agree upon this policy unanimously and they must share in the solution of the problem." Emile Ghoury, secretary of the Palestinian Arab Higher Committee, in an interview with the Beirut Telegraph Sept. 6, 1948.
„Die Tatsache, dass es Flüchtlinge gibt, ist die direkte Konsequenz der Tatsache, dass die arabischen Staaten sich die Teilung [Palästinas] und einem jüdischen Staat widersetzten. Die arabischen Staaten stimmten dieser Politik einstimmig überein und sie müssen sich in der Lösung des Problems teilen”. (Emile Ghoury, Sekretär des palästinensischen Höheren Komitees, in einem Interview mit dem Beirut Telegraph, 6. September 1948)"Who brought the Palestinians to Lebanon as refugees, suffering now from the malign attitude of newspapers and communal leaders, who have neither honor nor conscience? Who brought them over in dire straits and penniless, after they lost their honor? The Arab states, and Lebanon amongst them, did it." The Beirut Muslim weekly Kul-Shay, Aug. 19, 1951.
„Wer brachte die Palästinenser als Flüchtlinge in den Libanon, wo sie von der bösartigen Haltung der Zeitungen und der lokalen Führer zu leiden hatten, welche weder Ehre noch Gewissen hatten? Wer brachte sie voller Nöte und ohne Geld, nachdem sie ihre Ehre verloren hatten? Die arabischen Staaten und der Libanon war einer davon“. (Die Beiruter Wochenzeitschrift Kul-Shai, 19. August 1951.)
QUOTE: "The Palestinian People does not exist. The creation of a Palestinian state is only a means of continuing our struggle against the state of Israel for our Arab unity. In reality today there is no difference between Jordanians, Palestinians, Syrians and Lebanese. Only for political and tactical reasons do we speak today about the existence of a Palestinian people, since Arab national interests demand that we posit the existence of a distinct 'Palestinian people' to oppose Zionism." Zahir Musehin (Palestine Liberation Organisation executive committee member. March 31, 1977 in the Dutch newspaper 'Trouw')
“Das palästinensische Volk gibt es nicht. Die Schaffung eines palästinensischen Staates ist nur ein Mittel im Kampf gegen den Staat Israel für die arabische Einheit. In der heutigen Wirklichkeit gibt es keinen Unterschied zwischen Jordaniern, Palästinensern, Syrern und Libanesen. Ausschliesslich aus politischen Gründen sprechen wir heute vom palästinensischen Volk, da das nationale arabische Interesse verlangt, durch die Existenz eines „palästinensischen Volkes“ dem Zionismus zu widerstehen“.
(Zahir Musehin, Mitglied des Exekutivkomitees der PLO, 31. März 1977, in der holländischen Zeitung ‚Trouw’.

Diese Zitate und der daraus ersichtliche Nachweis der (teilweisen) arabischen Geschichtslüge, entbindet Israel grundsätzlich nicht davon, wenigstens heute Frieden und Zusammenleben mit den sich heute Palästinenser nennenden ehemaligen Arabern und der gesamten arabischen Welt zu suchen. Leider ist auch bei uns in Israel eine Subkultur des Araberhasses entstanden, die sich zwar nicht mit dem Judenhass der arabischen Welt vergleichen lässt (wo sie alles anderem als eine Subkultur ist), die ich als extrem unjüdisch empfinde und die seit Mitte Siebziger Jahre nicht nur unter den Siedlern der besetzten Gebiete der Westbank, sondern auch in anderen Teilen des Volkes Anhänger gefunden hat. Das sind Früchte rassistischer Ideologien und Religion, doch auch die Folge des palästinensischen Terrors. Ähnlich wie bei Überlebenden der Shoah, sind unter Überlebenden und Familien von Terroropfern, solche zu finden, die es nicht fertig bringen (und dafür kann man ihnen keinen Vorwurf machen) auf ihre Hassgefühle zu verzichten und auf der anderen Seite gibt es Überlebende und Familien, die den Dialog mit unseren Feinden suchen und finden, mit denen sie gemeinsam ihre schrecklichen Erfahrungen zu verarbeiten versuchen.