Argumente für Israel - ein Katalog
Argumentenkatalog – Israels Sicherheitssituation
Hintergründe/heutige Situation
- Alle israelisch-arabischen Kriege (mit Ausnahme vielleicht der Sinai-Kampagne 1956 und dem ersten Libanonkrieg 1982) waren und sind existenzielle Überlebenskriege für Israel. Dies gilt nicht weniger für den gegenwärtigen Krieg gegen Hisbollah und Hamas.
- Israel kann es sich nicht leisten einen Krieg zu verlieren, denn es würde nicht überleben.
- Israel hat im Gegensatz zu seinen arabischen Gegnern kein strategisches Hinterland, auf das es zurückfallen kann. Es gibt nur das Meer.
- Der Vorwurf Israel sei ein kolonialistischer Staat ist nicht statthaft. Für uns Israelis gibt es kein Heimatland, das uns hierher gesandt hat und in das wir zurückkehren können. Juden haben auf das Land einen historischen Anspruch, der mit den berechtigten Ansprüchen der arabischen Einwohner in Einklang gebracht werden muss. Das ist das Hauptanliegen jedes friedensuchenden Israelis.
- Der von der extremen Linken oft vorgebrachte Vorwurf der „Apartheid“ ist nicht haltbar. Er ist eine böswillige Verleumdung, die entweder von Unwissensenden oder von Leuten gemacht wird, die Israel sein Existenzrecht absprechen. Sämtliche Minderheiten haben volle Bürgerrechte und Bürgerpflichten. Die Ausnahme ist, dass arabische Bürger keine Militärpflicht kennen, jedoch eine beachtliche Zahl Freiwilliger aus dieser Schicht in der Armee vertreten sind. Für Drusen und Tscherkessen besteht Dienstpflicht. Alle Minderheiten (rund 20% der Bevölkerung) haben in der freien Gesellschaft Israels volles aktives und passives Wahlrecht, sind im Parlament und den meisten politischen Parteien vertreten, studieren an allen Universitäten (Universität Haifa 40% Araber), sind sogar im diplomatischen Dienst Israels tätig – alles ist ihnen möglich. Dass es einige unhaltbare Ungereimtheiten noch immer gibt wird zugegeben. Israels Araber sind die einzigen Araber in dieser Region, die in einer freien demokratischen Gesellschaft leben und dies auch nutzen, wie es in keinem arabischen Land auch nur im Ansatz möglich wäre.
- Die klassische, nach dem Unabhängigkeitskrieg von 1948 festgelegte temporäre Grenze (die Grüne Linie) ist an einigen Orten nur gerade zehn Kilometer breit und durch einen Einmarsch feindlicher Streitkräfte wäre Israel zerstückelt. Da es kein freundschaftliches Verhältnis zu seinen Nachbarn gibt, ist Israels Sicherheitsdenken überlebenswichtig.
- Der arabisch-israelisch/jüdische Streit geht nur vordergründig um Land. Das war nie anders. Der Angriff von sieben arabischen Staaten in 1948, unter Ablehnung des UNO-Beschlusses 181 zur Gründung eines Staates für Juden und eines Staates für Araber im ehemaligen Mandatgebiet Palästina, war nicht zur Hilfe für die arabische Bevölkerung gedacht, sondern zur Aufteilung des Gebietes an die verschiedenen arabischen Staaten. Es gäbe heute kein palästinensisches Flüchtlingsproblem, wenn die arabische Welt diesen UNO-Beschluss anerkannt hätte.
- Den palästinensischen Flüchtling werden bis heute bewusst nicht in arabische Länder integriert (Ausnahme ist Jordanien), sondern in Flüchtlingslagern gehalten.
- Nach dem Entstehen des Staates Israel wurden zwischen 600'000 und 800'000 Juden aus arabischen Ländern unter Rücklassung ihres Besitzes ausgewiesen. Alle sind in Israel, USA, Kanada und anderen Ländern untergekommen und integriert.
- Heute ist eine religiöse Komponente die hauptsächliche Treibkraft: es darf kein nichtislamischer Staat auf arabischer Erde existieren. Die religiöse Zentralität Jerusalems ist eine neue „Erfindung“. Jerusalem wird im Koran nie erwähnt und war bis 1967 nie von der überragenden religiösen Wichtigkeit, die man ihr heute zuschreibt.
- Der Begriff „Unverhältnismässigkeit“ militärischer Mittel, den man gelegentlich Israel vorwirft, hat weder Hand noch Fuss. Kriege sind keine sportlichen Anlässe und werden nicht von Schiedsrichtern und Buchhaltern geführt. Es geht ums gewinnen um jeden Preis. Ohne Unverhältnismässigkeit militärischer Mittel wäre der Zweite Weltkrieg gegen Deutschland und Japan nicht gewonnen worden. Die Alternative ist Israels Untergang oder eine verhandelte Lösung, die jedoch in unserer Region selten zu erreichen ist. Die Friedensverträge mit Jordanien und Ägypten sind solche Beispiele, die jedoch nur von deren Regierungen nicht aber von der jeweiligen Bevölkerung getragen werden.
- Ein dokumentierter Vorgang in arabisch-israelischen Kriegen ist die Tatsache, dass die israelische Armee alles in seiner Macht stehende tut, um die Zivilbevölkerung zu schonen. Im Gegensatz dazu, verstecken sich arabische und vor allem terroristische Streitkräfte hinter Zivilisten und beitreiben ihre terroristischen Aktivitäten aus zivilen Wohngegenden heraus (man denke an Raketenstellungen), so dass sich, wenn sich Israel dagegen wehrt und diese Stellungen ausschalten will, automatisch zivile Verluste ergeben. Seine eigenen Ziele suchen sich Hisbollah im Norden Israels und Hamas im Süden fast ausschliesslich unter der israelischen Zivilbevölkerung. Zivile Ziele ohne den mindesten militärischen Wert werden beschossen, Autobusse mit Zivilisten werden in die Luft gesprengt und ähnliches mehr. Die Diskrepanz zwischen israelischer und arabisch-terroristischer Kriegsführung könnte nicht grösser sein.
- Weiter dazu ist beizufügen, dass menschliches Leben für Terroristen islamistischer Prägung (Hamas, Hisbollah, islamischer Jihad etc.) keinen Wert hat, weder das eigene, noch das anderer. Das im völligem Gegensatz zur israelischen Kriegsführung. Die für viele übertriebene Rücksichtsnahme für die Zivilbevölkerung führt oft genug zu unnötigen Verlusten unter israelischen Soldaten. Ein Beispiel dafür war der Kampf in Jenin in 2002, in der die israelische Armee grosse Verluste erlitt, weil sie die Zivilbevölkerung Jenins schonen wollte. Diese Art arabischer Kriegsführung ist gegenwärtig im Irak noch ausgeprägter zu sehen, als bei uns.
- Die arabische Propaganda gegen Israel und die Juden in aller Welt hat schon seit langen nazistische Züge angenommen. Sie führt den Stil von Streicher und Goebbels fort. Besonders in Schulbüchern aber auch in der Presse und in den Moscheen werden die Juden (nicht die Israelis) mit Affen und Schweinen verglichen und der Holocaust geleugnet. Muster dieser Kampagne sind in jeder Buchhandlung in der arabischen Welt und im Internet zu finden.

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